- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Die Insel Bandos ist mit ca. 500 m Durchmesser verglichen mit anderen Inseln relativ groß. Sie hat deshalb nicht den ursprünglichen Charme mancher kleineren Insel, viele Wege sind gepflastert, die Lobby und die Restaurants sind gefliest. Der Vorteil ist aber, dass hier ein umfangreiches Angebot vorhanden und alles gut organisiert ist, es wird viel Hotel-Komfort geboten. Das mag man als Mangel an landestypischem Flair oder als angenehme Atmosphäre empfinden, je nach Geschmack. Im Inneren gibt es neben einem Sportcenter und einem SPA sogar eine kleine Pool-Landschaft, was ich persönlich mit dem schönen warmen Meer vor der Nase für einen Unsinn halte. Über die Insel verteilen sich Bungalows in fünf verschiedenen Bauformen und verschiedenen Kategorien, die aber nicht alle von jedem Veranstalter angeboten werden. Je nach Lage kann das bis zu 12 Minuten Fußweg zum Frühstück bedeuten. Die Größe der Insel hat auch den Vorteil, dass der gesamte Bereich für das Personal und die lärmige Generator-Station unauffällig im Inselinneren liegen. Die Gäste waren – in der Reihenfolge der Auffälligkeit und der Lautstärke - hauptsächlich Italiener (!), Franzosen, Engländer, Deutsche, Schweizer und Japaner. Als positiv haben wir empfunden, dass es bei der Ankunft und täglich aktuell in der Lobby eine gute Information über die Einrichtungen und Veranstaltungen des Hotels gab. Die Liegen am Strand sind etwas ungleich verteilt und deshalb in manchen Abschnitten knapp. Dort geht schon vor sieben Uhr der Frühsport mit den Handtüchern los, d. h. das Reservieren der Liegen. Also, dann fassen wir mal zusammen: Bandos ist eine relativ große Insel mit hohem Hotel-Komfort, keine von den kleinen, ursprünglichen „Barfuss-Inseln“. Bandos verdient die guten Bewertungen zu Recht, wenn man sich bei HP und VP mit dem gebotenen Essen abfinden kann. Falls das von irgendeinem Veranstalter angeboten wird, sollte man Bandos nur mit Frühstück buchen und die Mahlzeiten in den à la carte-Restaurants einnehmen. Das spart Geld und man bekommt alles lecker am Tisch serviert. Vom Hotel werden zahlreiche Ausflüge in einem Wochenprogramm angeboten, allerdings sind die recht teuer. Nach dem Ausflug nach Male reklamierten wir beim guest relation manager, dass es keinen echten Stadtführer gab, sondern nur einen schlecht englisch sprechenden jungen Mann, der uns nach dem Schnelldurchgang der wenigen Sehenswürdigkeiten hauptsächlich in die Geschäfte seiner Kumpels lotsen wollte. Dafür bekamen wir immerhin 50 % Ermäßigung auf den nächsten Ausflug. Empfehlenswert ist die Dolphin-Cruise am späten Nachmittag. Es gab unzählige Delphine zu sehen, die rund um das Boot schwammen und spielten. Der Handy-Empfang ist problemlos möglich, aber Vorsicht: Gespräche nach Deutschland kosten über 5 € pro Minute. Es gibt ein kleines Internet-Cafe´ mit relativ langsamer Verbindung für 2, 50 Dollar pro Stunde. Das Juwelier-Geschäft sollte man meiden, Goldschmuck kostet dort etwa das Zwei- bis Dreifache gegenüber Deutschland. Noch ein Hinweis: Leute, schreibt Hotelbewertungen, nicht nur welche lesen! Wer keine Flatrate hat, kann die Texte zu den einzelnen Punkten zunächst in aller Ruhe in ein Word-Dokument schreiben und dann online bequem Stück für Stück bei HolidayCheck an die richtige Stelle in die Maske kopieren.
Wir hatten ein Standard-Zimmer gebucht. Die Zimmer sind von angenehmer Größe und gut renoviert. Die Ausstattung ist auf Vier-Sterne-Niveau, völlig ok. Alles ist in einem baulich und technisch ordentlichen Zustand. Angenehm groß ist auch das geschlossene Badezimmer und überraschenderweise gibt es hier nicht den typischen schwarzen Schimmel, der in diesen Breiten sonst so häufig zu finden ist, also sehr sauber. Das Duschwasser lief zu jeder Zeit kräftig und heiß. Diese Zimmer sind nicht hellhörig. Die Matratzen der großen King-Size-Betten sind von guter Qualität. Die Klimaanlage ist ausreichend wirksam. Es gilt also das, was andere auch schon berichtet haben: Auf Bandos ist es nicht notwendig, eine höhere Zimmerkategorie zu buchen, es sei denn, man braucht der Kinder wegen mehr Platz. Wir hatten Zimmer 233, günstig gelegen, nur wenige Schritte bis zum kleinen Strandabschnitt und zum Meer. Die Standard-Zimmer liegen alle ähnlich günstig. Nur vor dem Zimmer 219 liegt eine kleine Pumpstation (Ansaugung von Frischwasser für die Entsalzungsanlage), die dort und in den benachbarten Zimmern vielleicht hörbar ist.
Wir hatten HP gebucht. Die dafür gebotene Leistung ist ein Schwachpunkt von Bandos, weil das Essen trotz Vier-Sterne Kategorie nur auf Drei-Sterne Niveau ist. Wir haben schon andere Inseln kennen gelernt, wo in der Drei-Sterne Kategorie weitaus mehr geboten wurde (z. B. Embudu Village vor wenigen Jahren) Das Speisenangebot beim Frühstücks-Buffet ist knapp ausreichend. Nicht mehr und nicht weniger. Mittags und Abends ist das Speisenangebot von Tag zu Tag kaum unterschiedlich. Die Auswahl ist klein und es wird alles ohne großartige Dekoration einfach so hingestellt, wie in einer Kantine. Das Fleisch ist häufig zäh und/oder nur lauwarm. An einem Tag pro Woche gibt es frisch gegrilltes Fleisch und Fisch verschiedener Sorten.. Die Beilagen bieten ebenfalls kaum Auswahl und Abwechslung, sie sind täglich fast gleich. Der Nachtisch beschränkt sich auf einige Sorten von buntem Chemie-Pudding und Chemie-Kuchen. Das Essen macht also keinen besonderen Spaß, es reicht zum Überleben. Obwohl das Hotel über Ostern angeblich ausgebucht war, gab es im Restaurant kein großes Gedränge. Insofern ist die Atmosphäre wenigstens nicht unangenehm. Für die Mittagszeit sind die beiden Restaurants am Strand zu empfehlen. Die Karte ist erstaunlich umfangreich und bietet eine große Auswahl an Snacks und Hauptgerichten zwischen 5 Dollar und 30 Dollar und natürlich die Möglichkeit, alles auf die Zimmerrechnung zu schreiben.. Für ein leckeres Hauptgericht muss man etwa 12 bis 15 Dollar rechnen. Wenn man den Dollarkurs berücksichtigt (zu unserer Zeit 1, 35); dann sind die Snacks richtig preisgünstig und dabei auch noch gut. Fassbier (0, 4 l) kostet 5 Dollar, die große Flasche Wasser (1, 5 l) kostet 3 Dollar. Über die Preise kann man unter diesen Bedingungen eigentlich nicht meckern.
Den Service kann man nur loben, egal, wen man anspricht. Die Bedienung im Restaurant ist freundlich und flott, wenn man mit ein wenig Trinkgeld nachhilft. Die Zimmerreinigung war ok, allerdings bewirkte das Trinkgeld hier keine besonderen Reaktionen.
Die Nähe zu Male bedeutet, dass der Transfer vom Flughafen kurzfristig erfolgt und nur ca. 20 min dauert. Das ist eigentlich sehr angenehm, wir waren bereits um 10: 00 auf Bandos. Nur war unser Zimmer noch nicht fertig. Wir hatten als einzige der neu Angereisten das Pech, dass unsere „Vormieter“ das Zimmer erst kurz vor 12: 00 räumten – was jedem ja zusteht – und wir mussten dementsprechend lange warten und in der Lobby rumsitzen. Das kann woanders auch passieren.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Am Strand werden zahlreiche Wassersport-Aktivitäten angeboten. Die große Attraktion ist natürlich das Riff. Es gibt jedoch nur drei mit Bojen ausgewiesene Durchgänge für Schnorchler. Allerdings kann man die Riffkrone bei Hochwasser fast überall schwimmend überqueren, bei Niedrigwasser riskiert man das besser nicht. Es gibt meist nur eine schwache Strömung. Die Artenvielfalt bei den kleineren Fischen ist recht groß, die besonderen Attraktionen sind jedoch eher selten. Kleine und mittelgroßen Riffhaie trifft man häufig. Eeine Schildkröte z. B., Adlerrochen, Stachelrochen, einen Rotfeuerfisch oder eine Muräne sahen wir in zwei Wochen jeweils nur einmal. So gesehen würde ich das Riff von Bandos als mittelmäßig interessant bezeichnen. Zum Komplettangebot von Bandos gehört auch eine tägliche Abendunterhaltung mit wöchentlich gleichem Programm. Die hauseigenen Live-Musiker haben ein Tempo drauf, dass sie sich selber in den Schlaf singen. Entsprechend gering ist auch das Interesse der Gäste. Nur beim Karaoke kann man einige italienische Teenis aus der Reserve locken. Nur Dienstags spielte eine etwas flottere Rockband, konnte aber auch niemanden zum Tanzen animieren. Das alles findet in der gut abgeschirmten Sand-Bar statt, so dass es keine Lärmprobleme in den Zimmern gibt.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im April 2007 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Stefan |
Alter: | 56-60 |
Bewertungen: | 35 |
Thank you for taking the time to review our resort. Warm regards, Ismail Rasheed, General Manager