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Midsommar erleben: Die schönste Roadtrip-Route durch Schweden im Juni
Blumenkränze im Haar, Hering auf dem Tisch und eine Stange, um die ganz Schweden tanzt – Midsommar ist kein Fest, das man sich ansieht, man muss mittendrin sein. Und am besten dorthin, wo es am echtesten ist: auf dem Land, am See, irgendwo zwischen Dalarna und den Schären. Zwei Wochen Schweden, ein Auto und wer mag, ganz viel Spontanität – so geht’s am besten.
Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen
Was ist Midsommar eigentlich?
Wer glaubt, Weihnachten sei das wichtigste Fest in Schweden, hat Midsommar noch nicht erlebt. Das Mittsommerfest rangiert im schwedischen Kalender direkt hinter Weihnachten und emotional ist es für viele Schweden sogar noch bedeutsamer. Es ist der Sommer in Reinform: die längsten Tage des Jahres, die Natur auf dem Höhepunkt und überall im Land Menschen, die das gemeinsam feiern.
Midsommar wird immer am Samstag gefeiert, der dem 24. Juni am nächsten liegt, also frühestens am 20., spätestens am 26. Juni. 2026 fällt der Midsommarafton (Mittsommerabend) auf Freitag, den 19. Juni, der eigentliche Midsommardagen auf Samstag, den 20. Juni.
Im Mittelpunkt steht die Midsommarstång, eine festlich geschmückte Stange aus Birkenästen, Blumen und Bändern, die man aufrichtet und um die dann getanzt wird. Klingt kitschig, ist es ein bisschen und genau das macht es unvergesslich. Dazu gehören Blumenkränze im Haar und Trinklieder (das bekannteste heißt Helan går), Aquavit, eingelegter Hering, junge Kartoffeln mit Dill und zum Abschluss Erdbeeren mit Sahne. Die Städte leeren sich an diesem Wochenende, denn die Schweden fahren aufs Land. Und das solltest Du auch tun!
Midsommar-Roadtrip
Schweden ist ein Land für Roadtrips. Fast 450.000 Quadratkilometer, davon über 60 Prozent Wald, dazu Tausende Seen, eine zerklüftete Westküste und Dörfer, die man nicht googlen kann, weil sie einfach nur existieren – ruhig, rot angestrichen, am Wasser. Der ÖPNV hört spätestens in Dalarna auf, verlässlich zu sein. Und die schönsten Midsommar-Feiern finden nicht in Stockholm statt, sondern in Leksand, Tällberg, auf den Schäreninseln, usw.
Ein Mietwagen gibt Dir außerdem die Bequemlichkeit und Flexibilität, die Du brauchst: Midsommar ist ein Wochenende, an dem sich ganz Schweden bewegt. Züge und Busse sind dann oft ausgebucht und Hotels in Stockholm teuer.
Buche Deinen Mietwagen in Schweden so bald Dein Trip feststeht. Besonders rund um das Midsommar-Wochenende ist die Nachfrage hoch.
Die Route: 14 Tage durch das Herz Schwedens
Diese Route verbindet Stockholm, die Seenlandschaft Dalarnas, die Bohuslän-Küste und einen Abstecher ins ländliche Schweden. So geplant, dass Du das Midsommar-Wochenende im besten Teil des Landes verbringst: am Siljansee.
Tag | Ort | Highlight |
1–3 | Stockholm | Gamla Stan, Skansen, Fjäderholmarna |
4–6 | Dalarna / Siljansee | Midsommar in Leksand |
7–9 | Värmland / Karlstad | Stille, Wälder, Vänern |
10–12 | Bohuslän-Küste | Schären, Smögen, Fjällbacka |
13–14 | Göteborg | Haga, Fischmarkt, Abreise |
Etappe 1: Stockholm
Tag 1–3
Die Reise beginnt am Flughafen Stockholm Arlanda. Von hier aus bist Du mit dem Arlanda Express in knapp 20 Minuten mitten in der Stadt. Den Mietwagen holst Du am besten erst am Tag Deiner Weiterfahrt nach Dalarna ab. Stockholm ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß entdeckt, nicht durch ein Autofenster.
