Große Holtelanlage für Massentourismus, sehr sauber, aber abgelegen. Nur sehr eingeschränkt empfehlenswert für Urlauber, die Ruhe suchen.
Die Zimmer sind ausreichend groß und angemessen ausgestattet. Zu jedem Zimmer gehört ein kleiner Balkon oder Terrasse, auf dem zur Not auch mal eine Liege Platz finden kann. Die Beleuchtung des Balkons wird zentral gesteuert und kann nicht individuel genutzt werden. Als sehr positiv ist aufgefallen, dass sämtliche Schiebetürenfenster über eine zusätzliche Schiebetür mit Fliegengitter verfügten. Das Zimmer ist mit zwei Bockspringbetten, einem ausziehbaren Sofa (Übernachtungsqualität wurde nicht getestet), Couchtisch und einem Sessel ausgestattet. Neben einem zweitürigen Schwebetürenschrank mit ausreichendem Stauraum und Mietsafe befindet sich eine große Kommode (mit drei Türen, davon eine mit der Minibar) und Ablagefläche für die Koffer im Raum, auf dem auch der Flachbildfernseher mit einer ausreichenden Anzahl deutschprachiger Sender stand. Das große Bad sticht besonders positiv heraus. Dieses ist mit einer sehr guten Marmornachbildung ausgekleidet. Der Waschtisch ist in eine Naturstein(nachbildung?) eingelassen, die sehr viel Abstellfläche bietet und über die gesamte Breite über einen Spiegel verfügt. Auf der gegenüberliegenden Wand ist eine Badewanne (geschätzt 180 cm). An das Waschbecken schließt die abgemauerte Dusche an, die mit 90 cm x 125 cm und einer Falttüre erfreulich groß ist. Besonderen Lob verdient die Dusche, da eine große Wassermenge mit entsprechendem Druck aus dem fest verbauten, aber über ein Kugelgelenk verschwenkbaren Duschkopf kam und die Temperatur nicht schwankte. Man muss also nicht, wie häufig anderswo, befürchten, dass man ohne eigenes Zutun entweder schockgefroren oder verbrüht (oder beides) wird. Die Toilette ist gegenüber der Dusche und von der Badewanne nur durch eine Abmauerung getrennt. Etwas sparsam ist die Beleuchtung. Im Bad sind zwei Deckenstrahler über dem Waschbecken und ein weiterer zwischen Dusche und WC verbaut. Das ist als gerade noch ausreichend zu bezeichnen. Die Beleuchtung des Zimmers ist nicht weniger "üppig". Abgesehen von einer Deckenleuchte im Vorraum stehen im Zimmer lediglich drei Stehleuchten mit Stoffschirm zur Verfügung, je eine auf den Nachttischen und eine weitere auf der Kommode. Als doch erheblichen Nachteil ist die Bauweise der in neun "Blöcke" aufgeteilte Anlage zu sehen. Die meisten der Zimmer sind zur Meerseite ausgerichtet, das Meer sehen kann jedoch nur von den Zimmern der Blöcke in der ersten Reihe. Da der Abstand der Blöcke nur ca. 10 m bis 15 m beträgt, kann man von den Zuwegungen zwischen den Blöcke oder den Laubengängen in die Zimmer sehr gut einsehen, soweit diese nicht durch die Vorhänge gegen die Einsichtnahme geschützt wurden (verdunket das Zimmer erheblich). Die Türen verfügen über keinerlei Dichtungen oder Anschlagsdämpfung, was dazu führt, dass diese i.d.R. immer mit einem entsprechend lautem Knall geschlossen wurden (von außen durch das "Scheckkartenschlos" ist auch nur ein Zuziehen möglich!). Bei Wind klappert die geschlossene Türe im Rahmen, was sich jedoch durch ein eingeklmmtes Papiertaschentuch beheben ließ. Allzu lange schlafen war nicht möglich, da es offensichtlich Zeitgenossen gibt, die sich mutmaßlich eine Spaß daraus machen, die "Nachbarschaft" mit dem Türenschlagen schon in den frühen Morgenstunden zu erfreuen. Außerdem werden die Zuwegungen bei beginnender Dämmerung von den hoteleigenen Elektro-Caddys mit einem klapperndem Anhänger befahren, was für zusätzliche Morgenstimmung sorgt. Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang auch, dass Gäste, die ein ehr längeres Nachtleben bevorzugen, sich laut unterhltend zu entsprechenden Zeiten über die Zuwegungen zu ihren Zimmern ziehen. Durch die enge Bauweise hat man den Eindruck, diese stünden bereits im eigenen Zimmer. Jahreszeitlich bedingt waren nur wenige Kinder anwesend. Wie sich die Haupturlaubszeit auf den Lärmpegel auswirkt, möchte man sich lieber nicht vorstellen. Die sehr großzüge Pool-Landschaft verdient eigentlich Lob. Es gibt viele Einzelbecken mit unterschiedlichen Wassertiefen, davon auch einige, mit seicht abfallendem Rand. Es stehen ausreichend Liegen zur Verfügung und Schattenplätze. Leider wird nur ein Becken beheizt (27°C), die anderen Becken hatten lediglich 17°C - 18°C. Auch sind die vielfältigen Annimationen, die fast ausschließlich an dem beheitzen Pool stattfinden, leider örtlich schlecht verteilt. Dieser Pool und damit auch die Annimationenen (mit Lautsprechern) liegt ziemlich in der Mitte der Pool-Landschaft. Gäste, die eigenlich nur Ruhe suchen, finden daher keinen wirklich ruhigen Platz, obwohl die Anlage diese Möglichkeit bieten würde. Auch gibt es keinerlei Regelungen für Gäste, die es ohne Handy nicht aushalten und die übrigen Gäste nicht im Unklaren lassen wollen über ihr Mitteilungsbedürfnis. Im Spa-Bereich befindet sich noch ein beheiztes Hallenbad, dessen Benutzung jedoch nur gegen zusätzlich von 15 € genutzt werden kann. Pooltücher werden einmalig und kostenfrei an jeden Gast ausgegeben, ein Austausch kosten 0,50 € je Tuch. WLAN kann kostenfrei nur im zentralen Bereich vor der Bar genutzt werden. Im Zimmer sind hierfür 6 € pro Tag und Gerät fällig (Rabatt bei längerer Buchung).
Das Hotel ist auf Massentourismus ausgelegt. Das macht sich insbesondere bei den Mahlzeiten bemerkbar. Die Auswahl und die Vielfalt kann in keiner Weise bemängelt werden und übertrifft manch andere Hotels. Die Qualtität der dargebotenen Speise lässt jedoch häufig sehr zu wünschen übrig. Das Frühstück war durchweg nicht zu bemängeln, gelegentliches Anstehen bei frisch zubereiteten Spiegeleiern oder am Kaffeeautomaten sind an der Tagesordnung. Außer dass die Tische eingedeckt und abgeräumt werden, gibt es keinerlei Service und der klappt teilweise auch nur sehr verzögert. Das Abendessen wird als Büffet mit täglich wechselndem Thema dargeboten. Die Auswahl an kalten und warmen Speisen ist reichhaltig, manches davon geschmacklich fragwürdig (über Geschmack lässt sich ja bekanntlich gut streiten). Die Qualität insbesondere bei diversen Fleischsorten ist eher unakzeptabel, Geflügel ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, derart trocken, dass es kaum noch genießbar ist. Viele Gerichte, ausdrücklich aber nicht alle, sind fade und fast geschmacklos. Ein absolutes Negativ-Highlight war der Spanferkelbraten. Die Kruste war derart kross, dass diese fast schon gestaubt hat. Vor allem war diese ungeniessbar überwürzt (möglicher Weise habe ich mit meinem Stück aber auch nur Pech gehabt). Das Fleisch hatte eine puddingartige Konsistenz und war einfach nur ekelig. Die Gäste mit All-Inklusive müssen sich die Getränke selber zapfen. Hierfür stehen Zapfanlagen für Bier, drei Wasserarten, fünf nicht alkoholische Geränke aus dem Sortiment von Coca-Cola und drei Weinsorten (weiß, rose und rot - aus Zapfanlage !) zur Verfügung. Zahlende Gäste müssen auf eine Bedienung warten (was etwas, aber nicht all zu lange dauern kann), die dann aus den Zapfanlagen dann die Getränke zur Verfügung stellt (Wasser allerdings in 0,5-l-Flaschen). Die auf den Tischen nur teilweise ausliegenden Getränkekarten (identisch mit denen in der Bar), die keine Preise ausweisen, beinhalten auch Flaschenweine. Das Hotel wird überwiegend von Gästen mit All-Inkusive genutzt. Dem entsprechend bilden sich an der personell unterbesetzten Bar abends lange Schlangen, so dass man als auch zahlender Gast sich schon überlegt, ob man überhaupt etwas trinken möchte.
