Familienurlaub
Die ruhige Seite Ibizas: Warum Familien Santa Eulària lieben
Am frühen Abend sitzt Ihr an der Promenade von Santa Eulària des Riu, die Kinder balancieren barfuß über die niedrigen Mauern am Hafen, während aus einem kleinen Restaurant in der Nähe der Duft von gegrilltem Fisch herüberzieht. Auch das ist Ibiza. Der Nordosten der Insel ist deutlich ruhiger und familienfreundlicher als die einschlägigen Partyorte rund um Ibiza-Stadt. Wir stellen Euch die Region rund um den Ort Santa Eulària des Riu mal genauer vor.
Strände
Kleine Buchten statt Partystrände
Die Küsten rund um Santa Eulària sind wie geschaffen für einen Strandurlaub mit der Familie. Ein Paradebeispiel ist der Stadtstrand von Santa Eulària selbst. Der breite Sandstreifen fällt so seicht ins Mittelmeer ab, dass Kinder hier, natürlich unter Aufsicht, sicher baden können. Dank der vorgelagerten Wellenbrecher bleibt das Meer meist ruhig – ideal für ein sicheres Badevergnügen.
Wer es ein Stück naturbelassener mag, packt die Strandtasche für die Cala Pada oder Es Figueral. An der Cala Pada wachsen die charakteristischen Pinien bis fast an den Sand und spenden in der Mittagshitze natürlichen Schatten. Ein hölzerner Steg ragt weit ins Meer, von dem aus Kinder gerne ins Wasser springen. An der Bucht Es Figueral im Norden blickst Du auf markante Felsformationen, während der weiche Sand viel Platz für ausgiebige Sandburgen-Projekte bietet. Allen Stränden gemeinsam ist die gute Infrastruktur: Toiletten, Duschen und kleine Kioske für das obligatorische Nachmittagseis sind überall schnell erreichbar.
Familienabenteuer
Wassersport, Fähren und Hippie-Märkte
Langeweile kommt im Osten der Insel nicht auf, selbst wenn die Clubs der Südküste kilometerweit entfernt sind. Ein schöner Programmpunkt ist ein Ausflug zu den bekannten Hippiemärkten. Punta Arabí in Es Canar wirkt mit seinen vielen kleinen Ständen, Musik und schattigen Wegen fast wie ein eigenes kleines Dorf. Jugendliche stöbern hier nach handgemachtem Schmuck oder Taschen, während kleinere Kinder fasziniert den MusikerInnen lauschen. Auch Las Dalias bei Sant Carles versprüht eine entspannte Atmosphäre mit Streetfood und über 200 Ständen, die Schmuck, Kleidung, Kunst und vieles mehr im Angebot haben.
Wer aktiver unterwegs sein möchte, nutzt das Angebot an den Stränden. Cala Martina und Cala Pada sind bekannte Reviere, um sich ein Stand-up-Paddle-Board (SUP) oder ein Kajak zu leihen. Gemeinsam mit den Kindern paddelst Du an der Küste entlang und entdeckst kleine, vom Land aus schwer zugängliche Felsnischen. SchnorchlerInnen kommen in den klaren Gewässern rund um die Cala Nova auf ihre Kosten. Unkomplizierte Alternativen zum Auto sind zudem die kleinen Linienfähren, die Santa Eulària mit den umliegenden Buchten und sogar mit der Nachbarinsel Formentera verbinden – für Kinder oft das erste große Seefahrts-Abenteuer.
Draußen unterwegs
Küstenwege, Fahrräder und kleine Badepausen
Die Landschaft rund um Santa Eulària lädt zu Bewegung ein, ohne dass Du direkt eine Wanderausrüstung einpacken musst. Die Wege sind meist flach und auch mit dem Kinderwagen oder von kürzeren Kinderbeinen gut zu bewältigen. Ein schöner Spaziergang führt entlang der weitläufigen Promenade von Santa Eulària bis hin zur historischen Brücke Pont Vell. Hier plätschert der einzige echte Fluss der Balearen, der dem Ort seinen Namen gab, gemächlich dem Meer entgegen.
