Ein 4* Hotel, das nicht hält was der Katalog verspricht! Angekommen im Hotel ist man nach dem einchecken sofort allein gelassen. Kein Kofferservice. 2 Aufzüge zwar, aber das hilft nur, wenn man ein Zimmer auf dieser Ebene hat. Da das Hotel in einem steilen Hang liegt, wurden die Etagen in Stufen gebaut. Also mußte man über eine Treppe, ohne Geländer ( Nachts auch schon mal ohne Licht) weitergehen. Das Flurlicht ging übrigens an, wenn man sich im Zimmer hinter der verschlossenen Tür bewegte. Wie praktisch. Ein Hotel das nicht geeignet ist für ältere Herrschaften oder Behinderte. Habe erlebt, daß eine behinderte Dame praktisch darum betteln mußte, damit Ihr jemand das Gepäck an den Abholplatz für die Abreise bringt. Einen starken Regen muß man unbedingt erlebt haben in diesem Hotel. Es beginnt zu regnen und das Personal rennt sofort los, um Decken o.ä. auf den Treppen auszulegen, damit niemand ausrutscht. Das Wasser läuft dann schon mal bis in den Rezeptionsraum. Stopfen Sie vorm Schlafen gehen unbedingt alle Überlauflöcher in Waschbecken, Bidet und Badewanne mit angefechtetem Toilettenpapier zu und schließen dann noch die Abflüsse mit dem Stöpsel. Morgens gibt´s dann garantiert keine "dufte" Überraschung. Die Putzfrau läßt diese übrigens auch drin. Ist doch Service oder? Thema Bett: eine Lösung des Bettproblems geht folgendermaßen. Nehmen Sie einfach die Sofamatratze in das Bett und fühlen sich wie die Prinzessin auf der Erbse.
Die Größe des Apartments war OK, die Betten eine Zumutung s.a.Tipps. Habe zeitweise versucht Wohnzimmer zu schlafen. Ging aber nur für ein paar Stunden. Bis spät in der Nacht tagten gegenüber in der Taverne die Engländer lautstark. Die wohnten auch über uns. Also ging der Spaß noch etwas weiter. Unter uns war ein Geschäft, das schon sehr früh beliefert wurde. War auch nicht gerade geräuscharm. Optisch sah das Apartment eigentlich ganz gut aus. Wenn man dann aber in die Phase der Nutzung übergeht, sieht die Sache schon wieder anders aus. In der Küche gibts einen Kaffeefilterbehälter, aber keine Kanne. Keine Geschirrtücher oder Lappen oder Spülmittel. Die Safegeühren waren saftig. Der Kleiderschrank war ein Witz. Wenn man ihn öffnet lachen einen 5 Schubladen an. Diese sind nicht zu öffnen, weil die Schranktür im Weg ist. In unserem Bad hatten wir ein " duftes" Problem (nur Nachts). Es stank gotterbärmlich. Fragen Sie bitte nicht wonach. Essen jedenfalls nicht. Bei unserer 1. Beschwerde diesbezüglich, erklärte man uns, daß bestimmt jemand gkocht hat und der Geruch über das Lüfttungssystem eingedrungen ist. Einen Tag später schwamm in unserer Toilette ein in Folie eingeschweister Toiletten- oder Reinigungsstein (in Seifengrösse) oben auf dem Wasser. Mein Mann hat sich erbarmt und dieses Teil rausgefischt. Wir dachten es handelt sich hier um ein Versehen. Falsch gedacht. Am nächsten Tag wieder so ein Teil in der Toilette. Am nächsten Morgen gings dann zu Carol ( etwas deutschsprechend und nur vormittags da). Haben ihr den Sachverhalt erklärt und sie dann dem Hausmeister. Dieser besuchte uns dann nach einer 3/4 Stunde, drehte alle Wasserhähne auf und zuckte mit den Schulter. Mit anderen Worten, es ist doch alles OK, was habt ihr nur. Nach langem hin und her mit Telefon und einer anderen Hotelangestellten erklärte man uns, daß dieser Stein zur Bakterienbekämpfung sei. Mein Einwand, daß man die Plastikfolie entfernen muß wurde so beantwortet: das löst sich von selbst auf, dauert ca. 1/4 bis 1/2 Stunde und sei ökologisch unbedenklich. Wie lange dauert auf Menorca eine 1/4 Stunde? Gereinigt wurde meist Mittags und wir kamen abends zurück?! Der Hausmeister ging zur Beweisführung auch noch die Verpackung von dem Stein holen, worauf dann in spanisch irgendetwas mit ökologisch stand. Er war verärgert und wir auch. Am nächsten Tag gabs dann keinen Stein mehr.
