- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Es ist eine tolle AI-Hotelanlage, in der die drei Iberostar-Hotels nebeneinander liegen. Das Beach liegt am östlichen Rand und bietet alles, was das Herz begehrt. Für Ausflüge gut gelegen, zum Flughafen nur 20 Minuten Fahrt. Leider ein einheimischer Supermarkt in Montego Bay nur per Taxi erreichbar.
Ja, die Zimmer sind nicht mehr hochmodern, es ist aber alles da. Unbedingt Steckdosenadapter einpacken, nur englisches Steckdosenformat in den Zimmern vorhanden. Dazu prüfen, ob alle mitgebrachten elektr. Geräte auch 110V und 50Hz können (ist heutzutage bei nahezu allen Smartphone-Netzteilen Standard). Bei Ankunft lief das Wasser im Handwaschbecken nicht ab, haben es gemeldet und innerhalb von 30Minuten war das Problem behoben. Vermißt haben wir nur eines: eine Toilettenbürste. Das Zimmer wurde jeden Tag sehr gut gereinigt, natürlich fördert ein kleines Trinkgeld (ab und an mal 1-2 US$) die Motivation. Bei Ankunft war die Minibar fast leergeräumt, am nächsten Tag aber wieder komplett mit Fanta, Sprite, Cola, Wasser (ohne Kohlensäure), Bier und Schweppes gefüllt. Ob das am Trinkgeld lag, wissen wir nicht :-). Alle Handtücher wurden jeden Tag gewechselt, egal ob man sie hängen ließ oder auf den Boden warf. Seife, Duschgel und Bodylotion waren genauso da, wie ein Kamm, Nähset, Bügeleisen + -brett, Fön und kostenloser Minisafe. Das Zimmer hat ein separates Bad mit Badewanne mit Duschabtrennung, Handwaschbecken, Toilette und eigener Abluft. Dazu ein kleiner Flur mit der Minibar, Kaffee-Ecke (Kaffeemaschine, Zucker, Creamer, Löffel, Tassen, Gläser, Kafee und entk. Kaffee) und Wandschrank und schließlich das Zimmer mit großem Bett (auf dem wir hervorragend geschlafen haben), 3 Kopfkissen, Nachtschränkchen, Tisch, Sessel, Sofa, Kommode, TV, Kofferablage, Deckenventilator, Klimaanlage, Telefon und Uhrenradio. Der Balkon war mit 2 Korbstühlen, Tisch, Lampe und Wäschehalterung ausgestattet. WLAN ist auf dem kompletten Hotelgelände kostenlos (keine Anmeldung erforderlich, Netz "IBEROSTAR"), die Bandbreite super (Messung ergab irgendwas bei 20MBit/s Up- und Download), sogar Whatsapp-Videotelefonie funktionierte. Auch auf der Liege am Strand war man online. Ganz selten war das WLAN mal kurz weg.
Morgens, Mittags, Abends eine unglaubliche Essensvielfalt, viele Dinge frisch zubereitet. Natürlich auch Pizza, Hotdog und Hamburger, dabei aber eben auch sehr viele andere Dinge. Wir haben diverse Fernreisen hinter uns, so eine reichliche Auswahl gab es sehr selten. Nur ein paar Stichworte dazu: jeden Morgen frische Waffeln, French Toast, Crepes, Pfannkuchen, persönlich zubereitete Omeletts, bis zu vier Sorten Lachs, 7 Sorten Müsli, Obst, normale und Diätmarmelade, warme Speisen, 4 Sorten Milch (Soja, 1%, 100% und Mandelmilch), frisch gepresste / gemixte Obstsäfte, usw. Abends gab es ab und zu Themenabende "mexikanisch", "chinesisch", usw. Dazu abwechselnd alle möglichen Fisch- und Fleischsorten (Schwein, Rind, Huhn, Pute, Ente, Ziege, Lamm, Schwertfisch, Lachs, usw.) und viele Salate, Dressings und Gemüse. Zum Nachtisch gab es eine riesige Auswahl an kleinen Törtchen, Keksen, Eis und Obst. Auch Käse in allen Variationen und Wurstaufschnitt waren vorhanden. Eigentlich fehlte es an nichts. Neben dem Haupt-Buffet-Restaurant "Little River" (Frühstück 7-11, Mittag 13-15, Abend 18:30-22:00) gab es noch drei Themenrestaurants: Jambalaya (Cajun), Samurai (Japaner) und Uncle Tony's (Steak House). Bei 14 Übernachtungen darf man 5 mal reservieren (Reservierung an extra Schreibtischen neben der Rezeption), wir haben nur das Jambalaya ausprobiert. War nichts besonderes, man bekam seine Speisekarte mit ca. 10 Gerichten, dazu Vor- und Nachspeise von einem Buffet. Das Essen war mehr was fürs Auge.
