Bucket-List
Drei Inseln, unzählige Wow-Momente: Maltas Bucket-List-Highlights
Eine Republik, drei bewohnte Inseln und viele Facetten: Malta steht für Barockarchitektur, aber auch für Streetfood, Open-Air-Clubs und uralte Tempel am Rand des Meeres. Die Wege sind kurz, die Kontraste groß – zwischen Steinzeit und Rooftop, Kalkstein und Kunst, Küstenpfad und Cocktailbar. Wer stillen Ausblick sucht, findet ihn. Wer lieber tanzt, taucht oder fotografiert, auch. Diese 10 Ideen führen Dich durch eine Inselwelt, die kompakt ist – und trotzdem viel mehr erzählt, als man ihr auf den ersten Blick zutraut.
Malta: Unsere Bestseller-Hotels
Alle anzeigenValletta, die kleinste Metropole der EU
Barockarchitektur und Befestigungsanlagen
Honiggelber Kalkstein, barocke Paläste und weite Befestigungsanlagen prägen Maltas Hauptstadt, die komplett zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Du läufst über Stufen hinunter zum Grand Harbour, biegst in eine ruhige Seitenstraße ein und stehst vor Gebäuden, die die Johanniter im 16. Jahrhundert errichteten. In der St.-John’s-Co-Cathedral hängt eines der bedeutendsten Werke des italienischen Malers Caravaggio: die große, eindrucksvoll inszenierte „Enthauptung Johannes des Täufers“. In den Upper Barrakka Gardens öffnet sich der Blick über Bastionen, Werften und das Hafenbecken. Abends füllen Stimmen und Musik die Gassen rund um die Republic Street.
Vittoriosa, Senglea und Cospicua
Historische Hafenstädte am Grand Harbour
Sie werden auch The Three Cities genannt und liegen direkt gegenüber von Valletta am Grand Harbour: Vittoriosa, Senglea und Cospicua. Die kurze Fahrt mit einer Dgħajsa, dem traditionellen maltesischen Holzboot, bringt Dich mitten hinein in enge Gassen und leuchtende Kalksteinfassaden. In Vittoriosa führt ein Weg vom Jachthafen hinauf zum Fort St. Angelo, dem früheren Hauptsitz der Johanniter. Senglea punktet mit der Gardjola-Bastion, von der der Blick über das Hafenbecken reicht. In Cospicua prägen alte Werftmauern, restaurierte Häuserzeilen und kleine Innenhöfe das Stadtbild. Treppen und Uferwege verbinden alles zu einem kompakten Rundgang.
Mdina
Ehemalige Hauptstadt auf einem Felsplateau
Mdina liegt im Zentrum Maltas auf einem rund 150 Meter hohen Felsplateau. Mit nur wenigen Hundert EinwohnerInnen ist die Stadt klein und autofrei, doch ihre Geschichte reicht Jahrtausende zurück, bis in die Bronzezeit. In der ältesten Stadt der Insel ließen sich auch Phönizier, Römer und Johanniter nieder, was heute an vielen Bauwerken wie auch der Stadtmauer noch zu sehen ist. Hinter dem Haupttor öffnet sich ein Netz aus engen Gassen, mittelalterlichen Palästen und verwinkelten Innenhöfen – alles aus hellem Kalkstein.
Ghajn Tuffieha Bay
Strandschönheit an der Nordwestküste
Du suchst nach dem schönsten Strand? Dann ist die Ghajn Tuffieha Bay Dein Ziel. Von einem rund 40 Meter hohen Plateau steigst Du eine Steintreppe hinab zur Bucht. Sie sieht aus wie gemalt: ein Sandstrand in Goldtönen, sichelförmig zwischen zwei sanft ansteigenden Hügeln und einem Dünenstreifen, davor das türkisfarbene Meer. Ruhig und flach abfallend, ideal zum Baden, Schwimmen und Planschen. Es gibt auch einen kleinen Kiosk für Snacks und Getränke. Und einen Pfad über den Hügelkamm Richtung Norden zur nächsten schönen Bucht, der Golden Bay.
Blaue Grotte
Bootstour ins Blaue
Ihr Name stammt von einem Effekt, der an die berühmte Blaue Grotte auf Capri erinnert: Sonnenlicht trifft auf hellen Meeresboden und färbt das Wasser in der Höhle leuchtend blau. In Malta entsteht dieser Eindruck jedoch durch mehrere Felsöffnungen gleichzeitig, nicht durch einen einzigen Eingang wie in Italien – ein ganz besonders Lichtspiel. Baden ist auch hier verboten – die Grotte wird ausschließlich per Boot angefahren. Der Startpunkt für die Touren mit kleinen Motorbooten liegt in Wied iż-Żurrieq, einer Felsbucht an der Südküste unterhalb des Dorfes Żurrieq. Von dort cruisen die Boote entlang der Kalksteinküste durch Felsbögen und -nischen sowie schmale Durchgänge.
