Viel Verbesserungspotential beim Essen, ansonsten ein sauberes Hotel in relativ ruhiger Lage oberhalb der Citarabucht mit schöner Aussicht auf das Meer. Ein Pluspunkt ist das heiße Thermalwasser (gefühlte 30-40°C in verschiedenen Becken). Die Angestellten sprechen Deutsch. Für fünf Tage in der Nebensaison war es eine gute Wahl. Wir können den Transferservice, den wir bei 5vorflug inklusive hatten, vollauf empfehlen. Dieser Service, wie auch die Reiseleitung wurde vor Ort von der Agentur 'Baywatch' mit Franca als Reiseleiterin durchgeführt, die sich wirklich viel Mühe bei der Infoveranstaltung und der Gästebetreuung gab. Einen Transfer kann man auch über andere Veranstalter zum Preis von 42€ pro Person und Strecke dazubuchen. Das Busnetz auf Ischia ist gut ausgebaut und die Tagestickets sind mit 4,20€ günstig. Man sollte sie vor der Busfahrt in einem Tabakladen kaufen, die Mehrtages- und Wochenkarten sind noch günstiger. Ein toller Ausflugstipp, den wir von Franca bekamen, waren die heißen Thermalquellen im Meer in der kleinen Bucht von 'La Sorgente'. Dazu sind wir mit dem Bus nach Panza in Richtung des malerischen Örtchens San' Angelo gefahren und sind bei den letzten Häusern von Panza an der Bushaltestelle ausgestiegen. Dort ist ein Hinweisschild nach Sorgento. Nach 40 min. Fussweg immer bergab und mit tollen Ausblicken auf das Meer und San' Angelo kamen wir zu den Treppen, die zu der kleinen Thermalbadestelle im Meer führen. Zurück haben wir den linken Weg genommen und kamen in der Ortsmitte von Panza beim Café Lina wieder zur Hauptstraße. Wenn man von Panza mit dem Bus noch weiter zum hochgelegenen Ort Serrara fahren möchte und keine Serpentinen scheut, wird man durch herrliche Panoramablicke vom Aussichtspunkt 'Belvedere' belohnt.
Wir hatten ein Zimmer mit Balkon und Meerblick gebucht. Das Zimmer ist mit ca. 3,50m x3m so groß, dass Doppelbett, Nachttischchen, kleiner Schreibtisch gerade so hinein passen, außerdem gibt es im Eingangsbereich einen dreitürigen geräumigen Schrank. Die Möbel sind wohl aus den 80er Jahren aber in Ordnung, die Matratze eher fest. Der Minifernseher zeigte RTL und ARD als deutsche Programme. Das kleine schön geflieste Bad (ca. 2x 1,50m) verfügt über eine schmale Dusche, WC, Bidet und Waschtisch. Alles war sehr sauber. Der Balkon ist alkovenartig, man sitzt dort geschützt, praktisch sind die Wäschetrockenstangen. Allerdings ist der Platz so knapp, da der Balkon nur gut 1,20m breit ist, dass wir die zwei Plastikstühle und das Tischchen herumrücken mussten, um die Fensterläden schließen zu können.
In der vorangegangenen Bewertung von Elke wurde es bereits ausgedrückt, was ich voll unterstützen will, denn wir kennen deutsche Jugendherbergen und haben es ebenso empfunden, dass man dort eher besseres Essen erhält als in Royal Palm Terme. Zum Frühstück gab es jeden Morgen gleich: Kaffee, Teeauswahl, Pfirsichsaft, Orangensaft (war oft leer). Weißbrot und Brötchen (auch als Vollkornvariante), Zwieback, Toastbrot, Croissants, Müsli, Cornflakes, gekochte Eier, Rühreier (oft leer), Marmeladenauswahl, Honig, Butter, eine Sorte Käse, Salami, Formschinken, das war es. Unserer Meinung nach entspricht das einem 2-3-Sterne-Hotel. Beim Frühstück sollten wir auf einem Zettel (wenn dann einer da war!) zwischen drei Varianten eines 4-Gänge-Menues einzeln auswählen. Die Bezeichnungen lasen sich immer sehr gut, aber schnell stellten wir fest, dass sich hinter den schönen Bezeichnungen einfache Kantinenkost versteckte (lieblos auf den Teller geklatscht, Dekoration Fehlanzeige). Mir schmeckte die Tomatensuppe wie aus der Tüte, die Ravioli sahen für uns aus wie aus Trockenware gekocht und der Tiefpunkt bestand im Cordon Bleu aus Formfleisch! Da waren wir froh, den Tipps anderer Urlauber gefolgt zu sein und nicht auch noch das Mittagessen gebucht zu haben. Die Atmosphäre des Restaurants leidet durch das sehr enge Stellen der Tische, so war zwischen den Tischen nur ca. 15cm Abstand, durch den sich dann aber doch noch der Kellner quetschte. Schade, dass das Hotel auf diesen Bereich so wenig Wert legt.
Das Personal war freundlich, manchmal empfanden wir den Umgang der Kellner anderen Gästen gegenüber schon als kumpelhaft. Bei der Essensbestellung mussten wir feststellen, dass oft Tische 'vergessen' wurden, so waren einige (bei gleichzeitigem Eintreffen im Restaurant) bereits beim Nachtisch und andere erst bei der Vorspeise. Die Annahme einer Kaffeebestellung lehnte ein Kellner mit dem Hinweis, dafür sei sein Kollege zuständig, ab um danach mit einem Bekannten längere Privatgespräche zu führen. Wir dachten uns, da hätte er ja vorher mal kurz seinem Kollegen Bescheid geben können.
Unser Angebot bei 5vorflug enthielt bereits den Transfer vom Flughafen Neapel zum Hafen (ca. 15 min.), die Überfahrt mit der Fähre (1 1/2 - 2 Stunden, je nach Route) und die Weiterfahrt zum Hotel (ca. 30 min). In Eigenregie hätte die Fähre 6,50€ und das Busticket Ischia (1,20€) gekostet. Die Hotelanlage liegt etwa 30 Gehminuten südlich des Ortes Forio und hat durch die Hanglage eine gute Aussicht, besonders von der Hotelterrasse. Eine kleine Straße führt unterhalb des Hotels entlang. In der Nebensaison ist hier relativ wenig Verkehr, sie führt zu den (im Winter geschlossenen) Posiedongärten. Von der stärker befahrenen Hauptstraße (etwa 200 m oberhalb der Anlage, dort ist auch die Bushaltestelle) bekamen wir kaum etwas mit. Spaziergänge entlang dieser Straße können wir nicht empfehlen, da sie nicht nur sehr schmal ist und außerdem über keinen Fußgängerstreifen/Bürgersteig verfügt.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Bei Anreise war zunächst nur das kleine Hallenbad mit zwei Pools zu benutzen. Seltsamerweise war der kleinere (ca. 4x5m), brusttiefe, mit dem kühleren Thermalwasser (gefühlte 36°C) gefüllt. Während in dem dreimal größeren Pool,wo man theoretisch hätte schwimmen können und in dem man nur auf Zehenspitzen stehen konnte, so heißes Wasser war, dass man sich dort (vom Kreislauf her) nur sehr sparsam bewegen konnte. Das Thermalwasser selbst hat uns sehr gut gefallen, vor allem, dass es auch so hoch temperiert war, das Hallenbad war schön hell und bot Ausblicke auf die Berge und den gepflegten Poolbereich mit Zitronenbäumchen und (leerem) Außenpool. Die laute Ventilation störte etwas.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Februar 2011 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Annette |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 14 |