Ein Eßraum, der sehr stark klimatisiert wurde. Da konnte es schon mal recht kühl werden. Das Essen war in den ersten 3 Tagen echt schlecht. Scheinbar haben sich genügend Gäste beschwert, oder der Koch kam aus dem Urlaub zurück, denn das Essen wurde dann schlagartig besser. Zwar oft sehr lasch gewürzt und oftmals zu kalt, aber im Vergleich zu den ersten Tagen eine Wohltat. Brötchen sind dort eine Zumutung, allenfalls dazu geeignet Enten zu füttern oder aber Bösewichte in die Flucht zu "schlagen" ( knüppelhart ).Das Geschirr war oft mit Speiseresten verschmutzt. Die Tische wurden mit einer Sprühflasche behandelt. Der Schmutz einfach auf den Boden gewischt. Wenn man dann vom Tisch aufstand mußte man erst mal nachsehen,ob man nicht diesen seltsamen blauen Tischläufer am Arm kleben hatte. Das Vorlagenbesteck war auch so eine Sache. Es ist ziemlich schwierig geölte Spaghetti mit einer Zange komplett auf den Teller zu bekommen, wenn dort auch noch eine Glasscheibe zum Schutz der Speisen im Weg ist. Es kam nicht selten vor, daß die Gäste 1 Km Spaghetti hinter sich herzogen. Die Speisen waren meines Erachtens international und landestypisch hergerichtet.
Das Personal war zu uns wirklich freundlich und hilfsbereit. Mir tat die Kellnerin im Speisesaal leid. Sie war für den ganzen Saal allein zuständig. Ab und an hat der Barmann geholfen. Hoffe, dass das in der Hochsaison nicht so ist. Im Prospekt stand zwar, daß die Zimmerreinigung nur 5 mal pro Woche stattfindet, aber dann kann ich doch wohl erwarten, daß dies dann gründlich geschieht. Nach 14 Tagen ohne Staub wischen, konnte schon man mal locker das Wort mit den 3 Buchstaben auf den Tisch schreiben. An der Rezeption war eine Dame, die einigermaßen gut Deutsch sprechen konnte. Wenn man selbst auch etwas Englisch spricht, kann man dort überleben. Nur mit dem Problem, das wir hatten, war auch Carol überfordert.(siehe Zimmerbewertung)
Die Gala Galdana ist eine sehr schöne Bucht. Zu unserer Reisezeit ruhig und beschaulich. Schöne Wanderwege, im Ort selbst gibt es die Möglichkeit zu tauchen, Kanu fahren, Fahrradverleih und Bootsausfüge. Wenn man ohne Auto dort ist, kann es schon mal schnell langweilig werden. Busverkehr nach Mahon oder Ciutadella gibts nur morgens 1x und nachmittags dann gegen 16 Uhr zurück. Menorca ist eine sehr schöne, aber kleine Insel mit karibikartigen Buchten. Wenn man nicht nur am Strand liegen will, sollte man sich ein Auto leihen, es lohnt sich. Ansonsten kann ich nur sagen, daß es durchaus reicht, wenn man hier 7 Tage bleibt. Die Entfernung vom Hotel zum Strand war ja eigentlich nicht so groß, aber der Berg ruft, wenn man zurück will ( oder muß!) Steil ohne Ende. Nichts für nicht mehr rüstige Rentner oder Eltern mit kleinen Kindern und Kinderwagen und viel Strandgepäck. Da überlegt man sich besser 3x ob man wirklich alles dabei hat.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Allein der Pool, ein Witz. Ein dickes Lob an den Fotograph, er hat es geschafft einen winzigen Pool groß aussehen zu lassen. Alte Liegestühle, viel Plastikmüll, der von den Gäste achtlos liegengelassen wurde und dann bei Wind durch die Gegend flog. Mülleimer waren genug da. Der Platz um den Pool herum war knapp. Man hatte nicht unbedingt Lust sich bei einer Gruppe lärmender Engländer niederzulassen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christel |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 1 |


