Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Nico-Rene (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2013 • 1 Woche • Wandern und Wellness
Seinen Preis Wert aber viel zu groß
4,3 / 6

Allgemein
  • Zustand des Hotels
    Eher gut
  • Allgemeine Sauberkeit
    Sehr gut

Dank Holidaycheck hatten wir bereits vor der Buchung eine ungefähre Ahnung von dem was uns an der Südspitze La Palmas in Form des mit Abstand größten Hotels der Insel erwartet. Und — in der Tat — die Ausmaße des Hotels beeindrucken: mehr als 10% der Gästebetten der gesamten Insel befinden sich in dieser Anlage der Princess-Gruppe. Und das wird dem Hotel in seiner heutigen Form wohl irgendwann zum Verhängnis werden. Es passt nicht richtig zu La Palma, genauso wenig wie das neue, etwas überdimensionierte, Flughafenterminal. Im Grunde ist an dieser traumhaft gelegenen Anlage nichts falsch. Erbaut auf der meist sonnigen Westseite der Insel, leicht erhöht knapp 40 Meter über dem Meer bietet es eine phantastische Aussicht auf den Atlantik und verwöhnt mit malerischen Sonnenuntergängen vor der Kulisse der Gebirgszüge des Cumbre. Rein architektonisch könnte diese Anlage auch locker ein fünf Sterne-Haus beherbergen. Alles ist in Hülle und Fülle vorhanden. Angefangen bei großzügigen Empfangshallen, mehreren Restaurants, Bars, einem Spa-Center, über traumhafte Gartenanlagen, großzügig dimensionierte Zimmer und Sportanlagen, bis hin zu mehreren Shops, einem Konferenz-Zentrum und so weiter. Genutzt wird von all dem aufgrund der Auslastung des Hotels allerdings nur ein Bruchteil. Und so kommt man abends zum Buffet und erblickt ein riesiges Restaurant in dem nur die Hälfte der Tische überhaupt eingedeckt sind und der andere Teil des Saals im Halbdunkel wie ausgestorben wirkt; oder bemerkt beim abendlichen Spaziergang durch die Anlage, das die komplette Empfangshalle des Teneguia deaktiviert wurde, abgeschlossen, dunkel (Empfang im La Palma Princess). Die abgelegenen Balkone der Anlage dunkel — im Winterschlaf? Zwei der Drei Poolbars verwaist, leergeräumt. Aber es ist nicht nur die schiere Größe, die dem Hotelkomplex offensichtlich zu schaffen macht. Zu bautechnisch machbaren Fünf Sternen fehlt viel mehr: denn neben der Tatsache, dass man die geringe Auslastung vor dem Gast kaum kaschieren kann, spart die Hotelleitung an viel zu vielen kleinen Details, die aus einem soliden Hotel ein bemerkenswertes machen: Lieblos eingedeckte Tische (selbst eine Kerze spart man lieber), teils marode Plastik-Liegen an den Pools, „Kaffee“ und „Zuckerwasser“ aus Automaten, Obst teilweise aus der Dose, unzureichende Sprachkenntnisse beim Personal (Empfang ausdrücklich ausgenommen)… Auch wenn man dem Hotel unweigerlich eine Neigung zum Erholungssuchenden Pauschaltouristen machen muss: wer auf La Palma Urlaub macht will die atemraubende Insel sehen (oder sollte dieses tun) und nicht am Hotelpool in die Sonne gucken. Warum also All-Inklusive buchen, wenn man bei zwei Personen für das Geld auch HP, einen Mietwagen samt Sprit (1,06 EUR je Liter) für sieben Tage sowie Getränke am Abend bekommt? Unsere englischsprachigen Nachbarn mögen es annehmlich finden, wenn sie sich Wein, Bier und Softdrinks selbst zapfen können — bei uns leuchteten eher ungläubige Fragezeichen auf der Stirn. Ohne obligatorisches AI-Armband genossen wir trotzdem abends das weitläufige Buffet mit 3 ½ Themenabenden in einer Woche. Dort gelang der Spagat zwischen Massenabfertigung und gutem Essen halbwegs gut. Nicht unbedingt wegen der Auswahl, wohl aber mindestens wegen der Aussicht war das Frühstück morgens (bis 10h30) auf der Terrasse zwischen den Pools ein immer wiederkehrendes Highlight des Tages. Alternativ stand ab 7h30 das große Restaurant inkl. Bahnhofshallenatmosphäre mit kaum größerer Auswahl zur Verfügung. Alles in Allem geht der Zustand des Hotels in Ordnung. Man merkt, dass sich um die Anlagen und Installationen gekümmert wird. Das dickste Trinkgeld hat sich indes aber die Gärtnerei verdient: die gesamte Grünanlage ist in einem tollen Zustand, von ein paar nicht gestutzten Palmen mal abgesehen. Hier wirkt wirklich alles wie aus einem Guss. Bedenkt man die Größe des Geländes eine tolle Leistung. Ja, wir empfehlen das Hotel gerne weiter, denn es ist sein Geld wert. Wer Luxus pur sucht ist hier allerdings an der deutlich falschen Adresse. AI macht so wie wir es mitbekommen haben im Teneguia keinen Spaß da die Qualität der inbegriffenen Getränke nicht passt und auch die Insel dafür die falsche ist. Auch den Aufpreis für das La Palma Princess kann man sich getrost sparen: einziger Unterschied scheinen etwas besser ausgestattete Bäder in den ansonsten baugleichen Zimmern zu sein. Buchung mit Meerblick ist wiederum jeden Cent wert: die hinteren Gebäude-Reihen sind doch recht eng aneinander gebaut. Auch ein Mietwagen lohnt unbedingt: bei der Buchung der Reise ergab sich bereits eine Differenz von knapp 100 EUR bei Transfer vom Flughafen zum Hotel in Eigenregie. Mietwagen sind pro Woche bereits ab 120,- EUR zu haben (Cicar). Etwas gutes hat die Dimensionierung dann doch noch: wer Ruhe Sucht findet sie.


Zimmer
  • Gut
    • Zimmergröße
      Sehr gut
    • Sauberkeit
      Gut
    • Ausstattung des Zimmers
      Gut

    Restaurant & Bars
  • Eher gut
    • Atmosphäre & Einrichtung
      Eher gut
    • Sauberkeit im Restaurant & am Tisch
      Eher gut
    • Essensauswahl
      Gut
    • Geschmack
      Eher gut

    Service
  • Gut
    • Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)
      Gut
    • Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft
      Gut
    • Rezeption, Check-in & Check-out
      Gut

    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
    • Einkaufsmöglichkeiten in Umgebung
      Schlecht
    • Restaurants & Bars in der Nähe
      Sehr schlecht

    Aktivitäten
  • Eher gut
    • Freizeitangebot
      Eher gut

    Beliebte Aktivitäten

    • Wellness
    • Sport

    Pool
    • Zustand & Qualität des Pools
      Eher gut

    Verkehrsanbindung
    • Lage für Sehenswürdigkeiten
      Eher gut

    Preis-Leistung
  • Gut

  • Mehr Bilder(2)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im November 2013
    Reisegrund:Wandern und Wellness
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Nico-Rene
    Alter:31-35
    Bewertungen:2