Das Hotel wurde in nur ca. 11 Monaten gebaut, sehr kurz für eine Anlage dieser Größe. Leider hat man aus den Fehlern der Vergangenheit wenig gelernt. In der unteren Etage feuchte Wände, oben nicht ganz dichte Dächer. Besonders die Sanitärinstallation mit der heißen Nadel gestrickt. Die 3 miteinander verbundenen Wohnblocks mit je 5 Etagen a` 22 Zimmer, hatten einen Innenhof mit Galerie, von wo aus alle Zimmer erreichbar waren. Diese Bauweise macht die Gebäude sehr hellhörig, wenn nachts eine Tür zuknallt, haben es alle gehört. Ansonsten schön angelegte u. gepflegte Außenanlagen, 2 große Pools mit 3 Wasserrutschen u. 2 Babybecken. Wegen des unattraktiven Strandes, wollten viele Gäste am Pool liegen. Ab 6 Uhr wurden, trotz Verbot, die Liegen reserviert. Keine langen Wege, keine Treppen. Unsere Hoffnung, in einem 12Fly Fun Club hauptsächlich deutschsprachige Gäste anzutreffen, hat sich leider nicht bestätigt: ca. 50% Russen, 50% Deutsche, Östereicher, Schweizer etc. Die Russen sind aber besser als Ihr Ruf u. halten sich an den Bars zurück, nur mit den Manieren hapert es. So ließ eine junge Mutter ihren kleinen Sohn in hohem Bogen in den Babypool pinkeln, einmal saß eine Russin nach meiner kurzen Abwesenheit auf meinem privaten Badetuch. Beim Essen schaufeln sich die Russen riesige Portionen auf die Teller, u. es ist sehr schön anzusehen, wenn die überwiegend hübschen Russinnen mit Miniröckchen, Pfennigabsätzen u. riesigen Sonnenbrillen bekleidet durch den Speisesaal stolzieren. Angeblich hat 12-FLY 75% des Hotelkontingentes, kann dieses aber nicht mit Deutschen Gästen belegen. Wegen der vielen Russen fühlen sich aber viele Deutsche hier nicht wohl u. deren Anteil wird evtl. noch weiter sinken. Mein Tipp: buchen Sie woanders!
Die Appartements gut ausgestattet mit 2 Balkonen, 2 Klimaanlagen, 2 TV-Geräten, Kühlschrank u. Telefonen. Der kleine Safe kostet 1€ pro Tag u. stand lose im Schrank, für jedermann leicht mitzunehmen. Fast alle Urlauber, mit denen wir gesprochen haben, hatten nach dem Duschen Überschwemmung im Bad z.B. wegen fehlendem Silikon. Wir hatten alle paar Tage Probleme mit der Chipkarte zum Türöffnen u. mussten meist zweimal den Weg zur Rezeption laufen, bis uns die Techniker zur Hilfe kamen. Einmal war ich 1,5 Stunden im Zimmer eingesperrt, weil der Türmechanismus blockierte, bis man die Tür mit Gewalt öffnete. Die Möblierung der Zimmer war etwas spärlich, der Kleiderschrank für 4 Personen reichlich klein, die Matratzen schön neu u. hart.
War ok, kaum Warteschlangen an den Büffets, immer wurde schnell nachgefüllt, Nachtischbüffet superlecker, bei Frühstück, Salaten u. Hauptgerichten wäre etwas Abwechslung angebracht. Fast täglich Frikadellen o. Leber sind nicht jedermanns Sache. Außerdem war das Essen für Kinder meist zu scharf gewürzt. Das Nivea des vergleichbaren Alatimya Village in Kemer wurde nicht erreicht. Die Säfte aus der Vitaminbar kosten extra. Der Chefkellner passte auf wie ein Schießhund, dass niemand Speisen aus dem Restaurant mitnahm.
