• Hotelübersicht
  • Bewertungen
  • Bilder
  • Fragen
  • Angebote
Archiviert
Mark (46-50)
Verreist als Paarim August 2007für 2 Wochen

Ja; Out of Africa, rauh und schön

4,7/6
Das Mara Bushtops Camp liegt an einer Hanglage inmitten des 60 000 Hektar grossen Mara Siana Naturschutzgebiet. Es grenzt direkt an die Masai Mara, deren Haupteingang sich in dreissig Minuten Fahrzeit erreichen lässt, Das Keekorok-Flugfeld ist etas 45 Minuten vom Camp entfernt.
Mit 12 gut eingerichteteZelten zählt das Bushtops zu den exklusiven Camps in Ostafrika.
Wir waren im Zelt 1 mit direkter Sicht auf den "Salzsee". Nur Zelt 1 und 2 und das Restaurant sind
auf den den See ausgerichtet. Die anderen Zelte haben aber eine sehr schöne Aussicht.
Das Camp liegt auf ca. 1500 m über mehr, d. h. es war in der Nacht bis in die späteren Morgenstunden empfindlich kalt und teilweise auch windig (Thermounterwäsche und Faserpelz zum Frühstück und Abendessen anziehen) Für die Pirschfarten zusätzlich Windschutzjacke und Skimütze ev. Handschuhe. Die Zelte sind natürlich unbeheizt und flattern im Wind, man ist den Temparaturschankungen Tag und Nacht ausgesetzt. Die Abende im Camp sind sehr dunkel, nicht wie auf den gefakten Werbefotos. Nachtessen auf der Holzterrasse des Zelts ist nur für Hartgesottene.
Der 5-Stern Standard lässt sich nicht mit europäischen 5-Stern Hotels vergleichen. Eher mit einem
Campingplatz auf hohem Niveau. Bitte nicht negativ auffassen. Bushtops ist in Mitten der Wildnis und wenn man die Infrastruktur des Landes bedenkt, eine aussergewöhnliche Leistung.
Die Gästeschar ist bunt gemischt. Unglücklicherweise kommen die meisten Leute für 1 oder 2 Nächte ins Bushtops. Viele Kurzentschlossene werden von Mombasa reingeflogen , weil sie nichts mehr anderes finden oder sich etwas Spezielles leisten wollen. Dies sorgt für zeitweise für Hektik und Agressivität im Camp. Die Maximierung des teuren Kurzaufenthaltes steht für diese Leute über allem (The Big Fives in 3 Stunden).
Schade.
Die Ausicht aus unserem Zelt Nr. 1 war phänomenal. Die schönsten Momente an hatten wir an Tagen ohne Aktivitäten und Ruhe im Camp herrschte. Im offenen Zelt, auf dem Bett liegen und schauen, wie sich ein Dutzend Giraffen dem Salzsee nähern, oder nach nach einem kurzen Regenguss sich Hunderte von Wildtieren um diesen tummeln. Dies alles spielt sich wenige Meter vor dem Zelt ab.
Ungestört von Fernsehen, Internet Handy, Zeitungen, lärmigen Tagesausflüglern.
Die Bereurteilung mit 4. 0 ist gemessen am westlichen Standard, dies gilt auch für die nachfolgenden Bewertungen. Kenia intern würden wir durchgängig 6 Sonnen geben.
http://www. private-safaris. ch/de/Afrika/Kenya/Lodges+und+Camps/Kuoni+Mara+Bushtops+Camp. htm

Lage & Umgebung6,0
Die Lage von Bushtop ist einmalig. Um das Camp gibt es nichts ausser Natur, die dafür reichlich.
Nichts stört das Auge.
Das Angebot an Pirschfahrten ist gut. Leider gab es während den Fahrten immer wieder Ausflüge zum Flughafen um Kurzaufenthalter abzuholen oder zu bringen. Da wir 2 Wochen da waren, wurde uns immer der gleiche Fahrer und Späher zugeteilt. Man hat sich grosse Mühe gegeben die Langaufenthalter zusammen fahren zu lassen oder wenn möglich uns den Jeep alleine zu geben. Der Fahrer und Späher sind toll (erfahren und einsatzfreudig). Wir hatten Glück und Geduld (Zeit) und bekamen den Leoparden mit seinen 2 Jungen drei Mal zu sehen. Der "chui" war nur 800 m Luftdistanz vom Camp entfernt.
Wildtiere: unbedingt Geduld und ausreichend Zeit mitbringen. Man bekommt sie alle zu sehen aber nicht gemäss Stundenplan.
Trinkeld Fahrer ca. U$ 10. 00 bis 20. 00 und Späher U$ 5 bis 10$ je Fahrt, abhängig von der Dauer.
Da die Wildtiere sich nicht an die Parkgrenzen halten bekommt auch in der Umgebung das Camps viel zu sehen, insbesondere natürlich beim Salzsee.
Das Camp ist für die Tiere frei zugänglich und wird durch die Masai bewacht. Gerade in der Nacht kommen manchmal Büffel, Elefanten, Nilpferde etc. bis auf wenige Meter ans Zelt. Auf meinen Wunsch kam mich jeweils ein Masai Wächter bei Sichtungen wecken. Ein fantastisches Erlebnis.
Im Park selber steht man dann halt mit 8 Toyotabüsschen um denselben Löwen.
Empfehlenswert ist die Nachtpirschfahrt und der Game Walk. Der Game Walk muss 1 bis 2 Tage vorbestellt werden, damit ein bewaffneter Parkranger vom Gate angefordert werden kann.
Zusammen mit dem Parkranger und dem Massai geht man dann zu Fuss auf die Pirsch (Fusspirsch ansonsten streng verboten). Wir haben dies zweimal gemacht und fanden es wunderbar. Das war Afrika! Lange Hosen (Dornen) und hohe Schuhe mitbringen.
Ebenfalls empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem Heissluftballon über die Masai Mara.
Beeindruckend fanden wir vor allem den Tiefflug über die Steppe. Frühzeitig im Camp buchen und im voraus bar bezahlen (!) damit gebucht wird. Kosten glaube ich um die U$ 400. 00 und Person.
Falls die Migration von Tanzania in die Masai Mara im Gange ist unbedingt anschauen gehen.

