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Anna (19-25)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juni 2017 • 1 Woche • Sonstige
Der Club kann nicht mit Robinson Standard mithalten
3,0 / 6

Allgemein

Beim Robinson Club in Agadir, Marokko handelt es sich um eine sehr schöne Anlage, die allerdings sehr weit läufig ist und wichtige Orte wie die Rezeption oder das Restaurant am Strand sind quer über die Anlage verteilt, was dazu führt, dass man schon mal 10 Minuten vom Strand zur Rezeption laufen muss. An sich ist das nun kein Problem, aber die Zimmerkarten funktionierten vielleicht ein bis zweimal und dann wurde einem der Eintritt ins eigene Zimmer nicht gestattet. Die Karten haben schlichtweg den Geist aufgegeben und die Tür nicht mehr geöffnet. Dieses Problem hat nicht nur uns betroffen, sondern sehr viele Gäste des Clubs. Man musste also ständig wieder zur Rezeption, um die Karte erneuern zu lassen nur um dann wieder zwei Mal ins Zimmer zu kommen, bis der Spaß wieder von vorn losging. Ich weiß nicht, warum die Karten nicht mehr funktionierten, allerdings war es sehr nervig und das für alle Gäste. Daran sollte man wirklich arbeiten. Wenn man nun bedenkt, dass das Haus "Gnaua" beispielsweise ganz unten am Strand ist und man 10 Minuten zur Rezeption laufen muss, nachdem man 10 Minuten am Abend von der Bar zu seinem Zimmer gelaufen ist, nur um die Karte nochmal erneuern zu lassen, weil man mal wieder nicht ins Zimmer kommt, versteht man das Problem der Weitläufigkeit des Clubs. Dieser Robinson Club muss wirklich an dem System dieser Zimmerschlüsselkarten arbeiten! Es traten weitere störende Details auf, wie beispielsweise ein beißender Gestank wie der einer Kläranlage, der vor allem abends durch bestimmte Teile des Clubs zog und alles andere als angenehm war. An einem Abend zog der unangenehme Gestank sogar bis zur Terrasse des Hauptrestaurants, auf der wir gerade zu Abend aßen herauf. Für uns war der Geruch nach verfaulten Eiern nicht auszuhalten, was dazu führte, dass wir uns fluchtartig nach innen setzen mussten und das obwohl es einmal abends warm war. Der Wetterbericht für Agadir darf nämlich nicht ganz ernst genommen werden. Im Gegensatz zu den 30 Grad strahlenden Sonnenscheins war es in der Früh bis mittags immer stark bewölkt, neblig und gar nicht mal so warm. Abends hat es uns sogar das ein oder andere mal wirklich gefroren. Manchmal riss die Wolkensuppe dann gegen frühen Nachmittag auf, aber manchmal eben auch nicht und diese Tage waren dann neblig und kalt oder wolkig und sehr schwül, also kein angenehmes Wetter, auch wenn der Robinson Club hierfür vielleicht nicht so viel kann. Eine andere Sache, die auf jeden Fall noch angesprochen werden muss, ist dass Robinson seine Clubs aus Mangel an Gästen auch für beispielsweise den englischen Markt geöffnet hat, was dazu führte, dass auch Gäste aus England im Club waren. Soweit kein Problem, doch für Menschen aus England kostet der Aufenthalt in den Robinson Clubs viel weniger als für Gäste aus Deutschland. Das ist nicht fair, da diese dieselbe Leistung bekommen, für die deutschsprachige Gäste rund 1000 Euro mehr bezahlen müssen. Durch diese Ungerechtigkeit waren viele Gäste, die wir während unseres Aufenthalts im Club getroffen haben, sehr verstimmt. Es kann nicht sein, dass jemand, der aus dem deutschsprachigen Raum kommt so viel mehr für ein und denselben Urlaub bezahlen muss. Darüber sollte Robinson wirklich nochmal genau nachdenken, denn das vergrault einige deutschsprachige Gäste aus dem Club! Wer trotzdem noch in einem Robinson Club Urlaub machen möchte, findet wirklich bessere als diesen. Wärmstens kann ich den Club auch für Kinder auf Fuerteventura empfehlen, auch wenn der Preis hier auch in die Höhe geschossen ist, was uns dazu bewog doch nach Marokko zu fahren.