Jederzeit freundliche Angestellte mit ausreichenden Deutschkenntnissen. Besonders freundlich auch die junge, in Deutschland aufgewachsene Türkin von der deutschen Gästebetreuung. Die Kellner sind sehr bemüht u. lassen schon mal gerne einen noch halbvollen Teller verschwinden, wenn man nicht aufpasst. Die Putzfrauen haben sich kein Bein ausgerissen u. kamen besonders gerne dann, wenn man das „Do not disturb“-Schild rausgehängt hatte. Auf das, beim Einchecken bestellte Babybett warten wir noch heute. Sehr bemüht auch die Techniker, die ständig mit defekten Aufzügen, Klimaanlagen, Türschlössern usw. zu kämpfen haben. Der Reiseleiter war sehr interessiert, die teilweise recht teuren Ausflüge an den Mann zu bringen. Am Abreisetag muss das Zimmer, wie üblich um 12 Uhr verlassen werden, eine Verlängerung um 4 Stunden sollte 40,- € kosten. Wir zogen um 12 Uhr aus u. stellten fest, dass bis zum Abend gar keine neuen Gäste einzogen!
Transfer 1 Stunde. Das Hotel liegt sehr abgelegen zwischen zwei Nachbarhotels, eines etwas weiter weg, dafür umso lautere Musik bis 2 Uhr Nachts, das andere nur durch einen Zaun getrennt, wodurch bei den Abendshows im Amphitheater die Musik der Nachbarn ziemlich nervte. Das einzige , was man zu Fuß erreichen kann , ist das ca. 1,5 km entfernte kleine Shoppingcenter mit Apotheke, Juwelier, Supermarkt, Ledergeschäft usw. Sonntags findet ganz in der Nähe( wenn man raus kommt links, neben dem roten Joy-Schild) ein auf Touristen zugeschnittener Markt statt. Hier kann man recht gute Preise raushandeln, da nicht allzu viele Besucher da sind. Ansonsten fährt 100 m vor dem Hotel alle 30 Minuten ein Dolmus nach Serik ( ca. 50 Minuten, 1,- €) Wir waren dort auf dem Freitagsbasar, groß aber mehr für Einheimische. Den im 12Fly-Katalog beschriebenen feinen, flachabfallenden Sandstrand, einen der Hauptgründe für unsere Buchung, haben wir 2 Wochen lang vergeblich gesucht. Hier ging den Katalogschreibern wohl die Phantasie durch. Der Strand ist im Flutsaum ein reiner Kieselstrand u. bereits nach ca. 4 m stand mir das Wasser bis zum Hals. Für kleine Kinder vollkommen ungeeignet. Das dürfte Anlass für Klagen geben. Ansonsten war der Strand recht sauber u. gepflegt u. es gab jederzeit freie Liegen u. Auflagen. Ca. 30 m vor dem Wasser ist ein Seil gespannt, alle paar Meter steht ein Schild welches verbietet, Liegen Richtung Wasser zu ziehen da es sich hier um ein Schildkrötenschutzgebiet handele.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die zahlreichen Animateure boten die üblichen Sportarten an, waren stets gut gelaunt u. freundlich aber nicht aufdringlich. Es nervte etwas, das sämtliche Ansagen der Animateure anschließend noch mal in russischer Sprache durchgekaut wurden. Bei den Abendshows bemühten sich die Animateure in täglich wechselnden Verkleidungen Stimmung zu machen. Externe Künstler, so wie in anderen Hotels häufig zu sehen, waren in 14 Tagen 2-mal zu Gast. Der Solino-Club litt auch etwas unter Sprachwirrwarr. Persönlich hatte ich den Eindruck, dass die deutschen u. die russischen Kinderbetreuer mit den vielen Kindern etwas überfordert waren. So stand an einem Nachmittag T-Shirt-Bemalen auf dem Programm (6,- €). Als ich meine Tochter nach 2 Stunden abholte, hatte sie lediglich ein paar undefinierbare Kleckse auf`s Shirt gemalt u. kein Mensch kümmerte sich um das Kind. Ein anderes Mal war Indianerspiel angesagt. Unsere Kinder hatten nach 2 Stunden lediglich eine Pappfeder auf dem Kopf, und noch nicht mal alle Kinder hatten eine „Kriegsbemalung“.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Willi |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 25 |
Sehr geehrter Gast, Wir bedauern sehr zu hören, dass Sie sich in unserem Hotel nicht wohlgefühlt haben. Gerne hätten wir die Probleme vor Ort mit Ihnen gelöst. Das ist nun leider nicht mehr möglich. Da uns Gästezufriedenheit sehr wichtig ist würden wir uns auf einen persönlichen Kontakt sehr freuen und bitten Sie sich bei uns zu melden. Kontakt E-Mail: gr@belekbeach.com Mit freundlichen Grüssen Ihr Belek Beach Team


