- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Ich hatte das Vergnügen, als Geschäftsreisende dieses hübsche Hotel gebucht zu bekommen und habe mich dort sehr wohl gefühlt (ích bin weiblich und reiste mit einem männlichen Kollegen, was unter den Bediensteten ein wenig Verwirrung gestiftet hat. Zumal wir uns auch ein Charlet im Urwald geteilt haben. Die Zimmer lagen direkt nebeneinander. Man wollte dort nicht so recht glauben, dass eine Frau nicht mit dem Mann verheiratet / liiert ist, mit dem sie verreist :-) Die gebuchtete Zimmerkategorie beinhaltete ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung mit Frühstück. Frühstück war als Bufett und ich kann weder etwas hervorragend schlechtes oder gutes darüber sagen - man wird auf jeden Fall satt. Das Personal war sehr, sehr freundlich und zuvorkommend. Zum Abendessen waren mein Kollege und ich auch einmal im Hotel eigenen Restaurant und als ich das bestellte Steak aufgrund zu "doller Durchbratung" (also nicht Medium) freundlich bei der männlichen Bedienung reklamierte, hat dieser sich zig-mal entschuldigt und keine 2 Minuten später stand der Koch an unserem Tisch und bedauerte es sehr, dass ich mit dem Steak nicht zufrieden bin - ohne Wenn und Aber habe ich ein neues, exakt nach meinen Wünschen gebratendes Steak bekommen und habe ein sehr nettes Gespräch mit ihm gehabt. Wir haben auch einmal in dem chinesischen Restaurant sowie dem Beach-Restaurant gegessen und auch hier stimmt Preis- und Leistung vollkommen, auch, wenn man außerhalb des Hotels günstiger essen gehen kann. Auch im Orientel Village waren wir öfters essen und sowohl beim Fast-Food-Hamburger-Laden als auch bei dem Japaner waren wir zufrieden mit dem Essen. Sowohl das Zimmer als auch die anderen Hotelräume (auch Frühstücksraum etc.) waren sehr sauber und ich kann nichts Negatives darüber berichten. Man darf aber trotzdem nicht vergessen, dass es sich bei den Charlets um Holzhütten auf Stelzen handelt, die sich (perfekt eingefügt) direkt im Dschungel befinden. Das heißt auch, dass man auch die im Zimmer ausliegenden "Beware of the Monkey" Schilder beachten sollte - denn diese netten Zeitgenossen nutzen wirklich jede Unachtsamkeit der Hotelgäste aus, wenn diese die Balkontüren nicht geschlossen halten. Ich weiß wovon ich spreche, denn schon am zweiten Tag am frühen Morgen konnte ich die Balkontür nicht schnell genug schließen und hatte prompt einen ziemlich großen, haarigen Gast mitten im Zimmer. Ich hatte mich zwar schon darauf gefreut, "wilde" Tiere um mich herum zu sehen, doch das war definitiv zu nah. Den Diebstahl meiner Tasche (natürlich mit sämtlichen wichtigen Utensilien wie Reisepaß, Medikamente, Schlüssel etc) konnte ich gerade noch verhindern, doch so toll fand der Affe diese Gegenwehr nicht und brüllte ähnlich zurück, wie ich ihn angebrüllt habe und fletschte seine doch recht großen Zähne. Er zog es dann vor, die kleine Minibarecke zu plündern, er griff sich zielsicher das Milchpulver (natürlich gleich mehrere Beutelchen) und verzog sich auf den Balkon, wo er dieses dann genüßlich verspeiste. Von da an kam er an den nächsten Tagen immer mal wieder mit viel Gepolter über die Hüte auf den Balkon und prüfte tatsächlich an der Balkonschiebetür, ob ich nicht doch wieder vergessen habe, diese zu schließen. Ich muss jetzt glaube ich nicht mehr erzählen, dass ich die Tür nur noch 1 x geöffent habe, um wenigstens 1 x einen Blick von meinem Balkon zu werfen, oder? Und das auch nur, weil mein Kollege mit raus gekommen ist - es dauerte auch da nicht lange und man hörte wieder einige der Affen, die nur auf die