Die Menschen im Hotel waren alle freundlich, gut gelaunt, hilfsbereit und immer zu einem Smalltalk aufgelegt. Ich weiß gar nicht, wie oft am Tag man ein "Are you OK?" hörte. Natürlich fördert ein Trinkgeld die Freundlichkeit an allen Ecken und Kanten. Laut Reiseleiterin Nora wird bei jedem, min. jedem zweiten Getränk ein Trinkgeld erwartet. Das ist den zu 80-90% vorhandenen Kanadiern mit ihrer Trinkgeld-Mentalität geschuldet. Das muß jeder selber wissen, ob und wann er etwas gibt. Wir haben bei besonders fürsorglichen Kellnern und Bedienungen mal 1 oder 2 US$ liegen lassen. Auch am Strand auf der Liege kommt regelmäßig jemand vorbei und fragt, ob alles OK ist. Dort kann man sich Cocktails und andere Getränke bringen lassen oder sich direkt von der Strandbar holen. Leider gibt es an der Strandbar keine Getränkekarte. Zitat des Barmanns: "Sage, was du haben möchtest und ich sage dir, ob ich es machen kann". Da die Kellnerinnen am Strand sehr weit laufen müssen, haben wir denen dann bei jeder Bestellung 1 US$ zugesteckt (mehr als 2 Cocktails am Tag haben wir eigentlich nie getrunken). Allerdings kannten die Kellnerinnen nur sehr wenige der hauseigenen Cocktails. Sie haben sich die Namen dann aufgeschrieben und der Barmann wußte dann in der Regel, was er zusammenrühren mußte. Auch zu den Esszeiten gab es immer einen persönlichen, freundlichen Kellner. Dieser brachte morgens den Kaffee und nahm mittags und abends die Getränkebestellung auf. Neben dem normalen Handtuchwechsel kam jeden Abend gegen 19:00Uhr noch mal der Zimmerservice und fragte, ob alles OK sei und ob man frische Handtücher haben wolle. Man hätte also auch zweimal am Tag frische Handtücher bekommen können. Unterhalb der Führungsebenen sprachen alle nur englisch, ganz selten ein paar Brocken deutsch. Da Iberostar eine spanische Kette ist, sprechen alle Führungskräfte auch spanisch und alle Speisekarten sind neben englisch auch in spanisch beschrieben. Ein wenig nervig waren die hoteleigenen Fotografen. Sie fragten einen vorwiegend abends auf dem Weg zum Buffet, ob sie Fotos machen sollen. Die konnte man später im Shop kaufen. Haben wir immer abgelehnt, was auch immer mit einem freundlichen "No problem" quittiert wurde. Der Service der Reiseleitung war OK. Natürlich will man Reisen verkaufen, die Informationen zu den Reisen waren teils sehr lückenhaft. Gut war aber die hervorragende Erreichbarkeit von Nora per Whatsapp. Details zu den gebuchten Touren unter der Rubrik "Freizeit".
