- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das Hotel Aska Just in Beach (ehemals Justiniano) ist leider schon sehr in die Jahre gekommen. Wie bei fast jedem Hotel in der Gegend hängen auch hier 5 Sterne an der Eingangstüre, die aber garantiert nicht gerechtfertigt sind. Die 4 Sterne Landeskategorie (entspricht 3-3,5 Sternen in Deutschland) sind da schon zutreffender. Die Anlage ist ziemlich beengt. Vorallem im Vergleich mit neueren Hotels in der Gegend. Offensichtlich wurde hier immer wieder erweitert (Dachgeschoss ausgebaut, neues Annex-Gebäude ... ) . Über die Sauberkeit lässt es sich ja bekanntlich streiten. Grundsätzlich fanden wir diese schon ok. Im Fitnessraum und Hallenbad besteht aber durchaus noch Nachholbedarf. Die Gäste kommen vorwiegend aus Deutschland und Russland. Der Altersdurchschnitt liegt eher im oberen Bereich. Wir hatten All-Inklusive gebucht. Geld wechseln ist unnötig. Man kann wirklich überall in Euro zahlen. Fast alle Ausflüge der Reiseveranstalter enden oder beginnen in einem Teppichladen oder Schmuckgeschäft. Das steht glücklicherweise auch in den Beschreibungen schon mit drin. Rechnet man noch die erhöhte Transferzeit hinzu (man muss ja andere Gäste abholen) bleiben einem bei den Sehenswürdigkeiten oft nur eine halbe bis 1 Stunde. Das hat mir die Reiseleitung auch bestätigt. Deshalb empfehle ich sich selbst einen Mietwagen zu nehmen oder Dolmusch zu fahren. Wir sind nach Alanya gefahren. Tipp: Mit dem Taxi auf die Burg bringen lassen (10 Euro) und runter laufen (man kommt an sehr guten Restaurants vorbei!). Dann im Hafen mit einem der kleinen Boote (die dürfen im Gegensatz zu den großen auch in die Höhlen reinfahren) eine Rundfahrt machen (25 Euro für zwei Personen). Wir waren die letzten zwei Septemberwochen hier. Es war durchwegs warm und sonnig. Luft etwa 30 Grad, Wasser 24 Grad geschätzt. Pool sogar noch wärmer.
Wir hatten offenbar ein recht goßes Zimmer (im Vergleich zu anderen Gästeaussagen). Möblierung ist schon sehr in die Jahre gekommen. Wir konnten die ersten zwei Nächte kaum schlafen. Erstens hatten wir versucht mit offener Tür zu schlafen, war aber mit dem Verkehrslärm nicht möglich und unser Doppelbett hatte gerade einmal 1,40m Breite. Glücklicherweise hatten wir noch ein drittes Bett im Zimmer, das wir dann kurzerhand einfach rangeschoben haben. Die Matratzen sind total durchgelegen, man spürt jeden Federkern. Auf dem Zimmer gibt es einen alten Fernseher, der aber bei 16:9-Formaten einfach rechts und links was abschneidet. Die Fernbedienung war mit Klebeband umwickelt, funktionierte auch meistens. Es gabe einige deutsche Programme wie ARD, ZDF, Pro7, RTL, Eurosport und Vox. Die Klimaanlage funktionierte sehr gut, allerdings ist die Kühlung auf dem Balkon und nimmt dort nicht nur Platz weg, sondern macht dort ein Sitzen während die Anlage läuft wegen der heißen Abluft unmöglich. Das Badezimmer war groß und hell genug. Wir hatten eine Dusch-Badewanne. Für Leute, die nicht über den Wannenrand steigen können, aber wahrscheinlich problematisch. Einen Föhn gab es ebenfalls. Der Strom wird über den Schlüsselanhänger gesteuert. Das heißt, wenn man das Zimmer verlässt und den Schlüssel mitnimmt, sind sämtliche Steckdosen (außer die am Fernseher) ohne Strom. Kamera in Abwesenheit laden ist nicht möglich und auch die Klima ist dann aus. Den Safe und das Telefon haben wir nicht genutzt.
