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Nelle und Drahkrub (61-65)
Verreist als Paarim Mai 2018für 2 Wochen

Immer wieder gut !

6,0/6
Seit etwa 15 Jahren ist das Prinsotel La Caleta fester Bestandteil unserer jährlichen Urlaubsplanung. Dieser Einleitungssatz lässt schon darauf schließen, dass alle diejenigen, die auf unschöne Meckerpassagen in diesem Bericht warten, enttäuscht sein werden. Diejenigen, die aber eine sachliche Beurteilung mit ein paar Tipps von Leuten, die sich im Westen und Südwesten der Insel sehr gut auskennen, interessiert, mögen bitte weiterlesen.

Damit die Hotelanlage einen hervorragend gepflegten Eindruck behält, ist am Tage eine Gärtnergruppe eifrig damit beschäftigt, Beete von Unkraut zu befreien oder notwendige Pflanzmaßnahmen vorzunehmen. Die Pool- und sonstigen Außenbereiche werden täglich sorgfältig sauber gehalten, das Wasser gereinigt und auch Wasserproben entnommen. Die vorhandenen Bali-Betten an den Pools können gegen eine Gebühr reserviert werden.

Das Hotel wird seit ein paar Jahren von der Direktorin Maria Pou geführt, die sich, wie wir beobachten konnten, auch um Kleinigkeiten kümmert. Gästen gegenüber gibt sich zurückhaltend freundlich, was sich auch auf ihre Mitarbeiter/-innen positiv übertragen hat.

Ihren Führungsstil zu beurteilen, maßen wir uns nicht an, er scheint aber gute Früchte zu tragen. Andererseits hat sie es aber auch recht einfach, da für die verschiedenen Hotelbereiche die Verantwortung in lang bewährten, guten Händen liegt. An der Rezeption führt María, die übrigens sehr gut deutsch spricht, die freundliche, hilfsbereite Mannschaft an. Der Vollblutkellner Francesco sorgt für den reibungslosen Barbetrieb, José organisiert tatkräftig den perfekten Restaurantbereich und Chefkoch Pepe sorgt dafür, dass auch alles immer sehr gut schmeckt. Auch der technische Service und die Gartenpflege wird von Mitarbeitern angeführt, deren freundliche Gesichter wir seit Jahren kennen.

Einschränkend zu unseren etwas längeren Ausführungen sei bemerkt, dass wir uns fast immer im Mai im Prinsotel eingefunden haben, daher den Betrieb in der Haupt- und Nachsaison nicht beurteilen können.

Lage & Umgebung6,0
Das Hotels liegt in direkt an der Cala Santandria, einer Badebucht, die typisch für Menorca ist: Die Ränder der Bucht sind felsig/steil und münden in einen schönen Sandstrand. Hier gibt es ein Strandcafé, das Snacks, Getränke und Eis anbietet. Ebenfalls liegt in der Bucht ein sechsgeschossiges Hotel mit einem strandebenen Restaurant. Anders als das Nachbarhotel Bahia, das sich wundervoll in das Landschaftsbild einfügt, wirkt das Playa Santandria eher wie ein Klotz. In der Cala Santandria in direkter Nachbarschaft des Prinsotels befindet sich zudem das Restaurant Sa Nacra, das in eine Buchthöhle integriert ist. Wir haben dort nicht oft (aber sehr gut) gegessen. Nicht oft, weil uns die Halbpension des Prinsotels ausreichend sehr gut versorgt hat. Zu einem Bier oder einem Wein sollte man sich aber unbedingt mal auf die kleine Terrasse direkt über dem Meeresspiegel ins Sa Nacra setzen.

Am nördlichen Hotelgelände ist ein Parkplatz vor der Straße Sa Caleta/Santandria angelegt. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das „Centro Commercial“ ein Gebäude mit etwas Gastronomie und ein paar Geschäften. Am Rande des linken Gebäudeteils ist die Gaststätte von Toni zu erwähnen. Hier verkehren sehr viel Einheimische. Gastwirt Toni spricht sehr gut Deutsch. Von ihm erfahren wir dann auch mal ein paar Neuigkeiten über die Insel, die nicht unbedingt über die Medien zu erfahren sind.

