Sehr weitläufige Anlage, in der man z. B. abends nach dem Essen geraume Zeit um die Pools herumflanieren kann, angenehme Beleuchtung. Wie schon mehrfach beschrieben, kann man dieses Hotelareal eigentlich nur per Mietwagen verlassen, da die gesamte Umgebung aus von Mauern umgebenen Bananenplantagen besteht. Leider sind die Tore, durch die man auf eine Promenade gelangen könnte, aus unverständlichen Gründen Tag und Nacht geschlossen, so daß das Flanieren um das Hotel in einer halben Wanderung besteht. Die einzelnen Gebäude sind recht niedrig und fügen sich schön in den Garten ein. Leider gibt es viele Kakerlaken - wir haben drei kleinere im Zimmer erledigt, allerdings fanden sich jeden Morgen zahllose tote große Kakerlaken ím Poolbereich, die von den Angestellten nicht oder erst spät entfernt wurden. Zum Rückflug erwartete uns ein besonderes Abenteuer: aufgrund plötzlichen Schlechtwetters konnte Condor nicht landen, wodurch wir nach etlichen Stunden des Wartens am Flughafen dann einen Tag länger bleiben durften. Wir wurden dann in das Taburiente Playa gebracht. Das Abendessen sowie der Service dort waren um Dimensionen besser, man kann dort nach max. 5 Minuten Gehen einen sehr schönen schwarzen Naturstrand erreichen, und man hat von dort eine ideale Ausgangsbasis für Fahrten zu sämtlichen Naturschönheiten der Insel. Einziger kleiner Nachteil schien uns das im Osten der Insel meist schlechtere Wetter zu sein. "Ausflüge": Pflicht ist die Caldera de Taburiente - wir haben diese zunächst von La Cumbrecita aus bestaunt und den Weg zur 1 km entfernten Aussichtsplattform zurückgelegt, anschließend sind wir am selben Tag via Santa Cruz zum Roque de los Muchachos gefahren, um die Caldera auch von der anderen Seite zu sehen. Einzigartige Aussichten, wenn das Wetter mitspielt - wie schreibt der Baedeker: hier sieht man, "wie schön diese Welt ist". Des weiteren sind der "Märchenwald" bei Los Tilos, der Drachenbaumhain bei La Tosca sowie Charco Azul einen Besuch sehr wohl wert.
Schön eingerichtet und sauber. Besonders empfehlenswert sind Zimmer im Gebäude 5. Zahlreiche deutschsprachige TV-Programme.
Wir empfanden die Küche leider als deutlich schwächer als in anderen Bewertungen beschrieben. Etwas differenzierter: das Frühstück war in weiten Bereichen schlicht eine Zumutung. Die aus einem Automaten zapfbaren Säfte schmeckten schlicht ungenießbar (und wir haben uns im Scherz gegenseitig immer wieder damit "gedroht"...), das ebenfalls dort erhältliche Wasser war stark gechlort, weder gesund noch lecker... Spiegeleier gab es frisch (OK), Omelette gab es aus großen Töpfen, allerdings mit Zimmertemperatur, sehr fettig und manchmal stundenlang abgestanden. Mittagessen: hier war die Auswahl viel zu klein, wir haben uns oft nur von Papas arugadas mit Mojo-Sauce ernährt (diese war allerdings hervorragend). Fisch und Fleisch waren mittags von keiner guten Qualität, die Salatauswahl stand stundenlang herum und sah nicht immer appetitlich aus. Abendessen: nicht außergewöhnlich gut, aber deutlich besser als die anderen Mahlzeiten, viele gute und leckere Gerichte. Insbesondere einige Salate waren äußerst lecker (z. B. der Kichererbsensalat). Bis auf Schwächen beim Service waren wir beim Abendessen meist mehr oder weniger zufrieden, allerdings kein Vergleich mit Iberostar oder vergleichbaren anderen Hotelketten.
Im Vergleich zu den anderen uns bekannten Kanaren (= alle außer El Hierro) waren die meisten Angestellten weniger freundlich und aufmerksam, La Palma ist eben keine touristisch erschlossene Insel, dies war uns aber von vornherein klar. Man merkt dies deutlich vor allem beim Service im Speisesaal. Die Fremdsprachenkenntnisse waren durch die Bank recht gut (englisch und oft auch deutsch).
Die Umgebung ist wahrlich "einzigartig", eine solch abgelegene Lage haben wir noch nicht gesehen. Abgesehen von dem völlig überteuerten Hotelladen keine Einkaufsmöglichkeit zu Fuß erreichbar. Per Bus kann man den Nachbarort erreichen und von dort aus eine Vulkanwanderung machen oder dort einkaufen, alles andere nur per Mietwagen. Da sämtliche interessanten Punkte der Insel nur nach tw. sehr langen Fahrten erreichbar sind, hat diese Lage für die Gäste aus unserer Sicht nur Nachteile. Die im Hotelbereich zahllosen großen La Palma-Eidechsen (mit blauem "Bart") sind recht wild auf Bananenstücke, wodurch man schöne Fotos machen kann.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Die 10 EUR Eintritt pro Person und Tag für den Spa-Bereich empfanden wir als sehr unklug seitens des Hotelmanagements. Erwartungsgemäß ist keiner bereit, dies zu zahlen, wodurch der Bereich immer leer stand. Warum man bloß nicht den Reisepreis um 10-20 EUR/Woche erhöht und dafür keinen Eintritt verlangt, erschließt sich uns nicht. Ebenso sendet die Tatsache, daß eine Badehandtuchwechsel mit 50 Cent in Rechnung gestellt wird, eine gewisse Botschaft an die Hotelgäste aus. Zu unserer Reisezeit im Oktober waren 10 der 11 Pools schlicht und einfach zu kalt zum Baden. Die Temperatur des einzigen beheizten Pools war mit etwa 22 °C u. E. etwas niedrig, so daß nur nachmittags wenige Personen im beheizten Pool anzutreffen waren. Die Poollandschaft selbst ist einzigartig, allerdings aus o. g. Grund im Herbst/Winter kaum benutzbar.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2008 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Dorothea |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 23 |


