- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Resort selbst besteht aus mehreren 3-stöckigen Gebäuden, die in unterschiedlichem Zustand sind (einige neu bzw. renoviert, andere nicht). Insgesamt bietet die Anlage mehr als 900 Gästen Platz. Trotzdem wirkt sie nicht überfüllt, da sie doch recht weitläufig ist. Das Resort zählt sicher zu den älteren in Punta Cana. Die Anlage wird in sehr gutem Zustand gehalten, Sauberkeit genießt hohe Priorität. Die Gästestruktur setzt sich hauptsächlich aus Amerikanern und Kanadiern, sowie einem Teil Südamerikaner und ein paar Europäern zusammen. Deutsche sind nur vereinzelt anzutreffen. Dafür umso mehr Russen, die leider auch hier meinen, sie wären die Könige der Welt. Von jung bis alt ist jede Altersgruppe zu finden. Familienfreundlichkeit würde ich auf jeden Fall unterstellen. Die Reisezeit Anfang-Mitte November halte ich für sehr gut. Das Hotel ist noch nicht überfüllt, das Wetter aber sehr gut. Lediglich 3-4 mal gab es kurze Schauer, ansonsten strahlender Sonnenschein. Die Anlage kann man bestimmt bedenkenlos buchen, wenn man kein Perfektionist ist, und über ein paar Schwächen hinwegsehen kann. Wie gesagt, vom Essen bitte keine Wunderdinge erwarten. Man kann sich dort aber bestimmt eine schöne Zeit machen, es lohnt sich aber vermutlich, ein paar Euro mehr für eines der besseren Resorts zu testen, besonders dann, wenn man in allen Bereichen einen perfekten Urlaub erwartet.
Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet und besitzen einen großen Balkon. Sicherlich sauber, vielleicht ein bißchen altmodisch, alles in allem aber ok. Kaffeemaschine ist vorhanden, Minibar wird täglich mit Wasser, Pepsi und Seven up aufgefüllt. Safe ist da, allerdings halte ich die Gebühr für Abzocke pur. 4 $ pro Tag. Für 14 Tage also 56 $. Aber was will man machen, man braucht ihn ja. Klimananlage hat problemlos funktioniert. Der Fernseher bietet nur spanisch- und englischsprachige Programme. Hab ihn glaub ich einmal eingeschaltet. Spielt auch keine Rolle. Für besonders eifrige Hobby-Hausfrauen stand sogar ein Bügeleisen bereit. :) Wir waren in Haus 10, und renoviert war da nichts. Besonders am Bad hat der Zahn der Zeit leider schon gewaltig genagt. Ehrlich gesagt ist das für ein 4 * Resort nicht angemessen. Überall Rost, der Duschkopf sah so aus, als wäre er aus dem 2. Weltkrieg, warmes Wasser gab es genau ein einziges Mal. Manchmal kam gar keins. Wenn ich in El Arenal ein 2 * Hotel buche, erwarte ich so ein Bad, hier aber nicht. Und da lasse ich auch nicht gelten, dass wir uns in der Dom. Rep. befinden. Das Occidental ist eine international operierende Hotelkette mit 4* Anspruch, und dafür ist das eindeutig zu wenig. Mit Ungeziefer hatten wir keinerlei Probleme.
Ja, das Essen ist so eine Sache. Grundsätzlich ist das letztlich immer eine Frage des Anspruchs, also eine höchst subjektive Einschätzung. Es gibt neben dem Hauprestaurant ein Strandrestaurant, eine Snack-Bar, eine Pizzeria, eine Tacco-Bar und 4 Spezialitätenrestaurant, für die eine Reservierung erforderlich ist (Italiener, Mexikaner, Oriental und Grill-Restaurant). Eine Riesenauswahl, möchte man zumindest meinen. Wenn ich jetzt anfange aufzuzählen, was es allein schon alles zum Frühstück gibt, wird man sicherlich nicht glauben, dass man da nichts findet. Trotzdem ging es uns teilweise so. Das liegt hauptsächlich daran, dass man sich natürlich in erster Linie den Amerikanern verpflichtet fühlt. Es gibt also 6-8 verschiedene Sorten Ei (Spiegelei, Rührei mit Schinken, Rührei mit