Direkt gegenüber dem Haupteingang des Prinsotel befindet sich ein kleiner Supermarkt, der alles hat, was man zwischendurch mal benötigt. Die Preise dieser schicken Einkaufgelegenheit liegen über denen in den großen Supermärkten, es ist aber sehr praktisch, ein solches Geschäft in unmittelbaren Nähe zu haben.

Sa Caleta/Santandria liegt etwa 2-3 km südlich von Ciutadella, der ehemaligen Hauptstadt der Insel. Touristischer Mittelpunkt von Ciutadella ist der historische Hafen, der bis vor sieben Jahren aber auch noch die Funktion als Fracht- und Fährhafen erfüllte. Hier legte beispielsweise zweimal am Tag die Nura Nova, eine Fähre, die zwischen Alcudia und Ciutadella verkehrt, an. Es war schon ein beeindruckendes Schauspiel, wie das Schiff sich in den Hafen zwängte. Heute ist der fjordähnliche Naturhafen Anlegeplatz für kleine Privatboote, Ausflugs-schiffe und auch Fischerboote. Das Hafenbecken wird umsäumt von Restaurants und Cafés und lädt zum Nachtbummel in herrlicher Atmosphäre ein.

Aber auch ein Bummel durch die saubere Altstadt mit kleinen Geschäften, Bars und Cafés rund um die mächtige Catedrale ist auch für „alte Hasen“ wie wir es sind, immer wieder ein Erlebnis. Samstags findet auf dem Placa de la Llibertat hinter dem Kloster Els Socors der Wochenmarkt statt. Dann haben hier alle Metzgerstände in dem grün-weiß gekachelten Gebäude gegenüber der ebenso schickt verzierten kleinen Fischmarkthalle geöffnet. Auch das Angebot der Obst- und Gemüsehändler ist an diesem Tag Anziehungspunkt für die einheimische Bevölkerung und natürlich auch der Touristen. Mehrmals in der Woche werden am Placa des Born in der Nähe des historischen Hafens viele Marktstände aufgebaut, die sich aber nicht sonderlich von den Märkten anderer Touristenzentren unterscheiden.

Ciutadella ist auf dem gut begehbaren Straßenweg in etwa einer halben Stunde zu Fuß oder in knapp zehn Minuten mit dem regelmäßig verkehrenden Bus zu erreichen. Für den Fußweg an der Küste und dem dort neu angelegten Hafen sollte man etwa eine Stunde einplanen.

Weiter nördlich von Ciutadella liegt Cala en Blanes, eine für uns nicht so sehenswerte Touristenansiedlung. Jedoch lohnt sich hier der Fußweg an der Küste entlang dorthin. Sehenswert ist auf jeden Fall hier die Trabrennbahn, auf der jeden Sonntagabend ein Rennbetrieb stattfindet.

Lohnend ist zudem ein Ausflug in den Norden der Westküste zum Kap Punta Nati mit seinem Leuchtturm. Der Weg mit einem Leihfahrrad dorthin ist besonders eindrucksvoll, da man auf diese Art am besten die steinige „Mondlandschaft“ als Kontrast zum lebhaften Ciutadella erleben kann.

Südlicher Nachbarort ist Cala Blanca. Während das nähere Umfeld des Hotels (Santandria und Sa Caleta) - ausgenommen ist hier vielleicht die Badebucht Cala Santandria - wenig touristisch-typische Anlaufpunkte bietet, verfügt Cala Blanca über eine kleine Fußgängerzone. Der hier ansässige Supermarkt Julia hat ein breites Weinangebot zu günstigen Preisen. Auch die dortige Badebucht ist gastronomisch besser versorgt als die Cala Santandria. Cala Blanca ist entlang der Küste oberhalb der Cala Santandria sehr schnell zu Fuß erreichen (je nach gewählter Wegstrecke sind es zwei bis drei Kilometer).

