Das Hotel verfügt über mehr als 600 Zimmer, wobei die Anzahl der Gäste in der doch sehr weitläufigen Anlage nicht unangenehm auffällt. An den Pools oder auch am Strand kann man auch gegen später noch eine Liege bekommen, allerdings wird wie überall auch hier frühmorgens schon reserviert. Die Gästestruktur Anfang September war deutsch, englisch, italienisch und russisch gemischt. Die Russen machten beim Essen leider ihrem schlechten Ruf alle Ehre, ansonsten war es eine angenehme Atmosphäre. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt hier leider überhaupt nicht. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich schon in anderen ägyptischen 5-Sterne-Hotels war, aber das Reef Oasis Blue Bay ist mit großem Abstand das schlechteste davon. Ich würde hier allenfalls 3, 5 Sterne als Komplettbewertung geben. Und dafür war es für eine Woche - trotz all inclusive - mit € 860,-/pro Kopf einfach zu teuer.
Ja, das Zimmer ist das nächste heikle Thema. Nachdem wir ja drei Stunden auf unser Zimmer warten mussten, haben wir das erste fluchtartig nach einer Minute verlassen. Das war wirklich unglaublich. Abgesehen von einem fürchterlichen Gestank im Zimmer, lagen überall noch Haare rum und das aller-, allerekligste war ein abgeknipster Fingernagel auf dem Tisch. Ekelhaft!! Pfui Teufel!! Wir haben uns dann an der Rezeption beschwert und auch sofort ein anderes Zimmer bekommen. Das war dann auch ok - aber auch hier: niemals fünf Sterne. Das Hotel ist angeblich nur ein oder zwei Jahre alt, das Mobiliar könnte locker 10 Jahre oder älter sein und das Hotel ist insgesamt - auch für ägyptische Verhältnisse - in sehr schlechtem Zustand. Den Wasserkocher haben wir mal lieber nicht benutzt. Lärm- oder Geruchsbelästigung gab es keine und auch hellhörig war unser Zimmer überhaupt nicht. Für die Steckdosen braucht man keinen Adapter, der Fön im Bad hat bestens funktioniert. TV hat funktioniert und hatte drei deutschsprachige Sender.
Aufgrund der Wartezeit am Anreisetag sind wir ins Oceano Beach Restaurant zum Mittagessen gegangen. Ach herrje, einmal das hat uns gereicht. Das Strandrestaurant ist nicht klimatisiert und so sahen auch beispielsweise die Salate aus. Total eingetrocknet und sehr unappetittlich. Die Salatsoßen - teilweise mit Mayonnaise - standen ohne Kühlung rum und das Angebot der Speisen hat uns alles andere als begeistert. Wir haben es dann vorgezogen, die restliche Woche mittags einfach nur ein Sandwich im Bistro zu essen. Bei einer Woche war das ok, bei zwei Wochen wären sie uns wohl zu den Ohren rausgekommen. Die Auswahl ist auch hier nicht sehr vielfältig und für ein 5-Sterne-Hotel nicht akzeptabel. Die Bars sind gut und bieten einige ganz leckere Cocktails an. Insgesamt kommt man mit dem all inclusive gut hin und wir haben im Hotel selbst keinen Cent (außer Trinkgeld) verbraucht. Die Nebenkosten beschränken sich dann wirklich auf die Ausflüge oder das Einkaufen in der Ladenpassage. Beim Hauptrestaurant Le Petit kommt es abends zu längeren Wartezeiten. Das Essen ist hier doch recht gut, vorausgesetzt man legt keinen Wert auf Hauptgerichte :-) Das Vorspeisen-, Salat-, Brot- und Dessertangebot ist sehr gut - warme Gerichte na ja.. Frühstück ist in Ordnung, aber für mich auch keine fünf Sterne wert. Es fehlte beispielsweise an Müslisorten: war beschränkt auf verschiedene Cornflakesarten. Für einen frischen Saft musste man zahlen, ansonsten gab es nur diese Chemiesäfte. Auch in der Gastronomie muss man sagen, dass die Hygiene keinem 5-Sterne-Hotel entspricht. Das Geschirr war teilweise unansehnlich dreckig, die Gläser verschmiert und die Teller oft klebrig. Aber man muss auch sagen, dass wir nicht gehört haben, dass ein Gast krank wurde und auch wir haben das Essen sehr gut vertragen. Ist in Ägypten ja auch leider nicht immer so.
Wir (zwei Frauen) konnten uns über den Service überhaupt nicht beklagen. Die Kellner waren sehr bemüht und man darf einfach keine deutschen Maßstäbe anlegen. Zudem war noch Ramadan und da geht ohnehin alles ein bißchen gemächlicher. Aber man ist ja im Urlaub und sollte die Zeit mitbringen, auch mal zwei Minuten länger auf ein Getränk warten zu müssen. Englischkenntnisse halte ich auf alle Fälle für erforderlich, da die Angestellten so gut wie kein deutsch sprechen. Allerdings gibt es eine Deutsche in der Gästebetreuung. Tja, der check-in: das ist so ein Thema. Also wir mussten knappe drei Stunden auf unser Zimmer warten, was natürlich nicht so toll war. Wir haben aber mitbekommen, dass Familien mit kleinen Kindern bevorzugt worden sind und schneller ihre Zimmer bekommen haben. Wir können allerdings nicht beurteilen, ob es am Zimmertyp (Familien- statt Doppelzimmer) lag oder tatsächlich ein Service des Hotels gewesen ist.
Die Transferstrecke ist eigentlich sehr kurz, hat sich bei uns allerdings doch auf eine knappe Stunde hingezogen, weil mehrere Hotels angefahren worden sind. Es gibt einige kleine Geschäfte in der hoteleigenen Ladenpassage, die von netten und nicht sehr aufdringlichen Ägyptern geführt werden. Wenn man mal aus dem Hotel raus möchte, empfiehlt es sich, den Taxiservice im Hotel in Anspruch zu nehmen. Eine Fahrt nach Naama Bay kostet dann umgerechnet ca. € 8,--, was für ägyptische Verhältnisse zwar hoch ist, jedoch bekommt man ein klimatisiertes Taxi und einen Fahrer, bei dem man keine Befürchtungen haben muss :-) Außerdem wird man pünktlich an einem vorher vereinbarten Ort wieder abgeholt. In Naama Bay gibt es dann typische ägyptische Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und sogar ein Hardrockcafé.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Sportprogramm oder die Animation haben wir nicht genutzt, so dass ich hier keine Bewertung abgeben möchte. Die Sauberkeit an den Pools lässt leider zu wünschen übrig und hier sollten dringend mal die Auflagen gewaschen, noch besser ausgewechselt, werden. Teilweise ist das wirklich eklig und man muss ganz schnell sein Handtuch darauflegen. Es gibt wie gesagt genügend Liegen und auch Sonnenschirme - sowohl an den verschiedenen Pools oder auch am Strand. Die Abendunterhaltung ist in Ordnung und das Animationsteam gibt sich Mühe.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im September 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrike |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


