Das Hotel ist realtiv klein (weniger als 50 Zimmer) und die Anlage befindet sich in einem durchschnittlich befriedigendem Zustand. Das Hotel verfügt über zwei Gebäudeteile, die durch die schmale Strandstraße voneinander getrennt sind. Ca. 90 % der Gäste waren Italiener, daneben einige Östereicher und Deutsche. Viele Gäste waren älter als 50 Jahre, es waren jedoch auch einige Familien mit Kindern anwesend. Gäste in unserem Alter waren eher die Ausnahme. Unbedingt Mietwagen!!! Die Gegend um Capo Vaticano ist relativ abgeschieden und sowohl das "nahe" Städtchen Tropea als auch das Hinterland, die Ionische Küste oder die südliche Region Kalabriens sollte man sich nicht entgehen lassen. Wir waren in den ersten beiden Septemberwochen dort und es war teilweise unerträglich und nach Aussagen der Reiseleitung untypisch heiß! Die Preise für Nahrungsmittel und Gebrauchsgüter sowie Benzin entsprechen in etwa den deutschen Preisen. Wer auf Massenabfertigung und 4 Stunden Schifffahrt steht, sollte sich die Strombli-by-Night-Tour auf keinen Fall entgehen lassen. Wir jedenfalls waren froh, als es vorbei war und wir keine Heizdecke kaufen mussten ;-). Der Stromboli ist hübsch anzuschauen, leider war er aber zu der Zeit sehr ruhig... Schade! Bei dem klaren Wasser empfiehlt sich die Mitnahme einer Luftmatratze und Schnorchelausrüstung. Auch eine eigener Sonnenschirm ist nicht von Nachteil, da man es nur so an einsamen Stränden ohne Verleih aushalten kann.
Unser Zimmer befand sich im Nebengebäude und war ausreichend groß. Es verfügte über eine spartanische Ausstattung (Kleiderschrank, Bett, kleiner Tisch, ein Stuhl, TV, Klimaanlage und kostenloser Safe) und eine kleine Terasse mit Tisch und Stühlen und Wäscheständer. Das Bad ist relativ geräumig, allerdings ist die Duschkabine dafür umso enger. Wie in den vorhergenden Bewertung bereits beschrieben ist das Haus sehr hellhörig. Die Matratzen waren nicht die neuesten, für 10 Tage war es aber ok.
Das Hotel verfügt über einen Speise"saal", der eher einer Mensa oder Kantine gleicht, und einen Frühstückraum mit Meerblick. Das Abendessen ist qulitativ hochwertig. Allerdings ist die Atmosphäre mehr als ungemütlich. Die Kellner geben sich große Mühe, dass Essen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen und machen dabei keinen wirklich motivierten Eindruck. Man hat als Gast fast das Gefühl zu stören! Die Tischdecke wurde nur sporadisch gewechselt und trug die Spuren der letzten Mahlzeiten. Die drei Gänge (Vorspeise, Hautgericht, Nachtisch) wurden von den Kellnern serviert. Die Beilagen zum Hauptgericht und die Salate mussten am Büffet mühsam erkämpft werden. Wer nicht schnell genug war, lief immer Gefahr, nichts mehr zu bekommen und den Fisch ohne Beilagen essen zu müssen. Ähnliches galt fürs Frühstück. Frühstück gabs von halb acht bis 10 Uhr; wer zu früh kam, hatte Beilagen ohne Brot oder Brötchen und wer zu spät kam, den bestrafte das Leben in Form abgegessener Käse-, Wurst- und Tomatenplatten. Die leergegessenen Platten, fehlendes Besteck und Getränke wurden nur zögerlich bis gar nicht und - wenn überhaupt - auf Anfrage nachgefüllt. Die ohnehin begrenzte Auswahl eines italienischen Frühstücks wurde durch den "Marinella-Faktor" und den Hunger der restlichen Gäste auf fast Null reduziert. Fazit: Qualität Abendessen gut, alles andere schlecht! Die fünf Tage, die wir einen Mietwagen hatten, haben wir jeden Abend auswärts (immer in Tropea) gegessen und die angenehme Atmosphäre, als Gast behandelt zu werden, genossen.