Zum Flughafen sind es ca. 20Minuten, was nach einem 11-Stunden-Flug sehr angenehm ist. Für unsere beiden Touren (Black River- + Mayfield Falls-Tour) war es schon etwas weit weg (3 bzw. 2 Stunden Anfahrt), allerdings ging das für z.B. Gäste aus Runaway Bay noch wesentlich schlechter. Wir haben das eingezäunte Hotelgelände nie zu Fuß verlassen, man hätte gegenüber ein kleines Dorf besuchen können. Sonst ist in Hotelnähe nichts. Ab 09:30Uhr - 16:30Uhr fährt vom Hotel jede Stunde ein kostenloser Shuttlebus zu einem ca. 15 Minuten entfernt liegenden Touristen-Einkaufscenter (The shoppes at Rose Hall), Rückfahrt entsprechend stündlich. Ist nur für Touris, völlig überteuert und man wird permanent angesprochen - war nicht so unseres. Dort gibt es allerlei Souvenirs, sowie Schmuck, Rum und Kaffee. Möchte man mal einen einheimischen Supermarkt besuchen (z.B. einen Mega Mart in Montego Bay) ist man bis 4 Personen für Hin- und Rückfahrt gleich 60 US$ los. Die registrierten Taxen stehen auf dem Hotelgelände, eine Preisliste hängt direkt am Hoteleingang aus. Von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hat man uns abgeraten, die kommen mal und mal nicht. Auch "private" Taxen sind problematisch, angeblich hohe Abzockgefahr. Haben wir beides nicht versucht. Wir hatten durchgehend 27-30Grad, allerdings fast jeden Nachmittag kleinere und größere Schauer. Die Regenzeit machte sich bemerkbar. Ansonsten wehte immer ein Lüftchen, so dass das Klima total angenehm war.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Beim Einchecken bekam man zwei Handtuchkarten, für die man am Pool frische Badehandtücher bekam. Die konnten jeden Abend gegen Handtuchkarten oder frische Handtücher getauscht werden. Beim Hotel inklusive waren das Ausleihen einer Schnorchelausrüstung, Einer- und Zweierkajakfahren, Minikatamaran-Segeln und diverse andere Dinge. Unbedingt am Strand bei den Felsen schnorcheln, viele Fische in allen Farben. Nach ca. 10m im Meer beginnen Grünpflanzen (Algen), dort würde ich nicht ohne Badeschuhe reinlaufen. Habe dort fast jeden Tag einen Stech-Rochen gesehen, der gut getarnt am Grund lang schwamm. Obwohl regelmäßig die Seeigel "evakuiert" werden, kommen die wohl manchmal wieder. Auch davon habe ich zwei bei den Grünpflanzen gesehen. Beide Tiere sind wohl nicht hochgefährlich, aber ein Stich ist schmerzhaft. Solange man sich im Meer nur im rein sandigen Bereich aufhält, ist wohl alles kein Problem. Beim Schwimmen (das Meer war aufgrund aufkommenden Windes etwas unruhig) hat mich einmal etwas berührt, was zu einer brennenden Stelle auf der Haut führte. Das ließ nach einem Tag schon nach. Laut Aussage des Personals könnte das ein Stück einer z.B. durch einen Motor zerfetzten Qualle gewesen sein. Ansonsten macht das Baden im Meer aber total Spaß. Es gab diverse Animationsprogramme, die teilweise doch recht laut waren. Obwohl wir nie am Pool gelegen haben und uns immer eine Liege weit an der Seite des Strandes gesucht haben (das Meerwasser war lauwarm, super angenehm), war die Animation präsent. Zumindest wurde man am Strand nicht permanent zu Animationen aufgerufen. Leider durfte überall am Strand geraucht werden (zumindest wurde überall geraucht), aber den meisten Qualm trug der immer vorhandene leichte Wind davon. Touren: Wir haben für 162 US$ pro Nase (- 5 US$ Ankunftsrabatt) die Black-River-Tour und für 152 US$ die Mayfieldtour gebucht. Black River: Abholung 7:00Uhr, 3 Stunden Anfahrt über holprige Strassen in die Berge, deutsche Reiseleitung (Cleveland Hoo), 10Uhr Ankunft bei den YS-Falls, 5 Minuten Transfer mit dem Traktor und Anhänger zum Wasserfall. Tolle Anlage mit den mehrstufigen Wasserfällen und zwei zusätzlichen Naturbadeteichen mit Liegen, Umkleidekabinen, Bar, WC. Auch