- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel Carda Beach fügt sich architektonisch gut in das Landschaftsbild ein, es wurden warme Farben und klare Linien verwendet. Es liegt ca. 1 km von Kardamena entfernt. Das Hotel ist am Hang gebaut und die Zimmer befinden sich daher auch größtenteils auf der Anhöhe. Zu erreichen sind die Zimmer über Treppen oder über teilweise recht steile Wege. Nicht geeignet für Fußkranke oder ältere Menschen. Das Hotel verfügt über eine ansprechende Rezeption und in der Lobby gibt es diverse Sitzmöglichkeiten. Im anderen Gebäudetrakt ist der (sehr kalte) Innenpool mit Jacuzzi (leider während unseres Aufenthaltes defekt) sowie das SPA-Center untergebracht. In diesem Teil befindet sich auch der Fitnessraum mit diversen Geräten. Im Hotel ist eine Autovermietung sowie ein kleiner Shop untergebracht, in dem man Getränke, Schokolade und diverse Strandartikel kaufen kann. Wir hatten unseren Aufenthalt mit "Ultra-All-Inclusive" gebucht. Inclusive ist hierbei ein Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffet, ebenso gibt es an der Poolbar zwischendurch gefüllte Blätterteigtaschen, belegte Brötchen und Kuchen - allerdings jeden Tag dieselben. Wasser, Softdrinks (Cola, Lemonade, Orangensaft,...) und diverse alkoholische Getränke (Tequila Sunrise, Vodka Lemon, Campari...) waren ebenso inclusive wie Kaffee, Tee, Capucchino u.Ä. Zum Essen gab es zusätzlich griechischen Hauswein und Bier - beides aus der Zapfanlage - nicht sonderlich stilvoll. Am Pool werden die Getränke in Plastikbechern serviert, was nicht sonderlich schön ist, aber in Anbetracht des doch teilweise starken Windes sicherlich die beste Lösung. Das Hotelpublikum war ein Mix aus Jung und Alt, zumeist Pärchen; wenige Familien mit Kindern und bestand zumeist aus Deutschen, Holländern und Engländern. Das Niveau des Publikums hätte man sich insbesondere beim Abendessen in einem 4-5 Sterne-Hotel doch anders vorgestellt: Männer in Strandshorts, Muscle-Shirts und Flip-Flops gehören unserer Meinung definitiv nicht dorthin! Der Strand ist durch eine Straße von der Anlage getrennt und mit wenigen Schritten zu erreichen. Liegen und Sonnenschirme stehen dort kostenlos zur Verfügung. Der Strandabschnitt des Carda Beach-Hotels ist sehr schmal und steinig. Nicht geeignet für Familien mit kleinen Kindern. Badeschuhe sind unabdingbar, der Weg ins Meer aufgrund großer Felsbrocken und Steine sehr beschwerlich. Das Meer ist allerdings schön klar und sauber. Wer allerdings des Strandes wegen nach Kos reist, ist in diesem Hotel definitiv falsch. Wir hatten uns einen Tag ein Auto im Hotel gemietet, die kleinste Klasse ist für 35 € am Tag zu bekommen und ein kleines Auto reicht für die Insel vollkommen aus. Sehenswert fanden wir Kos-Stadt, die Ruinen von Asklepeion sowie im Süden die Strandabschnitte Sunny Beach und Paradise Beach. Ein Tag Mietwagen reicht völlig aus, da die Insel klein ist und an Sehenswürdigkeiten nicht allzu viel zu bieten hat. Von den Reiseveranstaltern werden Ausflüge auf andere Inseln sowie in die Türkei angeboten. Das Carda-Beach Hotel ist in Ordnung für eine Woche Erholungs-Urlaub. Gehobene Ansprüche werden hier jedoch nicht befriedigt.
Die Zimmer sind geräumig und modern eingerichtet und entsprechen von der Ausstattung her einem 4-5 Sterne-Hotel. Schön ist das durch Glasscheiben abgetrennte Bad und WC. Unser Zimmer (2269) verfügte über einen Balkon mit Sitzmöbeln mit direktem Blick aufs Meer. Jedes Zimmer verfügt über Fernseher, Wasserkocher und Minibar, die jeden Tag mit Wasser aufgefüllt wird. Allerdings stand im Prospekt, dass die Minibar zweimal die Woche mit Softdrinks aufgefüllt wird - unsere leider nicht! Das Bad war sehr spartanisch ausgestattet, es fehlte z.B. ein Kosmetikspiegel oder eine zusätzliche Steckdose. Aus anderen 4-5 Sterne Hotels sind wir es gewöhnt, im Bad einen Korb mit Seife, Duschgel, Kosmetiktüchern u.Ä. vorzufinden. So etwas findet sich im Carda Beach leider nicht. Bademantel und Badelatschen waren in jedem Zimmer vorhanden.
