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Erik (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juni 2015 • 2 Wochen • Strand
Fliegende Hamburger auf Styropor
3,3 / 6

Allgemein

Hier und auf Facebook ist mehrfach zu lesen, dass das Hotel nur teilweise fertiggestellt ist. Schade, dass dies von der Hotelleitung und Tui immer noch beschönigt wird. Wenn ich hier auf Holidaycheck z. B. vom Hoteldirektor Vasilis lese, "am Sandstrand", dann geht mir das Messer in der Tasche auf. Aber dazu später. Während unseres Aufenthalts in der zweiten Junihälfte tat sich zwar jeden Tag etwas auf der Anlage und es wurden beispielsweise die auf Facebook viel diskutierten Mülleimer aufgestellt, das Spa eröffnete zumindest teilweise und nach einer Woche wurden auch die Rutschen und Wasserspiele für Kinder „unter 1,20 m Größe“ aufgebaut. Vieles, beispielsweise das Kaffeehaus (das eines Tages hoffentlich besseren Kaffee brauen wird als die Instantbrühe aus den Douwe Egberts-Automaten, die es überall sonst gibt), der Frisör, der obere Teil des Spa oder der zweite Teil des Kinderclubs, werden freilich auch in den nächsten Wochen oder sogar Monaten nicht öffnen. Jedenfalls konnte oder wollte man uns keine Termine nennen, und der Baufortschritt ließ nicht auf eine baldige Fertigstellung schließen. Mitgeteilt war uns allerdings worden, dass zum Zeitpunkt unserer Ankunft „alles fertig“ sein würde, was mitnichten der Fall ist. Das ist schade, denn von der Idee und Konzeption ist die Anlage sehr schön. Man merkt, dass sie als 5*-Anlage geplant war: Viele weiße Bungalows, ein großer zentraler Funktionsbereich in der Mitte und zahlreiche pfiffige Details, wie beispielsweise Aussichtsplattformen über dem Pool, ein Atrium im Shopping Center, schöne Mosaikeinlagen aus weißen und schwarzen Kieseln und pfiffige Lichtkonzepte böten beste Voraussetzungen für eine erstklassige Clubanlage. Ob das Management diese Trümpfe jemals ausspielen wird, muss man wohl bezweifeln. Dazu kommt die doch eher schlechte Lage. Wer andere Clubs, wie Aldiana oder Robinson, gewöhnt ist, dürfte mit Magic Life kaum zufrieden sein. Wer keine ganz so hohen Ansprüche an das Clubprogramm, den Strand und das Publikum und das Personal stellt, das doch recht „international“ war (ohne Englisch keine Verständigung), für den ist dieser neue Club sicher einen Versuch wert. Von uns aber keine Weiterempfehlung, da die weitere Entwicklung dieser Anlage unseres Erachtens eher zweifelhaft und sich die Lage natürlich nicht ändern wird. Schade.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Leider eines der schlechteren Kapitel, vor allem was die Sauberkeit betrifft. Nach zwei Tagen die erste Beschwerde, weil immer noch derselbe Schmutz auf dem Boden lag, Gläser nicht getauscht wurden, die Dusche und die Toilette nicht gereinigt waren. Ein Sondereinsatz der Putzfrau inklusive Aufseherin brachte wenig Besserung: Anschließend immer noch Dreck im Waschbecken und in der Dusche und zu wenige Handtücher, dafür durften wir das Putzmittel behalten. Das Ganze wiederholte sich im Laufe der zwei Wochen. Eine testweise in der Dusche belassene Plastikfolie lag dort auch nach vierzehn Tagen noch. Wir hatten ein sogenanntes Familienzimmer gebucht. Im Grunde recht schön mit Tageslichttoilette, etwas Tageslicht auch im Bad dank einer schmalen Milchglasscheibe zum Zimmer. Das Ganze schlicht aber angenehm eingerichtet. Der vordere Teil des langestreckten Zimmers zur Terrasse hin lässt sich mit einer ebenfalls mit Milchglas versehenen Schiebetür abtrennen, dahinter zwei