Über das Hotel ist ja bereits sehr viel geschrieben worden und im Allgemeinen kann ich die positiven Bewertungen nur bestätigen. Da wir im Jahr zuvor im Schwesterhotel Voyage Sorgun bei Side gewesen sind, beschränke ich mich auf kurze allgemeine Infos zum Voyage Belek und ziehe einen Vergleich zum anderen ebenfalls sehr empfehlenswerten Hotel. Das Voyage Belek ist ebenfalls sehr groß mit einer schön gestalteten und sehr gepflegten, parkähnlichen Anlage. Die Zimmer befinden sich auch in Bungalows oder zwei Haupthäusern. Wir haben Bungalow mit All-Inclusive gebucht. Zu unserer Reisezeit schwankte der Anteil der deutschen Gäste zwischen knapp der Hälfte und über zwei Dritteln. Die anderen Nationalitäten waren, in wechselnden Anteilen, Italiener, Belgier, Türken, wenige und sehr angenehme Russen. Türkische Reisende waren am Ende unseres Urlaubes sehr zahlreich, was wohl an einer geschäftlichen Veranstaltung lag. Das Wetter war auch so spät im Jahr noch angenehm warm zwischen 18 und 25 Grad. Regen hatten wir nur an den letzten beiden Tagen und einmal nachts ein Gewitter. Sonst nur Sonne und man konnte sogar noch im Meer baden. Ausflüge: Wen es nicht stört, bei einer Tour nach Antalya auch die zu dieser Zeit beson- ders großzügigen "Sponsoren" (Schmuck- und Lederfabrik) zu besuchen, bekommt für gerade einmal 12 € pro Person (Kinder frei!) die Fahrt mit einem sehr guten Reiseleiter, Mittagessen, 2 Stunden Aufenthalt zur freien Verfügung in Antalyas malerischer Altstadt und einen Hamam-Besuch inkl. Massagen. Regulär und auch schon gesponsort kostet das zur Hauptreisezeit immer- hin 42 € (und die sind auch schon gesponsort)! Empfehlenswert ist auch die Fahrt mit einem Mietwagen (günstiger) oder Bus an einen der Manavgat-Stauseen ("Green Canyon"), wo man direkt am Wasser frische Forelle günstig und in rustikalem Ambiente speisen kann. Wir haben für eine gebratene Forelle mit Beilagen nur 4 € bezahlt. Um unserer 5jährigen Tochter ein besonderes Erlebnis zu verschaffen, sind wir am Nikolaustag 6. Dezember nach Demre gefahren. Die dortige Basilika, in der der echte Nikolaus einst als Bischof gewirkt haben soll, ist sehr interessant. Mehr noch das antike Myra (nur ca. 2 km entfernt) und, wer ausreichend Zeit hat, unbedingt nach Kekova fahren. Man sollte dafür allerdings ca. 3 Stunden Anfahrt über gut ausgebaute aber kurvige Straßen in Kauf nehmen. Alanya ist ebenfalls sehenswert, auch wenn von der riesigen Burg nur ein sehr kleiner Teil besichtigt werden kann. Der weitaus größere Teil ist mittlerweile mit Wohnhäusern bebaut und die Burgmauern verlaufen durch die Wohngebiete. Nun zum einzigen Ärgerniss unserer Reise: die Reiseleitung von FTI: Anfangs hatten wir einen sehr guten Eindruck von unserem freundlichen und auskunftsfreudigen Reiseleiter, der an 6 Tagen in der Woche das Hotel be- sucht hat. Leider haben wir uns wohl in ihm getäuscht und vom Verantstalter FTI selbst müssen wir leider nun auch abraten. Die Abfahrtszeiten für alle drei Ausflüge haben sich geändert. Bei der Abholung nach Antalya haben wir 45 Minuten gewartet und waren die ersten Gäste am Treffpunkt. Nach und nach trudelten weitere ein, die fast alle unterschiedliche Zeiten genannt bekommen hatten. So warteten wir halt am längsten. Die an- deren beiden Male wollte er uns zufällig immer gerade angerufen haben, als ich mich, nach der ersten Erfahrung, bei ihm erkundigen wollte, ob es diesmal bei den Zeiten bliebe. Seltsamerweise hatte er in beiden Fällen aber eine falsche Zimmer-Nr. parat. Der Anruf wäre also wohl ausgeblieben. Nun aber die Krönung: Als wir bei ihm einen Mietwagen gebucht hatten, wurde uns ein uralter ver-beulter Renault gebracht, was mich zwar gewundert, aber nicht