Das Carda Beach verfügt über ein Hauptrestaurant, ein italienisches und ein chinesisches Restaurant. Das italienische und chinesische Restaurant muss frühzeitig vorreserviert werden, da dort nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht. Der Vorteil dieser beiden Restaurants ist ein nettes Ambiente und die persönliche Bedienung. Von der Qualität der angebotenen Speisen waren wir im chinesischen Restaurant sehr enttäuscht. Wir hatten ein Teppan Yaki-Gericht mit Rind und Reis bestellt - was kam war ein riesiges Rindersteak mit einer Mini-Portion Reis. Wo bei diesem Gericht die asiatische Note war - man weiß es nicht. Beim Italiener gab es als Vorspeise Pizza oder Pasta und als Hauptgericht mehrere Fleisch- oder Fischgerichte. Die Qualität der Speisen war in Ordnung, aber mehr eben auch nicht. Im Hauptrestaurant gab es jeden Tag Buffet. Insgesamt war es in diesem Restaurant sehr laut und hektisch, es hatte eher den Flair einer Kantine und an ein gediegenes, gemütliches Abendessen war nicht zu denken. Es gab immer ein reichhaltiges Salatbuffet, die angebotenen Salate waren jedoch meist jeden Tag dieselben, mittags wie abends. Als Beilagen gab es jeden Tag Reis, Pommes, Spaghetti und Kartoffeln mit wechselnden Fleisch- und Fischgerichten. Die typische griechische Küche sucht man hier vergebens. Lecker waren die Gemüsegerichte (meist Auberginen), von denen es leider viel zu wenige gab. Für unseren Geschmack war die Küche wenig kreativ und viel zu sehr auf den Durchschnitts-Touristen gemünzt. Die Speisen waren durchaus schmackhaft, aber von "sehr guter Küche", wie im Prospekt angepriesen, ist dieses Hotel weit entfernt.
Das Personal war insgesamt freundlich, für ein 4-5 Sterne Hotel kann man aber durchaus mehr erwarten. Das Personal im Restaurant und an der Bar kam vorwiegend aus osteuropäischen Ländern, die Englischkenntnisse dieser Angestellten ließen mitunter zu Wünschen übrig. Beim Essen wurden die leeren Teller zeitnah abgeräumt und frei werdende Tische wurden sofort neu eingedeckt. Beim Einchecken in das Hotel fehlte uns eine kurze Beschreibung des Hotels durch die Mitarbeiterin an der Rezeption völlig - als AI-Gast bekommt man ein Merkblatt in die Hand gedrückt, auf dem die Essenszeiten und die wichtigsten Infos drauf stehen. Aus anderen Hotels kennen wir, dass auf dem Zimmer eine Infomappe über das Hotel bereit liegt, auch hier Fehlanzeige. So muss man sich als Gast die Infos über Safebenutzung oder Benutzung des SPA-Bereiches selber beschaffen. Schade! Die Zimmerreinigung war okay, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Die Strandtücher werden nur einmal in der Woche getauscht, ein häufigerer Wechsel muss extra bezahlt werden. In einem Hotel dieser Kategorie doch etwas befremdlich.
Positiv ist der kurze Transfer vom Flughafen zum Hotel, der nur ca. 15 Minuten gedauert hat. Nachteil jedoch ist, dass man vom Pool aus die ankommenden Flugzeuge sehen und auch hören kann; allerdings würden wir nicht so weit gehen zu sagen, dass es Beeinträchtigungen durch Fluglärm gab. Der Ort Kardamena ist zu Fuß in ca. 10-15 Minuten zu erreichen. Es handelt sich dabei um einen Ort, der außer ein paar Souvenirshops und massenweise englischen Pubs nichts zu bieten hat. Der Ort ist sehr stark auf englisches Publikum ausgerichtet. Ein Ortskern oder eine gemütliche Strandpromenade fehlen. Wer hier nach etwas typisch Griechischem sucht, sucht vergebens! Direkt neben dem Carda Beach befindet sich das Hotel Mikri Poli, das hauptsächlich auf Familien ausgerichtet ist und tagsüber und abends Animation und Unterhaltung anbietet. Als Gast des Carda Beach kann man dort die Unterhaltungsangebote nutzen. In entgegengesetzer Richtung zum Ort befinden sich noch ein paar Hotels, die lose aneinandergereiht sind.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool ist ausreichend groß und es befinden sich genügend Liegen und Sonnenschirme für alle Gäste rund um den Pool. Sehr positiv fanden wir, dass es in diesem Hotel nicht üblich ist, Liegen zu reservieren. In anderen Hotels haben wir es schon erlebt, dass es morgens um 6 Uhr keine einzige freie Liege mehr gab. Es gab keinerlei Unterhaltungsprogramme im Hotel, ideal also für den Ruhesuchenden. Wer animiert oder unterhalten werden wollte, konnte dies im Nachbarhotel Mikri Poli tun. Einzig an der Blue Moon-Bar im Hotel gab es abends etwas lautere Musik und dort tummelten sich viele Gäste. Wer sich sportlich betätigen möchte, hat dazu im Fitness-Raum Gelegenheit, der sich im Gebäudetrakt des SPA-Centers befindet. Der Raum ist sauber, die Geräte sind für den Hausgebrauch okay. Allerdings gibt es keinen Trainer oder Anleitungen, man ist also auf sich alleine gestellt. Das Laufband sowie der Jacuzzi waren defekt - auch nach Meldung an der Rezeption wurden diese Dinge nicht instand gesetzt, so dass man diese nicht nutzen konnte. Das SPA-Center ist sauber und schön eingerichtet. Ich hatte dort eine Thai-Massage gebucht, die sehr gut und angenehm war. Dort befindet sich auch die Sauna, die allerdings nach Männlein und Weiblein getrennt ist. Die Sauna kann nur nach vorheriger Anmeldung genutzt werden, eine spontane Nutzung bei schlechtem Wetter somit nicht möglich.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Mai 2010 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Tanja und Marcus |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 5 |