Stadtpfarrkirche Maria Magdalena

Münnerstadt/Bayern

Neueste Bewertungen (3 Bewertungen)

Herbert(66-70)
Februar 2026

Riemenschneider-Altar mit Magdalena im Haarkleid

6,0 / 6

Die der Heiligen Maria Magdalena geweihte Kirche von Münnerstadt geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als hier um 1230 die Ritter des Deutschherrnordens (auch Deutscher Orden, Deutschritterorden, Deutschorden oder ähnlich genannt) eine erste St.-Maria-Magdalena-Kirche errichteten. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde durch die langsam selbstbewusster und mächtiger werdende Bürgerschaft von Münnerstadt ein Kirchenneubau veranlasst. Diese von der Bürgerschaft errichtete Kirche ist im Prinzip das Grundgerüst der heutigen Kirche, jedoch wurden im Laufe der Jahrhunderte diverse Veränderungen wie Umgestaltungen, Erweiterungen usw. durchgeführt. In die Kirche St. Maria Magdalena betritt, dürften einem als Erstes die bunten Glasfenster hinter dem Altarraum ins Auge falle. Diese Fenster aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Neben diesen Fenstern und diversen anderen sehenswerten Einrichtungsgegenständen ist aber besonders der sogenannte Riemenschneider-Altar im Chorraum hervorzuheben. Der Originalaltar von 1492 wurde zwischen 1649 und 1653 abgerissen und die Teile des Altars wurden einzeln verkauft. Der heute hier befindlich Riemenschneider-Altar ist eine Rekonstruktion von 1979 bis 1981. Das Zentrum dieses Altares stellt die geschnitzte Figur der „Heiligen Maria Magdalena im Haarkleid“ dar. Der Legende nach lebte die Heilige Magdalena jahrzehntelang als Büßerin in der Einöde, wo sie nur noch mit ihren langen Haaren bekleidet war. Im Laufe der Zeit wurde sie am ganzen Körper behaart. Bei der Heiligen Magdalena im Haarkleid in der St.-Maria-Magdalena-Kirche in Münnerstadt handelt es sich um eine Kopie, das Original kann man in München im Bayerischen Nationalmuseum bewundern.

Heidi(66-70)
April 2025

Erbaut 15.Jhd. als Nachfolge einer älteren Kirche

5,0 / 6

In Münnerstadt befindet sich am Kirchplatz, unweit vom Marktplatz, die katholische Stadtpfarrkirche Maria Magdalena. Die heutige Kirche wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut, jedoch im Laufe der Zeit mehrfach baulich verändert. Sie ist die Nachfolgekirche einer älteren Kirche, die spätestens in der erste Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Wenn man in Münnerstadt ist, so sollte man nach meiner Meinung auch einmal zur Maria-Magdalena-Kiirche gehen und sich diese anschauen.

Herbert(66-70)
April 2021

Wurzeln der Kirche aus dem 13. Jahrhundert

6,0 / 6

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena in Münnerstadt befindet sich am Kirchplatz 7, nur ca. 200 Meter vom Rathaus und Marktplatz entfernt. Eine erste St. Maria Magdalena Kirche wurde von den Rittern des Deutschherrenordens erbaut. Der Baubeginn dieser ersten Kirche begann unter dem Henneberger Grafen Poppo in der Zeit um das Jahr 1230 (aus dieser frühesten Kirchengeschichte ist heute jedoch nur noch das Westportal im Westturm erhalten). Als Ende des 14. Jahrhunderts die Macht des Deutschherrenorden in Münnerstadt langsam verblasste, wuchs im Gegenzug die Macht der Bürgerschaft der Stadt. Die Bürgerschaft veranlasste, dass in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein Neubau der Maria-Magdalenenkirche erfolgte. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diverse Umbau-, Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten durchgeführt, bis sie schließlich das heutige Aussehen bekam. Von außen ist es eine mächtige, beeindruckende Kirche. In der Kirche ist besonders der sogenannte „Riemenschneider-Altar“ erwähnenswert (auch Münnerstädter Altar oder Magdalenenretabel genannt). Als wir im April 2021 hier waren, konnte dieser Altar leider nicht besichtigt werden, da er renoviert wurde – man hofft jedoch, dass die Renovierungsarbeiten bis Herbst 2021 abgeschlossen sind und der Riemenschneider-Altar dann für die Öffentlichkeit wieder sichtbar ist. Aber in der Magdalenenkirche gibt es noch mehr, was die Kirche sehenswert macht, so z.B. diverse Heiligenfiguren, alte Wandmalereien, diverse Grabplatten, der Taufstein von 1613 usw. ANMERKUNG ZUM RIEMENSCHNEIDER-ALTAR: Der Riemenschneider-Altar wurde 1492 in der Kirche aufgestellt, der 1504 mit Bildertafeln von Veit Stoß ergänzt wurden. Diese Bildertafeln stellen den Märtyrertod des Heiligen Kilian dar. Der Riemenschneider-Altar wurde jedoch um 1650 abgerissen und diverse Teile dieses Altars wurden verkauft. Ersetzt wurde der Riemenschneider-Altar durch einen neuen Barockaltar, dessen Mittelteil die Begegnung von Maria Magdalena mit dem wiederauferstandenen Jesus darstellt (dieses Bild befindet sich heute an der Südwand des Chores). In den 1970-er bis frühen 1980-er Jahren wurde der Riemenschneider-Altar teils renoviert, teils rekonstruiert. Schließlich konnte der Hochaltar im Jahr 1981 wieder geweiht werden. Jetzt im April 2021 wurde der Riemenschneider-Altar jedoch bereits wieder renoviert, was bis Herbst 2021 abgeschlossen sein soll. Wir kennen die Kirche St. Maria Magdalena und den Riemenschneider-Altar zwar schon von früheren Besuchen, aber wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch in Münnerstadt, damit wir dann auch den neu renovierten Riemenschneider-Altar sehen können.

Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
von Herbert • April 2021
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
von Herbert • April 2021
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
von Herbert • April 2021
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
von Herbert • April 2021
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
von Herbert • April 2021
Die Kirche St. Maria Magdalena von Münnerstadt
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