Die tatsächlichen Kosten beim Camping liegen oft höher als gedacht. © iStock via Getty/Gaschwald
© iStock via Getty/Gaschwald

Stellplatz ist nicht alles

Diese versteckten Kosten lauern beim Camping

Viele betrachten das Campen als kostengünstigere Option im Vergleich zur Übernachtung im Hotel. Diese Annahme stimmt in zahlreichen Situationen auch. Wer allerdings ausschließlich den Preis für den Stellplatz im Blick hat, erlebt beim Verlassen des Platzes möglicherweise ein böses Erwachen. Denn zusätzlich zur bloßen Gebühr für die Übernachtung fallen auf zahlreichen Anlagen weitere Kosten an, die weniger erfahrene CamperInnen in der Vorbereitung leicht aus den Augen verlieren.

Folge unserem WhatsApp Kanal!Gutscheine, Gewinnspiele, relevante News & Updates zum Thema Reisen!Zum Kanal
Campingurlaub zu zweit kann Romantik pur bedeuten. © New Africa/Shutterstock.com
Campingurlaub zu zweit kann Romantik pur bedeuten. © New Africa/Shutterstock.com

Diese Leistungen fehlen beim Basispreis häufig

Der angegebene Basispreis umfasst in vielen Fällen ausschließlich den Stellplatz an sich. Die Stromkosten werden üblicherweise je nach Anlage als Pauschale pro Tag oder gemäß tatsächlichem Verbrauch abgerechnet. Gerade in kühleren Zeiträumen müssen CamperInnen, die mit Elektrizität heizen, mit einer entsprechend hohen Abrechnung zum Ende ihres Aufenthalts rechnen.

Zudem ist warmes Wasser beim Duschen keineswegs überall im Preis enthalten. Zahlreiche Anlagen setzen auf Duschmünzen, Chipkarten oder vergleichbare Systeme. Das warme Wasser fließt dann oft nur für ein begrenztes Zeitfenster, üblicherweise wenige Minuten lang. Wer regelmäßig duschen will, sollte diesen Kostenpunkt in die Planung einrechnen.

In beliebten Urlaubsregionen wird häufig eine Kurtaxe erhoben, die pro Person und Nacht oder Tag fällig wird. Diese Abgabe bewegt sich meist im niedrigen einstelligen Eurobereich, summiert sich jedoch rasch. Die Höhe hängt oft von der Saison und vom Alter ab. Eine kurze Beispielrechnung: Beträgt die Kurtaxe drei Euro pro Person und Tag und reisen vier Personen für zwei Wochen an, entstehen hier allein knapp 170 Euro an zusätzlichen Kosten.

Darüber hinaus können Umwelt- und Abwassergebühren anfallen, die dann meist täglich berechnet werden. Ein gründlicher Blick in die Preisübersicht vor der Reservierung zahlt sich daher aus.

Am richtigen Stellplatz kannst Du beim Camping die Seele baumeln lassen. © Andrey Armyagov/Shutterstock.com
Am richtigen Stellplatz kannst Du beim Camping die Seele baumeln lassen. © Andrey Armyagov/Shutterstock.com

Hunde, Waschmaschinen und Internetzugang

Wer seinen Hund mit auf Reisen nimmt, muss auf vielen Anlagen ebenfalls mit Mehrkosten rechnen. Der übliche Preisrahmen liegt häufig bei wenigen Euro je Tag oder Nacht. Auch das sollte nicht außer Acht gelassen werden. Bei vierzehn Tagen Urlaub und einer Gebühr von beispielsweise täglich fünf Euro summiert sich das direkt auf 70 Euro. Auch der Waschtag schlägt zu Buche: Ein Waschgang in der Campingplatz-Waschmaschine oder im Trockner kostet oft rund fünf Euro, teilweise mehr. Das Waschmittel ist zudem selten im Preis inbegriffen.

Auch der Internetzugang kann zusätzliche Kosten nach sich ziehen. Der WLAN-Zugang kann im Preis enthalten sein, entsprechende Tagesgebühren werden vom Betreiber allerdings möglicherweise trotzdem berechnet. Viele gehobene Campingplätze locken zudem mit einem umfangreichen Freizeitangebot, bei dem Vergleichbares gilt. Ob Leistungen wie der Zugang zum Swimmingpool, zur Sauna oder zum Fitnessraum inkludiert sind oder separat gebucht werden müssen, unterscheidet sich erheblich. Massagen oder Wellness-Anwendungen sind üblicherweise kostenpflichtig. Auch der Verleih von Fahrrädern und Booten verursacht in der Regel zusätzliche Ausgaben.

Vor der Reservierung ist es daher ratsam, beim Campingplatz eine vollständige Übersicht aller anfallenden Gebühren einzuholen oder online zu recherchieren. Wenn Du zeitlich flexibel bist und die Schulferien umgehst, zahlst Du in der Nebensaison oft deutlich weniger und profitierst im besten Fall zusätzlich von mehr Ruhe auf der Anlage. Wenn Du eigene Ausrüstung dabei hast und etwa Fahrräder mitbringst, kannst Du Dir außerdem Leihgebühren ersparen.

Entdecke ähnliche Urlaubsthemen
Quelle: spot on news