Zimmer
  • Gut
  • Wir teilten uns zu dritt ein Doppelzimmer. Es wurde ein Zustellbett im Zimmer untergebracht, das neben dem Doppelbett stand und dennoch war im Zimmer noch genug Platz. Die Zimmer sind sehr groß im Vergleich zu anderen Robinson Clubs, wie dem auf Fuerteventura, in dem wir vergangenes Jahr Urlaub machten. Es gab einen Fernseher, einen großen Spiegel, einen Tisch mit Stuhl, einen großen Schrank, in dem auch ein Safe zu finden war, a außerdem eine gut funktionierende Klimaanlage und einen großen Balkon mit einem Tisch und zwei Stühlen. Das Bad hatte leider keine Fenster, war aber ansonsten sehr gut ausgestattet. Die Dusche war sehr geräumig und ebenerdig und das Waschbecken war so groß, dass drei Personen locker ihre gesamten Wasch- und Kosmetiksachen dort abstellen konnten. Die Schlüsselkarte für das Zimmer war allerdings wirklich ein Problem. Diese Karten funktionierten wirklich nur ab und an und man musste jeden Tag mehrmals zur Rezeption gehen, um sich neue machen zu lassen, wie bereits oben erwähnt.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • An dieser Stelle möchte ich noch etwas zum All-inklusive Angebot des Clubs sagen. Auch hier waren wir sehr enttäuscht. Die Qualität der Drinks ließ wirklich zu wünschen übrig. Die Cocktails bestanden eigentlich nur aus Saft. Man bekam immer nur sehr kleine Gläser, um ja nicht zu viel zu trinken. Manche Drinks wie der Aperol Spritz hatten giftige Farben und waren schlichtweg ungenießbar. Das waren wir so überhaupt nicht von Robinson gewöhnt, denn dafür hatten wir den hohen Preis gezahlt, für anständige Qualität. So hätten wir den Urlaub auch in jedem anderen x-beliebigen All-inklusive Hotel verbringen können. Auch der Wein, der zum Essen gereicht wurde, war für mich leider nicht trinkbar und ungenießbar. Das Essen hingegen war gut und man hatte eine große Auswahl. Hier war ausnahmsweise für jeden was dabei. Auch für Kinder. Trotzdem wurde in der Mitte der Woche das eine Restaurant zur Mittagszeit geschlossen. Davor hatte man immer die Wahl zwischen dem Strandrestaurant oder dem Hauptrestaurant, wo die Auswahl doch nochmal um einiges größer war. Nun konnte man nur noch am Strand essen und das ohne, dass einer einem davor Bescheid gegeben hätte. Das Restaurant wurde einfach nicht geöffnet und ließ einige perplexe Gäste zurück.


