Frauenkirche
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Infos Frauenkirche
Allgemeine Informationen Der Dom zu Unserer Lieben Frau, auch Frauenkirche genannt, gilt als die bedeutendste Kirche Münchens. Sie liegt in der Altstadt, in der Nähe des Marienplatzes und ist aufgrund ihrer zwei, fast 100 Meter hohen, Türme schon von weitem sichtbar. Seit dem Jahre 1821 ist der Dom Sitz des Erzbischofs von München und Freising. Er wurde in den Jahren 1468-1488 auf den Trümmern einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kapelle und einer romanischen Basilika erbaut. Die Wände des spätgotischen Backsteingebäudes stammen aus dieser Zeit, die Innenräume wurden jedoch mehrmals verändert. Die Frauenkirche gehört zu den größten Hallenkirchen Süddeutschlands. Interessanterweise hat sich ein Großteil der historischen Ausstattung erhalten, sodass man in der Kirche viele Kunstschätze bewundern kann. Besonders erwähnenswert sind die Chorfenster vom Ende des 14. Jahrhunderts ‘sowie die von Erasmus Grasser geschaffenen Figuren der Apostel und der Propheten und die von Ignatius Günther erstellten vergoldeten Holzreliefs mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Jungfrau Maria. Ebenfalls findet man Werke berühmter bayerischer Künstler, wie Erasmus Grasser, Jan Polack und Hans Leinberger. In der Krypta der Kirche wurden die Angehörigen der Wittelsbacher Dynastie bestattet, unter anderem der Kaiser Ludwig IV. der Bayer und seine Söhne. Die Haupt- und seitliche Altare wurden im Stil des Barocks umgebaut. Besonders schön sind die Kapellen, die Werke verschiedener Künstler beherbergen, wie zum Beispiel der Leib Jesu von Anthonis van Dyck. In den Türmen gibt es insgesamt zehn Glocken, die zu den wichtigsten Glocken Deutschlands gehören und zu verschiedenen Tageszeiten sowie unterschiedlichen Anlässen klingeln. Die Frauenkirche bietet Platz für etwa 20.000 Menschen.
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Kenothap von Kaiser Ludwig IV. in der Frauenkirche
Geschichtlich interessierte mich in der Frauenkirche vor allem das Kenothap auch Scheingrab von Kaiser Ludwig den Bayern, der 1347 verstorben ist. Die Gebeine Ludwigs liegen nicht in diesem Scheingrab, sondern in der Krypta der Frauenkirche. Das genaue Geburtsdatum vom Kaiser Ludwig den Bayern ist nicht genau bekannt, entweder Ende 1281 oder Anfang 1282 in München. Kaiser Ludwig IV. (besser bekannt als Ludwig der Bayer) regierte von 1314 – 1347 als Deutscher König, ab 1328 als Kaiser, Kaiser Ludwig IV. stammte von der Herrscherdynastie Wittelsbach. Das Haus Wittelsbach regierte Bayern 738 Jahr lang – von 1180 bis zum Ende der Monarchie 1918. Der Werdegang vom oberbayerischen Herzog zum Kaiser Ludwig IV. ist sehr spannend. Nach dem Tode Kaiser Heinrichs VII. konnte man sich nicht auf einen einzigen Königskandidaten einigen. So wurden zwei Könige gewählt, nämlich Ludwig IV., der aus dem Geschlecht der Wittelsbacher stammte, und auf der anderen Seite Friedrich der Schöne, aus dem Hause Habsburg. Die Wahl zum König wurde auf dem Schlachtfeld entschieden. Im Jahr 1322 besiegte Ludwig den schönen Friedrich in der Schlacht bei Mühldorf. Nach dem Sieg wollte sich Ludwig auch noch wie sein Vorgänger die Kaiserkrone sichern. Als Ludwig die Kaiserkrone begehrte, verweigerte Papst Johannes XXII. den deutschen König dieses Ansinnen. Der Papst wollte die Macht des deutschen Kaisers beschränken. Ludwig marschierte daraufhin ohne päpstliche Zustimmung nach Italien. Um seine Herrschaft zu beglaubigen, ließ er sich 1328 als erster Kaiser des Mittelalters nicht vom Papst, sondern vom römischen Volk und durch Bischöfe zum Kaiser krönen. Im April 1328 erklärt Kaiser Ludwig den Papst Johannes