- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr schlecht
Die Architektur ist sehr ansprechend, von außen wirkt alles noch recht neu. Die Anlage ist sehr groß, eine Straße führt mitten hindurch. Der Garten wirkt ein wenig vernachlässigt. Ein paar Blühpflanzen und Palmen mehr würden nicht schaden. Die Anlage war ein wenig verdreckt, immer lagen Pappbecher herum ( was natürlich dem fehlenden Benimm mancher Gäste zuzuschreiben ist). Es waren fast nur Deutsche da. Ob man Spass an diesem Hotel hat steht und fällt damit, ob man zu der Sorte Menschen gehört, die um sechs Uhr früh eine Liege belegen. Diese Gattung war auffälligerweise auch mit dem Rest zufrieden. Ich habe die aktuellen Preise von diesem Hotel nur neugierdehalber mal nachgeschaut und bin fast in Ohnmacht gefallen. Für diesen Preis bekommt man anderswo 4 Sterne, die ihre Sterne auch wert sind. Ein paar Tipps zur Insel: Unbedingt die Tropfsteinhöhlen, Cap de Formentor und den Nationalpark "La Reserva de Galatzo" (mit Wasserfällen und Tieren) anschauen. Die Bucht von Alcudia hat schöne, nicht so überlaufene Strände, z. B. "Playa de Muro" und für die Kinder: der Western Water Park ist wirklich zu empfehlen.
Das Zimmer war groß, die Klimaanlage angenehm leise und das Bad einladend. Im Schlafzimmer roch es ein wenig modrig, insgesamt war es etwas hellhörig. Man konnte jeden Schritt von den Bewohnern über uns mitverfolgen... Die Terassentür klemmte immer wieder. Aber im Grunde entsprach das Zimmer schon dem 3 Sterne-Standart.
Das war das Schlimmste an dem Urlaub. Ich bin wirklich nicht anspruchsvoll, viel in unterschiedlichsten Ländern unterwegs und fremdem Essen und Kulturen sehr aufgeschlossen und ich weiß auch, dass es kein 4 Sterne-Hotel war. Aber dieses Essen(der übrigens eher deutsch als spanisch war) war einfach eine Zumutung. Die Suppe erinnerte an Waisenhäuser aus der Jahrhundertwende, der Salat war eine Matschepampe, die immer Reste vom Vortag enthielt (gestern mittag Würstchen - heute Würstchenstücke bei den Tomaten). Dann lag da immer ein gepreßtes, paniertes Etwas, jeden Tag mit anderem Inhalt (hat mich stark an den Film "Brust oder Keule" erinnert). Das Obst war teilweise in einem Zustand, in dem es hierzulande nicht mal an die Tafeln abgegeben wird. Der Nachtisch bestand aus zwei Sorten unappetitlichem Kuchen und Eis. Teller waren dreckig, an den Getränkezapfstellen liefen entweder die Ameisen oder die Kühlung war kaputt. Die größte Frechheit war der Nachmittagssnack. Wenn man nicht genau pünktlich zur Stelle war, waren die winzig geschnittenen Kuchen auch schon wieder weg und es wurden keine weiteren hingestellt. Dann blieben einem nur noch Sandwiches, wie man sie im Flugzeug bekommt oder minderwertiges Wassereis. Also wir sind dann ab und zu essen gegangen, um durchhalten zu können - Das kam natürlich zum All Inclusive- Preis hinzu.
Die Angestellten an der Rezeption waren sehr freundlich. Unseren Wunsch nach Zimmerwechsel ( wir wollten eins, bei dem unsere Kinder auf dem Weg zum Pool nicht über die Straße mußten) sind sie sehr zuvorkommend nachgekommen. Die Putzfrau hat trotz saftigen Trinkgelds nicht immer Lust gehabt, ihren Dienst zu tun auch wenn sie laut Plan keinen freien Tag hatte. Die Kellner im Restaurant waren unfreundlich und immer mit saurer Miene unterwegs, lag aber vielleicht auch am unmöglichen Benehmen vieler Gäste. Die Reiseleitung war sehr freundlich und kompetent, die Kinderanimation lustlos, manches haben sie einfach ganz ausfallen lassen.
Tja, die schon erwähnte Straße mitten durch die Anlage war öffentlich, so dass die Anlage nicht abgeschlossen werden konnte, was dazu führte, dass spanische Halbstarke mitten in der Nacht Mopedrennen und lautstarke Saufgelage veranstalteten. Der Strand ist mit Sicherheit mehr als 500 Meter entfernt - bei 30 Grad mit zwei kleinen Kindern, Strandtasche, Luftmatratze und spanischen Gehwegen mit Löchern, Hundehaufen, wilden Autofahrern waren es gefühlte 5 km. Einkaufen konnte man in Calla Millor ganz gut, es gab eine schöne Strandpromenade. Es waren auch jede Menge Ausflugsmöglichkeiten vorhanden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das andere größte Manko war der im Verhältnis zur Gästezahl viel zu kleine Pool und die viel zu kleine Anzahl der Liegen. Wenn man nicht morgens um sechs eine Liege reservierte, wie es hier praktiziert wurde, hatte man null Chancen. Da wir im Urlaub aber erstens ausschlafen möchten, und das zweitens nicht unser Niveau ist, hatten wir das Nachsehen. Unser Dilemma: Der Strand war überlaufen und zu weit weg, in der Anlage keine Chance auf eine Liege, wie den Urlaub retten? Wir sind nur zum Schwimmen zum Pool (man wurde wegen der Enge übrigens ständig getreten),anschließend nachmittags, wenn die Kinder unbedingt die Animation mitmachen wollten, haben wir auf der Terasse gesessen, ansonsten uns das Mietauto geschnappt und die Insel angeschaut und zum Baden im Meer schönere Strände angefahren. Würde Ciudad Laurel auf den Grünflächen noch Liegen verteilen, wäre das Problem gelöst. Auf dem Spielplatz sind so gut wie keine Spielgeräte vorhanden, dafür aber ein Sandboden, der mit dicken Steinen durchsetzt war , die gerne von ein paar Rabauken als Wurfgeschoss gegen andere Kinder benutzt wurden. Die Show am Abend dagegen war richtig gut. Die Animateure haben sich viel Mühe gegben und immer ein schönes Programm auf die Beine gestellt.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2006 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Isabell |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |