- BehindertenfreundlichkeitEher schlecht
- Zustand des HotelsEher schlecht
- Allgemeine SauberkeitEher schlecht
"Form follows Function" - eine Maxime, der jeder gute Designer Folge leistet. Im Walliser Hof dreht sich dieser Design-Grundsatz komplett ins Gegenteil. Und wir reden hier noch nicht einmal von Geschmack, über den man bekanntlich streiten darf, sondern von Selbstverständlichkeiten. Wir haben selten ein so schlecht durchdachtes Zimmer bewohnt wie in diesem Haus. Grundsätzlich liegt das Eckzimmer (218) gut und ruhig nach hinten, also weg von der zeitweise belebten Straße, und man hat somit einen schönen Blick auf Ache und Berge. Was die Kategorie "Komfort Plus" mit der Realität zu tun hat, erschließt sich uns allerdings nicht. Die Einrichtung des Zimmers ist vollkommen indiskutabel. Wo fängt man an, wo hört man auf ... Zunächst: Der Stauraum ist viel zu karg bemessen. Wir (ein Paar) blieben drei Tage und hatten Mühe, unsere Wäsche und Kleidung unterzubringen. Manches blieb im Koffer. Wie sollte man unter diesen Umständen einen Skiurlaub von einer Woche verleben?! Nachdem es keine Schränke gibt, hängt die Kleidung offen an der Garderobe. Die Koffer müssen ebenso offen herumstehen. Die Folge ist, dass das Zimmer ungewollt in Kürze einer Rumpelkammer gleicht. Das Bad - eine Designkatastrophe ersten Ranges. Kaum Ablagen, die Handtuchhalter befinden sich nicht dort, sondern im Zimmer, in der Dusche keine Ablage, die Zimmertüre schlägt an der Glastüre der Dusche auf. Desweiteren eine armselige Beleuchtung, die übrigens auch sonst "Programm" ist. Wir orderten eine zusätzliche Lampe, um der Funzel-Tristesse wenigstens halbwegs zu entkommen. Die Leselampen sind so hoch angebracht, dass man aufstehen muss (!), um sie auszumachen. Wer tut das schon gerne vor dem Einschlafen? Dann: Es gibt kein Telefon auf dem Zimmer. Der Angestellte an der Rezeption mochte das zunächst nicht glauben und kam selbst ... aber, es ist so: Weder Telefon noch ein Anschluss dafür sind vorhanden. Bei all den Defiziten fällt es dann kaum noch ins Gewicht, dass es keinen Mülleimer im Zimmer gibt (wohin mit den sperrigen Zeitungen?!), sondern nur ein kleiner im Bad, dass kein Ersatztoilettenpapier bei unserer Ankunft vorhanden war, dass es keine überdachten Parkplätze oder gar eine Tiefgarage gibt (im Winter sehr angenehm), dass beim Frühstück das Blatt mit den Tagesinformationen von gestern liegt, dass alles irgendwie lieblos und ohne Flair daher kommt. Kommen wir zum Schwimmbad/Sauna-Bereich: Das an sich sehr gut gelungene Schwimmbad flieht man recht schnell, wenn man nicht gerade ein Freund von lauter Discomusik ist. Wer geht schon gerne mit Ohrenstöpsel zum Schwimmen? Da sich offenbar noch Andere über den Lärmpegel beschwert hatten, ging es dann deutlich stiller zu, so dass man es gut im SPA aushalten konnte. Schließlich will man ja gerade dort entspannen und zu sich kommen. Im Saunabereich geht das Prinzip des Hotels "viel Show, wenig Funktionalität" weiter. Keine Ablagen, keine Haken, keine Brillenablage, in der Sauna keine Kopfteile, für all die Saunierer nur zwei Saunauhren. Die Liegebereiche sind gewöhnungsbedürftig und nicht sehr gemütlich. Vor der Sauna waren im Außenbereich noch die Reste von Umbaumaßnahmen zu sehen ... aufgeschüttetes Erdreich, eine Schaufel etc. Der Schnee bedeckte irgendwann gnädig diesen unschönen Anblick. Auch der Loungebereich ist an sich gut gelungen und gemütlich, wenn nicht auch hier die allzu laute Musik stören würde. Man mag hier nicht sitzen und (in Ruhe!) seinen Kaffee, seinen Drink oder seine Zeitungslektüre genießen. Auch das besserte sich schließlich aufgrund von Beschwerden. Aufgefallen ist, dass Tische lange nicht abgeräumt wurden. Gibt es auch Positives zu berichten? Ja! So empfanden wir den Holzgeruch auf dem Zimmer als angenehm und wir schliefen gut. Die Küche am Abend ist ebenfalls sehr zu loben. Die Qualität der Speisen ist bemerkenswert gut, das Personal flink und freundlich, auch wenn nicht unbedingt viel von Weinen verstanden wird. Vermutlich wäre allerdings ein Sommelier in diesem Haus fehl am Platz. Der Wermutstropfen auch hier: die Musik, der man in diesem Hotel einfach nirgendwo entkommen kann. Unser Fazit: Das Hotel hätte Potenzial, wenn es besser gemanagt würde. Design ist immer nur dann wirklich gut, wenn deswegen die Funktionalität nicht zu kurz kommt. Den Hotelmanagern-/Besitzern kann man nur empfehlen, einmal selbst in ihren Zimmern zu wohnen (sehr empfehlenswert für diesen Test wäre Zimmer 218) und mit offenen Augen (und Ohren!) durch ihr Haus zu gehen.
- ZimmergrößeEher schlecht
- SauberkeitEher schlecht
- Ausstattung des ZimmersSchlecht
- Atmosphäre & EinrichtungEher schlecht
- Sauberkeit im Restaurant & am TischEher gut
- EssensauswahlGut
- GeschmackGut
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Eher gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftEher gut
- Rezeption, Check-in & Check-outEher gut
- FamilienfreundlichkeitEher gut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher gut
- Restaurants & Bars in der NäheEher gut
- FreizeitangebotEher schlecht
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
- Zustand & Qualität des PoolsGut
- Lage für SehenswürdigkeitenGut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Januar 2015 |
| Reisegrund: | Arbeit |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Angelika |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 1 |


