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Jessica (31-35)
Verreist als Paarim August 2015für 2 Wochen

Ein Hotel mit Charme: klein, aber oho!

5,5/6
Das Hotel hat mir sehr gut gefallen und das, obwohl ich anfangs so unsicher war. Im Vergleich zu anderen Hotels in der Umgebung war der Preis so viel günstiger und dann auch noch mit All-inklusiv-Leistungen. Irgendwo musste doch ein Haken sein, oder?

NEIN! Ok, das Hotel ist von der Ausstattung her ein bisschen in die Jahre gekommen. Aber mit Sauberkeit, einem eigenen Charme und vor allem der Freundlichkeit des gesamten Personals hat es das Papillon Lagoon Reef geschafft, uns Skeptiker zu überzeugen.

Das Hotel ist kein Riesenbunker und war dazu in der Reisezeit August nur zu ca. 50% ausgebucht. So waren immer freie Liegen und tolle Plätze im Restaurant zu haben. Die Gästestruktur war wirklich eine bunte Mischung aus Paaren jeglichen Alters - vorwiegend aus Deutschland.

Bei der Beschreibung des Hotels und der Entscheidung haben uns zunächst einige Punkte "gestört" - die sich aber schnell wieder relativiert haben:

* kein hoteleigener Strand (direkte Sicht auf den und direkter Zugang zum Strand // bei starker Flut eh nicht nutzbar )
* kein WLAN (Safaricom-Karte besorgt und immer und überall Internet gehabt)
* kein TV im Standardzimmer (brauchten wir auch nicht, zumal eh kaum Programme empfangbar gewesen wären)
* keine Minibar bzw. Kühlschrank im Standardzimmer (wegen All-Inklusiv mussten wir keine eigenen Getränke kaufen und kaltstellen)
* Speisen- und Getränkequalität bei All-Inklusiv (viel viel besser als erwartet und weit über dem Standard, den ich sonst von AI-Hotels kenne. Getränkeauswahl absolut OK!)



Lage & Umgebung5,0
Trotz der wenigen Kilometer vom Flughafen entfernt zieht sich die Anreise vom Flughafen Mombasa wegen der kurzen Fährüberfahrt und der Straßenverhältnisse etwas (ca. 1,5-2 Stunden - je nach Verkehrslage). Trotzdem alles im Rahmen udn so sieht man schon mal ein bisschen was von Land und Leuten.

Diani selbst bietet einige Restaurants und Shopping-Gelegenheiten, die wir aber nicht wirklich genutzt haben bzw. nur sehr selten. Für Ausflüge bzw. Safaris bietet sich der Kisite Marine Park und die Nationalparks Tsavo (Ost & West) sowie Amboseli an. Auch Flugsafaris in die Massai Mara etc. sind von Diani aus unkompliziert möglich/buchbar.


Hotel liegt direkt am Strand, wobei ich anfangs etwas skeptisch war, weil das Hotel ja keinen eigenen/reservierten Strandabschnitt hat. Dieser wäre aber eh durch Ebbe und Flut nicht immer nutzbar gewesen und so konnte ich im Schatten unter Palmen auf der Rasenfläche liegen und auf den weißen Sand und das türkise Meer schauen. Und durch den direkten Zugang über eine Treppe war das Spazieren bzw. das Baden im Meer unkompliziert möglich.

Zimmer5,0
Unser Zimmer befand sich im Haupthaus in der Nähe der Rezeption (Standardzimmer// wegen Durchgangstür zum Nachbarzimmer auch als Family Room(s) nutzbar).

Die Standardzimmer sind recht klein und zweckmäßig eingerichtet. Aber: sehr sauber. Das Zimmer verfügt über einen Einbauschrank (mit Safe, kostet 150 ksh/Tag) und eine Ablagefläche mit Spiegel. Um das Bett bzw. die Betten ist ein Moskitonetz gespannt. Ein Deckenventilator sorgt für ein frisches Lüftchen, wenn man die Klimaanlage nicht nutzen möchte bzw. wenn diese nachmittags ausgestellt ist.

Das Bad ist mit einer Duschnische mit Vorhang, einem WC, einem Waschbecken und einem Föhnausgestattet. Auf der Ablagefläche steht eine Thermoskanne mit abgekochtem Wasser, das man für das Zähneputzen nutzen kann. Wird täglich aufgefüllt.

