Größe der Anlage: ZU GROSS! (Mindestens 700 Betten) Für eine Bettenburg durch Bauart (kleinere 2-3stöckige Häuserblocks) jedoch recht hübsch angelegt (man erhält bei Anreise einen "Stadtplan", außerdem ausgiebige Beschilderung, so findet man sich zurecht); komplette Anlage sehr gepflegt, ein dickes Plus für die Gärtner! Wer keine Möglichkeit hat die Insel zu erkunden, kann auch innerhalb des Hotels einen guten Einblick in die palmerische Flora erhalten. Pestizide werden in der Außenanlage reichlich verwendet - deshalb braucht sich der Pauschalurlauber auch nicht über etwaige Kakerlaken zu beklagen. HP und VP buchbar; Gäste überwiegend spanisch und italienisch - war uns persönlich lieber als ständig von Landesgenossen umzingelt zu sein. Durch die Vielzahl der Gäste (Hotel war während unseres Aufenthalts gut belegt aber nicht ausgebucht) zwangsläufig häufig auch sehr laut; definitiv nichts für Ruhesuchende! Wir haben das Hotel durchaus im Wissen um seine Größe, seine Lage und seinen Typ ausgewählt, da wir neben Wanderungen auch Sonne, komplikationslose Verpflegung und etwas Komfort wollten. Dennoch waren wir fürbaß erstaunt, wieviele Menschen sich auf der Wanderinsel La Palma für ein derartiges Pauschalhotel entschieden, um den kompletten Urlaub innerhalb der Anlage zu verbringen. JEDEM La Palma-Reisenden sei unbedingt ans Herz gelegt, die Insel wandernd zu erkunden, der Nationalpark, die Caldera de Taburiente, bietet hierzu unzählige Möglichkeiten mit wunderschönen Erlebnissen und Perspektiven. Wer nicht wandern möchte, sollte sich die Caldera zumindest von oben anschauen, der höchste Punkt auf ca. 2,500 hm, der Roque de los Muchachos, ist völlig bequem mit dem Auto zu erreichen. Beste Reisezeit für Wanderer (wegen der Sichtverhältnisse) ist sicherlich das Frühjahr, im Sommer ist es doch sehr heiß und vor allem staubig! Die Städtchen der Insel, darunter die beiden größeren, Santa Cruz und Los LLanos hingegen kann man sich getrost sparen (und stattdessen ein wenig wandern...) Wer neugierig geworden ist, kann sich einige unserer Fotos in Bälde unter http://lapalma.gossen.net anschauen.
Geräumige Zimmer, überaus angenehm! Neben großem Bett und Wandschrank noch reichlich Platz für große Kommode, Sofa, Tisch und Sessel, Balkon mit Plastikmöbeln. Kein Gestolpere über Koffer oder verstreute Besitztümer, herrlich! Badezimmer in grünem Marmorimitat geschmacklich etwas verirrt, auch hier reichlich Platz. Dusche und Badewanne ohne Duschschlauch - wer seine Haare über Kopf zu waschen gewohnt ist, muss improvisieren. In Bad und Zimmer nur notdürftige Beleuchtung, lästig, wenn man z.B. abends noch lesen möchte. Balkon/Terasse dafür ab etwa 20:00 - 23:00 Uhr zwangsbeleuchtet, keine Möglichkeit der individuellen Steuerung: total nervig! (Auch hier ist etwas Improvisation ganz hilfreich...). Zimmerreinigung dürftig - siehe oben! Block 5000 ist wegen unschlagbarem Meerblick empfehlenswert; es gibt allerdings auch überaus ungünstig gelegene Zimmer, z.B. am zentralen Platz (sehr laut!!) oder mit Blick auf die nächste Häuserreihe. Balkontür mit zusätzlicher Fliegengittertür - sehr nützlich (und hätte u.E. nach auch die verwendeten Pestizide überflüssig gemacht...)
