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Jürgen (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juni 2016 • 2 Wochen • Strand
Erholung in super Pool-Landschaft
6,0 / 6

Allgemein

Wer auf La Palma AI-Urlaub machen will, kommt an diesem Hotel eigentlich nicht vorbei. Nicht nur, weil es (fast) das einzige mit AI-Angebot ist, sondern auch, weil sich hier ein wirklich toller Urlaub verbringen lässt. Die wenigen, kleineren Mängel sind Jammern auf hohem Niveau, alles was für uns wirklich wichtig war, haben wir bestens geboten bekommen. Dass es sich beim La Palma/Teneguia Princess um 2 Hotels handelt, lässt sich kaum erkennen, es erscheint wie ein einziges Hotel. So wird z.B. alles über die Rezeption des La Palma abgewickelt, die Rezeption des Teneguia war geschlossen, obwohl auch dieser Hotelteil bewohnt war. Da alles Eins ist, muss man sich auch nicht überlegen, welchen der beiden Hotelteile man bevorzugt buchen sollte, zumal dies hotelseitig sowieso nicht unbedingt beachtet wird: Wir hatten das Teneguia gebucht, wurden aber im La Palma untergebracht – was aber wie gesagt egal war. Juni ist auf den Kanaren Nebensaison, das Hotel war geschätzt zu höchstens 2/3 belegt. Innerhalb der Anlage sind stellenweise ziemliche Steigungen bzw. Treppen zu bewältigen, für Gehbehinderte ist das Hotel weniger geeignet. Etwa die Hälfte der Gäste waren Engländer, die restlichen kamen überwiegend aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Holland. Keine Nationalität ist negativ aufgefallen, überhaupt geht es im Hotel sehr gesittet zu. Partyurlauber waren Fehlanzeige. Könnte mir vorstellen, dass solche überwiegend von der Kanareninsel La Palma noch nie etwas gehört haben – gut so, die haben ja schon den Ballermann und den Goldstrand :-). Ja, La Palma ist noch immer eher ein Geheimtipp, im Vergleich zu den größeren Kanareninseln ist hier sehr wenig Tourismus. Außerhalb des Hotels versteht man vielfach weder deutsch noch englisch.


Zimmer
  • Gut
  • Das Zimmer war eigentlich prima, nur hinsichtlich der Ausstattung muss man ein paar Abstriche machen: Der Safe ist kostenpflichtig, der TV ein älteres Röhrengerät, der vorhandene Kühlschrank ist leer und Internet gibt es auf den Zimmern nicht. Naja, zumindest Internet und TV braucht ein gesunder Urlauber nicht, schon gar nicht auf so einer wunderschönen Insel. Den Kühlschrank haben wir selbst aufgefüllt mit Wasserflaschen, die an den Bars kostenfrei geholt werden können. Vielfach wurde empfohlen, ein Zimmer mit Meerblick zu buchen. Sicher ist das Meer die beste Aussicht, die man hier haben kann, dennoch war uns dies keine 100 Euro Mehrpreis/Person wert. Das Meer ist vom Hotel aus allgegenwärtig, so dass wir auf den Luxus verzichtet haben, dies während der kurzen Zimmeraufenthalten auch noch zu brauchen. Ist aber natürlich Geschmackssache.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Die Gastronomie bietet im Hauptrestaurant leckeres und vielfältiges Essen, als wir wieder daheim waren, hat dies auch meine Waage bestätigt. Jeden Abend gab es ein wechselndes Ländermotto, welches sich in der zweiten Woche wiederholt hat. Frühstück wird auch in einem Pavillon an den Pools angeboten, mit Freiterrasse und schönem Blick auf das Meer. Statt im Haupthaus waren wir morgens fast immer dort. Auch Mittagessen wird dort angeboten, mit etwas geringerer Auswahl als im Haupthaus. In einem weiteren Pavillon wurde ab 12 Uhr bis zum späten Nachmittag einfache Küche mit Hamburgern usw. angeboten. Scheinbar gab es auch 2 A-la-Carte-Restaurants (kostenpflichtig), ob und wann diese dann geöffnet hatten und was es dort genau gab, hat sich mir aber nicht so recht erschlossen. Neben der Haupt-Bar mit Freiterrasse gibt es abends noch die Bar im Show-Saal, ebenfalls mit Innen- und Außenbereich. Tagsüber haben an den Pools die zwei „Coco-Loco-Bars“ geöffnet.


