Sehr schönes Hotel, viel helles Holz, landschaftstypische Architektur, sehr sauber, äußerst geschmackvoll eingerichtet Gäste bei unserem Aufenthalt: Paare mit und ohne Kinder, auch Einzelreisende; Deutsche, Österreicher, Italiener Das Hotel ist ein idealer Ausgangspunkt sowohl für leichte Wanderungen und Nordic Walking als auch für extremere Touren auf umliegende Dreitausender. Sollte man mal keine Lust zum Laufen haben, bieten sich Ausflüge nach Brixen und Bruneck an oder eine Führung auf Burg Rodeneck. Sehr gut gefallen hat uns der Almtag auf der Rodenecker Alm, wo man von Hütte zu Hütte geht und überall von Musik empfangen wird. Unser Fazit: ein rundum gelungener Urlaub in einem Hotel, wo alles getan wird, damit der Gast sich wohl fühlt.
Die Zimmer sind, wie das ganze Hotel, stimmig eingerichtet, es passt einfach alles zusammen. Die Bäder sind sehr geräumig, man hat – was in vielen Hotels nicht der Fall ist – auch genügend Ablageplatz. Alles ist sehr sauber.
Ein weiteres Highlight des Tratterhofs ist die Küche: Die Speisen sind meist regional inspiriert, vereinen österreichische und tirolerische Elemente mit italienischen Akzenten. Das Frühstücksbuffet kann man nur als opulent bezeichnen, es ist sehr reichhaltig und von hoher Qualität. Neben einem großen Brotsortiment gibt es verschiedenste Cerealien, man kann sich mit der Getreidemühle Dinkel, etc. frisch mahlen, es werden regionale Schinken und Käse angeboten neben frischem Obst, Säften, Croissants, Kuchen etc. etc. Jeden Tag wieder ein Genuss ist das Abendessen, dessen erste Gänge (Salate und kalte Vorspeisen sowie die Suppe) man sich selbst am Buffet holt. Die nachfolgende warme Vorpeise und das Hauptgericht (man wählt diese am Morgen aus) sowie das Dessert werden frisch am Tisch serviert. Wer danach noch Appetit hat, bedient sich am Käsebuffet. Als Beispiel möchte ich das Candlelight Dinner anführen: 1. Thunfischmousse mit Balsamico-Blattsalaten und Zwiebelbrot 2. Gemüsesuppe mit Grießnockerl (wunderbar locker!) 3. Hausgemachte Teigtäschchen mit Frischkäsefüllung auf Tomaten-Basilikum-Sauce 4. Zitronensorbet mit frischer Minze 5. Schweinefilet im Kräutermantel mit Rosmarinkartoffeln 6. Blätterteigkissen auf weißer Mousse au Chocolat mit frischen Erdbeeren, garniert mit süßem Basilikumöl (eine wunderbare Kombination!) Die Atmosphäre im Speiseraum ist trotz des anspruchsvollen Menüs entspannt und locker. Die Tischdekoration variiert täglich, sei es, dass die Servietten immer wieder anders gefaltet werden, dass Chiffon/Seidenbänder aufgelegt oder kleine Glaselemente in Herz- oder Blütenform liebevoll arrangiert werden.
In diesem Bereich ist der Tratterhof einfach nicht mehr zu übertreffen. Es wird einem schlichtweg jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Ein Beispiel: Als ich am Tag nach einer geführten Kräuterwanderung selbst ein paar Kräuter sammeln wollte, wurden mir nicht nur sofort Tüten angeboten, sondern auch noch kleine Holzkistchen, in denen ich anschließend meine „Schätze“ fachgerecht trocknen konnte. Vor allem aber muss hier Frau Gruber erwähnt werden, die immer und überall im Haus nach dem Rechten sieht und unentwegt um das Wohlergehen ihrer Gäste bemüht ist. Sie strahlt eine Herzlichkeit aus, bei der man sich schon nach wenigen Tagen wie ein alter Freund der Familie fühlt. Sehr gut hat uns auch der Vortrag gefallen, den Herr Gruber über Geschichte und Kultur Südtirols gehalten hat.
Das Hotel ist hoch über Meransen gelegen, von den meisten Zimmern hat man einen wunderbaren Ausblick über das Tal bis Brixen Der einzige – winzig kleine – Nachteil ist, dass man relativ weit ins Dorf und zu den Seilbahnen hat, aber anderenteils ist man ja gekommen, um sich zu bewegen, und dafür ist die Lage auch absolut ruhig. Genügend Parkmöglichkeiten sind für alle Gäste vorhanden, ein Großteil der Parkplätze ist überdacht.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Neben den Angeboten, die in der Almencard enthalten sind, bietet der Tratterhof auch eigene geführte Wanderungen, die von Andreas sachkundig und aufmerksam geleitet werden. Ich war von der Kräuterwanderung mit Frieda besonders angetan: sie versteht es, Interesse für die vielen kleinen und oft unscheinbaren Pflänzchen am Wegrand zu wecken und schildert eindringlich deren Wirkung. Sehr gut hat uns auch der Abend mit Hans gefallen, der mit einem ganzen Arsenal an Instrumenten ankam. Er führte uns sein Können unter anderem auf der Diatonischen, der Drehleier, verschiedenen Zithern, dem Dudelsack und sogar dem Alphorn vor. Dazwischen gab er immer ein paar Geschichten zum Besten, und alle waren fasziniert, als er von der Terrasse aus auf der Trompete das „Il Silenzio“ in den Abendhimmel blies. Der Wellnessbereich ist luxuriös, Wände, Boden und Liegen sind farblich harmonisch aufeinander abgestimmt. Sehr gut gefallen hat mir der Ruheraum mit den vorgewärmten Wasserbetten. Was gibt es Schöneres, als nach einer Wanderung ein paar Runden zu schwimmen und sich dann bei leiser Entspannungmusik im Wasserbett zu erholen! Alternativ kann man sich natürlich auch auf die Sonnenterrasse legen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2008 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Johanna |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 24 |


