Luftaufnahme der Insel von Sveti Stefan in Montenegro © iStock.com/Vera_Petrunina
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Urlaubstipp

Die 5 schönsten Nationalparks in Montenegro

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Jahrhundertealte Bäume, einsame Pfade zwischen den Felsen, rasante Raftingfahrt in der Schlucht oder gemütliches Radeln im kühlen Talschluss: Jeder der fünf Nationalparks in Montenegro ist eine eigene Welt für sich. Abenteuerlustige können die Natur auf rasante Art erleben, während Familie und Ruhesuchende an ursprünglichen Kraftorten entspannen. Ein Streifzug zu den schönsten Erlebnissen unter freiem Himmel.

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Blick über den Skadar Lake mit grünen Bergen rund herum © iStock.com/DavorLovincic
Blick über den Skadar Lake mit grünen Bergen rund herum © iStock.com/DavorLovincic

Nationalpark Skutari-See (Skadarsko jezero)

Familien im Seerosenrausch

Ganz im Süden, an der Grenze zu Albanien, liegt der Skutari-See, das Herzstück des gleichnamigen Nationalparks. Mit 48 Kilometern Länge und bis 14 Kilometern Breite ist er einer der größten Seen Südeuropas und ein einzigartiges ökologisches Naturparadies. Auf der Wasseroberfläche schwimmen Tausende Seerosen und Wasserlilien, die bei einer Bootstour, ausgehend von Murići, bestaunt werden können. Aber auch im Nationalpark-Besucherzentrum in Virpazar können Bootstouren gebucht werden. Hier gibt es einen großen Parkplatz, Haltestellen für Busse und die Anfahrt mit dem Auto ist einfacher. Entsprechend beliebt ist das kleine malerische Fischerdörfchen. Vor oder nach der Bootstour bietet sich ein kleiner Spaziergang hoch zur Burg Bezac an, um ein paar kitschige Postkartenansichten auf den See einzufangen.

Erst an Bord des Bootes wird einem die unglaubliche Größe des Sees bewusst. Unterwegs kommen AusflüglerInnen an alten Klöstern und idyllischen Buchten vorbei. Kanu- und Kajaktouren sind am See ebenfalls möglich. Im Frühling und Herbst können sogar vom Ufer aus über 250 Vogelarten beobachtet werden. Schließlich gehört der See zu den wichtigsten Rastplätzen der Zugvögel auf ihrer Reise. Die Tiere landen gerne auf einer der rund 50 kleinen Inseln. Menschen können zur Stärkung in einer der Konobas einkehren, wo regionaler Fisch serviert wird, oder einem kleinen Weingut einen Besuch abstatten. Vor allem für Familien ist der Skutari-See ein schöner Tagesausflug und von den Badeorten an der Küste leicht zu erreichen. Die Hauptverbindungen sind gut ausgebaut. Etwas anders sieht es in den Bergen mit den Nebenstraßen aus. Diese sind oft schmal, steil, kurvig und schlecht befahrbar. Daher nicht blind dem Navi vertrauen, sondern sich vor Ort über den Zustand der Straße informieren.

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Eine Frau sitzt in einem Sommerhaus mit Blick auf einen See und ruht sich aus © iStock.com/Kosamtu
Eine Frau sitzt in einem Sommerhaus mit Blick auf einen See und ruht sich aus © iStock.com/Kosamtu

Nationalpark Durmitor

Für GipfelstürmerInnen und FlussabenteurerInnen

Mit 49 Gipfeln über 2.000 Metern Höhe und etlichen Seen spricht der Nationalpark Durmitor vor allem WanderInnen und BergsteigerInnen an. Es ist schon erstaunlich, dass ein kleines Land wie Montenegro so viele Berge zu bieten hat. Vom Charakter her wirkt das Durmitor-Gebirge recht schroff und anspruchsvoll. Immer wieder lösen sich vom brüchigen Jurakalk Steinlawinen, daher sollten Touren gut geplant oder gemeinsam mit erfahrenen BergführerInnen begangen werden. Gerade weil die Berge mancherorts recht schwer zugänglich sind, dienten sie einst Partisanen als Rückzugsgebiet. Informationen zu den möglichen Wanderungen gibt es im Besucherzentrum vom Nationalpark beim Schwarzen See (Crno jezero). Familien oder weniger sportlich Ambitionierte können von hier aus eine leichte Wanderung rund um den See machen. Wer dabei ins Schwitzen kommt, darf sich unterwegs bei einem Sprung ins kalte Bergwasser abkühlen. Ein anderes schönes Ausflugsziel ist die Tara-Schlucht, die zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Die Tara-Schlucht ist der zweitlängste und zweittiefste Canyon der Welt. Die Schlucht selbst kann aus verschiedenen Perspektiven erlebt werden: von oben, zum Beispiel von der Durdevića-Tara-Brücke aus, und von unten, in einem Raftingboot direkt am Fluss. Action und Abkühlung inklusive.