Das Personal war überwiegend freundlich, ansonsten einen ehr desinterssierten Eindruck. Unfreundliches Personal haben wir nicht erlebt. Deutschsprachiges Personal bildet ehr die Ausnahme, eine Verständigung auf englisch ist zuweilen mühsam, da die Aussprache für einen nicht englischen Muttersprachler nur schwer verständlich ist.
Das Hotel liegt im Süden der Insel, der ehr trocken ist Die Landschaft ist, abgesehen von Bananenplantagen, kahl. Viele Plantagen sind in Plastik eingehaust, was den Eindruck von großen Fabrikgebäuden erweckt. Außerhalb der Hotelanlage gibt es nahezu keine Infrastruktur, der nächste Ort mit Gastronomie ist fußläufig nur für gute Wanderer erreichbar, ansonsten nur per Auto oder öffentlichen Bus (stündlich, nur bis 19:00 Uhr). Anfahrt vom Flughafen ca. 45 Minuten
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsprogramm ist umfang- und abwechslungsreich. Allerdings werden die einzelnen Angebote nur über einen Zeitraum von rd. 45 Minuten angbeoten. Wer an der Folgeanimation keinen Spaß hat, hat kaum anderen annimierte Alternativen. Zum Angebot gehört ein Fitnessbereich, Tennis mit Lehrer, eine Sauna und ein Beachvolleyballfeld. An fünf Tagen spielt abends einer der Animateure recht gut, aber nicht immer perfekt, am Flügel. Die Musik reicht von Klassik über Filmmusik bis zu zeitgenössischen Stücken. Störend wirkt sich hierbei aus, dass der Flügel im Barbereich steht, der auch gleichzeitig ders kostenfrei WLAN-Bereich ist. Das führt dazu, dass viele Gäste, die gerne der zuhören würden, keinen Platz bekommen, da diese von Gästen belegt sind, die mit ihren Mobilgeräten beschäftigt sind oder sich einfach nur zu einer geselligen Runde zusammen gefunden haben. Letztere fallen teilweise durch lautstarke und damit störende Unterhaltung auf. Hier wäre eine Trennug dringend angezeigt. Außerdem werden auf der Bühne gestaltete Abende mit wechselnden Programmen geboten. Das reicht von Folklore über Akrobatitik bis zur Show. Man sollte davon aber nicht zuviel erwarten. Bei allen Respekt vor den Leistungen der Animateure muss man sich deren Showeinlage nicht unbedingt antun. Angebote außerhalb der Anlage, abgesehen von Bus-Excursionen oder selbst orgninsierten Touren mit einem Mietfahrzeug, bestehen nicht. Insbesondere muss darauf hingewiesen werden, dass ein Zugang zum Meer nicht besteht, da die Steilküste hier ca. 20 Meter steil abfällt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Manfred |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 2 |


