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Sebastian (31-35)
Verreist als Paarim August 2015für 2 Wochen

Holidaycheck Award...wofür?

3,5/6
Das Hotel befindet sich im Nordwesten der Insel.
Es ist eine recht große Anlage mit über 700 Zimmern.
Der Zustand ist insgesamt als OK zu bezeichnen.
An der ein oder anderen Stelle ist es etwas in die Jahre gekommen, was aber nicht störend wirkt.
Zu unserer Zeit waren im Hotel überwiegend Engländer und Deutsche vor Ort. Es waren alle Altersgruppen vertreten. Der Durchschnitt liegt schätzungsweise bei 35-40 Jahren.
Das Hotel schien zu unserer Zeit ausgebucht zu sein. Und damit hat das Hotel sichtlich einige Schwierigkeiten.

Fast regelmäßig kam es zu Stromausfällen, die Klimaanlage funktionierte nur die Hälfte der Zeit. Und wenn dann auch nur tagsüber, so dass man nachts schön schweißgebadet aufwacht und denkt, man würde ersticken. Darüber hinaus: Viel zu wenig Liegen am Strand und am Pool, zu wenig Strandtücher und der Geruch nach Erbrochenem an den Getränkestationen.

Lage & Umgebung4,0
Das Hotel liegt direkt am Strand und hat dort auch einen eignen Abschnitt.
Der Flughafen ist nur 3,5 Autominuten entfernt, war aber keinesfalls störend.
Das Hotel liegt - erwartungsgemäß - in der Pampa. Restaurants o.Ä. in der Nähe sind rar gesät. Die Perola Beach Bar, etwa 20 Minuten Fußweg am Strand entlang Richtung Süden, ist recht hübsch und einladend gestaltet.
Ausflüge auf eigene Faust in die nächsten Städte Rabil und Sal Rei haben wir nicht unternommen.


Zimmer3,0
Ausstattung, Größe und Sauberkeit der Zimmer war ok. Was gar nicht ging, war die nur teilweise funktionierende Klimaanlage.Katastrophe!
Draußen bullenheiß und schwül...im ZImmer auch!
Für ein 4 bzw. 5-Sterne Hotel geht das gar nicht! Auch hier besteht eindeutig Nachbesserungsbedarf!
Hinzu kommt der muffig schimmelige Geruch im Zimmer, sobald die Klimaanlage ausgefallen ist.
Der Ausfall der Klimaanlage war und ist sicherilch eine Folge der häufigen Stromausfälle. Auch das für ein solches Hotel und den Preis, der hierfür aufgerufen wird, ein NoGO!
Zimmertyp:Doppelzimmer
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zum Meer/See

Service6,0
Service und Freundlichkeit des gesamten Personals, vom Gärtner bis zum Rezeptionist war durchweg super.

Besonders möchte ich den Einsatz aller Mitarbeiter während des Hurricanes hervorheben, der die Insel während unseres Aufenthalts überquerte. Hier hat sicherlich jeder von ihnen Überstunden geleistet, um dafür zu sorgen, dass der Hotelbetrieb weitestgehend normal weiter laufen konnte. Alle Achtung!

Gastronomie3,0
Das Essen war durchweg OK, nicht mehr aber auch nicht weniger. Keine Offenbarung, aber wir haben immer etwas gefunden, was uns geschmeckt hat. Eine kleine Abwechslung bekommt man in den drei zusätzlichen Themenrestaurants.

Die Getränke würden wir als durchschnittlich bezeichnen.
Das Wasser hat häufiger mal nach Chlor geschmeckt, die Softdrinks beinhalteten gerne auch mal keine Kohlensäure.
Darüber kann man hinwegsehen. Tatsächlich widerlich war jedoch, dass es an den Selfservicestationen häufig nach Erbrochenem gerochen hat. Keine Ahnung wieso (wir vermuten die Getränkeleitungen, insbesondere die des Biers), aber das geht nicht!! Besonders widerlich war es im Restaurant am Pool. Da kam einem jeden mittag ein Geruch von Essen gemischt mit Erbrochenem entgegen...guten Appetit!

Da das Hotel bis unter die Hutschnur ausgebucht schien, war der Gang zum Buffet im Hauptrestaurant eine einzige Katastrophe. Wir kamen uns vor, wie im vietnamesischen Straßenverkehr. Im Dauerslalom mussten wir uns unseren Weg durch die Menschenmassen bahnen. Es grenzt an ein Wunder, dass wir nicht überrannt worden sind.
Besonders schön war es dann zu den Zeiten, in denen die Klimaanlage den Geist aufgegeben hatte. Neben den Menschenmassen kamen dann noch gefühlte 50 Grad im Restaurant hinzu...herrlich...nach dem Essen, erst mal duschen!!