unbedingt gestört hat. Eine ausführlichere Prüfung war angesichts eines heftigen Platz- regens kaum möglich. Daher habe ich auch den durchlöcherten und noch mit Erbrochenem verunreinigten Kindersitz übersehen. Ein Fahrzeugtausch wäre so schnell nicht möglich gewesen oder hätte uns die vorgesehen Ausflugsstationen gekostet, die der Hauptanlass für unsere Reise waren. Unser Kind hat somit (nach einer ekelhaften Grundreinigung) die beiden Ausflugstage auf schützenden Folien verbracht. Als wir dann an den Manavgat-Wasserfällen in eine allgemeine Verkehrskontrolle geraten sind, hat sich herausgestellt, dass die Mietwagenlizenz für dieses Auto seit über 9 Monaten (!) abgelaufen war! Nach längerer Diskussion "mit Händen und Füßen" und einem lautstarken Anruf des Polizisten bei der Mietwagenstation, hat dieser uns letztlich doch ohne die angedrohte Strafe weiterfahren lassen, was uns aber immerhin ein Ausflugsziel und Nerven gekostet hat. Zurück im Hotel wollte der Reiseleiter die Angelegenheit umgehend prüfen und hat uns einen Rückruf samt zufriedenstellender Lösung garantiert. Der Anruf ist an unserem letzten Tag nicht mehr gekommen. Zurück in Deutschland habe ich FTI angemailt, die dafür ein kurze Zeit der Prüfung benötigen würden. Mittlerweile 6 Wochen (!) und eine gemailte Erinnerung später hat sich FTI nicht einmal wieder gemeldet!!! Wir fliegen zweimal im Jahr in den Urlaub aber wohl kaum nochmals mit FTI! Ich hoffe, dieser Beitrag kann weitere Urlauber vor deren "Be treuung" und "Wertschätzung" schützen.
Wie schon eingangs erwähnt, hatten wir ein sehr geräumiges Familen- zimmer in einem Bungalow. Die Einrichtung ist hochwertig und umfangreich (kostenloser Safe, 2 kleine Flachbild-Fernseher, Wasserkocher, Geschirr, Kaffee, Tee, regelmäßig kostenlos aufgefüllte Minibar, Balkon, individuell einstellbare Heizung/Klimaanlage). Qualitativ und von der Sauberkeit her haben uns die Zimmer in beiden Hotels sehr gut gefallen. Allerdings waren die Zimmer im Sorgun noch etwas geschmackvoller gestaltet und speziell die Bungalows schöner gelegen. Im V. Belek muß man von dort aus zu den Pools oder zum Strand immer durch das Haupthaus oder weitläufig außen herum. Das war im Sorgun angenehmer.
Es gibt diverse Restaurants, wie ja auch im Voyage Sorgun. Leider hatten jahreszeitlich bedingt nur noch der Italiener, Chinese und Japaner (gegen Zuzahlung) auf. Die anderen Restaurants liegen nicht im Hauptgebäude und hatten geschlossen. Auch einige Bars im Außenbereich waren schon zu oder haben während unseres Aufenthaltes geschlossen. Es gibt zwei Hauptres-taurants. Ein kleineres für Gäste ab 16 Jahren und ein sehr großes für alle anderen, das, besser als im riesigen "Wartesaals" des Sorgun, in mehrere Sääle aufgeteilt und dadurch deutlich ruhiger ist. Das Personal war hier auch bemühter und wir haben immer sehr schnell unsere Getränke bekommen. Die Sauberkeit war auch besser als im Sorgun, wo die Tische gelegentlich schon mal klebrig waren. Für Kinder gibt es ein eigenes "SpongeBob-Res- taurant mit eigenem kindgerechten Buffet. Die Auswahl an Speisen war ab- solut gigantisch und sehr abwechslungsreich. Eigene Buffets gibt es für Obst, frisch zubereitetes Gemüse, türkische Gerichte und allein zwei für Nach-speisen. Im Sorgun fanden wir das Essen allerdings noch schmackhafter und schade war auch, dass draussen gelegentlich morgens und meist mittags gegessen werden konnte. Abends wäre es für uns Nordeuropäer zumindest in der ersten Woche auch noch warm genug gewesen. Wenn das Hotel voll belegt ist, dürfte der kleinere Außenbereich des Hauptrestaurants auch kaum reichen (anders als im Sorgun), aber dann haben ja auch die Spezialitäten- restaurants wieder geöffnet.