XXII. für abgesetzt und ernennt Nikolaus V. als Gegenpapst auf den Stuhl Petri in Rom. Kaiser Ludwig wurde vom Papst Johannes XXII. exkommuniziert und blieb bis zu seinem Tod im Kirchenbann. Papst Johannes XXII. regierte die katholische Kirche vom 7. August 1316 bis zu seinem Tod am 4. Dezember 1334. Bei seiner Wahl war er bereits 72 Jahre alt. Er residierte ausschließlich im südfranzösischen Avignon. Als avignonesisches Papsttum wird der Zeitraum zwischen den Jahren 1309 und 1376 [ benannt, in dem sieben Päpste ihren Sitz in der südfranzösischen Stadt Avignon hatten. Kaiser Ludwig IV. starb überraschend am 11.Oktober 1347 im Alter von 65 Jahren bei einer Bärenjagd in der Nähe von Fürstenfeldbruck. Bis zu seinem Lebensende wurde der päpstliche Kirchenbann nicht aufgehoben, trotzdem wurde er in der Frauenkirche in München beigesetzt. Dies war eine weltliche Machtdemonstration der Wittelsbacher gegenüber dem damaligen Papst Clemens VI. Auch dieser Papst residierte in Avignon. Das Kenotaph für Kaiser Ludwig den Bayern in der Frauenkirche wurde im Jahr 1622 im Auftrag von damaligen Herzog Maximilian I. durch den Bildhauer Hans Krumper erbaut. Es besteht aus poliertem, schwarzem Kalkstein und ist mit mehreren Bronzefiguren verziert. Im Inneren des durchfensterten Marmorgehäuses liegt die berühmte spätgotische Gedächtnisplatte für Kaiser Ludwig aus dem späteren 15.Jahrhundert. Der Deckstein besteht aus rotem Marmor. Er zeigt den Kaiser mit den Herrschaftszeichen in einer himmlischen Sphäre. Darunter ist die irdische Versöhnung der Herzöge Ernst (reg.1397 – 1438) und Albrecht III (reg.1438 – 1460) dargestellt. Vater und Sohn hatten sich zerstritten, nachdem sein Vater Herzog Ernst die Ehefrau von Albrecht, die Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer, ermorden ließ. Wie man in Geschichtsbüchern nachlesen kann, wurde Agnes Bernauer am 12. Oktober 1435 in der Donau bei Straubing ertränkt. Herzog Ernst von Bayern-München ließ sie ermorden, weil sein Sohn, Thronfolger Albrecht III., die bürgerliche Augsburger Baderstochter heimlich geheiratet hatte. Die Verbindung verletzte nach Meinung von Herzog Ernst die Ehre des Hauses Wittelsbach. Um die Tat zu rechtfertigen, wurde Agnes Bernauer u.a. wegen angeblicher Zauberei und Landschädigung im Auftrag von Herzog Ernst angeklagt und verurteilt. Während der Abwesenheit seines Sohnes Albrecht ließ Herzog Ernst seine nicht anerkannte Schwiegertochter ergreifen und in die Donau werfen. Nach der Aussöhnung mit seinem Vater heiratete Albrecht im Jahr 1436 Herzogin Anna von Braunschweig-Grubenhausen, mit der er zehn Kinder hatte. Albrecht wurde nicht in München sondern in der Klosterkirche in Andechs begraben. Neben dem Kenotaph für Kaiser Ludwig den Bayern befinden sich mehrere kleine, historische Hinweistafeln und auch ein sehr interessanter geschichtlicher Bildband. Vier kniende Standartenträger bewachen das Kenothap. Vor dem Grabdenkmal stehen die Porträtstatuen Herzog Wilhelms IV. (1580 - 1550) in der Kleidung der damaligen Epoche mit Pelzschaube und Herzog Albrecht V. (1550-1579) im Ornat des Ordens vom Goldenen Vlies, mit erhobenem Schwert. Nach einem Bericht im Internet, soll der Orden die mächtigsten und treuesten Adligen an den burgundischen Hof binden, die Verteidigung des katholischen Glaubens stärken und ritterliches Verhalten fördern. Zu den Statuen gehören auch kindliche Engel in den Ecken des Denkmals. Die Kaiserkrone auf dem Kissen überragt das Kenotaph. Das Kaiserkenotaph wurde im Laufe der Jahrhunderte insgesamt viermal versetzt, seinen jetzigen Standort erhielt es 1962. An die Sterblichkeit des Menschen erinnern Totenschädel und Knochen aus Bronze, die am Gehäuse angebracht sind.