kleine Betten für Kinder. Nachteil: Zur Terrasse muss man durch das „Kinderzimmer“, die ohnehin schwache aber ungewöhnlich laute Klimaanlage wirkt in diesem Teil kaum. Zwischen beiden Raumteilen ein völlig unnötiger kleiner Absatz als Stolperfalle. Löcher mit Metalldübeln im Boden zeigten, dass hier wie an so vielen Stellen beim Bauen etwas schiefgelaufen war. Offenbar hat man diese Zimmerkategorie nachträglich geschaffen, dazu die Terrasse überbaut, aber wie so vieles eben halbherzig. Keine Beschattung für die an sich nette Terrasse, keine Möglichkeit, nasse Badekleidung zum Trocknen aufzuhängen. Macht aber nichts, da man im schicken Waschbecken Wäsche auch kaum vernünftig auswaschen kann. Achtung: Die Wohnblöcke im Nordwesten des Clubs (hinter der Tennisanlage) grenzen an das hoteleigene Klärbecken an. Zeitweise Geruchsbelästigung inklusive. Und die Blöcke weiter südlich an die sogenannte "Farm" mit entsprechendem Tiergeruch und häufigem Hahnengeschrei.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Das Hauptrestaurant Magico bietet maximal das, was man in einer Anlage dieser Größe geboten bekommt: Viel Standard, der sich täglich wiederholt, in ordentlicher Qualität. Selbst an sogenannten Galaabenden ändert sich daran nicht viel. Oft waren die Speisen zu kalt. Mit dem Nachlegen kam man häufig nicht nach. Die Tische wurden oft unzureichend gedeckt (abwechselnd keine Servietten, kein Besteck oder zu wenig Gläser). Das „Soda“ (einzig vorhandenes Sprudelwasser) schmeckte nach Chlor. Erst nach einigen Tagen gab es dann auch "Sprudel" aus Plastikflaschen. Von den vier sogenannten A la Carte-Restaurants laut Tui-Katalog waren zwei geöffnet, aber keines wirklich fertig. Die griechische Taverne, in sensationeller Lage oberhalb des Strands und des zweiten Hauptpools der Anlage, war rudimentär eingerichtet und versprühte den Charme einer schlechten Betriebskantine. Dabei verfügt sie nicht nur über einen schönen Blick aufs Meer, sondern auch über eine interessante, mehrstufig angelegte Außenterrasse. Das Abendessen, das man einmal die Woche kostenlos genießen kann, war gut. Allerdings entschloss man sich während unseres Aufenthalts, das Restaurant an drei Abenden in der Woche zu schließen - so "gut" war die Buchung. Tagsüber dient das Lokal als untere Poolbar. Es gibt Snacks wie Hamburger, Gyros und Pizza, alles nur auf Einweggeschirr mit der Begründung, viele Gäste würden die Bar barfuß betreten (oben nicht?). Der wahre Grund dürfte sein, dass man sich den Transport und das Geschirrspülen logistisch sparen möchte. Freilich sind die Styroporpackungen so leicht, dass einem bei dem ständigen Wind die Pommes und der Hamburger leicht mal auf die Hose fliegen. Das italienische Restaurant grenzt an Spa und oberen Pool an und war ebenfalls noch nicht ganz fertiggestellt. Der Service dauerte viel zu lange, das Essen war unterirdisch. Vom Gourmetrestaurant „nur für Erwachsene“ war vor Ort ebensowenig die Rede wie vom Steakhaus, das Tui in der Beschreibung erwähnt. Dafür hat die „Wunderbar“ als Hauptbar 24 Stunden täglich geöffnet. Allerdings reichen die Plätze schon jetzt bei halber Belegung des Hotels nicht aus. Es sah so aus, dass auf der Bar eine Dachterrasse entstehen könnte, erwähnt wurde es nicht. Die Sauberkeit, vor allem der Toiletten, lässt leider zu wünschen übrig. Oft keine einige saubere Kabine, schon nach zwei Wochen wackelnde Toilettenbrillen, fehlendes Klopapier und Seife – das lässt zweifeln, ob die Führung des Clubs der wirklich überlegenen Konzeption der Anlage gerecht werden wird.