Das Personal war sogar noch freundlicher als im Voyage Sorgun. Es sprachen zwar deutlich weniger Angestellte Deutsch oder Englisch, aber alle waren stehts sehr bemüht. Schon bei der Ankunft hat man gleich bemerkt, dass wir schon im Voyage Sorgun gewesen sind. Dafür hat man uns an der Rezeption sofort ein eigentlich deutlich teureres Familienzimmer gegeben und wir konnten sogar noch bei der gewünschten Lage des gebuchten Bungalows mitreden. Der Check-In hat auch nur 10 Minuten gedauert und weitere 5 Minuten später hatten wir schon unser Zimmer bezogen! Die Zimmerreinigung war stets gut bis sehr gut. Es sind alle erdenklichen Serviceleistungen im Hotel vorhanden. Der Arzt, den wir leider für unsere Tochter in Anspruch nehmen mußten, hat ein eigenes kleines Gebäude. Dort ist zumindest ein Assistent rund um die Uhr anwesend und der Arzt selbst bei Bedarf in 15 Minuten da. Über den Umgang mit Beschwerden können wir nichts sagen, da wir absolut keine hatten (ausser über die Reiseleitung. Siehe unten).
Die direkte Strandlage hat uns sehr gefallen und man konnte dort zig Kilometer spazieren und hatte seine Ruhe. In unmittelbarer Umgebung gibt es nur andere Hotels, also nichts für Partygänger. Vom Flughafen ist man in 35 Minuten schon im Hotel. Nach Antalya selbst braucht man ca. eine dreiviertel Stunde oder mit dem Mietwagen etwas über eine Stunde nach Alanya. Das sehr sehenswerte Perge ist schon in 20 Minuten erreichbar. Belek selbst lohnt sich überhaupt nicht. Dort gibt es, bis auf das Toleranzzentrum, nichts beson- deres zu sehen. Nebenan wird gerade ein weiteres großes Hotel gebaut, aber störenden Lärm oder Schmutz dadurch haben wir nicht wahrnehmen können. Insgesamt also ein ruhig gelegener und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die weitere Umgebung.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Vom Animationsteam wurde man sehr in Ruhe gelassen, was wir als sehr angenehm empfunden haben. Wer wollte, konnte Bogen- oder Luftgewehr- schiessen, Tennis-, Volleyball, Fußball oder Boccia spielen. Es gibt einen Fitnessraum, der wesentlich besser ausgestattet und schöner gelegen ist als der im Sorgun. Auch das Hallenbad ist heller, größer und insgesamt freund- licher gestaltet als im Sorgun. Schade war widerum, dass die beiden in das Meer gebauten Stege schon geschlossen und teilweise zerlegt waren. Das war zwar bei den umliegenden Hotels auch so, aber im Jahr zuvor im Sorgun nicht. Leider gab es in beiden Hotels nicht einen einzigen beheizten Pool (noch nicht einmal die für die Kinder!). Selbst Erwachsene trauten sich nur sporadisch in die viel zu kalten Schwimmbecken, von denen einige (z.B. der Relaxpool und der Pool mit mehreren spektakulären Rutschen) wohl auch deshalb schon nicht mehr betrieben wurden. Die Gestaltung und Lage der Pools ist im Sorgun deutlich schöner. Auch vielen die vielen losen oder ge- brochenen Brettchen rund um den Hauptpool negativ auf. Durchaus ein Sicherheitsrisiko. Shows gab es überhaupt keine mehr. Sehr schade auch, dass der schön angelegte Kinderclub (fast schon ein eigenes kleines Dorf unter schattigen Bäumen) im Außenbereich trotz guten Wetters geschlossen hatte. Die Aktivitäten für die Kleinen war dann in einem eigenen Raum drinnen. Das war im Sorgun schöner und auch die Aktivitäten mit den Kindern waren viel abwechslungsreicher (z. B. stundenweise Öffnung des auch dort an-sonsten schon geschlossenen kleinen "Freizeitparks" nur für den Miniclub, Plätzchenbacken mit den Kindern, Schatzsuche usw.). Die Betreuer waren aber in beiden Hotels sehr engagiert und liebevoll und verdienen ein besonders Lob. Im Voyage Belek fand immerhin die Minidisco in obigem Kinderraum statt. Im Sorgun war das in einem abgelegenen und unattraktiven Konferenzsaal, was uns überhaupt nicht gefallen hatte. Ebenso schöner im V. Belek ist der sehr saubere und feinsandige Strand. Liegen gab es reichlich, allerdings am Pool zu wenige Sonnenschirme. Wer per Internet Kontakt halten wollte, hat sich bestimmt über das kostenlose WLan gefreut.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Joachim |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 13 |