Gamla Stan, die Altstadt auf ihrer Insel, ist eine der am besten erhaltenen Altstädte Nordeuropas. Die Gassen hier sind typisch eng, die Häuser schief und irgendwie ist es trotzdem nicht überlaufen und für eine Altstadt überraschend viel Platz.
Das Vasa-Museum zeigt ein fast vollständig erhaltenes Kriegsschiff aus dem Jahr 1628 – ein echtes Sightseeing-Muss.
Auf der Insel Djurgården liegt Skansen, das Freilichtmuseum, das gleichzeitig Zoo, Volkskundemuseum und – zu Midsommar – einer der lebendigsten Festorte des Landes ist. Vom 19. bis 21. Juni 2026 gibt es hier drei Tage lang Kranzflechten, Volkstanz und Musik. Wer das mitnehmen will: Tickets am besten vorab buchen.
Und wenn Dir Stockholm irgendwann zu laut wird: Von Slussen fährt eine Fähre in 30 Minuten auf die Fjäderholmarna, die ersten Schäreninseln vor der Stadt. Klein, ruhig und mit Blick aufs offene Wasser. Hier fängt man an zu verstehen, warum die SchwedInnen den Sommer im eigenen Land so lieben.
Etappe 2: Dalarna – das Herz von Midsommar
Tag 4–6
Jetzt kommt Dein Mietwagen zum Einsatz. Von Stockholm nach Mora am Siljansee sind es rund 300 Kilometer auf der E18 und der Väg 70, eine entspannte Fahrt durch Nadelwälder und immer mehr Rot: die typischen Falun-roten Holzhäuser, die das schwedische Landleben definieren.
Dalarna gilt als die Heimat des echten Midsommar. Kein anderer Landesteil feiert länger, traditionstreuer oder mit mehr Gefühl. Das Epizentrum ist Leksand: Hier versammeln sich zum Midsommarafton über 20.000 Menschen auf den Wiesen am Siljansee, um gemeinsam die Midsommarstång aufzustellen und bis tief in die helle Nacht zu tanzen.
Auch Tällberg, ein kleines Dorf mit Blick über den See, ist wunderschön zur Mittsommerzeit, ruhiger als Leksand, aber nicht weniger festlich.
Etappe 3: Värmland und der Weg nach Westen
Tag 7–9
Weiter geht es westwärts durch Värmland, die Heimat von Astrid Lindgrens Märchenlandschaften und einer der wildesten, unberührtesten Teile Schwedens. Hier gibt es keine touristischen Hotspots, dafür breite Flüsse, ruhige Seen und Wälder, in denen die Stille wirklich still ist.
Karlstad am Vänern – Schwedens größtem See – ist ein toller Zwischenstopp: eine entspannte Universitätsstadt mit hübschem Hafen und gutem Essen. Der Vänern selbst ist so groß, dass er sich anfühlt wie ein Binnenmeer. Ein Abend hier am Wasser und der Midsommar-Kater ist vergessen.
Etappe 4: Bohuslän – Schwedische Westküste
Tag 10–12
Ab in den Süden und dann Richtung Küste: Bohuslän ist die Westküstenprovinz nördlich von Göteborg, bekannt für ihre Schärenwelt aus Granitfelsen, türkisfarbenem Wasser und winzigen roten Fischerhütten. Das ist Schweden von seiner romantischsten Seite.
Smögen ist der bekannteste Ort hier und ein Dorf, das im Sommer aus allen Nähten platzt, aber seinen Charme trotzdem beibehält. Die Strandpromenade Smögenbryggan, mit bunten Häuschen auf der einen und dem Meer auf der anderen Seite, ist eine der meistfotografierten Straßen Schwedens.