Gelegenheit eines Diebstahls warteten :-) Wir haben übrigens bei einigen Ausflügen auf Langkawi des öfteren richtige "Überfälle" der Affen auf Leute gesehen, wobei sich das zwar gefährlich anhört, doch immer glimpflich verlief. Sie suchten sich oft Leute aus (auch, wenn mehrere Leute als Gruppe irgendwo lang spazierten), die z. B. eine Tragetasche dabei hatten und rissen diese einfach den Leuten weg - wenn sich jemand wehrte (oder schrie oder den Affen wegscheuchen wollte...) dann wurde er halt ein wenig "angefletscht". Auch durchsuchten die Kerlchen in aller Seelenruhe z.B. Satteltaschen / Tüten an abgestellten Motorroller nach Leckereien - die Geschäftsleute in den kleinen Frucht-, T-Shirt-, Getränkebuden hatten Flitschen, mit denen sie die Affen vertrieben, wenn diese zu aufdringlich wurden. Aber ganz ehrlich: wenn man auf die Idee kommt zu Fuß vom Hotel zum Orientel Village zu gehen, dann wird einem doch schon etwas komisch, wenn sich da eine Affenbande zusammen rauft und hinter einem die Straße langläuft - und ich leide sonst echt nicht unter Verfolgungswahn :-) Selbst der Abfallplatz vom Hotel (liegt etwas außerhalb der Anlage) mit den Müllcontainern wurde immer mal wieder von den Affen besetzt und da nützte auch kein Zaun, die haben auch da Wege reingefunden. Wir wurden überall sehr freundlich, höflich und zuvorkommend behandelt und viele wollten sogar Fotos von uns mit ihnen haben, aber nie wurde jemand aufdringlich. Ich hatte in einer der Hotelbewertungen gelesen, dass jemand Besuch von einer Handtellergroßen Spinne im Zimmer gehabt hat - das ist mir zum Glück erspart geblieben (Spinnenphopie vom feinsten...) Aber ich habe auch mind. 2 nette Zimmergenossen gehabt, die mir wohl allerlei Getier vom Hals gehalten haben: Geckos; kaum zu sehen, eher Nachtaktiv, dafür aber manchmal richtig miteinander am "sprechen" - ich hab dann doch öfers mal ganz schnell das Licht abends / nachts angeschaltet und konnte sie dann an den Wänden und Decke huschen sehen, sind ziemlich schnell und kein bisschen eckelig - wie gesagt, ich war ehrlich froh darüber, dass sie da waren, denn es gibt dort doch einiges an Getier, welches nicht so angenehm ist, sie im Zimmer zu haben :-) Vom Wetter her war es im Dezember halt immer noch tropisch, wenn es auch jeden Tag geregnet hat - manchmal ziemlich heftig. Frauen sollten sich in der Öffentlichkeit nicht zu freizügig kleiden, da es ein Muslimisches Land handelt. Ich habe auch halblange Hosen mit ärmellsoen Top oder auch mal ein normals Sommerkleid getragen, das war soweit ich es beurteilen kann ganz in Ordnung. Man sieht auch viel Armut; die Hütten der Inselbewohner sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Da die Preise gerade außerhalb der Hotelanlagen mehr als günstig für uns Europäer sind, habe ich bewusst das Handeln um Preisnachlass sein lassen. Ich glaube, wenn man für Leder-Zehen-Latschen umgerechnet noch keine 1,20 Euro zahlt, muss das nicht unbedingt sein. Etwas anderes war es in Kuah in den Souveniershops, dort habe ich ohne schlechtes Gewissen um die Mitbringsel für Mann und Kinder gefeilscht :-) Mein deutsches Handy hat übrigens wunderbar funktioniert, es war überall ein sehr guter Empfang und man konnte seine Gesprächspartner so gut hören, als ob sie ganz nah wären. Im Hotel gibt es auch noch ein Internet-Shop, das haben wir öfters mal genutzt, um Emails abzurufen und auch um über das Internet bei der Airline ein zu checken - wenn das die Fluggesellschaft anbietet, sollte man das schon machen, da man dann auch schon Sitzplätze reservieren kann (wir sind mit Emirates geflogen).