    Service
  • Gut
  • Der positivste Punkt am Club. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühten sich redlich, die Schwächen der Anlage mit viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auszugleichen. Freilich werden ihnen durch die Rahmenbedingungen zum Teil enge Grenzen gesetzt. Was nicht da ist, ist halt nicht da – den Frust darüber wussten die meisten Angestellten gut zu verbergen. Dementsprechend ist die Freundlichkeit oft nur oberflächlich: Kritik oder Fragen, die nicht beantwortet werden können oder dürfen, werden ignoriert oder man weicht aus. Das gilt vor allem für den Gästeservice. Dementsprechend war dann auch die Infoveranstaltung für neue Gäste: Schnell etwas sagen ohne Luft zu holen, keine Fragen zulassen, Abgang.


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • Wie bei vielen Clubanlagen gibt es in der Umgebung des Magic Life Plimmiri – nichts. Vom Flughafen fährt man anderthalb Stunden, ebenso nach Rhodos Stadt und zu den meisten anderen interessanten Zielen. Plimmiri selbst ist ein Mini-Fischerhafen. Außer einigen Bauern- oder Ferienhäusern, viele davon unbewohnt oder nie fertiggestellt, findet man in der Umgebung Natur pur und vor allem Landwirtschaft. Inzwischen hat man es angeblich geschafft, dass der selten verkehrende Linienbus auch in der Nähe des Hotels hält. Eine Frechheit ist die Aussage von Tui, der Club liege direkt an einem langen und breiten Sandstrand. Tatsache ist vielmehr: Der Club zieht sich langgestreckt über wahrscheinlich fast einen Kilometer vom Meer ins Land. Der Hauptteil des Clubs liegt auf einer Anhöhe und ist vom unteren Teil und vom Meer durch eine (wenig bis gar nicht befahrene) öffentliche Straße getrennt, was Tui nirgends erwähnt. Eine Brücke überquert die Straße, ein Aufzug bringt einen nach unten. Ein Sandstrand ist es leider auch nicht. Vielmehr ist der schmale Streifen von großen Kieseln durchsetzt, Teile bestehen sogar nur aus Kieseln, und im Meer befinden sich Felsplatten. Laut Hotelchef wird sich das auch nicht ändern lassen. Von anderer Seite haben wir erfahren, der Kies sei wegen des heftigen Windes aufgeschüttet worden, da der Wind den Sand davon geweht hat. Wer den Magic Life Plimmiri bucht, muss nämlich mit ständigem und oft kräftigem Wind rechnen. Gut für Segler, nicht immer gerade schön zum Baden. Manchmal war am Strand das Peeling inklusive, beim Sport flogen die Matten weg, von den Liegen die Badetücher und beim Essen die Hamburger (siehe unten). Und die gefühlte Temperatur liegt durch den Wind oft einige Grad unter der gemessenen. Da fröstelt man schon mal bei 27 Grad. Ein weiterer Wermutstropfen: Fast fünf Stunden vor Abflug wird man bereits abgeholt. Begründet wird es mit der mangelnden Leistungsfähigkeit des Flughafens, es liegt aber auch an den vielen Hotels, die der Bus auf dem Weg oft abklappert: Wir hatten Glück und brauchten im Non-Stop-Bus nur knappe anderthalb Stunden - andere fast zweieinhalb! Tui macht ein Geschäft daraus: Für fast 50 EUR/Person kann man eine Lounge am Flughafen buchen mit etlichen Annehmlichkeiten – an der langen Wartezeit ändert das freilich nichts.