Wir waren nur im Hauptrestaurant. Die Gutscheine für die Themenrestaurants haben wir zwar noch bekommen, aber nicht genutzt. Das Frühstücks-Büffet war sehr reichhaltig. Auf der Terrasse gab es Spiegeleier, Crepes und Omelette. Getränkemäßig ist es aber wirklich sehr mau. Neben diesen üblichen Zuckerdrinks gibt es nur Tee oder Kaffee aus dem Nescafé-Automaten. Richtiger Saft oder zumindest Schorlen wären schon angenehm gewesen. Am Mittags- und Abend-Büffet gibt es eine sehr große Auswahl an Salaten, dazu zwei Suppen und verschiedenes Brot. Hauptspeisen sind recht begrenzt und täglich gleich. Es gibt Reis, Rind, Hühnchen, Hackfleisch, Fisch (einmal in der Mitte durchgeschnitten und dann in den Ofen geschoben, ohne Sauce, ohne Würze), Nudeln mit Tomatensauce oder Pommes und hin und wieder ein Auflauf. Das alles natürlich in leicht unterschiedlichen Variationen, aber im Endeffekt immer gleich. Draußen auf der Terrasse gibt es gegrilltes Fleisch und Ofenkartoffeln. Alles aber entweder komplett unbeschildert oder falsch beschildert. Süßspeisen sind einfach nur süß, wir haben deshalb fast ganz darauf verzichtet. Obst gibt es auch. Die Getränke sind natürlich keine originalen Marken (Coca Cola), sondern nur nachgemacht und stark verdünnt. Die Kellner sind meist sehr nett und bemüht. Hin und wieder muss man aber schon länger auf seine Getränke warten. Besonders dann, wenn Geburtstagslieder gesungen werden müssen. Die Küche ist sehr landestypisch. Etwas mehr Abwechslung täte ihr aber sehr gut (Themenabende!). Ein paar mehr Saucen wären wünschenswert gewesen. Sowohl für Salate, als auch beispielsweise Barbecue-Sauce, Majonaise und Parmesan. Leider sind wir zweimal krank (Magenschmerzen und Übelkeit) geworden. Wovon konnten wir nicht ausmachen. Noch ein Wort zum Service an der Poolbar: Hier wird streng nach der Uhr gearbeitet. Wir wurden 3 Minuten vor 10 Uhr weggeschickt, es gäbe ja erst um 10 Uhr etwas zu trinken. Genau das Gleiche mit dem Eis, das es gerade einmal für eine halbe Stunde am Tag gibt. Hier waren wir um 2 Minuten zu spät.
Viele schwärmten hier ja schon sehr ausgiebig von der Freundlichkeit des Personals. Es ist aber leider sehr gemischt. Manche sind überaus freundlich, gerade im Restaurant, von der Rezeption können wir das leider nicht behaupten. Im Hotel spricht fast jeder fließend Deutsch. Die Zimmerreinigung ist so naja. Als wir ankamen waren noch Haare vom Vorgänger in der Badewanne und uns fehlte hin und wieder nach der Reinigung ein Handtuch oder ein Glas. Für Trinkgeld gibts ein paar Schwäne und Blumen aufs Bett gezaubert. Wasser wird täglich aufgefüllt, Softdrinks zweimal die Woche. Zur Anreise und zur Abreise gibt es eine Schale mit Obst und Wein. An der Rezeption war eine der ersten Fragen, ob wir Stammgäste seien. Das waren wir nicht und hatten auch das Gefühl dadurch Gäste zweiter Klasse zu sein. Das Management sollte vielleicht auch mal bedenken, dass jeder Stammgast früher auch mal das erste Mal dort war. Bemüht wurde sich nicht. Wir wurden kurz abgefertigt, mussten sogar selbst nach dem Schlüssel fragen, weil der sonst vergessen worden wäre!!! Man drückte uns lediglich einen Wisch in die Hand mit Essenszeiten und weiteren Informationen. Keine Erklärung, kein Willkommensdrink... Auf dem Zimmer angekommen, stellten wir dann fest, dass wir obwohl Meerblick gebucht, im 90° Winkel zum Meer lagen. Also Blick vom Balkon nach links - Meer, Blick gerade aus - anderes Haus, Blick nach rechts - Hauptstraße. Das nennt man normalerweise seitlichen Meerblick. Wir gingen also zur Rezeption. Allerdings wurden wir nur abgewimmelt mit den Worten, was wir wollen, wir sehen doch das Meer... Am nächsten Tag teilten wir das der Reiseleitung mit, die das angeblich mit der Hotelleitung dann geklärt hat und uns mitteilte, wir sollen am nächsten Tag an die Rezeption gehen, dann seien bessere Zimmer frei. Am nächsten Tag wusste angeblich niemand mehr etwas davon. Wir haben letztendlich aufgegeben. Von der Reiseleitung und der Rezeption wurde uns aber gesagt, dass das Hotel nach Katalogdruck nochmal die Kategorien geändert hat. Wir haben im Januar mit Meerblick die damals beste Kategorie gebucht. Kurz darauf wurde vom Hotel noch die Kategorie "direkter Meerblick" hinzugefügt. Das finden wir unmöglich und werden das auch noch bei Öger reklamieren! Auch Reklamationen wegen nicht funktionierendem WLAN in der Lobby wurden ignoriert. Mal geht es eben und mal nicht. Wer dringend darauf angewiesen ist sollte hier vorsichtig sein. Zudem sperrt das Hotelsystem immer wieder beliebig Seiten die oft aufgerufen werden. Beispielsweise Facebook und Youtube. Am nächsten Tag geht es meist wieder. Noch zu erwähnen sei, dass das Hotel überall zu Bewertungen bei Holidaycheck aufruft und dabei sogar kostenlosen Urlaub verlost. Vielleicht rührt daher auch diese starke Überbewertung?
