Rio Grande do Sul, Brasilien © filipefrazao/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
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Aktivurlaub

Die 8 schönsten Nationalparks in Südamerika

Mirjam BlakeReisejournalistin

Naturvielfalt pur! In Südamerika gibt es mehr als 300 Nationalparks – da fällt die Auswahl für das passende Reiseziel verständlicherweise schwer. Wir zeigen Dir die schönsten Nationalparks von Kolumbien im Norden bis nach Chile und Argentinien im Süden, um Dir einen Einblick in die Vielseitigkeit des Kontinents, seiner Landschaften und der exotischen Tierwelt zu geben. Steppen, tropische Regenwälder, Vulkane, Wasserfälle, Bergketten und Flüsse bieten Dir die richtige Kulisse, um in den besten Nationalparks abwechslungsreichen Outdoor-Aktivitäten nachzugehen.

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Torres del Paine, Chile © Francesco Vaninetti Photo/Moment via Getty Images
Torres del Paine, Chile © Francesco Vaninetti Photo/Moment via Getty Images

Torres del Paine Nationalpark, in Chile

Spektakuläre Aussichten, die Du nie vergisst

Im äußersten Süden Chiles, in der Region Patagonien, erwartet AbenteurerInnen und NaturliebhaberInnen ein wildes Paradies: der Torres del Paine Nationalpark. Seinen Namen verdankt der über 1.800 Quadratkilometer große Park den drei Torres, einer Reihe von markanten Bergspitzen, die wie Granittürme etwa 3.000 Meter in den Himmel ragen. Geübte BergsteigerInnen und Wanderer stellen sich der Herausforderung, sie zu erklimmen. Besonders ergreifend ist der Anblick bei Sonnenaufgang, wenn die Türme in Gold- und Rottönen erstrahlen. Im Gelände, das 1978 von der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärt wurde, findest Du viele weitere Highlights: weite Graslandschaften, Buchenwälder, Gletscher, Flüsse und türkisfarbene Seen. Außer Trekking sind Ausritte auf Pferden, Kajak- und Mountainbike-Touren möglich. Tierische Begegnungen hast Du beispielsweise mit Andenkondoren, Pumas, seltenen Vogelarten und Guanakos aus der Familie der Kamele. Der chilenische Sommer (in den Monaten zwischen November und März) gilt als die beste Reisezeit, da es im Winter sehr kalt werden kann.

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Iguazú-Nationalpark, Argentinien © Julio Ricco/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Iguazú-Nationalpark, Argentinien © Julio Ricco/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Iguazú-Nationalpark, Argentinien und Brasilien

Die größten Wasserfälle der Welt und mehr

Dieser südamerikanische Nationalpark, der argentinisches und brasilianisches Gebiet abdeckt, versetzt BesucherInnen ins Staunen. Dort siehst Du die faszinierenden Iguazú-Wasserfälle, die zu den größten und schönsten Wasserfällen der Welt gehören. Mit einem Schnellboot oder auf den Aussichtsplattformen kommst Du diesem Naturschauspiel am nächsten. Das donnernde Getöse und das aufsteigende Wasser verleihen diesem Ort eine nahezu mystische Aura. Der Park ist zudem für seine Regenwälder mit über 2.000 Pflanzen- und mehr als 400 Vogelarten, Jaguare und Tapire bekannt. Das waren 1984 genug Gründe für die UNESCO, um den Iguazú-Nationalpark zum Weltnaturerbe zu ernennen. Zu den besten Reisemonaten zählen September bis November sowie März bis Mai.

