Die Anlage besteht aus einzelnen Bungalows, meist mit einem kleinen Vorgarten. Der gesamten Anlage ist ihr Alter schon anzumerken, alles schon ein wenig abgenutzt. Es gibt 2 Pools + Kinderbecken, Tischkicker, Billard und Tennisplatz, sowie einen (doch recht teueren) Mini-Supermarkt. Wir hatten Halbpension, weiteres weiter unten unter Gastronomie. Sauber wars einigermassen, doch mit dem Handtuchnachschub hats nicht immer so geklappt. So sah auch der WC-Deckel und der dazugehörige Sitz aus, als ob er doch dann mal wieder einfach getauscht werden könnte (kostet ja nicht die Welt). Aus dem Abfluss rochs auch nicht gerade immer lecker. Kühlschrank und 2-Platten-Kochstelle war da, sogar ein Toaster. Bis nachts 00.30 Uhr wurden wir vom Alleinunterhalter gequält und morgends um 7.00 Uhr von unablässig brüllenden Kindern geweckt. Ruhig wars keinesfalls, man muss aber fairerweise sagen, daß wir im August (=Hochsaison) in der Anlage waren. Die Unterkunft mit der Halbpension war sehr günstig, deshalb möchten wir sie nicht völlig verurteilen, jedoch waren klare Schwächen (z.T. unnötige, die Beseitigung hätte nicht viel gekostet) vorhanden. Wir können das so nicht weiterempfehlen. Die Insel war jedoch sehr schön. Besonders hat uns der Jardin Canario, Abrucas, der Dünenstrand, die Bergregionen im Inland allgemein gefallen. Die sogenannte Reiseleiterin hat uns schnell abgewimmelt, als wir nach einem Unfall mit dem Mietwagen ihre Hilfe anfragten. ("Mit dieser Mietwagengesellschaft arbeiten wir nicht zusammen", sollte wohl heissen "Dadran verdiene ich nix, also lasst mir meine Ruhe". Echt super! Wir haben unser Sprachproblem selbst gelöst (und nur darum gings).
Der Bungalow bestand aus einem rel. großen Raum (etwa 14qm) mit (gebührenpflichtigem) TV, Kühlschrank, Küchenausstattung, Sofa. Ein kleinen "Innenhof" mit Wäscheleine, einer "Veranda", einem Bad mit Badewanne (gleichzeitig Dusche) und WC. Und einem Schlafzimmer. Die (nicht sehr rückenfreundlichen) Matratzen waren mit viel zu kleinen Betttüchern bezogen. Die Folge war, daß man irgendwann morgends auf der blossen Matratze aufgewacht ist. Schon etwas eklig. Zumal ein Spannbettuch auch nicht so viel kosten würde. Ob und wenn ja Insektengift gesprüht wurde, wissen wir nicht. Kopfschmerzen hatten wir aber jeden morgen, bei verlassen des Bungalows vergingen sie immer rasch.
Bei manchem Ärger über die Bedienung: der Koch war hervorragend!! Ist sicher immer Geschmackssache, wir waren begeistert! Meistens hatte man Auswahl zwischen zwei Menüs, manchmal gabs auch ein Büffet. Nur etwas länger (später in den Abend hinein) hätte es Essen geben können. Man musste bis 21.00 Uhr da sein. Das ist kurz, wenn man von einem weit entfernten Teil der Insel zurück ins Hotel muss (verkürzt die Ausflugszeit und sorgt für Hektik). Das Lob bezieht sich aufs Abendessen. Frühstück: (ist wie immer eine Frage des pers. Geschmacks) furchtbar! Marmelade, die wohl mehr aus Zucker mit Konservierungsstoff bestand, schrecklicher Kaffee, Milch, die meist aus war, etwas Joghurt und Müsli. Das alles in Plastikstuhlambiente der 70er, dazu ein ewig quietschender Toaster und (tschuldigung, aber es war so) ständig gaffende Gäste.
Die Bedienung im Restaurant war nicht das gelbe vom Ei. Als uns mehrfach auffiel, daß andere Gäste später in den Speisesaal kamen, aber früher Ihre Mahlzeit auf dem Tisch hatten, beschwerten wir uns, zuerst bei der Bedienung (keine Besserung), dann an der Rezeption: kein Erfolg. Wartezeiten über eine Stunde waren kein Einzelfall. Z.T. sehr übellauniges Personal im Restaurant.
Zum Strand ists schon recht lange, hinlaufen eher was für Wandersleut. Es muss wohl einen Shuttlebus geben. Wir hatten einen Mietwagen und damit etwa 10min. Anfahrt plus Parkplatzsuche plus 20 min. Fussmarsch zu dem tollen aber recht vollen Sandstrand bei den Dünen. Vor allem die Parkplatzsituation war doch recht übel, denn das Parkhaus war auch noch ewig vom Strand weg. Leerflächen gabs aber eigentlich schon (Fussballplatzgross), nur darauf parken war halt nicht. Beim Flughafen war man nach etwa 20min. Durch die nahe Auffahrt zur Autobahn sind zumindest mit Mietwagen Ausflüge zum Rest der Insel kein Problem, wenn man Kurvenfahrten liebt, zumindest nicht. Im Inselinneren gibts davon dann doch recht viele. Die Insel selbst fanden wir Klasse!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport-Angebote hab ich schon oben Aufgelistet. Es gab einen Internet-PC, der aber sehr oft belegt (Warteschlange) war. Das komplette Abensprogramm empfanden wir als furchtbar, ist jedoch wie vieles andere Geschmackssache. Viele Kinder in der Anlage, ist uns aufgefallen. Unsere Luftmatratze (auf unserer "Veranda" abgestellt) wurde geklaut, wir haben sie später aufgeschlitzt in einem Mülleimer gefunden (kein weiterer Kommentar).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Siegfried |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 6 |