Weniger touristisch und kaum weniger schön ist Fjällbacka, ein Küstenstädtchen zwischen Felsen und Bucht, das als Vorlage für Camilla Läckbergs Krimis dient und sich selbst dabei nicht zu ernst nimmt.
Für ein bis zwei Nächte die Fähre auf eine der unbewohnten Schäreninseln nehmen. Allemansrätten – das schwedische Jedermannsrecht – erlaubt das Zelten in der freien Natur auf fast allen Flächen außerhalb von Privatgrundstücken.
Etappe 5: Göteborg und Mietwagen-Rückgabe
Tag 13–14
Die letzte Etappe führt nach Göteborg – Schwedens zweitgrößter Stadt, die sich selbst lieber als die entspanntere, herzlichere Alternative zu Stockholm sieht. Das stimmt ein bisschen. Die Straßenbahnen hier sind so alt, dass sie schon wieder cool sind.
Must-See’s: Der Fischmarkt Feskekôrka ("Fischkirche") und das Haga-Viertel. Hier gibt’s gemütliche Kaffeehäuser mit Zimtschnecken so groß wie Dein Kopf.
Am Schluss bleibt die Mietwagen-Rückgabe am Flughafen Landvetter, 25 Kilometer südöstlich der Stadt. Du kannst auch gleich ab Göteborg zurückfliegen, dann sparst Du Dir die Rückfahrt nach Stockholm und endest Deinen Roadtrip an der Küste. Alles über die Einwegmiete erfährst Du hier.
Praktische Infos für Deinen Schweden-Roadtrip
Wann fahren? Plane am besten so, dass Dein Midsommar-Wochenende (19./20. Juni 2026) in Dalarna stattfinden kann. Ideal: Anreise circa eine Woche vorher, um Stockholm in Ruhe zu erkunden.
Mietwagen: Schweden ist ideal für Kompaktwagen oder Kombis. Viele Straßen in Dalarna und Bohuslän sind schmal, nichts Dramatisches, aber ein kleineres Auto ist deutlich angenehmer als ein großer SUV.
Verkehr: In Schweden gilt Rechtsverkehr. Tempolimits: 50 km/h innerorts, 70–90 auf Landstraßen, 120 auf Autobahnen. Mautpflicht gilt für einige städtische Zonen, unter anderem in Stockholm und Göteborg, was Mietwagenanbieter meist direkt abrechnen.
Midsommar-Wochenende: Viele Supermärkte und Tankstellen schließen freitags früh. Einkäufe für das Wochenende lieber donnerstags erledigen.
Allemansrätten: Das Jedermannsrecht erlaubt Wandern, Zelten und Schwimmen fast überall in der Natur, solange man Abstände zu Häusern einhält und nichts beschädigt.
Sprache: Englisch wird überall gesprochen, auch in den meisten kleinen Dörfern.
Midsommar-Vokabular für unterwegs
- Midsommarstång – Die Mittsommerstange
- Midsommarafton – Mittsommerabend (Freitag)
- Midsommardagen – Mittsommertag (Samstag)
- Helan går – Das berühmteste schwedische Trinklied
- Jordgubbstårta – Erdbeertorte, das Dessert schlechthin
- Skål! – Prost
- Stuga – Holzhütte / Ferienhaus am See
- Allemansrätten – Das Jedermannsrecht
Fazit: Die schönste Zeit im Jahr
Schweden ist das ganze Jahr über schön. Aber wer wirklich verstehen will, was dieses Land ausmacht – diese Ruhe, diese Natur, dieses kollektive Aufatmen nach dem langen Winter – der muss zu Midsommar kommen. Nicht nach Stockholm, nicht in eine Bar, sondern auf eine Wiese am Siljansee, wenn 20.000 Menschen gemeinsam tanzen und die Sonne nicht untergeht.
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Schweden mit dem Mietwagen erleben



