Elisabeth (61-65)
Verreist als Paarim Januar 2021für 3 Wochen
Verreist während COVID-19

Inselresort mit vielen Schwächen.

3,0/6
Insgesamt fanden wir das Hotel zwar hübsch aber ungepflegt. Es lebt von der Lage und dem tropischen Flair, zeigt aber viele Mängel. So werden die Gartenanlagen sich offensichtlich selbst überlassen, Topfpflanzen nicht gewässert, die Teichanlagen sind verdreckt, die Wege zu den Bungalows nicht gepflegt. Der Strandabschnitt auf der Nordost-Seite ist stark abgetragen und unterspült, was mit Kunststoff-Sandsäcken verhindert werden soll. Leider gelingt das nicht und lösen sich diese Säcke im Laufe der Zeit auf, die Reste landen im Meer und im Riff und wurden von uns und anderen Gästen herausgefischt, wenn möglich. Das ist eine sehr umweltschädigende Praxis ohne erkennbaren Nutzen und trägt zur Verschmutzung mit Mikroplastik wesentlich bei. Für uns überraschend war das offensichtlich erst vor kurzem fertiggestellte Thai Spa-Gebäude, dass als hässlicher grober Zweckbau auf Stelzen den schönsten Strandabschnitt verschandelt und die Sicht auf den Strand und das Meer sowohl vom Restaurant als auch von der sehr netten Strandbar massiv beeinträchtigt. Dieses Gebäude ist auf keinem der offiziellen Fotos zu sehen (was auch zu verstehen ist), früher war das Thai Spa wohl im Inselinneren, wenn man sich die Fotos dazu anschaut.
Die Corona-Hygienemaßnahmen wurden im gesamten Hotel sehr gut umgesetzt.

Lage & Umgebung3,0
Die Insel liegt mitten im Ari-Atoll und ist mit dem Wasserflugzeug in ca. 35 Minuten zu erreichen. Wir waren hauptsächlich zum Schnorcheln und Tauchen da und waren entsetzt über den Zustand des Hausriffes. Es ist durch die Korallenbleiche größtenteils zerstört und ist vor allem auf dem Riffdach und an der Riffkante ein Trümmerfeld. An einzelnen Stellen kann man erkennen, dass sich neue Korallen ansiedeln, man kann auch eine Vielzahl von Fischen beobachten, allerdings scheint der Bestand deutlich zurückgegangen zu sein. Vereinzelt konnten wir Schildkröten, Haie, Rochen, Muränen sehen.

Zimmer4,0
Wir haben in einem Superior Wasserbungalow gewohnt. Ausstattung und Komfort waren in Ordnung, ausreichend Platz und auch Ablagefläche, Schrankfläche war vorhanden. Das Bett war groß und bequem. Großes Bad mit direktem Zugang zur Terrasse. Bei unserer Ankunft waren Teile des Terrassengeländers und der Treppe in das Wasser zerstört, dies wurde nach Reklamation unmittelbar repariert. Der überspülte Teil der Holztreppe in das Wasser ist sehr rutschig und daher nicht ungefährlich zu benutzen. Er wurde leider nur ein Mal während unseres Aufenthaltes gereinigt.
Über die Qualität der anderen Unterkünfte können wir nichts sagen.

Service3,0
Die Mitarbeiter waren überwiegend freundlich und hilfsbereit, wirkten aber oft überfordert. Wir hatten den Eindruck, dass generell zu wenig Personal eingesetzt wird.
Es hat fast eine ganze Woche mit massivem Drängen (und entsprechendem Trinkgeld) gedauert, bis wir einen ruhigen Tisch im Restaurant bekamen, da wir nicht unmittelbar am Buffet sitzen wollten.

Gastronomie1,0
Das Angebot, aber vor allen Dingen die Qualität der Speisen fanden wir sehr schlecht. Die Auswahl war sehr bescheiden und nach wenigen Tagen hat sich alles wiederholt. Zum Frühstück gab es Instant-Kaffee sowie hellen bzw. dunklen Toast und die trockenen Brotreste vom Vorabend. Keine frischen Säfte, kein Müsli außer Cornflakes, eine Sorte Wurst bzw. Käse, aber immerhin frisch zubereitete Eierspeisen. Abends gab es z.B. kein Vorspeisenbuffet sondern nur eine Salatbar und 2 Mal in drei Wochen etwas Schinken bzw. rohen Thunfisch. In einem Land, in dem Fisch das Hauptnahrungsmittel ist, war das Angebot an Fischgerichten erbärmlich. Die Fleischgerichte schwammen in angedickten Fertigsaucen, die Gemüse zerkocht und entwürzt. Die Curries waren zwar lecker schmeckten aber alle gleich, egal ob Fisch, Fleisch oder Gemüse. Selbst lokal angebaute Früchte (Papaya, Ananas etc.) gab es nicht täglich. Bei den Desserts gab es täglich ein frisch gemachtes, das durchaus schmackhaft war, der Rest bis auf das Obst war vorgefertigte Ware. Die Qualität und Präsentation der Speisen war durchgängig auf dem Niveau einer schlechten Kantine und entsprach in keiner Art und Weise dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der "Range of Excellent Dry Cast Wines" war ungenießbar und stammt offensichtlich aus irgendwelchen Tetrapack-Kanistern, wir sind auf Bier umgestiegen. Fazit: Wer Wert auf frische, abwechslungsreiche, gesunde Ernährung legt, sollte das Angaga Island Resort meiden.

Sport & Unterhaltung4,0
Das Hotel verfügt über einen kleinen, recht gut ausgestatteten Fitnessbereich, der wegen Corona jeweils von max. 2 Personen genutzt werden durfte. Frische Handtücher, Desinfektionsmittel, gute Hygienemaßnahmen.
Die Tauchbasis wird von Sebastian sehr professionell und sicherheitsbewußt geführt. Auch hier gab es umfangreiche Hygienemaßnahmen. Die Tauchfahrten waren durchweg gut organisiert und führten zu interessanten und abwechslungsreichen Tauchspots. Die Leih-Ausrüstung war in sehr gutem Zustand.
Es gab eine kleine Bibliothek, in der man sich mit Urlaubslektüre versorgen konnte.
Der vom Hotel organisierte Walhai-Schnorchel-Ausflug ist nicht zu empfehlen, hier sollte man besser das Angebot der Tauchschule nutzen (für Taucher und Schnorchler).

Hotel3,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:3 Wochen im Januar 2021
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Elisabeth
Alter:61-65
Bewertungen:1
NaNHilfreich