Ein Fischerboot vor Sal auf den Kap Verden
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Vom WM-Überraschungsteam zum Urlaubstraum im Atlantik. Mit dem überraschenden 0:0 gegen Spanien sorgten die Kapverden bei der WM 2026 weltweit für Aufmerksamkeit. Viele Fußballfans stellten sich anschließend dieselbe Frage: Wo liegen die Kapverden eigentlich?

Die Antwort führt zu einem Inselstaat im Atlantik, der rund 600 Kilometer vor der Westküste Afrikas liegt. Die Kapverden – auch als Kap Verde, Cape Verde oder Kapverdische Inseln bekannt – bestehen aus zehn Inseln plus acht kleinere Felseninseln und zählen weniger als 600.000 EinwohnerInnen. Trotz der Lage vor der afrikanischen Küste prägen bis heute auch portugiesische Einflüsse die Kultur, Architektur und Küche des Landes.

Für UrlauberInnen sind die Kapverden vor allem wegen ihres ganzjährig milden Klimas, der kilometerlangen Sandstrände und der beeindruckenden Vulkanlandschaften interessant. Kein Wunder, dass die Inselgruppe längst als eines der spannendsten Reiseziele im Atlantik gilt.

Übrigens: Nur neun der zahllosen Inseln und Inselchen sind bewohnt.

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Praia, Santiago, Kapverdische Inseln
Praia, Santiago, Kapverdische Inseln

Gut zu wissen: Kapverden auf einen Blick

  • Lage: Atlantik, rund 600 Kilometer vor der Küste Senegals
  • Hauptstadt: Praia auf der Insel Santiago
  • EinwohnerInnenzahl: 593.000 (Stand 2025)
  • Amtssprache: Portugiesisch
  • Alltagssprache: Kapverdisches Kreol
  • Währung: Kapverdischer Escudo (CVE)
  • Zeitzone: Im Winter zwei Stunden, im Sommer der Stunden hinter Deutschland
  • Flugzeit ab Deutschland: etwa sechs bis sieben Stunden
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig

Küste, Insel Santo Antao, Kapverden © Reinhard Schmid/HUBER IMAGES
Hier kannst Du ideal überwintern: Insel Santo Antao, Kapverden © Reinhard Schmid/HUBER IMAGES

Die Kapverden liegen in Afrika – fühlen sich aber oft ganz anders an

Anders als viele andere Inselgruppen waren die Kapverden bis zur Ankunft portugiesischer Seefahrer im 15. Jahrhundert unbewohnt. Erst danach entwickelte sich die heutige Bevölkerung aus europäischen und afrikanischen Einflüssen.

Geografisch gehören die Kapverden zu Afrika. Historisch und kulturell wurde die Inselgruppe jedoch vor allem von Portugal geprägt. Portugiesisch ist daher bis heute Amtssprache, daneben wird das kapverdische Kreol gesprochen.

Viele UrlauberInnen sind überrascht, wie entspannt, sicher und europäisch die Infrastruktur auf den Inseln wirkt.

Santa Maria Strand auf Sal Kapverden – Cabo Verde
Strand Santa Maria, Sal

Ganzjährig Sommer

Während viele Mittelmeerziele im Winter Pause machen, herrschen auf den Kapverden fast das ganze Jahr über angenehme Temperaturen zwischen 23 und 30 Grad Celsius.

Die Inseln sind deshalb besonders als Wintersonnenziel beliebt. Selbst in den Wintermonaten locken zahlreiche Sonnenstunden und warme Temperaturen, während in Mitteleuropa graues Wetter dominiert.

Gut zu wissen: Die Kapverden liegen außerhalb des Hurrikangürtels. Dadurch gelten sie als vergleichsweise wetterstabiles Reiseziel.

Santa Maria Strand auf Sal Kapverden – Cabo Verde
Strand Santa Maria, Sal, Kapverdische Inseln

Traumstrände mit Karibik-Flair

Wer die Kapverden zum ersten Mal besucht, staunt oft über die Strände. Vor allem die Inseln Sal und Boa Vista begeistern mit kilometerlangen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und weitläufigen Dünenlandschaften.

Zu den bekanntesten Stränden zählen:

  • Santa Maria Beach auf Sal
  • Praia de Chaves auf Boa Vista
  • Praia de Santa Monica auf Boa Vista
  • Ponta Preta auf Sal

WassersportlerInnen zieht es dagegen besonders an den Kite Beach auf Sal, der zu einem der bekanntesten Kitesurf-Spots des Atlantiks zählt.

Die Kulisse erinnert vielerorts an klassische Karibikziele. Gleichzeitig liegen die Kapverden deutlich näher an Europa und sind von Deutschland aus in etwa sechs bis sieben Flugstunden erreichbar.

Pico Fogo, Sao Filipe, Azoren
Pico Fogo

Vulkanwelten mitten im Atlantik

Die Kapverden haben mehr zu bieten als nur Strände. Auf der Insel Fogo erhebt sich mit dem Pico do Fogo der höchste Berg des Landes. Der aktive Vulkan erreicht eine Höhe von 2.829 Metern und prägt die Insel mit beeindruckenden Lavafeldern und schwarzen Vulkanlandschaften und macht sie mit seinen fruchtbaren Weinbaugebieten zu etwas Besonderem. Für viele Reisende zählt Fogo zu den faszinierendsten Inseln des Archipels.

Der Kontrast zwischen dem dunklen Lavagestein und dem tiefblauen Atlantik gehört zu den eindrucksvollsten Naturkulissen der Kapverden.

Übrigens: Der Pico do Fogo brach zuletzt im Jahr 2014 aus. Die Lava zerstörte damals Teile der Ortschaft Chã das Caldeiras, die inzwischen wieder aufgebaut wurde.

Die Heimat der „Barfuß-Diva“

Die Kapverden sind auch durch die Sängerin Cesária Évora weltweit bekannt geworden. Die als „Barfuß-Diva“ bekannte Musikerin machte die traditionelle Musikrichtung Morna international berühmt.

Bis heute ist Musik fester Bestandteil des Alltags auf den Inseln. In vielen Bars und Restaurants sowie auf Festen sorgen Live-Bands für besondere Urlaubsstimmung.

KitsurferInnen am Kite Beach der Insel Sal, Kapverden.
Kitesurf-Paradies auf der Insel Sal, Kapverden. ©Shutterstock-1902569863_epuwqz

Ein Paradies für KitesurferInnen

Dank der beständigen Passatwinde zählen die Inseln Sal und Boa Vista zu den bekanntesten Kite- und Windsurfrevieren im Atlantik. Sowohl AnfängerInnen als auch erfahrene WassersportlerInnen finden hier über weite Teile des Jahres hervorragende Bedingungen.

Besonders rund um den Kite Beach auf Sal treffen sich regelmäßig SportlerInnen aus aller Welt. Die Insel gilt als eines der Zentren des Kitesurfens auf den Kapverden.

Blick vom Monte Verde zum Praia Grande, Atlantik, São Vicente, Kapverden
Wenig Regen und schönes Wetter - wer Bade- oder Wassersporturlaub genießen möchte, ist hier gut beraten. © Massimo Ripani/HUBER IMAGES

Fazit: Viel mehr als nur die WM-Überraschung

Das überraschende Unentschieden gegen Spanien in der Gruppenphase hat die Kapverdischen Inseln bei der WM 2026 ins Rampenlicht gerückt. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt weit mehr als eine Fußballsensation: Traumhafte Strände, beeindruckende Vulkanlandschaften, kulturelle Vielfalt und ganzjährig angenehme Temperaturen

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