Mit Ausnahme der Lage (Nähe zum Hauptbahnhof und zur City) und des Frühstücks (gute Qualität, sollte aber für ein Dreisternehotel Standard sein) lässt sich diesem Hotel NICHTS Positives abgewinnen. Man liest in anderen Bewertungen mehrfach, dass sich das Hotel in der Renovierung befindet. Hiervon konnten wir aber nichts bemerken. Sowohl die Zimmereinrichtung als auch die sonstigen Einrichtungen stammen aus dem letzten Jahrhundert (Mitte des Jahrhunderts, wohl gemerkt), wenn man von einem fast von der Wand fallenden Flachbildschirm absieht. Das Hotel befindet sich wohl im Familienbesitz in dritter Generation (lt. Prospekt). Die Familie tritt aber (wohl aus gutem Grund) nicht offen in Erscheinung. Interesse an einer halbwegs ordentlichen Führung des Hotels scheint dort zumindest nicht zu bestehen. Selbst ein Mindestmaß von "Sauberkeit" ließ sich auf den Zimmern nicht feststellen - herabhängende, teilweise fast abgerissene Vorhänge und Gardinen, Spinnweben in allen Ecken, Staub auf den Lampenschirmen, Ameisen im Schrank.... Die Liste ließe sich beliebig weiterführen. Unser Zimmer erreicht man über den Hinterhof des Hotels, es lag in einem Nebengebäude. Auch diesen sollte man möglichst nur mit Gummistiefeln betreten. Überall herumliegende Zigarettenkippen, zerbrochene Plastikbecher und sonstiger Unrat. Die Müllberge des Hotels befanden sich keine 5 Meter von unserem Zimmer entfernt. Kein Wunder, dass da verschiedenstes Ungeziefer kreucht und fleucht. In welchem Zustand sich dieses Hotel während des Oktoberfests befindet, kann man nur erahnen. Zumindest hat es wohl schon zahlreiche Touristengruppen während der Wiesnzeit erlebt, allerdings keine anschließenden dringend erforderlichen Instandhaltungs- und Reinigungsmaßnahmen. Zimmerpreis schloss Frühstücksbuffet ein. Gästestruktur international, wie dies für eine Großstadt wie München üblich ist. Einziger Tipp: Dieses Hotel auf jeden Fall meiden. Es gibt nichts, was irgendwie für einen Aufenthalt in diesen versifften Zimmern entschädigen kann. Eigentlich müsste man noch Geld erhalten, bevor man sich hier einquartiert.
Hierzu ist eigentlich bereits alles gesagt. Wir hatten ein Vierbett-Zimmer gebucht. Zum Glück sind unsere Kinder schon älter und nicht so empfindlich, sonst wären wir aus Furcht vor irgendwelchen Krankheiten sofort in ein anderes Hotel gezogen. Ansonsten nur noch einmal kurz die Highlights: Ameisen im Schrank, Spinnweben in jeder Ecke des Zimmers, teilweise abgerissene Vorhänge, ein an der Wand "befestigter" Flachbildschirm, der einem der nächsten Hotelgäste mit Sicherheit auf den Kopf fallen wird. Die Zimmer befanden sich im Erdgeschoss des Hintergebäudes. In unbewachten Momenten ist der Zugang von der Hauptstraße möglich. Die Haupteingangstür ist nicht abschließbar. Logischerweise war an unserer Zimmertür sofort erkennbar, dass man einmal bereits versucht hatte, hier einzubrechen. Das Schloss war provisorisch geflickt, ein kleiner zusätzlicher Eisenbügel aufgeschraubt. Allerdings ließ sich die Tür nun, selbst wenn abgeschlossen, immer einen Spaltbreit (ca. 1 cm) öffnen. Unterhalb jeder Tür war ca. 1-2 cm Luft. Also alles in allem bestens geeignet für "offene Kommunikation" mit den Zimmernachbarn. Im Bad befand sich eine Badewanne (Vorsicht Rutschgefahr beim Reinklettern) mit ca. 1m breiter Trennwand zum Duschen. Der Duschkopf hing etwas lose an der Wand; auch sollte man nicht wesentlich größer als 1,70 m groß sein, sonst steht man im