Großes Hotelrestaurant, in dem Frühstück und Abendessen in Buffetform serviert wurde; sofern man nicht einen der Balkon- oder Terassenplätze aufsuchte, saß es sich wie in einer Bahnhofshalle. Personal mehr als zahlreich und auch hier hinreissend bemüht und freundlich; so man denn unbedingt musste, konnte man seine zwei Bier durchaus auch auf deutsch bestellen. Getränkepreise moderat, sind bei uns in Köln im Durchschnitt teurer. Essen: naja....! Vollwertkost oder vegetarische Gerichte suchte man vergebens, Salatbar war zwar recht groß aber 14 Tage lang völlig identisch, mindestens die Hälfte davon aus der Konserve (!!). Mitunter auch angegammeltes (Salat) oder bereits angegorenes (rote Beete, eingelegte Artischocken) angeboten. Warmes Essen und angemachte Salate ebenfalls mit wenig Variationen, Fischangebot jedoch reichlich. Vom Gemüse können wir nur abraten - entweder bis zur Unkenntlichkeit mit Käse überbacken oder völlig zerkocht. Vorsicht auch beim Griff zum Teller - lieber zweimal hinschauen, ob er sauber ist; gleiches gilt für die Wahl des Tisches, hier werden offenbar nur die Überdecken regelmäßig gewechselt. Gut: Spätaufsteherfrühstück in Poolnähe bis 11:00 Uhr; für Wanderer: Frühstück kann an der Rezeption kostenlos in lunchpacks umgewandelt werden (enthält Obst, Sandwich, O-Saft und kleine Flasche Wein - Achtung, an der Rezeption klar machen, dass dies anstelle des Frühstücks gewünscht wird, sonst werden je lunchpack 8 Euro in Rechnung gestellt).
Die fehlende halbe Sonne zum highscore geht auf das Konto der Zimmermädchen, die es mit der Reinigung oft nicht besonders genau nahmen; die Plastikmöbel auf dem Balkon etwa mussten täglich die Mitbringsel unserer Wanderungen (sprich: Schweiss und Staub, Staub, Staub) aushalten und wurden während des gesamten Aufenthalts nicht einmal gereinigt (gleiches schien übrigens auch für die Liegen und Beistelltische am Pool zu gelten). Ansonsten war Service und Freundlichkeit des Hotelpersonals hervorragend, absolut freundlich und hilfsbereit; Zimmerwechsel am zweiten Tag problemlos möglich. Wanderungen haben wir eigenständig geplant, im Hotel diesbezüglich allerdings auch nichts (etwa Wanderführer, -routen, - karten, entleihbares equipment, Reinigungsstation für Wanderschuhe o.ä.) vorgefunden - Zielgruppe des Hotels sind nunmal eindeutig Pauschalurlauber.
Definitiv auf der Sonnenseite der Insel! Wir waren etwa 11 der 14 Tage mit dem Mietwagen unterwegs und haben so auch bewölkungsdichtere, windigere und kühlere Gebiete La Palmas kennengelernt - über der hoteleigenen Poolanlage schien bei Abfahrt und Rückkehr grundsätzlich die Sonne. Lage des Hotels wie in der Beschreibung versprochen inmitten einer Bananenplantage (was an diesen mit Betonmauern umgebenen und zumeist mit Plastikplanen überdeckten Anlagen idyllisch sein soll, ist uns bis zum Schluss nicht klar geworden) ansonsten im absoluten Off - ÖPNV ok, allerdings dörfliche Fahrpläne, Mietwagen absolut zu empfehlen, wenn man nicht auf die Hotelanlage beschränkt sein möchte. Supermarkt in der nächsten Ortschaft Las Indias, theoretisch auch zu Fuß über steile Teerstraße zu erreichen, allerdings anstrengender Weg, unattraktiv und heiß heiß heiß! Ausreichende Einkaufsmöglichkeiten zu etwas erhöhten Preisen im Hotel. Für Wanderungen ist die Lage des Hotels sicher nicht optimal aber durchaus ok - Caldera de Taburiente über El Paso in ca. 45 min., Roque de los Muchachos über Sta. Cruz in ca. 90 min. zu erreichen. Nordküste der Insel etwas zeitaufwendiger - wenn man früh aufsteht und mit Serpentinen klar kommt, geht auch das. Parkmöglichkeiten für Wagenmieter: kein Problem, hoteleigenes kostenloses Parkhaus vorhanden. Zwei kleine Lavastrände sind zu Fuß erreichbar - unserer Meinung nach verpasst man da jedoch nichts.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Für die Zielgruppe des Hotels sicher umfangreiches, hotelinternes Sportangebot - 3 Tennisplätze (Hartplätze auf dem Dach des Parkhauses) vorhanden, schien aber keinen zu interessieren, Tennislehrer saß immer gelangweilt unter seinem Sonnenschirm herum; Poollandschaft mit künstlichem Sandstrand, beachvolleyball, Wasserpolo, Bogenschießen, Spa (gegen Gebühr) und Fitnessraum. Wassertemperatur der Pools gewöhnungsbedürftig warm (25 - 28°), Liegen in ausreichender Zahl vorhanden, Schattenplätze unter Pergolen allerdings knapp, keine zusätzlichen Schirme. Animation dankenswerterweise ausgesprochen defensiv. Abendunterhaltung gab's, für uns uninteressant. Nervig: Zwangsbeschallung am Animations-Pool in nicht unerheblicher Lautstärke. Auf eventuelle musikalische Abneigungen wird hier keine Rücksicht genommen...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Heiko & Annie |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