Schön ist auch der schattige Pfad von der Cala Llonga zur Bucht Sol d’en Serra. Der Weg führt durch duftende Pinienwälder und gibt immer wieder den Blick auf das weite Blau des Meeres frei. Für eine kurze Rast zwischendurch eignen sich kleine Buchten wie die Cala Mastella, wo die Fischerboote leise im Wasser schaukeln und die Welt vollkommen in Ordnung scheint.
Wenn Ihr gerne auf zwei Rädern unterwegs seid, bieten sich die Fahrradrouten rund um das im Landesinneren gelegene Dorf Santa Gertrudis an. Die verkehrsarmen Nebenstraßen führen an Olivenhainen und weiß getünchten Fincas vorbei.
Das ursprüngliche Ibiza
Weiße Häuser, Dorfplätze und entspannte Abende
Das authentische Ibiza abseits des Tourismus spürst Du besonders auf den Marktplätzen der kleinen Gemeinden im Hinterland. Santa Gertrudis gehört zu den Lieblingsorten vieler Familien. Rund um den Dorfplatz sitzen Einheimische und BesucherInnen gemeinsam in kleinen Cafés, Kinder spielen zwischen den Bäumen und alles läuft etwas langsamer als in den Küstenorten Ibizas. Ähnlich entspannt ist Sant Carles im Nordosten der Insel. Kleine Läden, weiße Häuser und traditionelle Restaurants prägen das Dorfbild. Ganz in der Nähe liegt übrigens der Hippie-Markt Las Dalias.
Ein kultureller Ausflug, der auch Kindern Spaß macht, führt hinauf auf den Puig de Missa in Santa Eulària. Die wehrhafte Kirchenfestung thront auf einem Hügel über der Stadt. Der Aufstieg durch die engen, weiß gekalkten Gassen schult den Blick für die traditionelle Architektur der Insel. Oben angekommen reicht der Blick weit über das Tal und den Yachthafen. Am zentralen Passeig de s’Alamera im Herzen der Stadt könnt Ihr im Anschluss unter schattigen Bäumen flanieren, vorbei an kleinen Kunsthandwerksständen.
Kulinarik
Essen mit Aussicht aufs Meer
Auch kulinarisch ist die Region gut auf Familien eingestellt. Entlang der Hafenpromenade des Hauptortes Santa Eulària reihen sich kleinere Restaurants aneinander, die meist einfache Fisch- und Reisgerichte oder Tapas auf der Speisekarte haben. Kinder können noch auf der Promenade umherrennen, während die Eltern bereits am Tisch sitzen und alles entspannt im Blick haben.
An den Stränden von Cala Pada oder Cala Martina liegen mehrere Restaurants direkt am Wasser. Nachmittags sitzt Ihr dort unter Pinien, mit den Füßen im Sand, und beobachtet die Boote draußen in der Bucht. Auf den Tisch kommen einfache, ehrliche Gerichte aus lokalen Produkten: frische Salate, gegrillter Fisch oder die typischen Aioli-Vorspeisen mit Landbrot. Wer am Nachmittag eine Pause vom Strand braucht, steuert die traditionsreichen Cafés in Santa Gertrudis an, die für ihre Schinken-Bocadillos und frischen Fruchtsäfte bekannt sind.
Ibiza kann auch leise sein
Warum viele Familien genau deshalb wiederkommen
Der größte Luxus im Nordosten Ibizas ist das Fehlen von Hektik. Im Vergleich zu den lebhaften Zentren wie Sant Antoni oder der Playa d’en Bossa verläuft das Leben hier in einem angenehmeren Rhythmus. Die Abende enden nicht in lauten Clubs, sondern bei einem gemütlichen Spaziergang am Yachthafen mit Blick auf die sanften Wellen des Mittelmeers.
Die familienfreundlichen Hotels der Region haben sich auf diesen ruhigen Takt eingestellt. Sie bieten großzügige Gartenanlagen und verzichten oft auf schrille Animation, setzen dafür auf Ruhe und Platz zum Spielen. In Santa Eulària gestaltet Ihr den Tag so, wie es gerade für alle passt – flexibel, ungezwungen und ganz im eigenen Tempo.
Übrigens hilft Euch dabei der Santa Eulària Family Pass, ein digitales Tool, mit dem Ihr im Handumdrehen die besten Orte und Aktivitäten findet. Mehr dazu erfahrt Ihr in diesem Artikel.
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