im Wasserfall kann man baden, Badeschuhe machen hier Sinn, auch Mückenschutz empfehlenswert (DEET wirkt echt gut). Mutige können sich von einem Seil ins Wasser fallen lassen, dabei gibt es aber eine Aufsicht. Weiterfahrt zur Rumfabrik (ca. 30Min). Willkommenscocktail (Rum+Ingwerlimo+Schuß Ingwersirup), 1Std. tolle Führung durch den Reiseleiter (also in deutsch), inkl. Probieren von Zuckerrohr und Melasse, Verkostung von 3 Sorten Rum (4, 6 und 12 Jahre alt). Mittagessen (Reis+Bohnen, Kartoffelsalat, Jerk-Schwein oder Jerk-Huhn, Krautsalat). Der Reiseleiter sagte uns, der Rum ist neben der Rumfabrik nur noch am Flughafen günstig. Wir haben in der Fabrik 1l Signature für 24US$ gekauft. In den Shopping-Centern kostet der 40US$, am Flughafen nur 20US$! Wir haben übrigens überhaupt keine jamaikanischen Dollar gehabt und auch nicht gebraucht. US$ ging überall. Euro nur ganz selten, z.B. auch beim Bezahlen der Touren. Wechseln im Hotel möglich: 1€ = 141 jamaikanische Dollar. Weiterfahrt (45Minuten) zum Blackriver. Eine Stunde Fahrt mit dem Boot, Mangroven, viele Vogelarten, Krokodile (hatten Glück, der selten zu sehende 7m-"Terrorist" sonnte sich am Anleger, unterwegs noch ein weiteres Krokodil zu sehen). Besuch der Krokodil-Aufzuchtstation, dann Rückfahrt. Gegen 20Uhr im Hotel. Resümee: Tour hat sich gelohnt, viel gesehen/erlebt. Auch wenn die Anreise sehr anstrengend war. Tour "Mayfield Falls" 09:10Uhr Abholung, Reiseleiter (deutsch) Richard, ein "Semi-Rastafari". Cooler Typ, erzählt viele, interessante Dinge, auch wenn er manchmal für unseren Geschmack "sonderbare" Ansichten hat. Ankunft Mayfiel Falls gegen 12:30Uhr, umziehen möglich, unbedingt Mückenschutz auftragen. Unterwegs Fotos nur mit wasserfester eingepackter Kamera möglich. 2 engl. Guides führen einen durch den Fluß, sehr erfrischendes Wasser, Richard kam nicht mit, lief nebenher. Unbedingt Badeschuhe tragen! Zurück geht es über einen Weg am Fluß. Dann Essen: kleine Portion, Krautsalat, Huhn oder Fisch und Reis+Bohnen, dazu ein Softdrink. Ein Profi macht ebenfalls Fotos unterwegs, wir sollten für 4 Fotos und eine CD 45US$ zahlen, die Fotos haben wir locker da gelassen. Natürlich waren auch hier, wie fast überall, die Guides auf Trinkgeld erpicht und es wird auch keine Gelegenheit ausgelassen, darauf hinzuweisen, dass man für ein Trinkgeld dankbar wäre. Weiterfahrt zu einem Touristenshopping, auch hier Preise völlig überzogen (1l Appleton Signature für 40US$). Danach Anfahrt Negril Beach, der 11km-Strand. Konnte man spazieren gehen, etwas trinken oder baden. Etwas nervig war, dass man alle 20m von einem Verkäufer angesprochen wurde, der einem Dope oder sonstwas verkaufen wollte. Ist eben ein öffentlicher Strand ... 30 Minuten Weiterfahrt zu einem Kunstmarkt, 90% China-Ware, wer's mag... Lediglich die Holzschnitzereien sind vermutlich Vorort gefertigt. Abschließend weitere 30Minuten weiter zu "Rick's Cafe". Hat etwas von einem Jamaika-Ballermann, zumindest was die Musik und die Anzahl junger Leute angeht. Die Klippenspringer sind nett anzusehen (Lifeguards waren anwesend), man kann sich auch selber trauen, von geschätzter 8m oder 10m Höhe ins Meer zu springen. Ab 19:00Uhr gab es Live-Musik. Hatten leider Pech, der tolle Sonnenuntergang versteckte sich hinter Wolken. Eine Flasche Red Stripe Bier gab es für 5US$ an der Bar, alle Gerichte lagen bei 15US$. Nach 2 Stunden Rückfahrt konnten wir gegen 21:00Uhr das Abendessen im Hotel noch mitnehmen. Resümee: Diese Tour hat es nicht so gebracht, einzig die Mayfield-Falls-Wanderung war toll.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Mai 2018 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Michael |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 11 |