Viele Destinationen am Mittelmeer sind geliebte Dauerbrenner unter den Urlaubszielen für Nordeuropäer, zum Beispiel die trubeligen Badeorte an der Türkischen Riviera, die langen Playas auf Mallorca bei Palma und Port d’Alcúdia oder die schönen Strände Kroatiens. Es gibt aber auch kleine feine Orte, die nicht im Mainstream liegen und trotzdem eine gute touristische Infrastruktur bieten – hier acht lohnenswerte Ziele im warmen Süden, an denen ihr nicht gar so viele andere Urlauber trefft.
Die meisten Urlauber verbringen ihre Ferien an der Nord- oder Südküste unserer liebsten Mittelmeerinsel, also rund um die Metropole Palma oder große Küstenorte wie Port d’Alcúdia. Der Westen wird (zumindest für Mallorca-Verhältnisse) deutlich weniger bereist, schon weil er durch das markante Tramuntana-Gebirge vom Rest der Insel abgeteilt und ein wenig umständlicher zu erreichen ist. Was einige Vorteile hat.
Der Hafenort Port de Sóller etwa liegt zauberhaft zwischen den Ausläufern der Bergkette und dem tiefblauen Meer. Meist kommen Besucher nur als Tagesgäste hierher, entweder per Auto durch einen langen mautpflichtigen Tunnel oder mit nostalgischen Zügen, die von Palma aus mehrmals täglich nach Port de Sóller zuckeln. Wer länger bleibt, findet angenehme Hotels und gute Restaurants ohne Ende. Ringsum liegen entzückende Dörfer. Der Strand zieht sich direkt vor dem Ortszentrum entlang und bietet jegliche Infrastuktur. Und wenn die auswärtigen Urlauber abends wieder abgezogen sind, kehrt im Ort eine wohltuende Ruhe ein. Mehr zu Port de Sóller findet ihr hier.
Mallorcas kleine Nachbarinsel Menorca hat drei hervorstechende Orte, die von höchst unterschiedlichem Charakter sind. Maó ist als geschäftige Hauptstadt im Osten der Insel auch Dreh- und Angelpunkt des Verkehrs mit großem Hafen, hier liegt zudem der internationale Flugplatz. Der kleine weiße Ort Binibèquer gilt mit seiner märchenhaften Architektur als touristisches Highlight und ist entsprechend gut besucht. Für Kenner die schönste Location Menorcas aber ist das Städtchen Ciutadella ganz im Westen der Insel.
Anders als das kaum größere Maó hat Ciutadella einen besonders entspannten, gelassenen Charakter. Die Altstadt liegt an einem engen Fjord samt buntem Hafen, hier gibt es viele gute Cafés und Restaurants. Man bummelt durch schmale Gassen voller Bars und Geschäfte, geht schwimmen in der vorgelagerten Cala en Brut oder fährt einen kurzen Weg zu den guten Stränden rund um die Cala Galdana. Ein Urlaubsort für Genießer. Mehr zu Ciutadella findet ihr hier.
Lloret de Mar oder Tossa de Mar an der Costa Brava kennen viele, aber habt ihr schon mal einen Abstecher nach Sant Feliu de Guíxols gemacht? Der kleine Küstenort liegt rund 10 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Tossa, was gut das Doppelte an Straßenkilometern entspricht – die Küstenpiste GI-682 windet sich in mutigen Kurven an den Felsklippen des Mittelmeers entlang, und schon die Anfahrt mit ihren großartigen Ausblicken ist ein Erlebnis.
Sant Feliu selbst ist ein angenehmer, unaufgeregter Ort, in dem ihr authentischen spanischen Alltag erspüren könnt. Im Hafen liegen noch etliche Fischerboote, es gibt eine ruhige Altstadt mit Markthalle, gemütlicher Ramblas, guten Restaurants, leuchtend gelbem Casino und oben drüber thront eine kleine Kapelle. Zum Baden geht ihr entweder direkt an den sauberen Stadtstrand oder fahrt eine Bucht weiter zur feinsandigen Platja de Sant Pol. Mehr zu Sant Feliu de Guíxols findet ihr hier.
Die kleine Hafenstadt Forio an der Westküste ist nicht der bekannteste Urlaubsort Ischias, gilt aber seit je her als ein Lieblingsziel für Künstler und Individualisten. Bei schlechtem Wetter fährt das Tragflügelboot von Neapel nicht um die Inselspitze bis hierher, sondern ankert im Hauptstädtchen und es geht per Bus oder Taxi weiter – die kleine Mühe lohnt jedoch.
Forio hat eine gemütliche, überschaubare Altstadt voll guter Restaurants und Kunstgewerbe-Geschäfte, und es gibt etliche angenehme Hotels. Der breite Chiaia-Strand beginnt direkt neben dem Hafen. Die vielen Bars und Cafés sind gute Plätze, um den bunten italienischen Alltag in Ruhe vorbeiziehen zu lassen – kein Wunder, dass Kreative wie Truman Capote, Alberto Moravia oder Paolo Pasolini einst gern hier gesessen haben. Mehr zu Forio findet ihr hier.
Malta, die Hauptinsel des gleichnamigen Archipels, ist ein Lieblingsziel für Kultururlauber. Die kleine Schwester Gozo hat nur etwa ein Viertel der Fläche und ist viel weniger bekannt, bietet aber auch etliche Reize. Wesentlich ruhiger geht es hier zu als auf der quirligen Hauptinsel, zudem ist Gozo grüner, hat ein paar wenige, aber sehr schöne Strände und bietet sich auf jeden Fall für einen längeren Aufenthalt an.