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Wald und Berge im Prokletije Gebirge, das an Montenegro grenzt © iStock.com/istankov
Wald und Berge im Prokletije Gebirge, das an Montenegro grenzt © iStock.com/istankov

Nationalpark Prokletije

Romantische Radmomente mitten in den Bergen

An der Grenze zu Albanien liegt der Nationalpark Prokletije, der mit seinen über 2.500 Meter hohen Gipfeln ein Geheimtipp für BergsteigerInnen ist. Noch gibt es hier recht wenig touristische Infrastruktur und entsprechend ist auf den Wegen wenig los. Wer also Einsamkeit und naturbelassene Landschaften sucht, ist im Nationalpark gut aufgehoben. Als Ausgangspunkt für Unternehmungen dient die Ortschaft Gusinje, wo auch das Besucherzentrum des Nationalparks zu finden ist. Familien können zu den nahe gelegenen Ali-Pascha-Quellen spazieren oder vor Ort Räder ausborgen und gemeinsam zum Talschluss des Grebaja-Tales radeln. Herrliche Bergpanoramen und Almwiesen begleiten die RadlerInnen während der Tour auf der gut ausgebauten Straße. Gegen Ende des Tales gibt es ein paar Hütten zum Einkehren, zurück in Gusinje ein paar Cafés, ein Bistro und eine Bäckerei. Daher ruhig ein wenig Proviant und Wasser zum Trinken für unterwegs einpacken.

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Haufen kleiner Steine die aneinander liegen auf dem Berg Lovćen © iStock.com/Bratislav Stefanovic
Haufen kleiner Steine die aneinander liegen auf dem Berg Lovćen © iStock.com/Bratislav Stefanovic

Nationalpark Lovćen

Serpentinen mit Ausblick

Pilze in schattigen Wäldern und duftende Wildkräuter von der Wiese. Diese Seite des Nationalparks Lovćen ist nur wenigen bekannt. Dabei gibt es allein rund um das Besucherzentrum einige schöne Wanderwege, darunter auch einen Barfußweg. Und mit einer Tageslizenz dürfen sogar unterwegs Pilze und Kräuter für zu Hause gesammelt werden. Viel bekannter ist hingegen die Serpentinenstraße hinauf auf den Berg Lovćen, der inzwischen einen gewissen Kultstatus hat und zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Straße ist aufgrund ihrer engen und kurvigen Stellen allein schon spektakulär, dazu kommt noch die Aussicht bis zum Meer. Wenn Du von der Küste startest, solltest Du auf alle Fälle eine Jacke einpacken. Auf dem Lovćen ist es meist etwas kühler. Im Winter liegen rund um den Gipfel sogar ein paar Zentimeter Schnee. Allein wegen des Panoramas lohnt sich ein Abstecher zum Njegoš-Mausoleum in 1.657 Metern Höhe auf dem Berg Jezerski vrh. Aber auch die kunstvoll aus Marmor gestaltete Ruhestätte des montenegrinischen Dichters selbst kann sich sehen lassen. Einziger Wermutstropfen: Bis zum Mausoleum müssen 400 Stufen bewältigt werden. Das sorgt aber für straffe Waden.

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Biograder See, Nationalpark Biogradska Gora im Herbst, Montenegro © iStock.com/DVrcan
Biograder See, Nationalpark Biogradska Gora im Herbst, Montenegro © iStock.com/DVrcan

Nationalpark Biogradska gora

Mystischer Urwald für Groß und Klein

Zwar liegt der Nationalpark Biogradska gora auch im Gebirge, allerdings muss niemand ein Bergfex sein, um die märchenhaften Urwälder in den Tälern zu erleben. Bereits 1878 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt und erhielt 1952 den Nationalpark-Status. Damit zählt Biogradska gora neben dem amerikanischen Yosemite- und dem Yellowstone-Nationalpark zu den ältesten Schutzgebieten der Welt. Und das aus gutem Grund: Hier kann noch ein Urwald mit über 80 verschiedenen Baumarten und vielen Wildtieren erlebt werden. Manche Bäume sind mehrere hundert Jahre alt. Das Besucherzentrum liegt direkt am Biogradsko jezero, einem See mitten im Urwald. Wenn Du dem Lehrpfad folgst, kannst Du den See in gut einer Stunde zu Fuß umrunden. Schautafeln und Mitmachstationen vermitteln spielerisch Wissen an Kinder. Alternativ können Ruderboote ausgeborgt werden. Für Familien gibt es einige leichte Rundwanderwege wie zum Beispiel zum Aussichtspunkt Benkovac oder zur Alm Katun Goleš. Ein Ausflug in den Nationalpark Biogradska gora ist eine tolle Abwechslung zum Tag am Strand und macht sogar den kleinsten UrlauberInnen Spaß.

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Geschrieben von:HolidayCheckDeine ReiseexpertInnen