Zwischen April und Oktober finden deutschlandweit vier Landesgartenschauen statt. © istock/huettenhoelscher
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Blühende Landschaften

Landesgartenschauen 2026: Blumige Kurztrips durch Deutschland

Wenn ganze Städte aufblühen, brachliegende Flächen zu Parkanlagen werden und tausende Pflanzenarten neue Wege durch den urbanen Raum finden, ist in Deutschland Gartenschau-Saison. Neben der bekannten Bundesgartenschau organisieren einzelne Bundesländer in regelmäßigen Abständen eigene Landesgartenschauen in wechselnden Städten und mit jeweils eigenem Charakter. Im Jahr 2026 finden gleich vier solcher Veranstaltungen statt. Wir zeigen Dir wann und wo.

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Zwischen April und Oktober erleben zahllose Pflanzen auf den Landesgartenschauen ihre Blüte. © istock/huettenhoelscher
Zwischen April und Oktober erleben zahllose Pflanzen auf den Landesgartenschauen ihre Blüte. © istock/huettenhoelscher

Stadtentwicklung in Blüte: Was eine Landesgartenschau ausmacht

Das Konzept einer Landesgartenschau geht weit über eine klassische Blumenschau hinaus. In vielen Fällen fungieren diese Veranstaltungen als Impulsgeber für die Stadtentwicklung: Städte nutzen die Gelegenheit, um Brachflächen zu reaktivieren, Industrieareale umzugestalten oder bestehende Parks grundlegend aufzuwerten. Die dabei entstehenden Grünflächen bleiben in der Regel auch nach Ausstellungsende als dauerhafte Erholungsräume erhalten.

Über die mehrmonatige Laufzeit erwartet Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm: Gartenkunst, Landschaftsarchitektur, floristische Installationen sowie kulturelle Veranstaltungen wechseln sich ab. Häufig ergänzen Bildungsangebote zu Umweltthemen, nachhaltiger Stadtplanung und naturnaher Gartengestaltung das Rahmenprogramm.

Der Unterschied zur Bundesgartenschau liegt vor allem im Umfang und in der Reichweite. Während die Bundesgartenschau zu den größten Gartenveranstaltungen Europas gehört, sind Landesgartenschauen bewusst kleiner angelegt und stärker regional ausgerichtet. Das schafft oft eine persönlichere Atmosphäre – und die Möglichkeit, eine Stadt oder Region intensiver kennenzulernen.

Landesgartenschau NRW 2026: Neuss verwandelt eine Rennbahn in einen Stadtpark

Die größte der vier Landesgartenschauen des Jahres findet in Nordrhein-Westfalen statt. Die "LaGa" Neuss 2026 öffnet ihre Tore vom 16. April bis zum 11. Oktober 2026. Eine Tageskarte kostet zwischen 5 Euro für Kinder und 20 Euro für Erwachsene. Richtig sparen können BesucherInnen bei den Dauertickets: Diese kosten für Kinder von 4 bis 17 Jahren nur 10 Euro, für junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren 70 Euro und im Erwachsenen-Vollpreis 150 Euro. 

Als Veranstaltungsgelände dient die ehemalige Galopprennbahn in Neuss. Auf rund 38 Hektar entsteht dort ein neuer Bürgerpark, der langfristig als Grün- und Freizeitraum für die Stadt erhalten bleiben soll. Neben weitläufigen Wiesenbereichen sind Themen- und Pflanzgärten sowie naturnahe Landschaftsbereiche geplant.

Während der rund sechsmonatigen Laufzeit sind zahlreiche Veranstaltungen vorgesehen – von Gartenpräsentationen und kulturellen Programmen bis hin zu Workshops und Mitmachangeboten. Spiel- und Freizeitbereiche gehören ebenfalls zum Konzept der neuen Anlage.

Die Anreise gestaltet sich unkompliziert: Neuss liegt am Rhein und ist sowohl mit der Bahn als auch über das Autobahnnetz der Rhein-Ruhr-Region gut erreichbar. Ein Besuch der Gartenschau lässt sich so problemlos mit Ausflügen in benachbarte Städte wie Düsseldorf, Köln oder das Ruhrgebiet kombinieren. Wer mit dem Fahrrad anreist, profitiert von mehreren Radwegen entlang des Rheins – darunter der bekannte Rheinradweg.

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Landesgartenschauen prägen oft das jeweilige Stadtbild auf Jahrzehnte hinaus. © istock/huettenhoelscher
Landesgartenschauen prägen oft das jeweilige Stadtbild auf Jahrzehnte hinaus. © istock/huettenhoelscher

Bad Nenndorf: Blütenvielfalt und Kurparkflair in Niedersachsen

In Niedersachsen findet die Landesgartenschau 2026 in Bad Nenndorf statt. Unter dem Motto "Hier blüht Vielfalt" läuft die Veranstaltung vom 29. April bis zum 18. Oktober 2026. Kinder bis einschließlich 3 Jahren bezahlen nichts, von 4 bis 13 nur 1 Euro – und das sowohl für die Tages- als auch die Dauerkarte. Erwachsene bezahlen für einen Tag 24 Euro und für die reguläre Dauerkarte 130 Euro.

Das rund 30 Hektar große Gelände knüpft an die bestehenden Parkanlagen der Kurstadt an. Neue Gartenbereiche, Wasserflächen und landschaftsarchitektonische Projekte sollen das Stadtbild langfristig prägen und zusätzliche Grünräume entstehen lassen.