Gozos rund 7000 Einwohner große Hauptstadt Victoria mit ihren schmalen Gassen und romantischen Plätzen wird geprägt durch eine wuchtige Zitadelle, schöne Kirchen, den bunten Hauptmarktplatz, zwei Opernhäuser, Pferderennen und andere Vergnügungen. Wenige Kilometer entfernt liegt mit dem Tempelkomplex von Ggantija die wohl wichtigste archäologische Stätte des Archipels. Außerdem gibt es gute Strände wie den Ramla Beach an der Nordküste. Mehr über Gozo erfahrt ihr hier.
Eine schön Alternative zum oft gut besuchten Kroatien ist der winzige Balkanstaat Montenegro (Land der "schwarzen Berge“), nicht einmal zwei Stunden Flugzeit von Berlin entfernt. Hier findet ihr viele kleine Dörfer, in denen die alten Römer, Venezianer und Osmanen ihre Spuren hinterlassen haben. Zu Montenegros schönsten Orten an der Adria-Küste zählt das Küstenstädtchen Petrovac na Moru im Süden des Landes.
Der Ort mit seinen Jahrhunderte alten Häusern aus venezianischer Zeit wird von schmalen Gassen und vielen Palmen und Pinien geprägt. An Restaurants, Bars und Souvenirläden herrscht kein Mangel, trotzdem zählt Petrovac zu den ruhigen Ferienzielen dieser Region. Kulturfreunde freuen sich über zwei alte Klöster und das Kastel Lastva, eine am westlichen Ende der Bucht errichtete Trutzburg. Neben dem Stadtstrand warten östlich zwei weitere Strände auf Badegäste. Mehr zu Montenegro findet ihr hier.
Der kleine Ferienort Pólis Chrysochous mit seinen rund 4000 Einwohnern liegt im Nordwesten der Insel und ist ein idealer Urlaubsort für Menschen, die das Authentische lieben. Es gibt (noch) keine riesigen Hotelanlagen wie in Zyperns Urlauberhochburgen à la Limassol, dafür nette Pensionen und Apartmentanlagen. Trotz Fußgängerzone mit etlichen Straßencafés und -Bars hat sich der Ort einen provinziellen Charme bewahrt – eine gute Adresse für einen ruhigen Urlaub am Mittelmeer.
Zum Baden taugt besonders der lange Sandstrand, der Pólis mit dem schönen Nachbarort Latchi verbindet. Hier findet ihr auch einen Hafen samt uriger Fischertavernen und ein paar Anbieter für Wassersport. Und man kann von dort mit dem Boot zum Naturschutzgebiet auf der Akamas-Halbinsel übersetzen, schwer beliebt zum Wandern bei Urlaubern wie auch bei Einheimischen – die Bucht Fontana Amorosa an ihrer Ostküste gilt zudem als Geburtsort der Liebesgöttin Aphrodite. Mehr Infos findet ihr hier.
Kretas Metropole Heraklion ist größer und schon dank des Flughafens bedeutender, die Region um die zweitgrößte Stadt Chania bei Urlaubern ebenfalls ein Renner. Rethymno ist wesentlich weniger bekannt und hat doch seine ganz eigenen Qualitäten. Als Ort mit der drittgrößten Einwohnerzahl (rund 55.000 im Gegensatz zu 173.000 in Heraklion) beherbergt die geschichtsträchtige Stadt nicht nur die Universität der Insel, sondern gilt auch sonst als ihr geistiges Zentrum.
Kulturfreunde sind hier genau richtig, freuen sich über prächtige venezianische und osmanische Bauten in schmalen Gassen der Altstadt und am kleinen Hafen, viele Kunsthandwerker, beachtliche Museen und die imposante Burg Fortezza am Rande der Stadt. Und Rethymno hat auch einen sehr schönen Strand – mehrere Kilometer lang, mit feinem goldgelbem Sand, so soll es sein. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.
Hinter Mallorcas Tramuntana-Gebirge liegt das kleine Hafenstädtchen Port de Sollér mit knapp 3000 Einwohnern. Der örtliche Strand zieht sich direkt vor der Altstadt entlang und wird von Felsküsten eingerahmt.
Die an der Westküste gelegene Stadt Ciutadella ist mit rund 29.000 Einwohnern einer der beiden größten Orte der Baleareninsel und war bis 1722 auch die menorquinische Hauptstadt.
Die 22.000-Einwohner-Stadt befindet sich an der Costa Brava in der Provinz Girona in Katalonien. Sant Feliu liegt umgeben von Hügeln in einer Bucht ca. 115 km nordöstlich von Barcelona.
Die zweitgrößte Insel des Malta-Archipels (Malta selbst hat 246 km², Gozo 67 km² und Comino etwa 3 km² Fläche) liegt wenige Kilometer nordwestlich der Hauptinsel. Auf Gozo leben rund 31.000 Menschen.
Der 18.000-Einwohner-Ort Forio liegt im Westen der Insel Ischia im Golf von Neapel. Wer mit der Fähre von Neapel im Hafen der Stadt Ischia ankommt, braucht von dort für die zehn Kilometer lange Strecke ungefähr eine halbe Stunde mit dem Auto. Außerdem verkehrt auch eine Fähre vom Festland direkt nach Forio.
Petrovac (ca. 1400 Einwohner) befindet sich an der Küste zwischen Budva und Bar, wo die alte Gebirgsstraße von der Hauptstadt Podgorica kommend die Küste erreicht.
Die direkt am Meer gelegene Gemeinde in der Region Paphos befindet sich nördlich der Bezirkshauptstadt. Hier leben etwa 3500 Menschen.
Rethymno oder auch Rethymnon ist eine Hafenstadt im Norden Kretas. Sie ist mit ihren gut 55.500 Einwohnern nach Heraklion und Chania die drittgrößte Stadt der Insel.
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