Das Hotel ist relativ klein mit 70 Zimmern und wenn Ihr Zimmer an der vielbefahrenen Straße liegt, ist es die Höchststrafe!!! Baulo Pins ist in die Jahre gekommen, schätzungsweise 20 Jahre und das sieht man auch überall. Bevor Sie ins Baulo Pins fahren, machen Sie sich zuhause ein paar nette Tage, denn das Geld wäre herausgeschmissen. Gehen Sie nett essen und fühlen Sie sich wohl. Meiden Sie Baulo Pins!! Mit einer 4-Sterne-Anlage hat dieses Hotel nichts zu tun. Wir sind schon oft verreist, haben schon viel 4 Sterne-Hotels besucht, aber das ist uns noch nie passiert. Unsere Einstufung: max. 2 Sterne.
Größe unseres Zimmers (317, für 2 Personen) war okay, aber nicht die Lage. Blick auf einen vielgenutzen Altglascontainer und auf die absolut befahrene Hauptstraße. Das Zimmer roch immer muffig und nach Essigreiniger. Die Handtücher wurden täglich gewechselt und die Betten hergerichtet. Das Badezimmer ist wohl vor kurzem renoviert worden, so dass es eigentlich das Beste am Zimmer war. Die Küchenzeile war der Hit! Der Kühlschrank war von innen verrostet und funktionierte nicht, die Herdplatten waren entweder aus oder alle an, obwohl man nur einen Schalter betätigt hat. Der Lärm im Zimmer, sowohl von der Straße als auch aus den Nachbarzimmern war unerträglich. Schlafen konnte man nur bei geschlossenem Fenter (Achtung: Erstickungsgefahr!). Die Betten waren durchgelegen und standen auseinander. Ein Safe war gegen eine Gebühr von 10 Euro zu nutzen. Vorkriegsmodell mit dickem Schlüssel.
Es gibt einen Essensraum (Restuarant kann man das nicht nennen), in dem die Meute abgefüttert werden soll. Als wir dort waren, war das Hotel ziemlich voll, sodass man wirklich an eine Schlacht am kalten, geplünderten Buffet teilgenommen hat, falls man einen Tisch ergattern konnte. Das Essen war grundsätzlich maximal lauwarm, es wiederholte sich ständig und kaum wohl hauptsächlich aus der Dose. Wir haben kein Geschirrteil entdecken können, was nicht beschädigt war. Die Gläser hatten grundsätzlich Glaskorrosion. Der Buffetbereich erstreckte sich über ca. 10 m² und das für ca. 150 Personen, ganz schön eng.
Das Personal hat seinen Job gemacht, nicht mehr und nicht weniger. Getränke erhält man nur als Self-Service in der Bar und während des Essens im Speiseraum. Es darf nichts mitgenommen werden, weder in den Aufenthaltsbereich noch auf die Dachterrasse. Wenn man also Durst hat, muss man ihn in der Bar löschen, sonst nirgends. Demzufolge ist es in der Bar auch immer rammelvoll. Man versucht, den Straßenlärm durch überlaute Musik zu kompensieren. Die Mädels an der Rezeption waren freundlich und der deutschen Sprache mächtig, allerdings gibt´s dort auch einen Vincent, den man besser meiden sollte. Zusätzliche Serviceleistungen sind nicht vorhanden. Wir raten allen Eltern mit Kindern ab, in dieses Hotel zu fahren, da Kinderbetreuung = Null.
Das Hotel liegt laut Katalogbeschreibung am Ortsrand von Can Picafort an einem Pinienwald. Ja, ein Wald ist hinter dem Hotel, allerdings fahren die Autos direkt durch den Pool und die Bar, da vor dem Hotel eine Hauptverkehrsstraße herführt (Entfernung Poolliegen und Terrasse - Straße: höchstens 3 m). Eine Unterhaltung ist so kaum möglich und an Schlaf bei geöffnetem Fenster ist auch nicht zu denken. Die Transferzeit beträgt ca. 90 Minuten, je nachdem wieviele Hotels vorher noch angefahren werden. Die Entfernung zum Meer und Ort beträgt ca. 600 Meter. Allerdings ist der Strand dort sehr klein, so dass man eigentlich noch weiter laufen muss.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Unterhaltung gab es nicht. Sieht man mal von einem Bingoabend in der Woche ab, der ca. 30 Minuten dauerte und einmal in der Woche einem ältlichen Musiker, der eine Gitarre in der Hand hielt und eine CD abspielte. In der sowieso schon überfüllten Bar gab es noch einen Billardtisch (gegen Gebühr), der von der verzweifelten, gelangweilten Jugend ständig genutzt wurde, was bei der Geräuschkulisse kaum noch schlimm war. Am Pool stand eine gammelige Tischtennisplatte, die kaum noch zu bespielen war. Im Keller gab es einen muchigen "Fitnessraum" mit Geräten aus der Gründerzeit. Liegen am Pool gab es ca. 25. Völlig ausreichend für ca. 150 Gäste :-), aber wer will schon neben einer Hauptstraße liegen und an ein Gespräch war ja aufgrund des Lärm sowieso nicht zu denken. Die Dachterrasse, die laut Katalogbeschreibung eine "nicht einsehbare FKK-Zone" sein sollte, war nicht beschildert, so dass man sich nackelig ganz schön blöd vorkam, wenn die Glotzer kamen. Auf dieser Terrasse gab es sage und schreibe 5 ! Liegen mit 2 Auflagen. Der Pool ist recht klein und auch aus der Gründerzeit. Die angepriesene wunderschöne Gartenanlage haben wir vergeblich gesucht! Einen Blick hinter das Hotel vermeidet man am besten, da dort der Schimmel schon angesetzt hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kirsten & Klaus |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 10 |