Trockenen. Die Toilette hatte einen seitlichen Neigungswinkel von ca. 10 Grad. Bei der Schlafgelegenheit für die 3. und 4. Person in diesem Zimmer handelt es sich um ein Brett mit aufgelegten Polstern. "Steinhart" wäre noch untertrieben. Zwischen dem provisorisch zusammengezimmerten Doppelbett und dem "Schlafbrett" befand sich ein Kleiderschrank, der am Fuß des Doppelbettes befestigt war und wohl irgendwie als Raumtrenner dienen soll. An diesem konnte man links und rechts vorbeigehen. Die Bewegungsfreiheit im Zimmer wurde hierdurch aber nicht erhöht. Die Wände waren mit zahlreichen, provisorisch verputzten Stellen versehen (der Gips war aber schon längst getrocknet). Einen Anstrich haben die Wände seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen. Für 4 Personen fanden sich ungefähr genauso viele Kleiderbügel, davon waren 3 mit irgendwelchem klebrigen Zeug versehen. Unter den Stühlen befand sich auch eine undefinierbare klebrige gelbe Masse. Allgemeine Verhaltensregel für unsere Familie war also: So wenig wie möglich anfassen, entweder wegen fehlender Stabilität der Gegenstände oder wegen Infektionsgefahr.
Frühstücksbuffet - einziger Punkt ohne wesentliche Beanstandung, wenn man von der mangelnden Aufmerksamkeit und Schnelligkeit des Service-Personals sowie der fehlenden Sauberkeit des Frühstücksraums absieht.
Auf unsere Beschwerden in Bezug auf "Sauberkeit" des Zimmers usw. erhielten wir ein lapidares "Das tut uns leid". Anscheinend ist man an der Rezeption bereits an derartige Reaktionen der Hotelgäste gewöhnt, stört sich aber nur nicht daran. Nachdem wir uns mit Besen bewaffnet hatten, um die Spinnweben selbst zu entfernen, wurde uns als "Entschuldigung" ein Drink an der Bar angeboten. Der Service beim Frühstück ist absolut überfordert. Am ersten Morgen war um 9:30 Uhr nur eine Bedienungskraft im Einsatz bei geschätzt ca. 80-100 Gästen! Der "Kollege" erschien etwas später und entschuldigte sich tatsächlich bei Gästen, dass er verschlafen habe! Der Service beim Frühstück wird von Hilfskräften übernommen; es scheinen (weder hinsichtlich Sauberkeit noch Freundlichkeit) keine gelernten Fachkräfte zu sein. Zimmerreinigung NICHT vorhanden. Wir kamen am ersten Tag um ca. 16:30 Uhr von unserem Stadtbummel zurück. Das Zimmer war noch nicht gemacht. Später (ca. 17 Uhr) hat man uns wenigstens Handtücher zum Austausch angeboten.
Zentral, ca. 15 Minuten Fußweg zum Hauptbahnhof, ca. 20 Minuten zum Stachus.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Wir haben uns nur so kurz wie möglich in unserem Zimmer aufgehalten. Ansonsten flüchteten wir schnell in die Münchner City. Jedes, aber auch jedes Lokal in München versprüht mehr Charme und ist sauberer als dieses Hotel. Wir sind seit mehreren Jahren mit unseren Kindern regelmäßig (1-3 Mal im Jahr) zu Besuch in München, insofern waren wir entsetzt, dass hier solch katastrophales Hotel mit drei Sternen bedacht worden ist. Jedes 1-Sterne-Hotel im Ausland bietet u.E. bessere Qualität. Wir sind an beiden Abenden mit Widerwillen ins Hotel und in unsere Zimmer zurückgekehrt. Der lt. Prospekt angebotene "Wellness"-Bereich war gesperrt; wir hatten aber angesichts der Erfahrungen mit der Sauberkeit in unserem Zimmer auch gar keine Ambitionen, uns hier überhaupt nur umzuschauen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1-3 Tage im April 2012 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andreas |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