Zimmer4,0
Sehr schön: kein TV, Radio, Handyempfang, Zeitungen etc.. Prunktstücke sind das Bett und die
Holzterrasse. Bad klein und dunkel. Dusche im Zelt und draussen. Föhn vorhanden. Minibar braucht es nicht, da der Butler einem mit dem Nötigen versorgt. Alles sehr sauber Bettwäsche und Handtücher kein Thema.
Achtung Afrika: Brotresten am Boden = 1000 Ameisen, offene Schokolade rumliegen = Maus kommt.
Wir haben uns sehr wohlgefühlt, mussten jedoch aufgrund der Kälte und des Windes unsere Duschgewohnheiten umstellen.

Service6,0
Die Freundlichkeit und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ist bemerkenswert. Ein "Butler" betreut drei Zelte, da keine Telefone vorhanden, kann er mit einem Druck auf dem Klingelknopf gerufen werden.
Wir hatten viel Spass mit unserem. Beinahe alles ist möglich, für eines kleines Trinkgeld sogar noch mehr. Kleine "Tips" für die Angestellten (U$ 2 kleine Gefälligkeiten oder U$ 5 für grössere) machen den Aufenthalt sehr angenehm. Die Badewanne auf der Holzterrasse war bei uns nach jeder Prischfahrt jedenfalls immer bereit und heiss (nicht nur warm) und die Getränke waren auch schon da. Die professionelle Dienstleistungsbereichtschaft und Distanz, die man sich sonst von Hotels gewohnt ist, findet man im Bushtops nicht . Eine wirkliche Herzlichkeit und Bereitschaft und glückliche Gäste zu haben, macht die Bushtop-Mannschaft auch für einen bezahlenden Gast liebenswert.
Die Wünsche sollten möglichst genau und freundlich beschrieben werden, damit die Leute auch die
Möglichkeit haben sie zu erfüllen. Unter viel, wenig, heiss, kalt, schnell und langsam etc. wird nicht
immer dasselbe verstanden und könnte gelegentlich zu Missverständnissen führen.
Auf jeden Fall viel uns der Abschied von der Bushtop Crew schwer.

Gastronomie4,0
Das Heranführen von Lebensmitteln ist für das Camp eine grosse Herausforderung.
Das Essen ist seht gut, aussreichend und abwechslungsreich, ist aber keine Spitzengastronomie wie man aus der Beschreibung des Katalogs meinen könnte. Der promiment angepriesenen Weinkeller präsentiert sich eher bescheiden. Auf Wunsch kommt eine Mannschaft zum Zelt und bereitet einem das Nachtessen auf einem Holzkohlegrill zu. Die weissen Tischtücher sind nur im
Katalog vorhanden. Die Mitarbeiter der Küche erfüllen auch Spezialwünsche, falls irgendwie machbar.
Für die Kellner gilt dasselbe wie für das restliche Personal, sehr herzlich, einsatzfreudig und hilfsbereit.

Sport & Unterhaltung4,0
Des Pool ist sehr schön mit der Wassertemperatur eines hochalpinen Bergsees.
Ansonsten keine Unterhaltung: sehr angenehm.

Hotel4,0

Tipps & Empfehlung
Kein Handyempfang im Camp selber.
High Heels Cocktailkleid und den Schmuck zu Hause lassen. (Gilt sinngemäss auch für Männer)
Trekkingshuhe empfehlenwert insbesondere für Ausflüge zu Fuss.
Thermounterwäsche, Faserplez, Windschutzjacke, 2 Kopfbedeckungen (Sonne und Kälte)
Sonnencreme mit maximalen Faktor. (1500m unter dem Äquator)
Das bestmögliche Fernglas mitnehmen (zu Hause kaufen oder mieten), es lohnt sich.
Nachtsichtgerät für Eingefleischte, die in der Nacht aufstehen (lohnte sich auch).
Genügend Bargeld, kleine Scheine für Trinkgeld.
Keine Glaskugeln und Kugelschreiber zum Verteilen. Auch in der Masai Mara kennt man mittlerweile U$. Eine Kuh kostet U$ 3000. 00

Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im August 2007
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Mark
Alter:46-50
Bewertungen:5
NaNHilfreich