Wer es dann richtig touristisch haben möchte, sollte mit dem Bus (Fahrpreis z.Zt. 1,65 Euro) nach Cala en Bosc und Son Xoriguer fahren. Für den Rückweg wählen wir gerne das gut ausgeschilderte Teilstück des Camí de Cavalls vom Leuchtturm am Cap d‘ Artrutx über Cala Blanca zurück zum Hotel.

Wir sind hier nur auf die nähere Umgebung, also die Westküste der Insel eingegangen. Weitere Ausflugsziele sind teilweise sehr gut mit den Überlandbussen, die von Ciutadella vom Placa de la Pau z.B. zur Cala Galdana, Sant Tomás, Ferreries, Es Mercadal (die Stadt am Torro, dem höchsten Berg der Insel), Alaior und last not least Maó verkehren. Leider hat man die Bushaltestelle an den südlichen Rand der Altstadt von Ciutadella verlegt. Die „Nahbusse“ halten dagegen am Placa dels Pins im Zentrum der Stadt. Von hier aus verkehren neben den Verbindungen in den südlichen und nördlichen Westen auch Kleinbusse zur Son Saura, der Cala Turqueta in Menorcas Süden und ab Mitte Mai auch zur nördlichen Cala Morell.

Wer einen Leihwagen mieten möchte, wird aus unserer Sicht sehr gut von Hipercars (vertreten auf Mallorca, Menorca und Ibiza) bedient. Das Unternehmen, mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben, hat ein Büro in Cala en Bosc (problemlos und schnell mit dem Bus vom Prinsotel aus zu erreichen). Über eine Internet-Buchung liegen die Preise für die recht gut gepflegten Autos im unteren Preissegment. Bei einer persönlichen Buchung in den Büros muss man mehr bezahlen.

Zimmer6,0
Das Prinsotel La Caleta bietet Doppelzimmer und Appartements an. Die Doppelzimmer sind rund um den großen Pool in den dreigeschossigen Gebäuden 1 bis 3 untergebracht. Da wir für unsere Urlaube stets Appartements gebucht haben, können wir zu den Doppelzimmern nur anmerken, dass andere Gäste sie als großzügig bezeichnet haben.

Appartements in den Gebäuden 4, das ebenfalls dreigeschossig ist, und den zweigeschossigen Gebäuden 5 und 6 gibt es in drei Kategorien. Diese Gebäude befinden sind im hinteren Teil der gepflegten Anlage rund um die kleinere Poolanlage. Die „normalen“ Appartements sind zweiräumig und solide zweckmäßig eingerichtet. Die kleine Küche verfügt über einen geräumigen Kühlschrank, eine Mikrowelle, einen kleinen Herd und das für vier Personen notwendige Geschirr und Besteck. Neben dem Kühlschrank haben wir bei unseren Aufenthalten aber lediglich den Wasserkocher genutzt.

Das Schlafzimmer hat ausreichend Schrankplatz, einen Mietsafe und, gemessen an den Qualitäten anderer spanischer Häuser, recht bequeme Betten.

Seit einem Jahr sind die Badezimmer mit einer komfortablen ebenerdiger Dusche ausgestattet, was seit diesem Jahr auch für die Doppelzimmer gilt. Es ist genügend Ablagefläche für Wasch- und Pflegeutensilien, die vom Hotel großzügig zur Verfügung gestellt werden, vorhanden. Die Versorgung mit Warmwasser mussten wir nie beanstanden.

Im Wohnbereich fehlt uns persönlich ein Tisch, der mit Stühlen bestückt ist. Die Prinsotel-Direktion hat sich vor Jahren für eine Ausstattung mit flachen Sitzmöbeln und einem Couchtisch für alle fünf Prinsotels auf Mallorca und Menorca entschieden, was bei der Mehrzahl der Gäste wohl aber sehr gut angekommen ist. Daher wollen wir zu diesem Punkt hier auch nicht meckern. Ergänzend dazu gibt es im Küchenbereich eine kleine Sitztheke mit zwei Barhockern. Auf den kleinen Terrassen oder Balkonen sind ein Tisch und bequeme Stühle für zwei Personen vorhanden.