Wir waren froh, dass wir ein paar mal in den Themenrestaurants untergekommen sind. Neben einer etwas anderen Speisenauswahl, ging es hier zudem etwas entspannter zu.

Sport & Unterhaltung2,0
Am Pool war durchweg Halligalli, Ballermannfeeling inklusive. Eng aneinander gepfercht stand Liege an Liege an Liege rund um den Pool. Sicherlich sehr gut, um die Eigenarten und Gepflogenheiten des Liegenachbarn zu erforschen, oder einfach sein Buch gleichzeitig mit ihm zu lesen. Sonnenschirme am Pool gibt es auch. Etwa nach jeder fünften Liege einer. D.h. aber noch lange nicht, dass man da dann auch im Schatten liegen kann. Da man weder Schirm noch Liege großartig bewegen kann, ist man von der Laune der Sonne abhängig.

Den Pool würden wir als buntes Pottpurri aus allem bezeichnen: Alkoholleichen, Getränkebechern, Essensresten (was will man auch anderes erwarten, wenn die Eltern ihre mit Essen besudelten Kinder einfach mal im Pool sauber waschen...) Gummitieren aller Art und Größe, Ballsportler und Wassergymnasten...Ne Runde schwimmen? Nicht möglich! Dazu dauerhafte Beschallung, inkl. Mickie Krause, was für ein Idyll?!

Uns hat´s da eher an den Strand gezogen, der - und diesmal ohne Ironie - wirklich schön ist. Von der Dauerbeschallung am Pool sind wir auch hier nicht verschont geblieben, aber entspannter war es dort allemal. Der Wellengang war allerdings nicht ohne. Man konnte zwar immer rein, aber Obacht war trotzdem geboten.

Wer auf Dauerbespaßung steht, dem wird tatsächlich einiges Geboten und zwar von morgens bis abends. Verschiedenste Sport und Fitnesskurse, über Bingo und Kinderdiso bishin zu täglichen Abendschows. Gelegentlich gibt´s eine Art Trödelmarkt, der tatsächlich nett gestaltet und organisiert war.
Auch für´s Shopping wird einiges getan. In vier oder fünf kleineren Geschäften, gab´s einiges zu erwerben. Über Schmuck und Kleidung bis hin zu Snacks und Souvenirs. Auch ein Nagelstudio gibt es dort.

Die Anzahl der Liegen am Pool und am Strand ist verglichen mit der Anzahl der Gäste (ausgebucht) als unterirdisch zu bezeichnen. Am Pool war ohnehin Hopfen und Malz verloren. Sofern man da nicht schon um sechs liegt, oder, wie es anscheinend alle Anwesenden getan haben, vorher reserviert (selbst die Entspannungsliegen im Wasser waren zum Teil mit Handtüchern reserviert)...Keine Chance! Am Strand musste man zusehen, dass man möglichst vor zehn am Morgen da war, sonst ging auch hier der Kampf um die Liegen und Schirme los...No stress?...dass ich nicht lache. Ähnlich ist es mit den Strandtüchern. Die Bude macht um neun morgens auf. Ab viertel vor bildet sich schon eine Schlange, die bis zur Öffnung schon zig Meter lang ist. Wer zum Teufel hat Bock, sich da reinzustellen? Sobald dann die Schlage abgefertigt ist...Handtücher Ende!
Wenn man Glück hatte, hat´s nur drei bis vier Anläufe am Tag gebraucht, um frische Tücher zu ergatten, im schlechtesten Fall auch schon mal zwei Tage.

Hotel3,0

Tipps & Empfehlung
Ausdrücklich zu empfehlen ist die Buchung einer Rundtour (Nord-/Süd o.Ä.) bei Boavista Tours. Der Veranstalter, Frank, ist ein Deutscher, dem man tatsächlich anmerkt, dass Ihm die Insel am Herzen liegt. Mit Begeisterung, Zeit, zahlreichen Informationen und Respekt den Einheimischen gegenüber, zeigt er den Gästen (pro Tour etwa 10-15 Personen) "seine" Insel. Einfach klasse. Am besten zeitig vorher von zuhause aus online vorbuchen!

Wir haben auch eine weitere Tour (Nordtour) bei CaboKai Tours, einer ebenfalls deutschen Veranstalterin, mitgemacht, die jedoch aus unserer Sicht nicht zu empfehlen ist!

Zu unserer Reisezeit (August), war grade Regenzeit. Das Wetter war meist durchwachsen, sehr heiß und schwül. Teilweise recht schwer auszuhalten.
Sonnenschein gab´s, bis auf wenige Tage, fast jeden Tag, wenn auch nicht dauerhaft. Dazu aber auch Regen an einigen Tagen.
Einen Hurricane haben wir dort auch miterlebt, der dort wohl aber eher untypisch ist.



Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
Hotel ist schlechter als in der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im August 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Sebastian
Alter:31-35
Bewertungen:3
NaNHilfreich