Das H10 Lanzarote Gardens besteht aus 6 Blöcken und wenigen Bungalows, die kreisförmig um eine Garten-Pool-Landschaft angeordnet sind. Die Blöcke haben jeweils 3 Etagen, wobei die oberen beiden jeweils nur über schmale Treppen zu erreichen sind. Die Gartenlandschaft rund um den Pool ist sehr gut gepflegt und kann in Anbetracht der normalerweise kargen Natur auf Lanzarote auch als üppig bezeichnet werden. Ganz neu ist das Hotel nicht mehr - Mitglieder unserer Reisegruppe waren schon vor 10 Jahren dort -, aber alles machte einen ordentlichen gepflegten Eindruck. Was schon von vielen hier geschrieben wurde: das Lanzarote Gardens ist ein Kinder-Hotel. Die Appartements sind für den Aufenthalt von Familien konzipiert (in der Regel ist alles 4-fach vorhanden) und es gibt einen Kinderklub. Internet gibt es entweder recht teuer an Rechnern, die in der Nähe der Rezeption stehen. Man kann sich aber auch einen Zugangscode kaufen, um im Hotelbereich bzw. auf dem Zimmer mit seinem eigenen Gerät ins Internet zu gehen. Allerdings gab es des Öfteren Schwierigkeiten, das Internet steht wohl nicht rund um die Uhr und auch nicht an allen Stellen im Hotel wireless zur Verfügung - also mal ein Urlaub offline, ist ja auch nicht verkehrt. Supermärkte gibt es mehrere in fußläufiger Entfernung. Das größte Sortiment und auch günstige Preise hatte der HiperDino, den man nach ca. 10 Minuten Fußweg entlang der Straße Richtung Ortskern erreicht. Am Sonntag fährt Morgens an der Bushaltestelle vor dem Hotel zu viermal ein Bus direkt nach Teguise, weil dort sonntags im gesamten Ort Markt ist. Ein Massenauflauf. Und nur in einer kleinen Straße gibt es Sachen von einheimischen (Kunst-)Handwerkern. Wer sich die alte Inselhauptstadt ansehen will, sollte aber an einem anderen Tag dorthin fahren - es lohnt sich!
Die Zimmer waren wohl alle als Appartements gestaltet, also mit Wohn- und Schlafraum plus Bad und Balkon/ Terrasse. Im Wohnraum gab es eine voll ausgestattete Küchenzeile - mit Herd, Backofen, Kühlschrank mit Eisfach, Spüle, Mikrowelle, Wasserkocher und kleiner Kaffeemaschine mit Dauer-Filter. Dazu ausreichend Geschirr, Bestecke, Töpfe, eine Pfanne und ausreichend Trink-Gläser. Eigentlich bräuchte man gar keine Verpflegung mit buchen - ich weiß aber nicht, ob das Hotel ohne Verpflegung buchbar ist. Im Wohnraum gibt es dann einen Esstisch mit 4 Stühlen, ein kleines Sofa mit Couchtisch und eine Kommode, auf der ein älterer Fernseher steht, mit dem man auch viele deutsche Sender empfängt. Das Sofa ist wohl auch als weiteres Bett nutzbar und war bei mir schon seeehr ausgesessen. Die Balkons/ Terrassen sind recht groß. Ein Tisch mit vier Stühlen und ein Wäschetrockengerüst befinden sich darauf. Die Anlage ist so gebaut, dass man so gut wie nicht andere Balkons einsehen kann - sehr gut! Im Schlafzimmer gibt es zwei Betten mit Nachtschränkchen und einen großen Wandschrank mit Schiebetüren sowie einen weiteren kleinen Fernseher auf einem Tischchen vor dem Frisierspiegel. Das Bad meines Appartements war relativ neu gestaltet: Waschtisch mit aufgesetztem Waschbecken, riesiger Spiegel an der Wand davor, Dusche mit Glaswand und (frischem!) Vorhang sowie WC und Bidet. Alles in allem bieten die Zimmer reichlich Platz - obwohl, wenn 4 Personen sich darin aufhalten, könnte es schon mal eng werden. Die Einrichtung ist nicht immer auf neuestem Stand bzw. merkt man ihr das Alter gelegentlich schon an, z.B. auch der wuchtigen Betteinrahmung aus Holz. Aber was auszusetzen hatte ich nicht und für zwei Wochen Urlaub war die Ausstattung alle mal gut und insgesamt sehr praktisch.
