Das Hotel liegt etwa 4 bis 5 Kilometer ausserhalb von Las Terrenas. Was für uns, die besonders Urlaub weit weg vom Massentourismus suchen sehr angenehm war. Die Hotelanlage ansich ist wunderschön angelegt in einem subtropischen Garten. Die Anlage besteht aus einem einstöckigem Hauptgebäude, mehreren zweistöckigen Wohneinheiten und einfachen Bungalows. Wobei man diese oftmals gar nicht richtig sieht, weil sie durch die tolle Vegetation oftmals verstekt werden. Der Pool ist dagegen nicht gerade überwältigend, einfach, nicht besonders groß und rechteckig. Aber wer will schon am Pool liegen wenn er nur 10 Meter weiter, einen der schönsten Strände in der Dominkanischen Republik hat und den auch noch vollkommen allein. Nicht wie in Punta Cana oder Puerto Plata, wo die Hotels direkt nebeneinander liegen. Das Hauptgebäude (ohne Fenster) so wie viele Wohneinheiten auch, mit der Rezeption grenzt direkt an den großen Speisesaal, und dem a la cart Restaurant. Alles sehr sauber und gepflegt. Die Gästestruktur ging von Mitte 20 bis Mitte 60. Franzosen, Deutsche, Amerikaner und auch viele Einheimische. Das einzige was die Karibische Idille ein bischen stört ist der kleine Privatflughafen, der unmittelbar hinter dem Hotel ist. Jedoch sollte man sich nicht abschrecken lassen, hier starten und landen am Tag vielleicht 4 Maschinen (1 bis 2 motorige Propellermaschinen), die die Touristen direkt von Puerto Plata nach Las Terrenas bringen. Sonst muss man nämlich 3 Stunden Transferzeit im Bus auf sich nehmen. Aber die sollte man als kleine Inselrundfahrt betrachten. Wir haben zwei Ausflüge gemacht. Zum einen haben wir uns die Buckelwale vor der Küste von Samana angeschaut (Achtung nichts für Leute mit schwachen Magen) mit anschließendem Besuch der Barcardi-Insel (nicht zu empfehlen). Wenn möglich sollte man sich die Wale anschauen, jedoch die komische Touristen-Insel weglassen. Zum anderen haben wir einen Reitausflug (mit Kiki) gemacht der sehr schön war, obwohl nur meine Freundin reiten kann. Das ganze nannte sich Sonnenuntergangsausritt, wobei man in einer kleinen Gruppe ca. 10 - 15 Km an der Küste entlang reitet und den Sonnenuntergang beobachtet. Anschließend gab es noch einen Dominikanischen Abend mit Lagerfeuer, Live-Musik, und Spanferkel. Nur zu empfehlen.
Die Zimmer sind einfach eingerichtet, mit zwei Kingsize-Betten. Es gibt keinen Kleiderschrank. Ist glaub ich auch nicht zu empfehlen aufgrund der Luftfeuchtigkeit, die besonders in den Sommermonaten herrscht. Man hat eine Kleiderstange um Sachen aufzuhängen und einen Schrank mit Schubladen, um Sachen zu verstauen. Die Zimmer haben keine Klimaanlage, nur einen großen Deckenventilator. Klimaanlagen wären sowieso reinste Energieverschwendung, weil es keine Glasfenstergibt. Die "Fenster" sind mit Moskitonetzen bespannt und lassen sich durch Klappläden verschließen. Wir empfanden dies als sehr angenehm, wir hatten keinerlei Kontakt mit irgendwelchen Lebewesen, die mehr als zwei Beine hatten. Schwachpunkt des Zimmers ist eindeutig das Bad gewesen. Zwar sauber aber leider sehr lieblos und schlicht, aber solange man keinen Durchfall hat und 7 Tage auf dem Klo verbringen muss ist das nicht schlimm.