    Service
  • Eher gut
  • Die Robins, die man im Club traf, grüßten einen meist freundlich und auch die Kellner waren sehr nett. Allerdings manchmal ein wenig zu aufdringlich für meinen Geschmack. So sagten sie mir mehrmals wie hübsch ich doch sei und fragten mich ständig wie es mir denn ginge, wie alt ich wäre, wie lange ich bleiben würde und wie ich hieße. Anfangs war das ja noch ganz nett, doch irgendwann störte es mich ständig belauert zu werden. Ich wäre gern vor diesen Gesprächen verschont geblieben, zumal es mir irgendwann unangenehm wurde. Nichts desto trotz war das Personal alles in allem sehr aufmerksam und freundlich. Unser Zimmermädchen faltete unsere Zimmerdecken beispielsweise immer in kunstvollen Formen und gab sich sehr Mühe.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Die Fahrt zum Hotel vom Flughafen betrug etwa 30 Minuten, also nicht sonderlich lange. Der Club befindet sich am Strand, auch wenn man wie bereits erwähnt ein ganzes Stück dort runter laufen muss, wenn man in einem der Häuser wie Atlas oder Berber wohnt. Der Strand war nicht exklusiv nur für Gäste des Robinson Clubs, sondern für verschiedene Hotels in der Nähe, glaube ich. Es gab dennoch einige Liegen nur für Gäste des Robinson Clubs, allerdings waren die nicht direkt am mehr sondern viel weiter oben in den Dünen. Über eine kleine Treppe gelangte man dann wirklich zum Strand und ins Meer. Dieser Strand lag direkt neben dem des König von Marokkos. Deshalb stand dort immer ein Wachmann, der laut pfiff und einen zurechtwies, wenn man sich dem Königsgebiet zu sehr näherte. Der Club bot darüberhinaus auch einige Ausflüge gegen zusätzliche Gebühren zu verschiedenen Ziele an. Wir haben uns dagegen entschieden an einem derartigen Ausflug teilzunehmen, da wir bereits sehr viel für den Aufenthalt im Club bezahlt hatten und uns dann ein Tag dort verloren gegangen wäre, den wir ja bezahlt hatten. Außerdem waren die Preise für die Ausflüge zu hoch. Man konnte kostenfrei an einer Wanderung zur Marina teilnehmen, die etwa eine Stunde am Strand entlang führte. Allerdings war die Marina wie ausgestorben. Kein Mensch war in Sicht. Es wirkte wie eine Geisterstadt und war gruselig.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Man konnte ständig an den verschiedensten Fitnesskursen teilnehmen. Zumindest meinte man das auf den ersten Blick. Wenn man dran teilnahm, merkte man schnell, dass einige Dinge stets das Gleiche waren, aber immer unter einem anderen Namen verkauft wurden. So waren Fitnessklassen wie "Step Fatburner", "Body Styling" und "ROBmove" unter drei verschiedenen Namen im Programm aufgeführt worden, dabei war es exakt dasselbe Programm. Alle Kurse waren sehr sehr intensiv und ziemlich anstrengend für den Gelegenheitssportler. Hier hat uns eine klare Ausschilderung gefehlt. Dem Programm konnte man zwar entnehmen, ob ein Kurs nun eher Krafttraining oder Ausdauertraining beinhaltete, doch nicht in welcher Intensität. Hier sollte man wirklich verschiedene Stufen angeben, wie intensiv die Kurse jeweils sind. Entspannendere Kurse wie Pilates oder Yoga wurden nur sehr vereinzelt angeboten, stattdessen gab es stets extreme Trainings mit Tabata und Crossfit beispielsweise. Es war einfach keine gute Mischung! Leider war nicht für jeden was dabei. Die anderen Aktivitäten, an denen man teilnehmen konnte, waren stets ein bisschen seltsam. Dinge wie eine Backgammon Einführung, einen Rundgang durch den Club oder eine Poker Erklärung standen fast täglich auf dem Plan und trieften nur so vor Langeweile. Natürlich konnte man auch Beachvolleyball, Fußball oder Tennis spielen, doch was ist mit den Leuten, die keine dieser Sportarten beherrschen. Nachdem ich einmal beim Crossfit Training war, hatte ich für den Rest der Woche so einen schmerzhaften Muskelkater, das ich an keiner anderen Sportklasse danach mehr teilnahm und mich irgendwann langweilte. Dies gab es bei mir noch nie in einem Robinson Club! Dabei waren wir nun schon des öfteren in diesen Clubs, doch der in Agadir war für mich der mit Abstand schlechteste. Auch abends wurden seltsame Shows oder Partys veranstaltet. So gab es beispielsweise ein Schlager Party, bei der aber viele Lieder liefen, die überhaupt keine Schlager waren, sondern Kinderlieder oder englische Lieder, was mich doch sehr verwunderte. Am nächsten Tag war dann die Prämiere einer neuen Show der Robins mit vorheriger Siegerehrung der Sieger der Woche in Fußball, Tennis und Beachvolleyball. Da mein Bruder einer der Sieger war, sah ich den gewonnen Preis. Es war ein hässliches T-Shirt, auf dem Winner 2008 stand, dabei haben wir 2017 den Urlaub gemacht. Nun frage ich mich, warum der Club bitte solche schlechten Preise verschenkt? Ist das T-Shirt seit 2008 übrig geblieben? Oder was sollte das Ganze? Eine mehr als merkwürdige billige Aktion in meinen Augen. Dann begann die neue Show und sie war wirklich einschläfernd, weshalb wir nach guten 20 Minuten das Theater wieder verließen. Die Mitarbeiter wollten will eine atemberaubende Akrobatik Show hinlegen, doch das war nicht grade außergewöhnlich was dort geboten wurde. Wie auch? Das sind Mitarbeiter und keine professionellen Turner. Meiner Meinung nach hätten sie lieber bei einem Theaterstück bleiben sollen und nicht so tun, als wären sie begabte Akrobaten mit beeindruckenden Kunststücken. Dann gab es noch eine mehr als enttäuschende Casino Night und eine ebenso langweilige Beachparty, sowie eine Aufführung des Musicals Mamma Mia. Davon bin ich ein großer Fan und ich habe mich die ganze Woche auf diese Aufführung und die anschließende Party zu ABBA Musik gefreut. Allerdings habe ich noch nie eine so schlechte Schauspielleistung mit so wenig Enthusiasmus gesehen. Auch hier war ich enttäuscht und danach wurden statt der versprochenen ABBA Lieder einfach die Charts rauf und runter gespielt. Länger als eine Woche hätte ich den Aufenthalt nicht machen wollen, da wir irgendwann einfach nicht mehr wussten, was wir machen sollten. Es war teilweise echt langweilig.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Juni 2017
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Anna
    Alter:19-25
    Bewertungen:1
    Kommentar des Hoteliers

    Liebe Anna, es tut uns sehr leid, dass dein Aufenthalt bei uns nicht voll und ganz deinen Vorstellungen und Erwartungen entsprochen hat, und wir Danken dir für deine Ehrlichkeit. Unser Ziel ist es, gemeinsam als Team allen Gästen einen unvergesslichen Urlaub mit viel "Zeit für Gefühle" zu bereiten und es ist sehr schade, dass Du ein anderes Empfinden hattest. Selbstverständlich werden wir die angesprochenen Punkte mit den entsprechenden Abteilungen besprechen und geben unser Bestes, unsere Angebote weiter zu verbessern. Wir würden uns freuen, wenn du dich mit uns bezüglich deinem Aufenthalt noch einmal in Verbindung setzten würdest, so dass wir noch einmal gemeinsam über die Angelegenheit sprechen können. Du erreichst uns unter guestrelationmanager.agadir@robinson.de Es wäre sehr schön, wenn wir von dir hören würden! Liebe Grüsse aus Marokko!