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Nahuel Huapi Nationalpark, Argentinien © jacquesvandinteren/E+ via Getty Images
Nahuel Huapi Nationalpark, Argentinien © jacquesvandinteren/E+ via Getty Images

Nationalpark Nahuel Huapi, Argentinien

In den Ausläufern der Anden erstreckt sich der Nahuel Huapi-Nationalpark rund um den gleichnamigen See mit kristallklarem Gewässer und einer reichen Tierwelt. Entdecke dieses Herzstück des Parks, in dem Du Dich für Bootsfahrten oder Kajaktouren entscheidest. San Carlos de Bariloche am Ufer des Sees ist das touristische Zentrum, das auch „die Schweiz Argentiniens” genannt wird. Der älteste Nationalpark von Argentinien hat weitere Postkartenmotive zu bieten – seien es die alpinen Blumenwiesen, monumentale Hochgebirgsgebiete beziehungsweise Gletscher, erloschene Vulkane, Steppen und Wälder. In den warmen Monaten (von Oktober bis April) werden die meisten Touren und Aktivitäten im Park angeboten, weshalb viele TouristInnen diese Reisezeit bevorzugen. Es sei denn, Du möchtest im Nationalpark zum Beispiel auf dem Berg Cerro Catedral Ski- oder Snowboard fahren.

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Galapagos-Nationalpark, Espanola © guenterguni/E+ via Getty Images
Galapagos-Nationalpark, Espanola © guenterguni/E+ via Getty Images

Galapagos-Nationalpark, Inseln vor Ecuador

Reise zu den Wurzeln der Evolutionstheorie

Einigen Südamerika-UrlauberInnen werden die Galapagos-Inseln aus dem Biologieunterricht bekannt sein: Hier verbrachte der berühmte Naturforscher Charles Darwin einige Zeit, um sich seinen Tierbeobachtungen zu widmen und daraus seine bahnbrechende Evolutionstheorie zu entwickeln. Noch heute zieht der Archipel mit seinen 13 Hauptinseln im Pazifik vor der ecuadorianischen Küste NaturfreundInnen an. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe beheimatet zahlreiche Tierarten, darunter Riesenschildkröten, Leguane, Pinguine, Hammerhaie, Mantarochen, Blaufußtölpel und viele andere Vögel. Rund 40 Prozent von ihnen gibt es nirgends sonst auf der Welt. Beliebt ist der Nationalpark bei TaucherInnen, die zum Teil im Rahmen einer Tauchsafari zu den Inseln reisen, um den legendären Artenreichtum zu erkunden. Aber auch für alle, die Schnorcheln gehen oder die bizarren Vulkanlandschaften durchstreifen wollen, hat der Park allerhand Optionen – die den hohen Eintrittspreis und die Anreisekosten rechtfertigen. Dezember bis Mai werden als beste Urlaubszeit empfohlen, da das Wasser dann sehr warm ist.

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Tayrona Nationalpark, Kolumbien © Nizam Ergil/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Tayrona Nationalpark, Kolumbien © Nizam Ergil/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Tayrona Nationalpark, im Norden von Kolumbien

Mischung aus Dschungel und Karibikparadies

An der nördlichen Küste Kolumbiens, wo die schroffen Berge der Sierra Nevada de Santa Marta auf das azurblaue Karibische Meer treffen, liegt der Tayrona Nationalpark. An diesem Ort kommst Du in den Genuss von weißen Sandstränden, die zu den schönsten von Kolumbien gezählt werden. Du durchstreifst den dichten Regenwald, erlebst die facettenreiche Tierwelt von Brüllaffen bis zu Tukanen und besichtigst geheimnisvolle Ruinen vergangener Kulturen. Vom beliebten, goldenen Strand Cabo San Juan bis zu versteckten Buchten existieren Strände für jeden Geschmack. Wer gern Tauchen und Schnorcheln geht, kann sich auf glasklares Wasser, intakte Korallenriffe und exotische Meereslebewesen freuen. Der meiste Regen fällt in den Monaten Juni und Oktober, weshalb Du diese Zeit für Deinen Besuch im Nationalpark meiden solltest. Zur Regeneration ist das Naturreservat in jedem Jahr für mehrere Wochen geschlossen. Informiere Dich daher unbedingt vor Deiner Reiseplanung über die aktuellen Öffnungszeiten.