Bad Nenndorf ist seit dem 19. Jahrhundert als traditionsreicher Kurort bekannt. Historische Parkanlagen, Kureinrichtungen und Thermalangebote prägen das Bild der Stadt – ein Aufenthalt zur Gartenschau lässt sich daher gut mit einem Erholungs- oder Wellnessaufenthalt verbinden. Dank der Nähe zu Hannover bietet sich der Ort auch für Tagesausflüge an. Wer länger in der Region bleibt, kann außerdem das Weserbergland oder das Steinhuder Meer erkunden – einen der größten Binnenseen Nordwestdeutschlands.

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Ellwangen: Gartenschau zwischen historischer Altstadt und Jagsttal

In Baden-Württemberg ist Ellwangen im Ostalbkreis der Austragungsort der Landesgartenschau 2026. Die Veranstaltung dauert vom 24. April bis zum 4. Oktober 2026. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren bezahlen hier keinen Eintritt, allerdings dürfen Kinder bis 10 Jahren nur mit einer Begleitperson auf das Gelände. Dafür werden 5 Euro fällig. Der reguläre Tagespreis beläuft sich auf 24,90 Euro, die Dauerkarte liegt bei 149 Euro. 

Die Stadt nutzt die Gartenschau, um neue Grün- und Erholungsräume entlang der Jagst zu entwickeln und vorhandene Parkanlagen weiterzuentwickeln. Themengärten, Blumenschauen und landschaftsarchitektonische Projekte bilden das Herzstück der Ausstellung.

Einen besonderen Reiz entfaltet die Kombination aus Natur und Geschichte: Ellwangen verfügt über eine gut erhaltene Altstadt mit barocken Gebäuden, Kirchen und Plätzen. Wer die Gartenschau besucht, kann sie gut mit einem Stadtbummel durch die historische Innenstadt verbinden. Die Region Ostwürttemberg hält darüber hinaus weitere Ausflugsmöglichkeiten bereit – ob Wanderungen auf der Schwäbischen Alb oder Radtouren entlang der Jagst.

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Die Landesgartenschauen, hier in Lahr 2018, ziehen jedes Jahr zehntausende von BesucherInnen an. © istock/Endrik Baublies
Die Landesgartenschauen, hier in Lahr 2018, ziehen jedes Jahr zehntausende von BesucherInnen an. © istock/Endrik Baublies

Leinefelde-Worbis: Thüringens Gartenschau im Eichsfeld

Auch Thüringen beteiligt sich 2026 an den Landesgartenschauen. In Leinefelde-Worbis läuft die Veranstaltung vom 23. April bis zum 11. Oktober 2026. Kinder bis 5 Jahre dürfen gratis auf das Gelände, von 6 bis 14 sind es 8 Euro, und zwischen 15 und 17 bezahlen Jugendliche 10 Euro. Das Tagesticket für Erwachsene beläuft sich auf 22 Euro. Die reguläre Dauerkarte kostet 150 Euro. 

Das Konzept verbindet mehrere Grünflächen im Stadtgebiet miteinander. Ziel ist die langfristige Schaffung neuer Parkanlagen und Grünachsen, die auch nach Ende der Ausstellung bestehen bleiben. Neben klassischen Blumen- und Pflanzenschauen rücken Themen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität und ökologische Stadtentwicklung in den Mittelpunkt.

Leinefelde-Worbis liegt im Eichsfeld – einer landschaftlich reizvollen Region zwischen Harz und Thüringer Wald. Wanderungen, Fahrradtouren oder Ausflüge in historische Städte wie Duderstadt oder Mühlhausen lassen sich gut mit einem Besuch der Gartenschau verbinden.

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Praktische Tipps für den Besuch der Landesgartenschauen

Wer eine der Landesgartenschauen 2026 besuchen möchte, sollte die Unterkunft möglichst früh buchen. Besonders an Wochenenden und in den Ferienzeiten kann die Nachfrage in den Gastgeberstädten deutlich steigen. Eine Übernachtung in umliegenden Orten kann dann eine sinnvolle Alternative sein.

Ein einzelner Besuchstag muss nicht zwangsläufig ausreichen. Da Gartenschauen über mehrere Monate laufen, verändert sich das Erscheinungsbild der Anlagen im Jahresverlauf: Frühblüher weichen Sommerblumen, die wiederum einer herbstlichen Pflanzenvielfalt Platz machen. Ein zweiter Besuch im Sommer oder Herbst bietet daher ganz eigene Eindrücke.

Auch die Anreise lässt sich gut planen. Viele Gartenschaugelände sind an den öffentlichen Nahverkehr angebunden oder in der Nähe regionaler Radwege gelegen. Eine Kombination aus Bahnreise und Fahrradtour ist häufig möglich.

Im Juni und Juli werden auf den Landesgartenschauen tausende Rosen blühen. © istock/huettenhoelscher
Im Juni und Juli werden auf den Landesgartenschauen tausende Rosen blühen. © istock/huettenhoelscher

Grüne Entdeckungen: Landesgartenschauen als Inspiration für den Kurzurlaub

Die Landesgartenschauen 2026 machen deutlich, wie vielseitig Reisen innerhalb Deutschlands sein kann. Ob der neue Bürgerpark in Neuss, die Kurparklandschaften in Bad Nenndorf, die historischen Kulissen in Ellwangen oder die naturnahen Grünräume im Eichsfeld: Jede Veranstaltung hat ihren eigenen Charakter und eigene Stärken.

Für Reisende, Gartenliebhaberinnen und Liebhaber sowie alle, die Natur und Kultur kombinieren möchten, bieten die Gartenschauen eine besondere Möglichkeit, neue Regionen zu entdecken. Sie verbinden Landschaftsgestaltung, Stadtgeschichte und regionale Eigenheiten – und eignen sich damit ideal für einen inspirierenden Kurztrip.

Quelle: spot on news