Am Ankunftstag mussten wir (nach 2 Stunden Transfer vom Flughafen) 1 Stunde warten, bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Das ist nicht weiter schlimm, allerdings wäre es angebracht gewesen, uns während der Wartezeit ein Getränk oder ähnliches anzubieten. An der Rezeption kommt man mit deutsch und englisch sehr gut zurecht. Das restliche Personal des Hotels spricht überwiegend fließend italienisch und ein paar wenige Brocken deutsch oder englisch. Die Zimmerreinigung erfolgte täglich und die Damen leisteten stets eine gute Arbeit. Allerdings muss man dazusagen, dass die Bettwäsche während unserer 10 Tage Aufenthalt keinmal (!) gewechselt wurde und die ohnehin qualitativ minderwertigen Handtücher teilweise auch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung standen und man teilweise auf Handtücher warten musste. Die Kompetenzen der Angestellten sind als fragwürdig zu beurteilen. Unserer Einschätzung nach verfügt fast keiner der dort Arbeitenden über eine entsprechende Qualifikation. Sowohl die Kellner als auch die Damen an der Rezeption haben einige Mängel erkennen lassen. So fehlten bei Frühstück oder Abendessen des öfteren Messer, Servietten, Löffel, Stühle (!), etc. Die Kellner hatten beim Servieren den Charme eines alten Regionalexpresses. An der Rezeption verschwand unser Schlüssel und fand sich später unter einer anderen Zimmernummer wieder, nachdem die Dame behauptet hatte, dass wir den Schlüssel nicht abgegeben hätten. Eine Entschuldigung blieb aus. Auch bei 3 Sternen kann man dies erwarten! Die fehlenden Kompetenzen konnten nur teilweise durch Freundlichkeit ausgeglichen werden.
Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum Strand (Luftlinie ca. 200 m), allerdings gestaltet sich der Weg ans Meer bzw. zurück aufgrund der topografischen Begenbenheiten der Region und der klimatischen Verhältnisse während unseres Aufenthaltes als etwas erschwerlich. Das Hotel bietet einen Shuttel-Service an, der zweimal (mittags und abends) die Gäste zum Hotel zurückbringt. Die Transferzeit vom Flughafen zum Hotel beträgt ca. 2 Stunden. In der direkten Umgebung des Hotels befindet sich ein kleiner Supermarkt. Will man etwas mehr Vielfalt beim Einkauf genießen oder zu Fuß die nächsten Bars oder Restaurants aufsuchen, muss man einen schweißtreibenden Marsch bergauf in Kauf nehmen. Zu unserer Zeit herrschte in den umliegenden Bars und Restaurants jedoch weitgehend gähnende Leere. Die nächste größere (und sehr schöne) Stadt Tropea ist mit dem Auto in ca. 20 Minuten zu erreichen. Die nächste Bank mit Bankautomat und der nächste Bahnhof befinden sich in ca. 2 km Entfernung. Das hört sich nicht viel an, ist aber wie bereits oben erwähnt nicht ohne Mühen und eine anschließende Dusche zu Fuß zu bewältigen. Taxen und sonstige öffentl. Verkehrsmittel haben wir keine gesehen. Das Hotel bietet einen kostenlosen Shuttle-Service zu einem anderen Strand (Tono-Spiaggia) an. Ohne Mietwagen ist man dort ziemlich aufgeschmissen!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Unterhaltung = 0, abgesehen von einer Tischtennisplatte und eines sehr kleinen Pools. Der Strand ist (wie alle Strände der Region) in einer hübschen Bucht gelegen. Sonnenschirme und Liegestühle werden vom Hotel gratis gestellt, Liegen muss man sich gegen Gebühr leihen. Das Wasser ist kristall-klar und hatte eine sehr angenehme Badetemperatur. Der Strand ist in einem sauberen Zustand. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas eng wirkt, herrscht dort eine angenehme Atmosphäre zum Relaxen und Entspannen. Am Strand gibt es 2 Pizzerien und Pedalo-Verleih. Es lohnt sich aber auch mal andere (und einsamere) Strände zu erkunden (besonders zu empfehlen sind die Strände am Ionischen Meer in der Gegend südlich von Catanzaro).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Diana und Fabian |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 3 |