    Service
  • Gut
  • Das Personal war stets freundlich, besonders in der Bar hatte man trotz Stress immer mal ein freundliches Lächeln oder ein paar nette Worte parat. Die Reinigung im Hotel funktioniert tadellos, egal ob auf den Zimmern, den öffentlichen Räumlichkeiten oder am Pool. Auch die schöne Gartenanlage mit Teichen, Wasserläufen und einem Wasserfall wird sehr gepflegt. Im gesamten Gastro-Bereich ist Selbstbedienung, es wird nur abgeräumt. In den Bars muss man die Getränke an der Theke holen. Dabei kann es abends zu längeren Wartezeiten kommen, obwohl das Personal tat was es konnte. Hier wäre eine Verbesserung, für Bier, Wein und Softdrinks eine Möglichkeit zum Selberzapfen einzurichten, wie in den Pool-Bars. Etwas schade war, dass das Auschecken sehr kühl abgewickelt wurde, weder ein „Adios“ noch eine „gute Reise“. Es macht immerhin den letzten Eindruck eines Hotels aus, ob man nochmals ein freundliches Wort zum Abschied hört.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage ist etwas speziell, darüber muss man sich vor der Buchung im Klaren sein. Die Abgeschiedenheit bietet vor allem Eines: Ruhe. Nachteil ist, dass man kaum Sehenswertes zu Fuß erlaufen kann. Ringsum nichts als Bananenplantagen, der nächste Ort Las Indias ist nur motorisiert erreichbar, da es einige Kilometer den Berg hinauf geht. Mit Ausnahme der von den Mauern um die Bananenäcker eingekastelten Strecke nach Süden zu den Leuchttürmen und den Salinen führt auch jeder Ausflug über die Serpentinen, es geht ganze 10 km bergauf, bis man in Fuencaliente überhaupt erst auf die größere Straße LP 2 trifft. Vom Hotel aus Richtung Norden gibt es zwar noch eine dritte Fahrtmöglichkeit, diese endet aber nach 4 km als Sackgasse. Dennoch hat auch diese Strecke was zu bieten, so kommt man nach ca. 1,5 km an den Zamora-Kiosk mit schönem Meerblick, darunter die beiden Zamora-Strände. Es handelt sich um kleine schwarze Badebuchten, nichts Besonderes, für die strandarme Insel La Palma aber ganz ordentlich. Immerhin liegen diese im Bereich eines Meeres-Schutzgebietes, könnte interessant sein dort zu schnorcheln. Ich war zwei Mal dort, schnorcheln ist aber wegen des Wellengangs ausgefallen. Kurz vor Ende der Sackgasse befindet sich als weitere Sehenswürdigkeit eine Meereshöhle am landseitigen Ende einer schönen Meeresbucht, die man nur von oben sehen kann. Am Hotel selbst kann man definitiv nicht baden. Selbst wenn man, wie manche Fischer, einen Weg nach unten finden würde, wäre alles felsig und der Wellengang meist zu stark. Aber was für´s Auge sind die Felsenküste und die Wellen schon. Da das Hotel an der Westküste ist, kann man herrliche Sonnenuntergänge über dem Atlantik bestaunen, sehr gut auch von der Barterrasse, wo sich um 21 Uhr immer ganze Rudel von Fotografen sammelten.