Wir hatten Halbpension gebucht und ich muss sagen, dass das Essen hinsichtlich Qualität und Auswahl wirklich gut war. Ich hatte aufgrund der Bewertungen, die das Essen so schlecht machen, wirklich Bedenken - wurde dann aber positiv überrascht. Das Frühstück: große Auswahl an allem, was man zum Frühstück essen möchte. Spiegeleier und Pancakes wurden frisch zubereitet, verschiedene Joghurts, Müsli u.Ä., Marmeladen und Semmeln gab es jeden Morgen, Toastbrot, Kuchen, Kekse und sogar Schwarzbrot noch dazu. Mehrere Sorten Wurst und Käse, frisches Obst oder solches aus der Dose und dem Eisfach … Wirklich eine große Auswahl. Zum Abendessen gab es auch jeden Abend eine große Auswahl. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten - aber für mich war das allermeiste auch sehr gut zubereitet. Zudem wird immer auch Fleisch, Fisch und Gemüse frisch gegrillt. Es gibt Themenabende - kanarisch, italienisch, mexikanisch, asiatisch - und die wiederholen sich anscheinend jede Woche am selben Wochentag. Aber das finde ich nicht wirklich schlimm. Man weiß dann in der zweiten Woche schon, was es an diesen Thementagen zu essen gibt - und was einem in der Vorwoche besonders gut oder auch nicht geschmeckt hatte. Jeden Abend gibt es zu den warmen Speisen auch jeweils ein umfangreiches Kalte-Vorspeisen-Buffet (Salate, verschiedene Käse, Auberginen mit Tomaten und Käse überbacken, Tortilla-Chips mit Dips u.a.), zwei Suppen und natürlich ein umfangreiches Nachspeisenbuffet (mit verschiedenen Kuchen, frischem Obst und Eis). Aufgrund der Auswahl findet jeder etwas, das ihm schmeckt. Für die Kinder gibt es sogar noch ein extra Kinder-Buffet mit den Sachen, die Kinder gern essen: Nudeln, Würstchen, Möhren, kleine Hackbällchen usw.. Überhaupt findet sich auch am "normalen" Buffet einiges, das dem hohen Kinderanteil im Hotel gerecht wird: zum Frühstück z.B. Kakaopulver und Schokocreme, zum Abendbrot jeden Abend Pommes und Nudeln sowie bei den Nachspeisen alle paar Tage mal ein Schokobrunnen, für den viele kleine Süßigkeiten zum drunterhalten daneben standen. Das einzig Negative an der Gastronomie: der Lärmpegel im Speiseraum, besonders zum Abendessen. Hier könnte wirklich mal über eine andere Einteilung des Raumes - z.B. besonderer Bereich für Gäste mit Kindern - nachgedacht werden. Auch wäre es gut, wenn man darauf achten würde, dass nicht alle Kinder mit ihren Händen im Nachspeisen-Buffet rum-grabschen oder in die Eisbehälter fassen - aber das wäre ja Aufgabe der Eltern und nicht des Hotels.
An der Rezeption wurde man bei Fragen sehr freundlich und gut bedient. Gesprochen wurde oft auch deutsch, ansonsten ging es problemlos in Englisch. Beschwerden hatte ich keine, kann daher zum Umgang damit nichts sagen. Beim Zimmerservice- na ja, wenn man danach trockene Blätter oder anderen Dreck findet, der vorher nicht da war, kann man schon mal drüber nachdenken, ob das wirklich so sein muss. Außerdem wurde einmal vergessen, das Kopfkissen wieder neu zu beziehen. Der alte Bezug war weg - also bin ich nach dem Abendessen zur Rezeption. Es dauerte dann etwa eine Stunde, bis eines der Zimmermädchen mit mehreren Sachen überm Arm bei mir klopfte und einen Bezug brachte. Anscheinend musste sie noch für mehrere Zimmer Ersatz austragen. Der Balkon wurde in den zwei Wochen wohl auch nur ab und zu mal mit geputzt. Für die Stühle und den Tisch empfiehlt sich, ein Tuch zum Abwischen mitzunehmen, da diese durch den permanenten Wind, der auf Lanzarote herrscht, abends immer mit Sand/ Staub überzogen waren. Da hätte eine Reinigung tagsüber wahrscheinlich auch keinen Sinn gemacht. Zum Verschließen der Balkontüren ist, da der eigentliche Mechanismus nicht mehr funktioniert, ein Riegel angebracht. Am Fenster steht der Aufdruck, dass man die Türen zur eigenen Sicherheit immer geschlossen halten sollte, wenn man abwesend ist. Diesen Rat habe ich befolgt - um dann abends, also nach dem Zimmerservice, festzustellen, dass die Verriegelung fehlte. Es stellt sich die Frage, wer haften würde, wenn da tatsächlich mal was passiert. Apropos: der Safe im Schrank kostet 14 € die Woche plus einer Kaution von 10 €. Warum für die Nutzung eines Safes immer noch Geld verlangt wird, bleibt mir ein Rätsel. Diese Gebühren könnte man m.E. im Zimmerpreis "verstecken" und den Safe dafür jedem Gast kostenlos zur Verfügung stellen.
Das Lanzarote Gardens befindet sich in Costa Teguise, dem nördlichsten der drei Touristen-Orte auf Lanzarote. Da das Hotel schon älter ist, hat es auch noch eine sehr gute Lage zum Meer/ Strand: einmal über die Straße, dann entlang eines kleinen Parks, und schon ist man am Meer. Für den schöneren, steinfreien Strand muss man etwa noch mal so weit gehen, durch den kleinen Park durch - also auch keine große Entfernung. Auch die straßenmäßige Erschließung ist gut; direkt vor dem Hotel befindet sich die Bushaltestelle in Richtung Arrecife. Wochentags fährt alle 20 Minuten ein Bus in die Inselhauptstadt. Die Haltestelle für den Rückweg liegt etwas versetzt, in der Nähe des schräg über die Straße befindlichen Supermarktes. Überhaupt gibt es mehrere Supermärkte in der näheren Umgebung des Hotels. Parkplätze gibt es vor dem Hotel viele, im Hotelbereich mit Anmeldung sind auch einige vorhanden.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Das Hotel verfügt über einen angemessen größeren und kalten sowie einen kleineren und wärmeren Pool sowie über einen Baby-Pool. Dazu gibt es verschiedene Sportmöglichkeit: Tennis, Tischtennis, mehrere Spielplätze, auch einen für Feldspiele, und tagsüber Animation. Außer den Pool habe ich nichts benutzt, kann dazu also nichts sagen. Aber der größte Pool ist wirklich kalt - kälter als das Meer! Und wirklich viele Leute haben darin auch nicht Platz, da man entweder gemeinsam in eine Richtung schwimmt bzw. dieselbe Bahn wählt oder sich ständig in die Quere kommt. Da das Wasser aber so kalt ist, sind wenige Personen im Wasser. Die meisten nutzen wohl hauptsächlich die zahlreichen Liegen zum Sonnen.


