Die Anlage liegt wunderschön in die Natur eingebettet. Wenn man, nachdem man sich die mehrstündige Strapaze mit dem Dhoni angetan hat, den Bootssteg betritt und auf die Rezeption zuläuft, hat man spätestens hier das Gefühl, im Urlaub angekommen zu sein. Da wir eine Reiseleiterin hatten, kann ich zu bereits hier beschriebenen Problemen an der Rezeption keine Stellung nehmen. Zur Begrüßung gab es eine Kokosmilch, direkt serviert in einer Kokosnuss. Nach einem kurzen Briefing durch die Reiseleitung wurden wir zu unserem Bungalow gebracht, haben die Klamotten in die Ecke geworfen und sind sofort in den Indischen Ozean gesprungen. Die Bungalows sind hässlich, aber sauber. Die Größe war vollkommen ausreichend für 2 Personen. Als Verpflegungsleistung hatten wir HP gewählt. Sowohl die Frühstücks- als auch die Abendessenszeiten sind viel zu knapp (jeweils 1, 5h). Es sind viele junge Leute auf der Insel, überwiegend aus Deutschland und slawischen Ländern. Wir haben zwar keine Kinder, hatten jedoch das Gefühl, dass diese hier sehr gern gesehen sind und auch oft vom Personal in netter Weise angesprochen werden. Irritierend ist die Tatsache, dass es tatsächlich Frauen gibt, die sämtliche Befindlichkeiten der muslimischen Religion ignorieren und sich oben ohne an den Strand legen bzw. dort herumlaufen. Der weltweite Klimawandel betrifft mittlerweile auch die Malediven in großem Maße. Gemäß einschlägiger Beschreibung waren wir zur "besten Reisezeit" dort. Allerdings hatten auch wir übermäßig viel Regen und phasenweise konnte man den Bungalow ohne Gummistiefel nicht verlassen ;-) Dennoch ist es warm. Allerdings betrug die Luftfeuchtigkeit an manchen Tagen über 90%. Mit ausreichend Büchern im Koffer übersteht man allerdings auch die Regentage, sofern es nicht zu viele sind.
Die Zimmer sind sauber und auch die Terrasse wird täglich gefegt. Die Minibar ist teuer und der Inhalt ist recht übersichtlich.
Das Essen war ok, aber ganz gewiss nicht herausragend. Was hier auch schon meine Vorgänger kritisiert haben, kann ich bestätigen - nämlich dass es NIE Schalentiere wie Garnelen oder Hummer gab. Zumindest nicht als Standard im Hauptrestaurant. Die angebotenen Fischfilets waren immer vertrocknet und haben aufgrund der Tatsache, dass sie schon stundenlang warmgehalten wurden, recht fischig gerochen... Das Obst-Buffet war sehr enttäuschend, weil sehr minimalistisch. Es macht allerding auf den 1. Blick einen imposanten Eindruck. Das Kuchen-Buffet war dafür recht üppig. Allerdings bekommt man keine "echten" Sahnetorten, sondern alle Torten sind mit Sahne-Ersatz (SchlagFit) hergestellt. Das Salat-Buffet fand ich am besten. Da mir sowohl das angebotene Fleisch als auch der Fisch zu trocken war, habe ich mich 16 Tage mit Salat über Wasser gehalten ;-) Hat meiner Figur nicht geschadet, deswegen bin ich auch nicht enttäuscht... Es gab oft Currys, die sehr gut gewesen sein sollen. Ich mag schon den Geruch von Kreuzkümmel nicht, welches hier verschwenderisch eingesetzt wurde; daher kann ich die Currys nicht bewerten. An einem Abend waren wir beim Thai. Leider ist das Essen nicht authentisch, so dass sich jede weitere Bewertung erübrigt. Beim Italiener waren wir zwar nicht essen, aber haben dort oft einen Cocktail vor/nach dem Abendessen eingenommen, da Cocktails dort DEUTLICH günstiger sind, als in den anderen Bars. Nett ist auch, dass man nahezu immer ein Schälchen mit frischer Kokosnuss angeboten bekommt. Der Service dort ist einwandfrei!
