Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Katja (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • März 2010 • 1-3 Tage • Wandern und Wellness
Wo bitte ist die Mauer?
2,7 / 6

Allgemein

Erster Schock war die Ankunft. Das Hotel erinnert an einen 60er bis 70er Jahre Bau aus der ehemaligen DDR und scheint dem Film Sonnenallee entsprungen zu sein. Nach Betreten des unsanierten Baus schien die Einrichtung durchaus nicht dem äußeren Eindruck zu entsprechen. Nach einem etwa 10 minütigen Gang über mehrere Flure und Treppen gelangten wir zu unserem Zimmer. Auf den ersten Blick war dieses sauber und ordentlich, entsprach allerdings nicht einer landesüblichen 4 Sterne Kategorie. Bei näherem Hinsehen oder Hintreten fanden sich zum Teil Glasstücke in den Sohlen der Schuhe oder in den Socken. Während des gesamten Aufenthaltes trafen wir insgesamt 3 mal eine Reinigungskraft, allerdings war es immer die gleiche Person. Die Betten sind zwar einladended nach einer etwa 3 stündigen Fahrt und einer anschließenden Hotelsuche von nochmals 2 Stunden, aber dennoch waren sie sehr durchgelegen und weich. Wir hatten mit Halppension gebucht und waren im allgemeinen mit der Verpflegung zufrieden. Speziell das Abendbuffet war sehr angenehm und immer gut aufgefüllt. Allerdings gab es die Brötchen des Abends dann auch zum Frühstück. Frische definiere ich anders. Getränke sind grundsätzlich und immer zu bezahlen. Außer Kaffee war hier nichts umsonst. Das Glas Cola oder Saft ab € 2,50 für 0,2 Liter absolut überteuert. Kleine Snacks zwischendurch gab es ab circa € 7,00 und man wartete hier doch sehr lange auf die Bedienung. Alles in allem ein stark renovierungsbedürftiges, im Stil der 70er Jahre gehaltenes Hotel, welches sich auf 3 Häuser erstreckt. Dementsprechend lang sind die Wege, egal ob man zum Wellnessbereich, Schwimmbad, Saunalandschaft oder Restaurant will. Für jeden Wellnessliebhaber empfehlen wir ein anderes Hotel. Wer dem Charme der 70er Jahre erliegen möchte kann dies hier definitiv erleben. Wer die "guten alten Zeiten" der DDR vermisst und sich gern daran zurückerinnert sollte hier ebenfalls seinen Urlaub verbringen. Meine Freundin meinte, hier fehlen nur noch die Handtücher und schon hätte man das Mallorca Gefühl. Nunja, mein Geschmack ist das nicht. Jedenfalls, als Geheimtipp gilt dieses Hotel nur unter (N)ostalgie-Fans.


Zimmer
  • Schlecht
  • Das Zimmer ist sehr groß und geräumig mit Bad und kleiner Küche. Allerdings war es das auch schon. Das Bad ist innenliegend und sollte durch Umluft stets belüftet sein. Es dauert allerdings etwa eine halbe Stunde nach der Dusche, bis das Bad wieder einem Bad gleicht und nicht einem Dampfbad. Hierbei sollte auch die Tür zum Schlafraum und die Balkontür geöffnet werden, sonst kann sich über die Jahre im Bad der allseits beliebte und berüchtigte Schimmel ausbreiten. Das Zimmer ist eingerichtet mit zwei einzeln stehenden Betten, einer Schlafcouch, einem Sessel, Schreibtisch und Fernseher. Außerdem hat das Zimmer für seine Größe eine viel zu kleine Heizung. Gerade in diesem März war es kalt und ungemütlich draussen, sodass wir uns meistens im Zimmer aufgehalten haben. Allerdings waren wir dick eingepackt, da die Heizung die Raumgröße einfach nicht erwärmen konnte. Dafür war sie nachts umso stärker. Vielleicht wurde das Heizungssystem auch nur tagsüber heruntergeregelt.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das Essen war sehr abwechslungsreich und schmeckte grundsätzlich gut. Für jeden Geschmack war immer etwas dabei, die leer gefegten Tabletts wurden zügig und konsequent aufgefüllt. Auch benutztes Geschirr auf verlassenen Tischen wurde umgehend abgeräumt. Allerdings gab es die frischen Brötchen des Vorabends nocheinmal zum Frühstück serviert. Dementsprechend trocken und hart waren Brot und Brötchen morgens. Selbst bei der Bundeswehr bekommt man morgens zum Früchstück frische Brötchen. Getränke mussten zusätzlich zum Essen bestellt und extra bezahlt werden. Hierbei sollte man grundsätzlich die Kreditkarte in der Hosentasche haben, da die Getränke durchaus schnell den finanziell vorhandenen Rahmen Bargeld aufbrauchen können. Ein Glas Cola, Saft oder Spezi über 0,2 Liter kostet hier ab € 2,50. Ein halber Liter kostet gleich € 5,50. Absoluter Wucher, kann aber durchaus auch am Kurort Status liegen. Wein oder Sekt haben wir garnicht erst versucht, da wir uns schon an den Preisen der nichtalkoholischen Getränke verschluckten.