Außerdem verfügen alle Zimmer über einen kleinen, möblierten Balkon.

Bis auf Fernseher und Minibar/Kühlschrank also alles vorhanden, was man so im Urlaub brauchen könnte. Auf einen Fernseher zu verzichten, hat uns gar nichts ausgemacht - zumal die Auswahl der Programme ja eh immer sehr dürftig ist. Und den Kühlschrank haben wir nicht gebraucht, weil wir ja immer mit ausreichend gekühlten Getränken versorgt waren.
Zimmertyp:Doppelzimmer
Zimmerkategorie:Bestprice
Ausblick:zum Garten

Service6,0
Da in Kenia Englisch Amtssprache ist, kommt man hiermit sehr weit und kann sich überall sehr gut verständigen. Aber auch sehr viele Angestellte und auch die Beachboys sprechen teilweise ziemlich gutes Deutsch.

Wirklich jeder Mitarbeiter ist sehr freundlich und bemüht. Wenn es mal notwendig ist, wird unkompliziert und schnell geholfen. Der Service im ganzen Hotel ist wirklich überdurchschnittlich. Sobald man in Richtung Pool kommt, werden einem die Auflagen zur gewünschten Liege getragen. Getränkewünsche werden schnell notiert / umgesetzt und auch das schmutzige Geschirr wird immer sehr schnell abgeräumt.

Zimmer werden täglich (gründlich) gereinigt und auch die gesamte Anlage wird tagsüber von sehr fleißigen und freundlichen Gärtnern gepflegt. An manchen Tagen prüfen diese auch die Gefahr durch gereifte Kokosnüsse und dann werden die ggf. "von Hand" (also durch Hochklettern auf die Palme ohne Hilfsmittel) geerntet und dann vor den Augen der Urlauber mit der Machete geöffnet und serviert.

Auch der Security-Dienst pa­t­rouil­lie­rt regelmäßig übers Gelände und sorgt dafür, dass die cleveren und diebischen Äffchen im Zaum gehalten werden oder dass die nicht so ungefährlichen Paviane nicht zu nah an die Urlauber rankommen.

Nie hatte ich das Gefühl, dass Trinkgelder "notwendig" sind, um einen noch besseren Service zu bekommen. Trotzdem haben wir gerne und sehr regelmäßig an alle Mitarbeiter Trinkgelder verteilt. Mit 100 KSH (50-80 Cent) kann man schon nen kleinen Unterschied für den Empfänger machen. Keiner ist überbezahlt und wenn man sich mit den Leuten unterhält, erfährt man auch aus welchen entfernten Landesteilen sie stammen und wie viele Familienmitglieder aus deren Einkommen versorgt werden....

Gastronomie6,0
All-Inklusiv ist immer so eine Sache: eintöniges, geschmackloses Essen an ellenlangen Buffets habe ich rund um den Globus schon erleben müssen. Aber nicht hier!

Die Auswahl ist ausreichend und für jeden (auch Vegetarier) ist viel dabei. Besonders lecker fand ich die diversen Salate (die man auch unbedenklich genießen kann) und die vielen unterschiedliche Gemüsesorten, die schmackhaft zubereitet werden.

Beim Frühstück gibt es die obligatorische Eier-Station, bei der man sein Frühstücksei nach Wunsch (Omlette, Spiegelei, Rührei, gekochtes Ei) zubereitet bekommt. Darüber hinaus gibt es eine Auswahl an deftiger Gerichte (Kartoffeln, Pilze, Tomaten, Speck, Würstchen). Aber auch Früchte, Corn Flakes, Pfannkuchen/French Toast und süßes Gebäck sind zu finden. Weißbrot wird an einer Station firsch aufgeschnitten und getoastet. Wie in vielen fernen Ländern ist die Auswahl des Aufschnitts sowie des Brotes arg eingeschränkt, aber es ist auch nie meine Erwartung, dass ich dort das gleiche breite Spektrum angeboten wird, wie zu Hause.

Beim Mittagessen gibt es auch immer ausreichend Auswahl an Gemüse, Fleisch, Fisch, Pasta, Salat. Zusätzlich besteht immer die Möglichkeit, sich ein Sandwich nach Wunsch zusammenstellen zu lassen.