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Pools sind einzigartig, eine riesige Wasserlandschaft mit 10 Süßwasser-Pools. Einer davon ist beheizt und entsprechend am vollsten, in diesem findet auch die Sportanimation statt. Zu empfehlen sind alle anderen Pools. Diese sind - zumindest im Sommer - warm genug und trotzdem manchmal völlig leer mit entsprechender top Wasserqualität. Die Pools sind unterschiedlich tief, es gibt also auch für Kinder geeignete Bereiche, zusätzlich zum ohnehin vorhandenen Kinderpool. Ein Pool hat einen künstlichen Sandstrand, eine schöne Idee, haben wir so noch nirgends gesehen. Zusätzlich gibt noch einen SPA-Bereich mit Hallenbad, welches 10 Euro/Tag kostet, haben wir aber nicht genutzt. Am anderen Ende der Anlage ist ein Fitness-Raum, gleich daneben ist der FKK-Bereich mit kostenloser Sauna und Dampfbad sowie einem weiteren kleinen Außenpool. Dort war nicht viel los, kann man schon mal alleine drin sein. Die Animation tagsüber war erfreulich dezent, das abendliche Unterhaltungsprogramm war abwechslungsreich und ganz ok. Jogger haben´s hier eher schwer. Wer nicht gerade den Steilhang hochrennen will, dem bleiben eigentlich nur die zugemauerten, geteerten Bananenackerrouten nach Norden oder nach Süden. Oder man joggt im weitläufigen Hotelgelände bzw. außen rum (Promenade), was wohl noch die besten Alternativen sind. Auf diese schöne Insel unbedingt einen Reiseführer mitnehmen und ein Auto mieten! Gute Erfahrungen haben wir mit der Autovermietung „Isla Verde“ im Hotel gemacht. Fast neuwertige Fahrzeuge zum guten Preis: Ab 32 €/Tag, z.B. bei 14 Tagen Mietdauer sogar nur 23 €/Tag. Gut war auch die schnelle und unkomplizierte Abwicklung, nach unserer Kreditkarte wurde nicht gefragt. Prima auch das Angebot, dass man bei gesplitteten Mietzeiträumen, z.B. 3 Tage in Woche 1 und später nochmals 2 Tage, dennoch den günstigeren 5-Tages-Tarif bekam. Naturfreunde sollten unbedingt den Urwald Los Tilos besuchen, erlebenswert auch die Serpentinenstrecke zum Roque de los Muchachos und der abenteuerliche Strand Playa Nogales im Osten der Insel. Letzterer ist weitläufig, oft menschenleer, hat feinsten Sand und landseitig eine beeindruckende Steilküste, was aber auch der Grund ist, dass ab ca. 13 Uhr die Sonne verschwindet. Auch das „Schmugglernest“, einst Piraten-Umschlagplatz, heute eine kuriose Mini-Ferienhaussiedlung in einer Meereshöhle, ist die Anfahrt wert. Allerdings, da nicht ausgeschildert, nicht ganz leicht zu finden: Kommt man von Norden in den Ort Tijarafe, nach der Freiluftgaststätte gleich rechts und dann immer dem geteerten Weg nach unten folgen, bis es nicht mehr weitergeht. Achtung: Stellenweise extreme Steilstrecke! Die letzten 300 Meter geht´s dann zu Fuß. Anfang Juni hatten wir im Schatten um 25°, in der Sonne war es heiß. Die Wolken bleiben meist an den Bergen hängen, ziehen aber ab und zu doch drüber, dann kann es auch im Südwesten stundenweise oder auch mal einen ganzen Tag bewölkt sein. Tipp: Ausflugs- oder Saunatag einlegen. Abends war´s eigentlich angenehm, Frostbeulen sollten aber doch was Leichtes zum Drüberziehen im Koffer haben. Das Meer war mit 21° gut badetauglich.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Mehr Bilder(3)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juni 2016
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Jürgen
    Alter:46-50
    Bewertungen:29