Playa Kalki im Norden von Curaçao. © iStock via Getty/fokkebok
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FIFA World Cup 2026

WM-Auftaktgegner: Curaçao bietet weit mehr als nur Likör

Wenn am 14. Juni die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur WM 2026 antritt, wartet ein unerwarteter Kontrahent: Curaçao. Das Match findet in Houston, Texas, statt und rückt eine Karibikinsel ins Rampenlicht, die vielen Menschen bislang hauptsächlich durch einen oft blau schimmernden Likör bekannt sein dürfte. Ein genauerer Blick offenbart jedoch ein Urlaubsparadies mit weitaus mehr Facetten.

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Die Strände von Curaçao sind ein echter Karibik-Traum. © fokkebok/iStock via Getty Images
Die Strände von Curaçao sind ein echter Karibik-Traum. © fokkebok/iStock via Getty Images

WM-Auftaktspiele der deutschen Nationalelf

Die Weltmeisterschaft 2026 findet in drei Nationen statt – in Mexiko, Kanada und den USA. Nach dem Eröffnungsspiel am 11. Juni in Mexiko-Stadt steht für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann der erste Ernstkampf an.

Das Auftaktmatch der deutschen Auswahl gegen Curaçao wird am Sonntag um 19:00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. In der Gruppe E folgt für die DFB-Elf am 20. Juni in Toronto ab 22:00 Uhr die Begegnung mit der Elfenbeinküste. Am 25. Juni 2026 wartet ab ebenfalls 22:00 Uhr in New York/New Jersey Ecuador als dritter Gruppengegner. Die weiteren Spieltermine in der K.o-Runde hängen von der Platzierung ab, falls die Nationalmannschaft das Achtelfinale erreicht. Das WM-Endspiel soll am 19. Juli um 21:00 Uhr angepfiffen werden.

Curaçao hat viele landschaftliche Facetten. © Maira Bartasevica/iStock via Getty Images
Curaçao hat viele landschaftliche Facetten. © Maira Bartasevica/iStock via Getty Images

Karibisches Eiland mit niederländischem Erbe

In der südlichen Karibik, nur etwa 60 Kilometer vor der Küste Venezuelas, liegt Curaçao. Die Insel wurde zunächst von den Spaniern kolonisiert, bevor sie im 17. Jahrhundert in niederländischen Besitz überging. Heute gehört Curaçao als autonomes Land zum Königreich der Niederlande. Diese doppelte Identität prägt das gesamte Eiland: Koloniale Architektur im niederländischen Stil harmoniert mit karibischem Flair, im Alltag sind verschiedene Sprachen zu hören, und traumhafte Strände sind zwar vorhanden, bilden aber nur einen Teil der Attraktionen.

Obwohl Curaçao in den letzten Jahren als Urlaubsziel zunehmend an Bekanntheit gewonnen hat, bleibt der TouristInnen-Ansturm im Vergleich zu anderen Karibikinseln wie der Dominikanischen Republik überschaubar. Als bekannteste Sehenswürdigkeit gilt die Hauptstadt Willemstad. Besonders ins Auge stechen die farbenfrohen Fassaden der Gebäude mit niederländischer Prägung, die sich entlang des Wassers aneinanderreihen und beinahe wie eine Filmkulisse anmuten. Die historisch gewachsene Altstadt mitsamt ihrem Hafen zählt seit 1997 zum UNESCO-Welterbe. Wer Willemstad jedoch lediglich für ein schnelles Fotomotiv besucht, verpasst das wahre Potenzial der Stadt.

Über 35 Strände bewirbt die zuständige Tourismusorganisation der Insel. Zahlreiche davon befinden sich in geschützten Buchten mit stillem Wasser, perfekt zum Baden oder Schnorcheln. Teilweise finden sich vor Ort auch gastronomische Angebote und Strandclubs. Wer Ursprünglichkeit bevorzugt, steuert den raueren Westteil der Insel an. Auch dort warten Buchten mit kristallklarem Wasser, die dem karibischen Idealvorstellung entsprechen. Die zerklüftete Küstenlandschaft verwandelt die Suche nach versteckten Plätzen allerdings in ein echtes Abenteuer.

Ein beliebtes Ausflugsziel stellt Klein Curaçao dar. Die kleine, flache Nachbarinsel lockt mit hellem Sand, kristallklarem Wasser, einem historischen Leuchtturm und Schiffswracks. Boote bringen Gäste üblicherweise morgens auf das unbewohnte Eiland, das allerdings keine spektakulären Sehenswürdigkeiten aufweist. Der Charme liegt in der völligen Abgeschiedenheit.

Der berühmte Curaçao-Likör taucht Cocktails in die gleiche Farbe wie das Meer vor Ort. © Chayut Prommajuk/iStock via Getty Images
Der berühmte Curaçao-Likör taucht Cocktails in die gleiche Farbe wie das Meer vor Ort. © Chayut Prommajuk/iStock via Getty Images

Klein Curaçao und die legendäre Spirituose

Bleibt die Frage nach dem Likör, der den Namen Curaçao global bekannt machte. Seine Geschichte beginnt mit spanischen Sevilla-Orangen, die im 16. Jahrhundert auf die Insel gebracht wurden. Unter dem trockenen Klima Curaçaos entwickelten sie sich zur Laraha, einer bitteren Zitrusfrucht, die kaum essbar ist – deren getrocknete Schalen dem Curaçao-Likör aber bis heute sein typisches Aroma verleihen.Vor allem die blaue Variante ist aus vielen Cocktailbars nicht wegzudenken und verdankt ihre Berühmtheit Klassikern wie dem Blue Lagoon oder Swimming Pool. Die Farbe hat allerdings keinen natürlichen Ursprung: Der ursprüngliche Curaçao-Likör war farblos bis leicht gelblich, das leuchtende Blau entsteht erst durch zugesetzte Lebensmittelfarbstoffe.

Aber zurück auf den Fußballplatz: Sportlich gesehen sind die Rollen beim WM-Aufeinandertreffen mit Deutschland eindeutig verteilt, der Fußballgigant misst sich mit einem kleinen Außenseiter. Für Reisebegeisterte ist der deutsche WM-Kontrahent jedoch eine willkommene Erinnerung daran, dass sich hinter dem Namen Curaçao deutlich mehr verbirgt als nur eine Spirituose und ein wunderschönes Reiseland ...

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