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Lencois Maranhenses Nationalpark, Brasilien © Anderson Spinelli/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Lencois Maranhenses Nationalpark, Brasilien © Anderson Spinelli/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Lençóis Maranhenses Nationalpark, Brasilien

Surreale Dünenlandschaft an der Nordostküste

Beim Eintritt in dieses 1.500 Quadratkilometer große Naturreservat im Norden von Brasilien gelangst Du in eine andere Welt. Der Name „Lençóis Maranhenses“ bedeutet so viel wie „Bettlaken von Maranhão“, und tatsächlich erwecken die endlosen festen und Wanderdünen den Eindruck von sanft aufgeschüttelten Laken. Starke Winde haben diese surreale Wüstenlandschaft geformt, die „brasilianische Sahara“ getauft wurde. In den Mulden zwischen den Dünen sammelt sich Regenwasser und bildet spektakuläre Lagunen, in denen Du Dich erfrischen kannst. Von Mai bis September sind sie in der Regel gut gefüllt. Ansonsten nimmst Du an manchem Abenteuer teil bei Jeep-Safaris, Sandboarding auf den Dünen oder bei einem Ausritt. Alternativ schaust Du Dir den Lençóis Maranhenses Nationalpark bei einem Rundflug mit einem Kleinflugzeug aus der Luft an.

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Cotopaxi Nationalpark, Ecuador © atosan/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Cotopaxi Nationalpark, Ecuador © atosan/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Cotopaxi Nationalpark, zentrale Anden, Ecuador

Wo Naturattraktionen die Hauptrolle spielen

Etwa 40 Kilometer südlich von der ecuadorianischen Hauptstadt Quito befindet sich dieser Park mit einer Fläche von über 320 Quadratkilometern. Im Zentrum des Naturschutzgebietes liegt der Cotopaxi-Vulkan, bei dem es sich mit knapp 6.000 Metern um einen der höchsten aktiven Vulkane der Welt und den zweithöchsten Berg Ecuadors handelt. Besteigungen sind je nach Aktivität des Vulkans nicht immer möglich. Übersetzt bedeutet sein Name übrigens „Hals des Mondes”, denn aus einem bestimmten Blickwinkel scheint der Mond wie ein Kopf auf dem Berg zu sitzen. Vor Ort lockt BesucherInnen auch der See Laguna de Limpiopungo sowie die beeindruckende Bandbreite an Lebewesen wie Wildpferde, Pumas und Kolibris. Geschichtsinteressierte lassen sich die Inka-Ruinen nicht entgehen. Optimal eignet sich die trockenen Monate von Juni bis September für einen Ausflug zum Park.

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Machu Picchu beim Manú-Nationalpark, Peru © coopermoisse/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Machu Picchu beim Manú-Nationalpark, Peru © coopermoisse/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Manú-Nationalpark, in Peru, Südamerika

Gut geschützter Nationalpark im Dschungel

Der entlegene Nationalpark im Südosten Perus ist ein besonderes Beispiel für die Artenvielfalt des Amazonas, ein UNESCO-Biosphärenreservat und Weltnaturerbe. Mächtige Harpyien, winzige Pfeilgiftfrösche, farbenprächtige Aras, Gürteltiere, Jaguare, Affen und rund 200 weitere Säugetiere sollen in dem über 15.000 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet leben. Auch indigene Völker wie die Yora und die Mashco-Piros sind hier zu Hause. Für die meisten UrlauberInnen beginnt das Dschungelabenteuer in der Stadt Cusco, von wo aus es mit Bus und Boot weitergeht. Der Zutritt ist nur im Rahmen von geführten Touren erlaubt, die ausschließlich bestimmte Zonen der Region ansteuern. Für die Anreise werden die Monate Mai bis Oktober empfohlen.

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Geschrieben von:Mirjam Blake