Das Personal an der Rezeption war stets freundlich und verbindlich. Jeder spricht dort Englisch. Das Zimmerreinigungs-Personal bot immer guten Service. Es gibt auf Sun Island eine Krankenstation, wo man bestens betreut wird. Mein Mann hatte eine Mittelohrentzündung, die Dank der guten medikamentösen Versorgung nach relativ kurzer Zeit abgeklungen war. Auch hier sprach sowohl der behandelnde Arzt als auch das Personal an der Anmeldung ausgezeichnetes Englisch. Und jetzt kommt's: Der Service der Kellner ist unter aller Kanone! Einfach hundsmiserabel. Wir haben zwar nicht erlebt, dass wir unterversorgt wurden mit Getränken, was vielleicht daran lag, dass wir jeden Abend lediglich eine Flasche Wasser bestellten und keine weiteren Wünsche äußerten. Doch trotz strikter Einhaltung aller hier zuvor genannten Ratschläge wie z. B. am 1. Abend Tippen usw. wurden wir von unserem Kellner schlecht behandelt. Wir waren zu keinem Zeitpunkt zu irgendeinem Menschen unhöflich. Im Nachhinein haben wir uns geärgert, dass wir nicht um einen anderen Tisch gebeten haben. Ich möchte an dieser Stelle jedem raten, erstmal den Service abzuwarten, bevor man tippt. Es gab Kellner, die hätten nicht das Schwarze unterm Fingernagel verdient. Fairerweise muss man hier erwähnen, dass es auch Kellner gab, die den Service boten, den man erwartet, wenn man 4*Sterne bucht. Unsere Reiseleiterin hat dann auch bestätigt, dass es "in dieser Saison" sehr viele Beschwerden bezüglich Kellnerservice gab. Das Personal am Buffet ist unglaublich nett. Wir wir erfahren haben, handelte es sich hierbei nicht um Einheimische, sondern um Sri Lankesen bzw. Inder.
Unser Bungalow lag am Sunset Beach. Da es hier sehr riffig ist, unbedingt Badeschuhe mitnehmen. Auch wenn der erste Eindruck vielleicht ein wenig enttäuschend ist, weil man statt eines pulvrigen Sandstrandes einen felsigen Strandabschnitt geboten bekommt, haben wir uns, als leidenschaftliche Schnorchler bzw. Taucher gut damit arrangieren können. Richtig tief ist das Wasser dort nicht (hängt aber auch von der Körpergröße ab). Wer richtig tauchen will, sollte unbedingt das Tauch-Center besuchen. Man kann täglich verschiedene Tauchgänge mit den unterschiedlichsten Ansprüchen buchen. Da der Euro im Verhältnis zum Dollar gut stand, waren diese Bootsausfahrten relativ erschwinglich. Ausflüge zu unbewohnten Nachbarinseln haben wir nicht gemacht. Das war auch gut so, denn wie wir erfahren haben, werden dort keine Insektizide gesprüht. Für Umweltaktivisten ist Sun Island sicherlich ungeeignet, denn um der Mückenplage Herr zu werden, werden tonnenweise Insektizide versprüht. Auch die Hotelzimmer werden 1 Mal pro Tag ordentlich eingenebelt. Die Transferzeit zum Flughafen per Dhoni kann einem sehr lang erscheinen - im besonderen wenn man Seegang hat. Will man vom ursprünglich gebuchten Dhoni auf das Wasserflugzeug umsteigen, muss dies mind. 5 Tage vor Abreise an der Rezeption geklärt werden. Hier auf keinen Fall auf mündliche Zusagen verlassen, denn an die erinnert sich am Ende niemand mehr ;-)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wassersportmöglichkeiten sind TOP! Man kann Tauchgänge machen oder Windsurfen, Velos mit Glasboden mieten etc. Die Strände sind sehr sauber und werden nahezu täglich gefegt. Am Swimming-Pool waren wir nie - dafür sind die Strände zu malerisch! Liegestühle mit Auflagen sind immer vorhanden. Badetücher werden täglich ausgetauscht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christina |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