Die Besonderheiten der Select- und deLuxe-Appartements sind den gängigen Prospekten der Reiseveranstalter und des Hotels zu entnehmen. Die deLuxe-Appartements sind aus unserer Sicht besonders für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Sie verfügen in einem abgeschlossenen Außenbereich mit einem kleinen Kinder-Pool, einer Außendusche, Liegen, einem Bali-Bett und einem Couch-Sitzbereich.

Service6,0
Der Qualität des Reinigungsservices hängt natürlich immer von den tätigen Personen ab. Hier meinen wir, dass die Auswahl des Reinigungspersonals sehr sorgfältig getroffen wurde. Daher gab es von unserer Seite zu keiner Zeit Beanstandungen.

Wenn dann wirklich mal etwas nicht richtig klappt, sorgt die Rezeption für schnelle Hilfe.

Gastronomie6,0
Gemütliche Außen- und Innenbars sorgen in geschmackvollem Ambiente für alles, was mehr als notwendig ist. Im kürzlich verlängerten Restaurant-Terrassenbereich werden nun auch Steaks vom Grill angeboten. Für Speisen und Getränke werden hotelübliche Preise verlangt.

Im Restaurant, wo das Frühstück und das Abendessen eingenommen wird, hat man sich alle Mühe gegeben, dass immer in solch großen Hotelanlagen aufkommende Kantinengefühl zu unterbinden. Alle Speisen (das gilt sowohl für das Frühstück und das Abendessen) werden liebevoll angeboten. Die Auswahl und der Geschmack der angebotenen Speisen entspricht voll und ganz einem Viersterne-Niveau. An der großen offenen Küchentheke im Zentrum des großen Speiseraums werden täglich je zwei Fisch- und Fleischgerichte frisch zubereitet, zudem Nudelgerichte und sonstige Besonderheiten. Fertig zubereitete Salatteller und ein Obst-, Kuchen- und Eisbuffet sind eine hervorragende Ergänzung zu den immer sorgfältig nachgelegten Buffetangeboten.

Das Restaurant wird ergänzt durch einen Terrassenaußenbereich. Da diese sehr beliebten Plätze besonders an warmen Tagen stets zu Spießrutenläufen der bei der Öffnung des Restaurant führten, hat man sich seit diesem Jahr entschlossen, diesen Bereich den Gästen, die in Select- oder deLuxe-Unterkünften wohnen, vorzubehalten.

Sport & Unterhaltung6,0
Da wir den Tag meist für Ausflüge oder Wanderungen nutzen, können wir zu diesem Punkt nur erwähnen, dass aus unserer Sicht sehr viel im Hotel unternommen wird, um auch Gästen, die sich gerne in der Anlage aufhalten, Abwechslung zu bieten. So gibt es seit mehreren Jahren einen gut ausgestatteten, auch räumlich sehr ansprechenden Fitness-Bereich, einen kleinen Kinderspielplatz und einen Mehrzweckfeld, auf dem meist gekickt wird. Wir konnten beobachten, dass sowohl Kinder, als auch Erwachsene sehr gut von den Animateuren betreut wurden.

Hotel6,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im Mai 2018
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Nelle und Drahkrub
Alter:61-65
Bewertungen:3
Kommentar des Hoteliers
Liebe Gäste,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um Ihren Aufenthalt bei Prinsotel La Caleta zu bewerten. Wir freuen uns sehr, dass Sie Ihren Aufenthalt bei uns genossen haben. Es wäre uns eine Freude, Sie wieder bei Prinsotel begrüssen zu dürfen. Liebe Grüsse, Prinsotel.
NaNHilfreich