Zwiebeln, pouchierte Eier, Omelett, Frühstückseier), was mir aber nichts nutzt wenn ich keine Eier mag. Bohnen, Yucca, Bananenpürree, fettige Würste, Kochbananen, Spargelquiche und verschiedenste Kartoffeln sind jetzt auch nicht so mein Ding. Die Wurst und der Käse sind nach europäischen (England mal ausgenommen) Maßstäben schlicht und einfach eklig. Es gibt auch verschiedene Sorten "Müsli", aber eben auch nicht das, was man sich in Deutschland als Müsli vorstellt. So bleibt letztlich noch jede Menge frisches Obst (was ohne Zweifel gut ist) und die süßen Sachen. Und die werden dort wirklich toll gemacht. Da hat mir eigentlich alles geschmeckt, sogar Crepes werden immer frisch zubereitet. Das war wirklich super. Nur kann ich das auch nicht 14 Tage essen, und so haben wir dann auch das Frühstück öfters ausfallen lassen. Mittags und abends gab es im Hauptrestaurant natürlich ebenfalls eine große Auswahl. Da sollte sich dann wirklich jeder etwas finden, auch wenn man trotzdem von der dominikanischen Küche keine Wunderdinge erwarten sollte. Reis, Fisch, Hähnchen würde ich jetzt mal am ehesten empfehlen. Oft gab es dann auch riesige Truthähne oder richtig geile Brathähnchen die vom Koch frisch aufgeschnitten wurden. Das waren dann die Highlights. Ebenfalls lecker sind die Nudeln, die man sich auch vom Koch mit verschiedensten selbst gewählten Zutaten frisch zubereiten lassen. Fazit: Wer auf gutes Essen wirklich wert legt, wird hier sicher nicht verhungern, aber auch nicht in Euphorie ausbrechen. Snackbar: Hatte die ersten beiden Tage noch wegen Umbau geschlossen. Am dritten Tag dachte ich dann: Geil, jetzt wird reingehauen. Es gab dort Burger und Hotdogs zum selber zusammenbasteln, Calamari-Ringe und Kartoffelecken. Hab ich 2 Tage lang gefuttert, dann hatte ich von dem fettigen Essen schon die Schnauze voll. Man kann Dinge auch überfrittieren. Aber für den Standardgast, den 180-Kilo-Ami sicher das Richtige. ;) Von den 4 Spezialitätenrestaurants waren wir beim Italiener, der jetzt sicherlich mal einen Besuch wert ist, aber auch nichts überragendes ist, und im Grillrestaurant, das Fleischliebhaber besser meiden sollten. Es werden dort 5 verschiedene Speisen vom Schwert serviert (Würstchen, Vegetable, Hähnchen, Schwein und Rind). Wirklich gut war nur das halbe Würstchen. Am mageren Hähnchenschenkel waren 5 gramm Fleisch dran, das Gemüse brauch ich da gar nicht und Schwein und Rind waren schlicht indiskutabel. Schuster bleib bei deinen Leisten, Dominikaner bleib bei den Hähnchen. Wer dort einmal Schwein oder Rind gegessen hat, wird mir zustimmen, dass diese Tiere einen sinnlosen Tod gestorben sind. Schuhsole ole! Bitte meiden! Zum Mexikaner und zum Orientalen sind wir dann gar nicht mehr gegangen, da die ja auch sehr fleischlastig sind und wir uns da keine Verbesserung mehr erhofft haben. Und nun zum unbestrittenen Highlight des Hotels: Die Pizzeria La Fontana! Traumhafte Pizzen! Auch nach europäischem Maßstab sehr sehr lecker. Wer jeden Tag Pizza essen kann (und das kann ich) wird sich wohlfühlen. Wir waren dann wirklich die letzten 10 Tage jeden Abend da, und es war immer super! Fazit: Die Pizzen saved our life! Bei der Gesamtbewertung tu ich mich schwer, eine gerechte Bewertung zu finden. Ich bin mir über meine kulinarischen Ansprüche schon bewußt, und wer weniger Wert darauf legt, wird wohl nur verständnislos den Kopf schütteln, wenn ich da Kritik übe. Ich denke, 4 Sonnen werden dem ganzen gerecht, aber nur wegen den geilen Pizzen. Ansonsten wären es wohl 2, 5 geworden.