Die Entfernung zum Flughafen beträgt direkte Fahrt) etwa 1,5-2 Stunden. Da man aber auch noch andere Hotels anfährt und sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt Pause in einem Shop macht (zumindest bei Öger-Tours), beläuft sich die Fahrtzeit gut und gerne auf 3-4 Stunden. Avsalla erreicht man zu Fuß in etwa einer Viertelstunde (dort erwarten einen aber zu 80% nur Läden mit nachgemachter Kleidung und Schmuck), nach Alanya kommt man mit dem Dolmusch in etwa eine halben Stunde (2,50 Euro pP). Das Hotel liegt direkt am schönen Sandstrand mit sehr klarem Wasser. Schnorcheln lohnt aber kaum, wenn dann nur am Ende des Strandes entlang der Felsumrandung (die Bucht ist durch Felsen geschützt, das bedeutet aber leider auch so gut wie keine Wellen). Der Strand ist gerade beim Just in Beach sehr schmal. Steht das Wasser hoch, reicht es fast bis an die ersten Liegen. Viel Platz zum Spielen für Kinder gibt es aber so oder so nicht. Boccia wird direkt am eigenen Strand in einem abgetrennten Bereich gespielt, das Beachvolleyballfeld ist ein Stück entfernt. Gäste haben erzählt, dass im Winter der Strand neu aufgeschüttet wurde. Das erklärt, warum der Sand sehr tief ist und beim Gehen immer wieder wegrutscht. Der Ganz ins Meer ist anfangs steil, dann flach (teils wieder bergauf) und anschließend sehr steil abfallend. Um die Schwimmer vor dem Motorsport zu schützen ist das Meer durch Schwimmketten abgetrennt. Verkäufer gibt es auch reichlich am Strand. Wassersport (Paraglider, Bananaboat und Jetski), Säfte, Ausflüge, Kamelreiten, Parfums, Tücher und nicht zuletzt die Fotografen, vor denen man auch im Hotel nicht sicher ist. Während die Katzen sich eher im Restaurantbereich tummeln, sind die Straßenhunde am Strand unterwegs. Das Hotel gibt an, die Tiere morgens und Abends zu füttern. Viel wichtiger wäre es aber mal diese zu kastrieren! Wer wirklich Ruhe sucht, sollte sich ein anderes Hotel aussuchen. Wir hatten ein Zimmer im 2ten Stock relativ nah an der 6-spurigen Hauptstraße (dazu komme ich später noch) und hatten fast immer die Türe zu, da der Straßenlärm einfach sehr laut war. Am Strand hat man gleich drei Lärmquellen: Einmal die Animation, die pünktlich um 10 Uhr mit immer der gleichen nervigen Musik beginnt und nur Mittags mal etwas Pause macht, dann die Motorboote, die versuchen mit Trillerpfeifen und lauter Beschallung Werbung für sich zu machen und zuletzt noch die Party-Schiffe, die so nah wie möglich in Strandnähe kommen und ebenfalls mit lauter Musik auf sich aufmerksam machen. Die besten Liegen am Strand sind ab spätestens 6 Uhr alles vergeben. Übrig bleiben noch welche sehr weit hinten und mit kaputten und durchgelegenen Auflagen. Da die Schirme fest sind, kommt man nicht drumrum mit dem Schatten zu wandern, will man nicht in der Sonne liegen. Da aber alles so eng ist, rückt man schnell man dem Nachbarn auf die Pelle, der davon natürlich nicht begeistert ist. Besser ist es sich ein paar Laken mitzunehmen und die an die Schirme zu hängen (siehe Foto).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zu Internet, und Strand habe ich schon einiges gesagt. Die Animation ist täglich gleich. So eintönig hab ich das noch nie erlebt. Erst kommt "Clubtanz im Meer" und anschließend Boccia, Beachvolley, Dart, nochmal Boccia und Abends dann Kinderdisco und andere Veranstaltungen. Daran haben wir nicht teilgenommen. Der Strand ist recht sauber. Die Nachbarhotels haben etwas mehr Platz, dafür fließen da irgendwelche Bäche ins Meer. Vorsicht auch auf Glasscherben bei Spaziergängen am Strand! Im Hotel gibt es kostenloses Tennis und Tischtennis und Billard (3 Euro die Stunde für einen runtergekommenen Tisch). Zudem gibt es noch einen kleinen Wellnessbereich (nicht genutzt, wir waren nur dort um die kostenlosen Strandtücher zu holen und zu tauschen), einen Friseur, einen Juwelier und ein Geschäft mit Kleidung, Süßigkeiten und Zeitungen. Die "Doktorfisch-Behandlung" würde ich persönlich nicht in Anspruch nehmen. In der Lobby fristet noch ein Graupapagei in einem kleinen Käfig sein Dasein.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im September 2012 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Nina |
Alter: | 19-25 |
Bewertungen: | 1 |
Liebe Nina, trotz der negativen Bewertung möchten wir uns für die sehr sehr ausführliche Beschreibung unseres Hotels bedanken. Bei Ihrer naechsten Hotelauswahl und dem Hotelier wünschen wir viel Glück. Viele Grüsse ASKA Just in Beach/Gaestebetreuung Handan/justin.gr@askahotels.com Lebensweisheiten Zitate Enttäuschung ist das Ergebnis falscher Erwartungen. (Andreas Tenzer)