Mir wären die Wasser-Charlets lieber gewesen; teilweise hat man dort über die Stege sogar rote Teppich-Läufer gelegt, wenn VIP's dort eingebucht waren. Aber leider leider hat mir das mein Arbeitgeber nicht gegönnt, so haben wir uns halt mit den Standart-Charlets im Dschungel begnügen müssen. Aber die Lage dieser Hütten ist trotzdem aussergewöhnlich (gerade, wenn man sowas vorher nicht kannte) und das Gelände ist traumhaft, wenn auch sehr weitläufig. Tolle Pflanzen, interessante Tiere und gut, dass es die Shuttle-Busse gab :-) Abends zur Dämmerung wurde es dann richtig laut: Grillen oder so was in der Art - ist ein richtiges Erlebnis gewesen und als ich wieder zu Hause war, habe ich das richtig vermißt. Den einen störts, den anderen nicht (kennen wir ja auch Deutschland, da streiten sich ja auch ab und an mal die Gemüter, ob Frosch-Quaken nun schön oder nervig ist :-)
Dazu habe ich im ersten Teil bereits ausführlich berichtet :-) Trinkgeld zu geben ist für Selbstverständlich, wenn der Service und die Freundlichkeit stimmt und so hat jeder Trinkgeld erhalten :-)
Man musste sich zwar immer erst etwas reinhören in das Englisch vom Hotelpersonal, doch es gab keine nennenswerten Probleme mit der Verständigung. Wir haben den Aufenthalt um einen Tag verkürzen müssen (schade, das wäre der Erholungstag im Anschluss an das dienstliche gewesen...) und trotz aller Schwierigkeiten mit dieser Umbuchung (dauerte ziemlich lange) war man sehr, sehr freundlich und bemüht.
Für Ruhe- und Erholungssuchende ist es hier einfach perfekt; im Dezember, als wir dort waren (kurz vor Weihnachten) war nur an den Tagen der internationalen Messe richtig was los im Hotel, als die dann zu Ende war, ging es noch ruhiger zu. Wir haben in unserer knappen Freizeit auf jeden Fall keinerlei Probleme gehabt, eine Liege am Pool oder am Strand zu bekommen. Die Poollandschaft und auch der Strand ist echt schön und hat einen großen Erholungswert. Die Poolbar ist wirklich nett, kannte ich vorher noch nicht. Schwimmen im Meer war ich nur 2 x - denn beim zweiten Mal hat mich irgendeine Qualle (ich glaube jedenfalls das es eine war) am Oberschenkel erwischt und ich hatte unangenehme brennende Pusteln. Aber so schlimm war es nicht, denn nach gut einem Tag war das wieder verschwunden, nur am Anfang halt wie eine (leichte) Verbrennung. Taxifahrten sind sehr günstig, einen Mietwagen hatten wir nicht gehabt und kamen so prima klar. Da wir ja dienstlich dort waren, hatten wir nicht so viel Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden, doch bei einem rein privaten Urlaub ist eine gute Planung und vielleicht ein Mietwagen doch sinnvoll, da die Entfernungen zu Fuss nicht so gut zu bewältigen sind. Es lagen aber auch einiges an Infomaterial bzgl. Ausflügen etc. im Hotel aus und an einem Extra-Tisch im Hauptgebäude des Hotels konnte man Informationen erfragen und auch die Ausflüge buchen. Auch hier wurden wir immer freundlich behandelt.
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
Auch über den Pool habe ich ja schon einiges geschrieben; man hat auch die Möglichkeit, direkt am Pool Massagen u.ä. zu bekommen, alles ganz unaufdringlich. Auch der Service am Hotelstrand war recht gut, man konnte Getränke und auch Essen dort bekommen. Hier konnte man auch Jet-Ski ausleihen.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Alleinreisend |
Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2008 |
Reisegrund: | Arbeit |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Sabine |
Alter: | 41-45 |
Bewertungen: | 1 |