Der Service im Hotel ist großartig. Das dürfte unbestritten der große Pluspunkt dieses Resorts sein. Die Zimmermädchen machen einen guten Job, jeder Kellner ist freundlich. Kaum ist das Glas halb leer, steht schon ein neues da. So kommt es dann, dass man zu Mittag mal ein Bierchen trinken möchte, letztlich aber mit 5 wieder rauskommt. ;) Trinkgeld unterstützt sicherlich diese Freundlichkeit etwas, ist aber wirklich nicht unbedingt notwendig. Einzig zu bemängeln ist die Rezeption, die durch eine gewisse Arroganz und die absolute Unfähigkeit, etwas anderes als spanisch zu verstehen, auffällt. Komischerweise werden anscheinend ausgerechnet dort Leute eingesetzt, die nicht mehr als ein paar Brocken englisch verstehen. Wenn man nur den Schlüssel abgeben möchte, wird man verständnislos angesehen. Da bekommt man dann noch Stift und Zettel, damit man sein Anliegen aufzeichnen soll. Also das kanns nicht sein, sorry. Wenn jeder Kellner mehr englisch spricht als diese Schnösel, dann stimmt was nicht. Das soll aber den Gesamteindruck nicht trüben. :)
Das Resort ist ca. 30 Minuten vom Flughafen entfernt und liegt direkt am Strand. Selbst vom am weitesten entfernten Haus sind es nicht mehr als 5 Gehminuten dorthin. Der Strandabschnitt des Occidental ist sicher mit der schönste am Playa Bavaro. Einkaufsmöglichkeiten gibt es sowohl im Hotel, als auch außerhalb, aber ich wüßte nicht, was man dort erstehen sollte. Wenn ich shoppen will, gibt es Millionen bessere Orte und die Souvenirs kann man auch im Hotel oder bei Ausflügen kaufen. Man hat sowieso immer das Gefühl, dass man zuviel bezahlt hat. :) Ausflugsmöglichkeiten beschränken sich meist auf Katamaran- oder Schnorcheltouren. Man kann Santo Domingo besuchen, was aber schon 6 Stunden Busfahrt bedeutet. Wir waren einmal auf Saona, was durchaus zu empfehlen ist. Der Quad-Ausflug ist ebenfalls schön. Man kann übrigens bedenkenlos auf die Angebote der Strandverkäufer zurückgreifen, da diese ebenfalls einwandfrei organisiert sind und erheblich billiger, auch wenn die Reiseleitung emsig bemüht ist, diese Angebote schlechtzureden (was ja nur in der Natur der Sache liegt). Ca. 20 Minuten vom Hotel entfernt liegt der Manati-Park, zu dem täglich mehrmals Busse fahren. Der Eintritt kostet 30 $ pro Person. Ob sich das lohnt, hängt allein davon ab, ob man einer Delphin- und Seelöwenshow was abgewinnen kann. Falls ja, kann man das sicher machen, falls nicht, spart euch das Geld. Ein paar Vögel, ein paar Echsen, 3 Affen und das wars. Also bei uns ist jeder Streichelzoo interessanter. Es gibt dort die Möglichkeit, mit Delphinen zu schwimmen, was aber dann schon 85 $ kostet. Grundsätzlich halte ich die Ausflugsmöglichkeiten auf der Nordseite (Puerto Plata) für interessanter.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sportlich haben wir uns nicht betätigt. Es ist aber ein Fitnessraum vorhanden, Tennisplätze. Man kann Beachvolleyball spielen, Basketball, Bogenschießen, verschiedene Wassersportarten betreiben, also es sollte genug vorhanden sein. Es gibt ein Spa im Hotel, das wir auch nicht genutzt haben. Sah aber ganz vernünftig aus. Internet kostet 7 $ die halbe Stunde. Es scheint im Hotel auch W-Lan zu geben, weiß aber nicht inwieweit das kostenpflichtig ist. Was den Strand betrifft, hab ich persönlich noch keinen schöneren gesehen. Postkartenqualität sag ich mal. Auch dort wird auf Sauberkeit peinlich geachtet. Liegen sind am Strand so eine Sache. Es gibt genug davon, aber nicht genug davon unter Schirmen. Wenn man sich in die pralle Sonne legen möchte, hat man nie ein Problem. Wer das nicht möchte, sollte vor halb 8 am Strand sein, da man ansonsten nur mit Handtüchern reservierte Liegen vorfindet. Eine unsägliche Unsitte, aber was will man tun? Wem daran die Schuld geben? Das Reservieren ist ab 6: 45 erlaubt, alle Handtücher, die vorher dort liegen, werden entfernt. Wer aber jetzt kein absoluter Frühaufsteher ist, wird Probleme bekommen, erst recht in der Hauptsaison. Am Pool sollte man auch jederzeit Liegen unterm Sonnenschirm bekommen. Und der Pool ist auch wunderschön. Ebenfalls supersauber und riesig. Die Poolbar ist auch schön, zu Stoßzeiten jedoch ziemlich überfüllt. Ist ja auch Sinn einer Poolbar ;) Die Abendanimation fand ich persönlich nicht so prickeln. Immer Tanzen, Tanzshows, Tanzwettbewerbe, Tanzveranstaltungen. Ich hasse Tanzen! Aber das heißt ja nicht, dass es anderen nicht gefallen kann. Die Minidiscosachen, die ich ein paar mal gesehen hab, fand ich immer ganz witzig und lieb gemacht. Also ich glaube, man kann seine Kinder da bedenkenlos unterbringen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im November 2008 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Stefan |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 4 |