St. Laurenzenkirche
St. Gallen/Kanton St. GallenNeueste Bewertungen (3 Bewertungen)
Interessante Kirche in der Altstadt
Die Laurenzenkirche ist das protestantische Gegenstück zur Kathedrale in St. Gallen und befindet sich auch gegenüber der Stiftkirche. Die Kirche kann mit dem Pracht der katholischen Bauten nicht mithalten. Die Kirche ist dem Märtyrer Laurentius von Rom als Namenspatron gewidmet. Der erste Kirchenbau am Standort der St. Laurenzenkirche könnte womöglich bereits im 12. Jahrhundert erfolgt sein. Die Kirche unterstand zu dieser Zeit noch der Fürstabtei. Im Jahre 1526 führte der damalige Bürgermeister Joachim von Watt, genannt Vadian, die Reformation in der Stadt St. Gallen ein. Die Kirche St. Laurenzen wurde zur reformierten Stadtkirche. Vadian wollte Missstände in der katholischen Kirche, wie den Ablasshandel, beseitigen. Die Kirche St. Laurenzen gilt als das Zentrum der Reformation in St. Gallen, wo Vadian wirkte und wo Johannes Kessler, ein Weggefährte von Vadian, predigte. Wie unser Stadtführer erwähnte, war die Mehrheit der damaligen St. Galler Bürger sehr reformfreundlich. Die Trennung des evangelischen Stadtteils (Stadt St. Gallen) vom katholischen Stadtteil (Klosterbezirk/Fürstabtei) durch die Schiedmauer erfolgte nach Aussage unseres Stadtführers vermutlich im Jahr 1566. Die bauliche Trennung nach der Reformation (1529),erfolgte deshalb, weil der Klosterbezirk inmitten der protestantisch gewordenen Stadt lag. Die heutige Kirche im neugotischen Stil entstand 1850 – 1854 nach Plänen von Johann Georg Müller. In den Jahren 1969 – 1973 wurde die Kirche zuletzt restauriert. Interessant fand ich bereits die Vorhalle der Laurenzenkirche, hier befanden sich u.a. Berichte von Joachim von Watt, genannt Vadian (1484 – 1551, Anna Schlatter – Bernet (1773 – 1826) und von Laurentius von dem die Kirche den Namen hat. Die Statuen Ulrich Zwingli und Johannes Calvin im Vorraum der Kirche sind eng mit der Geschichte der protestantischen Kirche verbunden. Besonders aufgefallen in der Laurenzenkirche ist mir die Decke des Kirchenraums als blauer Sternenhimmel und die farbigen Kirchenwände. Die Laurenzenkirche hat eine bedeutende Orgeltradition. Bekannt ist die Kirche durch ihre Surround-Orgel. Die Pfeifen sind an allen vier Wänden des Kirchenraums verteilt, was ein beeindruckendes Klangerlebnis ermöglicht. Die Kirche St. Laurenzen in St. Gallen bietet auch 2026 ein reiches Programm an Orgelkonzerten an. Die neugotische Laurenzenkirche hat mir sehr gut gefallen.
Ein Ort der Ruhe
Ein Ort der Ruhe, mitten in dem Tummel der Altstadt. Einfach schön zum Besinnen und Kraft tanken.
St. Laurenzenkirche - einen Besuch wert
Sie hat es schwer, sich gegen die hochkarätige Konkurrenz von Stiftskirche und Stiftsbibliothek in direkter Nachbarschaft zu behaupten - die St. Laurenzenkirche St. Gallen. Bereits um ca. 850 wurde der erste Bau, eine kleine Kapelle, errichtet. In der Folge wurde die Kirche von mal zu mal größer konzipiert und vermutlich schon um die Jahrtausendwende dem Märtyrer Laurenzius geweiht. In den ersten Jahrhunderten gab es vermutlich Verbindungen zum Kloster, doch bereits im 13. Jahrhundert entwickelte sich die Kirche zur Kirche für die Stadtbevölkerung. Sie wurde beim Brand 1314 zerstört, anschließend gab es nur ein Provisorium und erst ca. 100 Jahre später wurde mit einem Neubau begonnen - einem spätgotischen dreischiffigen Staffelhallenbau. Über die Jahrhunderte wurde der bauliche Zustand immer schlechter sodass im 20. Jahrhundert jahrelange Restaurierungen erforderlich waren, bis die Kirche im Mai 1979 wieder in neuem-alten Glanz erstrahlte. Über diese Restaurierungen und die Geschichte der Kirche kann man sich umfangreich in der Kirche informieren, zudem liegt Informationsmaterial aus und man kann Postkarten usw. erwerben. Bei unserem Besuch stand ein sehr nettes und freundliches Gemeindemitglied für Fragen zur Verfügung und ließ mich auf die abgesperrte Empore, um eine gute Foto-Position zu bekommen. Die St. Laurenzenkirche ist nicht mit der Stiftskirche zu vergleichen, aber in ihrer Farbigkeit und ihrem völlig anderen Stil unbedingt sehenswert. Der Eintritt ist frei, aber die Gemeinde freut sich natürlich über Spenden.