Gozo und Comino
Inselhopping zu den kleinen Schwestern
Zum Archipel gehören neben Malta auch die beiden kleineren Inseln Gozo und Comino. Beide erreichst Du in 15 bis 25 Minuten mit der Fähre ab Ċirkewwa im Norden. Gozo hat eine ländlichere Struktur mit Terrassenfeldern, kleinen Dörfern und Küstenabschnitten, die sehr unterschiedlich aussehen. Wied il-Għasri ist ein schmaler Meeresarm zwischen hohen Felswänden, an dessen Ende ein kleiner Kiesstrand liegt. Die Inland Sea dagegen ist eine lagunenartige Wasserfläche, die über einen natürlichen Felstunnel mit dem Meer verbunden ist. In Victoria lohnt der Weg hinauf zur Zitadelle. Die kleinste der drei bewohnten Inseln, Comino, zählt nur rund zwei bis drei ganzjährige Einwohner. Entsprechend reduziert ist die Infrastruktur: ein paar Gebäude, niedrige Vegetation und überwiegend felsige Ufer. Verlässt Du den Hauptweg, öffnen sich kleine Buchten, flache Felsabschnitte und kurze Pfade mit Blick auf besonders klares Wasser.
Tauchen für AbenteurerInnen
Höhlen, Tunnel und Wracks
Abtauchen mit Abenteuerfaktor: Vor den maltesischen Inseln liegen einige der bekanntesten Tauchspots des Mittelmeers. Die Sichtweiten sind wegen des klaren Wassers außergewöhnlich gut. So kannst Du vor Malta mehrere Wracks aus unterschiedlichen Epochen entdecken, darunter auch absichtlich versenkte Patrouillenboote. Vor der Schwesterinsel Gozo gibt es Highlights wie das Blue Hole, den Xlendi Tunnel oder die Cathedral Cave. Die Kombination aus Höhlen, Felsbögen und breiten Felsplatten macht die Unterwasserlandschaft so vielseitig. Viele Spots sind direkt vom Ufer zugänglich, andere nur per Boot. Entlang der Küste findest Du zahlreiche zertifizierte Tauchschulen für EinsteigerInnen und Fortgeschrittene.
Essen und Trinken
Pastizzi und Kaninchenragout, Rooftops und Palazzi
Maltas Küche ist ein Mix aus den kulinarischen Traditionen der Mittelmeerregion mit Nordafrika und Nahost. Du startest vielleicht mit Pastizzi, den knusprigen Teigtaschen mit Ricotta oder Erbsen. Abends servieren Lokale, die sich oft in Innenhöfen oder Palazzi befinden, Kaninchenragout, gegrillten Oktopus oder ftira, ein gefülltes Fladenbrot aus dem Steinofen. Die junge Szene findest Du auf Rooftops in Sliema und im Hafenviertel von Valletta. In den kleinen Bars und Kneipen gibt es Craft-Biere aus maltesischen Mikrobrauereien, Orangewine oder Insel-Gin.
Unterschätztes Nachtleben
Club- und Partykultur
Abfeiern bis zum Morgengrauen? Nichts einfacher als das. Maltas Nachtleben gehört zu den wildesten in Europa, doch das hat sich noch nicht überall herumgesprochen. St. Julian’s, ein Küstenort nordöstlich von Valletta, gilt als der Partyort schlechthin. Herzstück ist das Viertel Paceville, wo täglich in Clubs, Cocktailbars, Fastfoodläden und Shisha-Lounges gefeiert wird, als gäbe es kein Morgen. Lasse Dich durch die Gassen treiben, und es dauert nicht lange, bis Du plötzlich auf einer Tanzfläche stehst. Im Inselinneren bei Rabat liegt Gianpula Village, ein Open-Air-Clubkomplex mit mehreren Floors, Pools, Palmen und internationalen DJ-Line-ups. Hier tanzt Du unter freiem Himmel, zwischen Steinmauern und Laserlicht.
Instagrammable Spots
Klippen, Salinen und Street-Art
Maltas fotogenste Orte liegen nicht am Strand, sondern an Orten, wo Kontraste aufeinandertreffen. Wie bei den Dingli Cliffs an der Westküste, die steil ins Meer stürzen. Spannende Linien und geometrische Muster im Fels findest Du bei den Salzpfannen von Marsaskala. Die in den Fels eingelassenen Becken präsentieren sich mal spiegelnd, mal weiß, mal ausgetrocknet – ihre Struktur verändert sich je nach Wetter und Tageszeit. Am Rand der Anchor Bay steht das ehemalige Filmset Popeye Village. Von oben betrachtet wirkt es fast surreal – bunte Häuschen vor dem türkisfarbenen Wasser. Der beste Spot liegt oberhalb der Bucht, auf einem schmalen Pfad. In Sliema findest Du tolle Streetart-Motive an Rolltoren, Mauern und Garagen.