Summa summarum kann man das/die Hotel(s) nur positiv bewerten, auch wenn es am "Arm" der Welt liegt.
Unser Zimmer im Block 5 des Teneguia Princess mit Blick auf den nördlichsten Pool und auf den Atlantik hat uns von Größe und Ausstattung gut gefallen. Ab nachmittags hatten wir auf dem Balkon auch Sonne und fast täglich tolle Sonnenuntergänge. Nach 18 Uhr war dann auch am Pool Ruhe und man konnte den Tag auf dem Balkon ausklingen lassen. Das Bad mit Wanne UND mit gesonderter Dusche ist fast schwarz gefliest und ist für Leute, die es zu Hause hell haben, gewöhnungsbedürftig. Auf dem Flachbildschirm des TV konnte man auch verschiedene deutschsprachige Sender empfangen Der Safe (im Schrank angeschraubt!) kostet pro Tag 2 €. Es gibt woanders auch noch höhere Preise, weshalb wir dabei nicht sehr überrascht waren. Schrankraum ist nicht zu viel, aber genügend vorhanden und auch die Matratzen in den Betten waren für uns bequem genug.
Insgesamt waren wir mit dem Angebot an den Buffets und an der Essensausgabe und mit der Ordnung und Sauberkeit im Hauptrestaurant zufrieden bis sehr zufrieden. Wir haben immer was schmackhaftes gefunden. Sehr ungewohnt für ein Viersterne-Hotel war die Selbstversorgung mit Getränken für AI-Gäste. Man hatte das Gefühl der Zweitrangigkeit, wenn z. B. am Nebentisch ein HP-Gast saß und zuvorkommend bedient wurde. Das haben wir auch empfunden, als wir zu Beginn lasen, dass es in einzelnen Restaurants nichts für AI-Gäste geben würde bzw. bezahlt werden müsste. Wir haben deshalb immer nur das Hauptrestaurant besucht. Dass die Cocktails gleichen Namens für AI-Gäste - vorsichtig ausgedrückt - eine andere Zusammensetzung haben als die, für die man extra bezahlen muss, sind wir von Spanien allerdings schon gewöhnt, auch wenn es uns nicht gefällt. Das passt nicht zu ALL inclusive. Kaffee, Wasser, Bier, Wein und z. B. Ron-Miel (RummitHonigLikör) waren von guter Qualität. Wie der Sekt war, den es schon zum Frühstück gab, wissen wir nicht - wir haben ihn verschmäht ;-). Manchmal wurde am Eingang zum Hauptrestaurant durch die nette junge Frau auch auf die Garderobe geachtet. Das passiert aber halbherzig, dann braucht man im Hotelguide - woanders haben wir keinen Hinweis gesehen - auch nicht die Wünsche für wenigstens die Abendgarderobe herauszustellen. Es mutet schon komisch an, wenn an einem Tisch die Dame ein langes Kleid an hat und daneben ein Herr seine nackten Kniee und vielleicht sogar die nackten Schultern präsentiert. Man sollte es also weder so noch so übertreiben.
Einige Male waren wir schon in Spanien und waren im Gegensatz zum Personal überall in der Türkei, nicht so sehr zufrieden. Hier waren wir es aber nun auch in Spanien. Mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen waren alle Mitarbeiter aller "Genres" nett, freundlich, höflich und zuvorkommend. Auch das erfolgreiche Bemühen,. die Sprache der Gäste zu sprechen, war lobenswert. Ganz besonders sind die Mitarbeiter an der Rezeption dabei hervor zu heben. In einigen älteren Bewertungen ist davon die Rede, dass man beim Check-in zu zusätzlichen Paketen gedrängt wurde. Das haben wir nicht erlebt und nichts davon gehört. Leider ist der Hotelguide auf dem Zimmer nicht vollständig genug. Man muss bei vielen Dingen immer erst an der Rezeption nachfragen. So z. B. nach einer Apotheke, nach einem Friseur, nach dem nächst erreichbaren Naturstrand, nach einem Arzt oder einer Schwester, nach den Busabfahrtzeiten und den Verkehrsverbindungen überhaupt, nach den vorzüglichen Parkmöglichkeiten in den kostenlosen Garagen, nach den Öffnungszeiten in Los Canarios als nächstem größeren Ort, nach der Verkostung des berühmten Malvasia und anderem Inselwein, nach den Besuchsmöglichkeiten der näheren Sehenswürdigkeiten wie den Vulkanen San Antonio und Teneguia, den Salinen und den Leuchttürmen an der Südspitze, auch zu den Internetverbindungen und noch vieles mehr. Wie schon gesagt, an der Rezeption wird einem immer sehr freundlich geholfen, aber eine Ergänzung des Guides wäre schon angebracht!
