Menschen im See mit Luftmatratzen
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Saubere Seen

Europas sauberste Badeseen: Wo die Wasserqualität am besten ist

Glasklares Wasser ist für viele das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Badesees. Doch welche Länder in Europa schneiden bei der Wasserqualität besonders gut ab? Ein britisches Reiseunternehmen hat dafür Daten der Europäischen Umweltagentur (EUA) ausgewertet, um die Länder mit dem höchsten Anteil an Badeseen mit der Bestnote „ausgezeichnet” zu ermitteln. Grundlage sind dabei ausschließlich offiziell ausgewiesene Badegewässer, die regelmäßig gemäß der EU-Badegewässerrichtlinie kontrolliert werden.ichtlinie kontrolliert werden.

Kein europäisches Land hat so viele so saubere Gewässer wie Österreich. © LumenandLines/iStock via Getty Images
Kein europäisches Land hat so viele so saubere Gewässer wie Österreich. © LumenandLines/iStock via Getty Images

Den ersten Platz der Rangliste belegt Österreich, dessen Badeseen zu 96,5 Prozent Spitzenwerte erzielen. Das Land besteht zu zwei Dritteln aus den Alpen, deren Berglandschaft als natürliches Filtersystem für glasklares Wasser fungiert. Auf Position zwei folgt Finnland, das Land der tausend Seen, mit 95,2 Prozent.

Mit 91,3 Prozent sichert sich Deutschland den dritten Rang – besonders geschätzt werden die Strandbäder mit Umkleidekabinen, Liegewiesen und Gastronomieangeboten. Der Bodensee als größtes deutsches Gewässer erstreckt sich mit seinen Uferzonen bis in die Schweiz und nach Österreich. Als Geheimtipp gilt der Walchensee in Bayern, dessen türkisblaues Wasser karibische Assoziationen weckt, hervorgerufen durch winzige Kalkpartikel aus dem Kalkgestein des Karwendels, welche die Sonnenstrahlen brechen.

Der Luganersee in der Schweiz. © Fotofantastika/iStock via Getty Images
Der Luganersee in der Schweiz. © Fotofantastika/iStock via Getty Images

Von Italien bis Polen

Südlicher gelegen warten wärmere Gewässer. In Italien, das im Ranking den vierten Platz einnimmt, erzielen laut EUA-Bericht 2025 etwa 87,7 Prozent der Binnengewässer die höchste Bewertung. Dahinter rangiert die Schweiz, die mit ihren Badi, traditionellen Freibädern, und dem milden Luganersee überzeugt. Frankreich findet sich auf Position sechs, gefolgt von Schweden auf Rang sieben.

Eine Besonderheit weist Ungarn auf Platz acht auf: Der Hévíz-See gilt als größter natürlicher, biologisch aktiver Thermalsee weltweit, in dem gebadet werden kann, gespeist von warmen Quellen.

Die ersten zehn Plätze vervollständigen die Niederlande und Polen. Die Prozentwerte der Rangliste beziehen sich dabei ausschließlich auf Badeseen; der offizielle EUA-Wert für sämtliche Binnengewässer eines Landes, also Seen und Flüsse zusammen, kann davon abweichen.

Der Königssee im Berchtesgadener Land ist eines von Deutschlands malerischsten Gewässern. © Mabeline72/Shutterstock.com
Der Königssee im Berchtesgadener Land ist eines von Deutschlands malerischsten Gewässern. © Mabeline72/Shutterstock.com

Erfrischung ja – aber sicher

Vorsicht bleibt dennoch geboten. Allein in Frankreich ertranken während der jüngsten Hitzewelle seit dem 18. Juni nach Behördenangaben mindestens 55 Menschen, viele davon junge Leute an unbewachten Stellen; die Behörden rechnen mit weiter steigenden Zahlen. Fachleute raten, nur an beaufsichtigten Badestellen ins Wasser zu gehen und Warnhinweise zu Wasserqualität, Strömungen oder verborgenen Hindernissen ernst zu nehmen.

Insgesamt steht es um Europas Badegewässer gut: Laut EUA-Bericht für 2025 erreichten 78 Prozent aller Binnengewässer – Seen und Flüsse zusammengenommen – sowie 88 Prozent der Küstengewässer die Bestnote. Innerhalb der Binnengewässer schneiden Flüsse mit nur 47 Prozent deutlich schlechter ab, während Seen klar darüber liegen. Wer auf die Wasserqualität achtet, ist am See also besser aufgehoben als am Fluss.

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