Das Essen war immer sehr abwechslungsreich und schmackhaft. Was mir ein bischen gefehlt hat war die Auswahl an frischem Obst. Das gabs zwar, aber nur Bananen, Ananas oder Melone. Ansonsten waren die Buffets wirklich sehr reichhaltig, morgens, mittags, abends. Im Speisesaal gab es immer mehrer Köche, die einem frisch etwas zubereitet haben. Cocktails unbedingt probieren, alle sehr lecker, aber sehr stark gemischt. Wir waren einmal im a la carte Restaurant, die Auswahl war jedoch nicht besonders groß ich glaub es gab 6 oder 8 Gerichte, die man auswählen konnte. Es ist natürlich viel ruhiger und gemütlicher als im Speisesaal und eine willkommene Abwechslung zum Buffet.
Die Gartenanlage wurde immer von den hoteleigenen Gärtnern bearbeitet. Unkraut gezupft, Pflanzen angelegt, alles was so anfällt. Wir sind einmal zu einem Gärtner hingegangen, der gerade Kokosnüsse von einer Palme holte. Uns hat eigentlich nur interessiert wie er das so macht. Er saß auf der Erde lächelte mich und meine Freundin nur an, sagte etwas auf Spanisch und schlug eine Kokosnuss für uns auf, die wir probieren sollten. Auch das restliche Personal war tadellos, morgens wenn man zum Frühstück kam spielte immer eine Band und ging von Tisch zu Tisch. Die Zimmermädchen waren auch immer sehr genau und machten gründlich sauber. Ok es kam schon mal vor, dass unser Zimmer erst um 16.00 fertig war, aber wir sind ja auch nicht in Deutschland. Das Personal an den Bars und in den Restaurant war nett und schnell (trotz Stress).
Wie schon angeschnitten liegt das Hotel, sehr ruhig in einem subtropischen Garten und direkt am Meer. Das Meer ist einfach fantastisch, durch die vorgelagerten Korallenriffe kann man wunderbar schnorcheln und schwimmen. Auch für Kinder sehr geeignet. Das Wasser ist sehr sauber und kristallklar. Wenn man an den Korallen entlang schwimmt kann man sehr viele exotische Fische sehen. Es gab immer genügend Liegen und Auflagen. Das El Portillo ist ein wunderschöner Ausgangspunkt um am kilometer langen und einsamen Traumstrand spazieren zu gehen. Nach etwa 5 Kilometern oder etwa 1 Stunde erreicht man den Ort Las Terrenas, der alles andere als ruhig ist. Las Terrenas ist nicht besonders groß, wir sind 3x dort gewesen um Rum und Cigarren zu kaufen. Aber auch dort sind die Menschen sehr nett und offen. Klasse ist der Friedhof, der direkt am Meer ist. Mahnung! Obwohl Naturschutz im El Portillo groß geschrieben wird, gibt es immer noch viele Touristen, die Hinweise zur Erhaltung dieser wunderschönen Region mißachten. So kommt es schon mal vor, dass Touristen statt auf dem feinsandigen Strand spazieren zu gehen, die besonders empfindlichen Korallen dazu benutzen, warum auch immer. Weiter wird im Hotel darufhingewiesen, die im AI-Angebot angebotenen Badetücher länger zu nutzen um Wasser und Energie zu sparen, was einige auch nicht so auf die Reihe bekommen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsprogramm war in Ordnung. Man konnte sich der Animation auch gut entziehen. Kein Animateur war aufdringlich und kein Gast wurde zu irgendwas gezwungen. Wir haben ein paar mal Beach-Volleyball mitgespielt und uns eigentlich jeden Abend das Animationsprogramm angeschaut. Die Jungs und Mädels haben sich wirklich Mühe gegeben und waren auch sehr sehr nett, nur leider war uns das ein bischen zu viel Michael Jackson und veraltete Musikauswahl. Danach gings dann meistens in die hoteleigene Disko, allerdings waren zu wenig Leute in unserem Alter da um richtige Partystimmung aufkommen zu lassen.