Gleich vorne weg: würde das Hotel zentraler auf der Insel liegen, wäre es unser Favorit! Über 600 Zimmer finden sich in mehreren Blöcken auf dem großen Hotelgelände und die vielen Menschen, die sie bewohnen, verteilen sich an 11 Pools. Und das hört sich nicht nur gut an, sondern sieht auch sehr gut aus, weil es prima gepflegt und sehr ordentlich angeordnet ist. Die Höhenunterschiede sind so, dass es sogar einen künstlichen Wasserfall gibt. Viel, viel größer ist aber der Unterschied zwischen Atlantikufer und Hotelgelände. Er beträgt so etwa 25 - 30 Meter und kann an keiner Stelle überwunden werden. Es gibt also keinen Strand und man kommt nicht ans Ufer. Das erreicht man erst ein ganzes Stück weg vom Hotel. Nicht so wie die Hotelanlage ist die Umgebung. Alles Banane könnte man sagen, aber nicht im positiven Sinne, sondern weil ringsherum nur Bananenplantagen zu finden sind. Teils natürlich wachsend und teils unter hellen Gewebeplanen. Monokultur im Reinstformat. Um dem zu entfliehen braucht man ein Auto und fährt immer erst einmal eine Viertelstunde über Serpentinen aufwärts um ca. 500 Höhenmeter zu überwinden. Ein Bus fährt so alle zwei Stunden für 2,10 € aber auch hoch. Dann ist man in Los Canarios und nimmt ggf. wieder einen Bus, um z. B. nach Santa Cruz zu fahren. Das Hotel liegt also am "Arm" der Welt. Im Juli waren zumeist jüngere Leute im Hotel, auch mit Kleinkindern und von überall aus der Welt. Hauptsächlich - so hatte man (manchmal wegen der Lautstärke) den Eindruck - vom spanischen Festland. Der Anteil der AI-Gäste war nur so groß, dass es zum Mittagessen ausreichte, nur die Hälfte des Hauptrestaurants zu öffnen. Die Insel mit dem Auto zu "erfahren" lohnt sich sehr. Mit dem Bus - wie es manche auch machen - ist es ein wenig beschwerlich, wegen der zeitlichen Entfernungen und der nötigen Kenntnis der genauen Abfahrtzeiten. Die Insel ist nicht sehr lang und breit, aber sehr, sehr bergig, die Straßen sind zumeist sehr kurvenreich und man muss oft die Geschwindigkeit reduzieren, auch, weil man vom Gegenverkehr nichts sieht. Vor allem sieht man nichts, wenn - wie es uns fast jeden Morgen so ging - die Wolken auf den höheren Lagen schon auf der Straße lagen. Im Hotel gibt es einen Laden für das Notwendigste, mehr gibt es oben in Los Canarios und alles, was man wil,l in Santa Cruz de La Palma. Dorthin muss man unbedingt mal und man muss durch die Altstadt wandern. Sie hat uns sehr gut gefallen und Essen und Trinken und die Preise dafür im "La Placeta" ebenso. Auf andere Ziele auf der Insel muss man nicht hinweisen - es ist überall schön und interessant.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Im Hotel wird auch sog. Unterhaltung geboten. Uns, in den reiferen Jahren, war alles viel zu laut. Mühe haben sich die Animateure aber gegeben. Den Kindern hat natürlich die Minidisco abends sehr gefallen, den Leuten, die sich die Klavierklänge 20 m entfernt anhören wollten, allerdings weniger, weil nämlich nie die Saaltüren geschlossen wurden. Obwohl am nördlichsten Pool 4 (vier!) TT-Platten bereit standen, ist man kaum mal ran gekommen. Was uns überhaupt nicht gefallen hat, war die Liegenreserviererei. Nicht nur dass man frühzeitig einen Schattenplatz sichern musste, sondern dass reservierte Liegen stundenlang, manchmal halbtageweise, nicht genutzt waren und seitens des Hotels nichts dagegen unternommen wurde. WLAN konnte man nur in der Nähe der Rezeption nutzen. Die Preise dafür waren aber viel zu hoch. Pro Tag 6 € oder pro Woche 19 sind enorm und waren für uns sehr ungewöhnlich. TIP: Wer ein Auto mieten möchte, sollte unbedingt noch zu Hause im Internet die Angebote vergleichen. Die Unterschiede sind riesengroß!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2016 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Hans |
| Alter: | 71+ |
| Bewertungen: | 78 |