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Einmal fertiggestellt, wird es in dem Club an nicht viel fehlen. Vorausgesetzt, man füllt es mit sinnvollem Programm. Uns erschloss sich beispielsweise nicht, warum man im Juni mehrere Sportkurse für „Kids“ ab 7 Jahren anbietet, die in dieser Zeit gar nicht verreisen können, und dann auf diese Altersbeschränkung nirgends hinweist. Auch im Sport- und Freizeitbereich war vieles einfach nicht fertig: Das Fitnessstudio, das einmal recht groß wird, war spärlich ausgestattet. Während unserer zwei Wochen kamen zwei weitere Geräte hinzu. Der Kinderclub, der einmal in zwei Gebäuden getrennt für die Kleinen und Größeren aufgeteilt wird, war nicht einmal zur Hälfte fertig und somit beispielsweise auch der Spielplatz für die Großen nicht nutzbar (obwohl komplett aufgebaut, aber darunter „nur“ Sand und keine Matten). Über Mittag schließt der Kinderclub für zweieinhalb Stunden, so dass man maximal 3 Stunden am Stück hat (14.30 – 17.30, dann wieder Pause; morgens 9.30-12 Uhr), für die Unter-Dreijährigen noch weniger. Das Spa wurde während unseres Aufenthalts eröffnet. Das gesamte obere Stockwerk befand sich allerdings im Rohbauzustand, ebenso wie das Business Center und manches mehr. Die Poollandschaft ist in Summe großartig: Ein schöner Hauptpool im Zentralbereich, daneben ein 25 m-Sportbecken (welches Hotel hat das heute noch?). Mehrere Kleinkinderpools. Ein generell flacher großer zweiter Pool kurz vor dem Strand. Dann der eigene Bereich mit riesigen Rutschen aller Art. Und schließlich gibt es mehrere Bungalowblöcke mit eigenen Pools direkt vor der Terrasse – ein Teil davon noch nicht geöffnet. Leider reichen die Liegen, vor allem mit Schatten, jetzt schon nicht aus. Umkleidekabinen suchte man vergebens. Räume, die dazu einmal dienen könnten, aber nicht gekennzeichnet waren, hatten weder Türen noch Ablagen. Und - sehr schade - der Hauptpool zeigte schon gewaltige Verschleißerscheinungen: Die meisten Sprudeldüsen ausgerissen oder ausgerfallen, die Sprudelliegen ebenfalls außer Betrieb, mehrfach ausgefallene oder eingedrückte Unterwasser-Lampen. Hier merkte man wohl, dass das Hotel schon 2010/11 gebaut wurde - und wahrscheinlich nicht gut gewartet. Für zusätzliche Sportmöglichkeiten sorgen eine schöne, beeindruckende Tennisanlage mit angrenzendem Kunstrasenplatz für die Fußballer, mehrere Beachvolleyballfelder und die clubüblichen Wasser- und Radsportmöglichkeiten – alles top-modern und nagelneu. Leider war beispielsweise auch der Mountainbike-Verleih noch nicht geöffnet; angeboten wurden nur Touren.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juni 2015
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Erik
    Alter:41-45
    Bewertungen:4
    Kommentar des Hoteliers

    Lieber Erik, vielen lieben Dank für Deine Bewertung! Es tut uns sehr leid, dass Du deinen Urlaub nicht wie geplannt geniessen konntest. Wir arbeiten ständig hart daran, unseren hohen Anspruch an Qualität und Service kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir haben deine Anregungen bereits an die betreffenden Abteilungen weitergegeben und kümmern uns um entsprechenden Lösungen. Schön, dass wir dich mit unserer Freundlichkeit begeistern konnten. Wir würden uns jedoch freuen, wenn du uns erneut die Chance gibst, deinen Erwartungen gerecht zu werden. Liebe Grüsse von der Sonneninsel, Dein Magic Life Plimmiri Team