    Service
  • Schlecht
  • Die angetroffenen Servicekräfte waren grundsätzlich freundlich. Die Kellnering geht zum Geldwechsel und erscheint etwa eine halbe Stunde später mit einer Zigarettenfahne zum Abkassieren. Das bestellte Essen wurde zentral in einer Küche zubereitet und je nach Restaurant, in dem man sich befand, dauerte die Zustellung entsprechend lange.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Das Hotel liegt etwas außerhalb von Bad Kissingen und sollte nur mit einem Navigationsgerät angefahren werden, da sonst auch genug Zeit für die Suche eingeplant werden muss. Die Aussicht über den im Vorfeld gelegenen Parkplatz erinnert stark an einen Übungsplatz der Bundeswehr. Hinter dem Hotel liegt ein kleiner Minigolfplatz, der jedoch aufgrund der Witterung schwer instandsetzungsbedürftig ist. Ausflüge in die nah gelegene Stadt werden durch das Hotel angeboten, wurden jedoch durch uns nicht genutzt, da diese Ausflugsziele nicht auf die verschiedenen Gästeinteressen und ein niedrigeres Alter ausgelegt sind.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Wellness
    • Sport

    Den Pool und die Saunalandschaft haben wir nicht genutzt. Allerdings nutze ich den Platz für die Bewertung der Wellnessanwendungen. Auf Nachfrage sagte man uns, wir sollten doch frühzeitig Termine für Wellnessanwendungen absprechen und am besten auch gleich per Überweisung bezahlen, da erst dann die Termine auch fixiert sind und die Anwendungen auch wirklich stattfinden. Wir bezahlten direkt nach Ankunft, mussten aber auf unseren Rabatt von 10 % beharren. Die Massagen an sich waren gut und angenehm, andere Hotelgäste waren nicht so zufrieden. Allerdings sollte man grundsätzlich bei der Bezahlung das Geld zählen. Wir buchten eine Maniküreanwendung für den Angebotspreis von € 23,50 und zahlten € 25,00, da der Angebotspreis nur von Montag bis Freitag gültig ist. Allerdings wird damit auch noch am Wochenende geworben. Des Weiteren wurden uns erst auf Nachfrage die 10 % Rabatt des Reiseveranstalters gewährt. Weiterhin sollte man die Uhr nicht aus dem Blick lassen. Kommt man zu spät zu einem Termin, wird die verlorene Zeit nicht im Anschluss gewährt. Allerdings gilt dieser Grundsatz nur für die Beauty Farm und nicht für die Gäste. Wir haben durchaus auch schon zehn Minuten auf den Masseur oder die Kosmetikerin gewartet und dennoch wurde die Anwendung pünktlich beendet. Weiterhin zählt in die gebuchte Anwendungszeit auch die Vorstellung, Verlegung zum Behandlungsraum, Entkleiden, Ankleiden und Erklärung der Anwendung dazu. mit anderen Worten eine 60 Minuten dauernde Massage dauert maximal 50 Minuten. Die gebuchte Maniküre über circa 40 Minuten war nach einer guten Viertelstunde beendet ohne sichtlich erkennbares Ergebnis.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1-3 Tage im März 2010
    Reisegrund:Wandern und Wellness
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Katja
    Alter:26-30
    Bewertungen:1