Abends gibt es dann Leckereien, so viel das Herz begehrt. Die Küche ist sehr europäisch und qualitativ top. Alles sehr schmackhaft und auch Suppen, Salate und Desserts sind sehr zu empfehlen.

Es werden besondere Abende angeboten, wie bspw. der afrikanische Abend oder ein BBQ unter freiem Himmel.

Die Köche haben immer ein Lächeln auf den Lippen und freuen sich über Komplimente zu ihren Speisen und ein bisschen Small Talk. Auch sie haben wir bei Trinkgeldern gerne berücksichtigt und uns über ihr Lächeln sehr gefreut.

Getränke gibt es eine

Sport & Unterhaltung5,0
Wer möchte, kann an den Tagesaktivitäten (Volleyball, Boccia, Wassergymnastik, etc.) mitmachen. Animation ist zum Glück sehr dezent und ohne Musik. Nur die Wassergymnastik, bei der gesungen wird, geht einem ab Tag zwei ein bisschen auf den Wecker. Ab Tag 4 hat man gelernt, es zu überhören ;-)

Es gibt auch eine Tischtennisplatte, an der man spielen kann oder man kann sich auch Federnallschläger ausleihen und sich selbst beschäftigen.

Abends wird unten an der Strandbar immer ein kleines Programm angeboten: Massai Tänze, Akrobaten, eine Band mit Livemusik, Disco. Aber alles in Maßen und unaufdringlich. Um 24 Uhr ist dann auch Schluss und die Nachtruhe gewährleistet.

Der Pool ist ausreichend groß und sauber. Toll ist die Poolbar, weil man auch direkt vom Wasser aus ein schönes Radler trinken kann. Für die verstellbaren Holzliegen gibt es dicke Auflagen/Matratzen, die das Liegen wirklich komfortabel machen. HStrandtücher gibt es täglich gegen Unterschrift in ein Logbuch.

Toll: bei Regen sammelt das Team die Sachen ein. Wir waren an einem Tag draußen an der Sandbank schnorcheln, als ein starker Schauer runterkam. Die Pool-Jungs haben auch unsere Taschen und meine Kamera eingesammelt und bei sich am Unterstand sicher verwahrt. So ist nichts nass geworden oder kaputt gegangen. War ein Segen und ein super Service.

Hotel6,0

Tipps & Empfehlung
Das Hotel bietet eine feste Internetecke an, bei der man für 300 KSH eine halbe Stunde ins Internet kann. Außerdem kann man vor Ort auch Geld tauschen, wenn man welches braucht.

BARGELD/INTERNET
Bessere und günstigere Alternativen: an der Rezeption ein Taxi bestellen und für 1200 KSH zum BarcleyCenter bzw. an den Supermarkt Nakumatt fahren. Beide liegen sich genau gegenüber, so dass man zunächst an der Barcley Bank am Schalter oder am Automaten außen zu einem sehr günstigen Kurs Kenianische Schillinge ziehen kann und dann im Nakumatt-Center oben im Safaricom-Shop eine Prepaid-SIMkarte kaufen kann. Für 3 GB Internetvolumen habe ich nur 1100 KSH bezahlt und das Handy wurde mir komplett eingerichtet. Man muss nur seinen Reisepass dabei haben...

SAFARI
Die Safari habe ich schon von Deutschland aus recherchiert und gebucht. Die vielen Hilfestellungen hier im Forum haben mir sehr geholfen. Aufgrund der Wege und des guten Preis-Leistungsverhältnisses haben wir uns für 3 Tage/2 Nächte Tsavo Ost und West entschieden. Jeweils eine Nacht haben wir im Sentrim Camp (ehemals Tahir Camp) und in der Rhino Valley Lodge verbracht. Ich habe diverse Anbieter vorab wegen eines Angebotes angemailt, mich aber dann für PURE NATURES - Safaris in Kenia entschieden. Die Agentur wird von einer Deutschen geführt und die Beratung im Vorfeld und das Eingehen auf unsere Wünsche waren top. Dazu war das Preis-Leistungsverhältnis klasse und deutlich günstiger als bei den Anbietern direkt in Diani vor Ort. Vorab habe ich mit Maria geskypt und alle Fragen klären können. Außerdem hat sie unsere Unterkünfte so gebucht, dass wir in erster Reihe zum Wasserloch untergebracht waren, so dass wir immer eine tolle Sicht auf die Tiere hatten.

SCHNORCHELAUSFLUG
Einen Tag sind wir auch in den Kisite Marine Park und auf Wasini Island gefahren. Dazu habe ich mich direkt an die Tauchschule Pilli Pipa gewendet und für ca. 100€/Person einen wunderschönen Tag mit kulinarischen Highlights verbracht. Das Schiff und die Crew waren klasse, das afrikanische Mittagessen reichhaltig und fantastisch und die Delfinsichtung natürlich traumhaft.

AUSFLUG ZUR SANDBANK
Direkt vor dem Hotelstrand tut sich bei Ebbe eine große Sandbank auf. Dort kann man mit den unterschiedlichen Booten am Strand hinüberfahren. Die Beachboys verkaufen diese Touren für ca. 10€/Person. Einige Boote haben einen Glasboden, so dass man bei der Überfahrt schon die Unterwasserwelt bewundern kann. Ansonsten werden einem die Seesterne und -igel gezeigt und einige Fische angefüttert. Mit geliehener Schnorchelmaske und Flossen kann man die Unterwasserwelt selbst erkunden und hat eine nette Abwechslung vom Strandalltag.

TRINKGELDER
Ich habe es ja schon an anderer Stelle erwähnt: Trinkgelder sind für mich in jedem Land selbstverständlich und treffen in Kenia niemanden Falsches. Daher gebe ich gerne und weiß, dass das Geld hilft.

BEACHBOYS/SOUVENIRS
Die Beachboys sind inbesondere in den ersten Tagen sehr aufdringlich. Man wird von allen angequatscht, jeder versucht einem etwas zu verkaufen. Grundsätzlich sollte man Souvenirs erst in den letzten Tagen kaufen, wenn man sich mit den Preisgefügen und der Währung ein bisschen auskennt. So vermeidet man überteuerte Einkäufe. Auf der anderen Seite leben die Beachboys und die Händler von den (wenigen) Touristen, daher habe ich mich auch bewusst dafür entschieden, nicht im Hotelshop sondern am Strand meine Mitbringsel zu kaufen. Direkt unten Hotelstrand gibt seitlich (parallel zur Beachbar) es eine kleine Straße mit Shops. Dort bekommt man tolle Schnitzereien, Specksteine und Ketten. Man kann sogar sehen, wie sie gefertigt werden und die Preise sind fair - wenn man gut verhandelt .
Ansonsten kann man auch bei den Massais am Strand eine Kleinigkeit kaufen.

KUGELSCHREIBER/KLAMOTTEN/SCHUHE/DROGERIEARTIKEL
Kenia ist wirklich ein armes Land und es fehlt der Bevölkerung durchgehend an Dingen des täglichen Gebrauchs. Wer ein paar Kugelschreiber entbehren kann, sollte die sich in den Koffer stecken und kann vor Ort einige Leute glücklich machen. Viele möchten diese für ihre Schulkinder haben. Wer ausrangierte Kleidung und vor allen Dingen Schuhe hat, findet auch reichlich Abnehmer dafür. Gerade an den letzten Tagen wird man von unterschiedlichen Leuten drauf angesprochen, ob man seine Flipflops noch braucht oder ob man diese entbehren kann. Gleiches gilt für Kosmetika: angebrochenes Duschgel/ Shampoo, Sonnencreme, Moskitospray, Hygieneartikel, Taschentücher, Pflaster, Nagellack, Rasierer etc. haben wir direkt vor Ort gelassen, aufgeteilt und an unterschiedliche Leute gegeben. Jeder konnte etwas gebrauchen. Den Angestellten haben wir ein Zettelchen geschrieben, dass es sich hierbei um ein Geschenk für den jeweiligen Mitarbeiter handelt. Damit da keine Mißverständnisse aufkommen...


Hotel wirkt besser als angegebene Hotelsterne
Hotel ist besser als in der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im August 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Jessica
Alter:31-35
Bewertungen:2
NaNHilfreich