Wahrzeichen von München
Mein Enkelsohn aus Berlin wünschte sich während seiner Weihnachtsferien in München, die Frauenkirche zu besichtigen. Der Dom „Zu Unserer Lieben Frau“, auch Frauenkirche genannt, ist mit den sog. Zwiebeltürmen eines der Wahrzeichen von München und somit beliebtes Fotomotiv. Die Frauenkirche wurde 1269 erstmals erwähnt und 1271 zur zweiten Pfarrkirche Münchens erhoben. Der spätgotische Backsteinbau wurde 1494 geweiht, ist insgesamt 109 m lang und 40 m breit, das Mauerwerk des Kirchenschiffs ist etwa 37 m hoch und die beiden Türme mit ihren charakteristischen Hauben sind fast gleich hoch: Der Nordturm misst 98,57 Meter, der Südturm 98,45 Meter. Die Verwendung von Backstein ist darauf zurückzuführen, dass der Baustoff aus dem Umland kam und deshalb recht billig war. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Frauenkirche durch Luftangriffe 1943 bis 1945 schwer beschädigt, das Hallengewölbe stürzte teilweise ein und Teile der Einrichtung wurden zerstört. Die zahlreichen erhaltenen Ausstattungsgegenstände kehrten erst 1994 wieder an ihre alten Plätze zurück. Betritt man die Frauenkirche durch das Hauptportal, kann man in der Vorhalle unter der Orgelempore im Pflaster einen Fußtritt entdecken. Man erzählt sich folgende Sage vom Teufelstritt: Als in München schon wieder eine Kirche gebaut wurde, beschloss der Teufel diese zu zerstören. Nachdem die Kirche fertig erbaut, aber noch nicht geweiht war, schlich sich der Teufel durch das große Tor der Eingangshalle. Er betrachtete den Bau neugierig und fing laut an zu lachen, weil er bemerkt hatte, dass keine Fenster da waren. Vor Freude stampfte der Teufel so fest auf den Boden, dass er den Fußabdruck im Boden hinterließ. Danach verließ er das Gotteshaus. Als die Kirche fertiggestellt und geweiht war, sah der Teufel, dass die Menschen in Massen in die neue Kirche strömten. Da entdeckte er von außen, dass das Gotteshaus doch Fenster hatte. Als der Teufel merkte, dass er sich geirrt hatte, verwandelte er sich zornig rasend in einen heftigen Wind und versuchte dadurch, die Kirche zum Einstürzen zu bringen. Dies gelang ihm jedoch nicht. Noch heute „stürmt" der eine oder andere seiner Gesellen um das Gotteshaus herum. Die Innenausstattung der Kirche ist schlicht ausgestattet. Dass der 1488 fertiggestellte Dom so schlicht erscheint, ist eine Renovierung im 17.Jahrhundert zu verdanken. Besonders gefielen mir die herrlichen Glasfenster in der Frauenkirche. Die wertvollen Glasbilder aus dem 14. bis 16. Jahrhundert hatte man vor dem 2.Weltkrieg ausgebaut, gesichert und nach Kriegsende wieder eingebaut. Zwölf Reliefs, die den Lebensweg der Gottesmutter Maria zeigen, und das das Standbild Maria Immaculuta schmücken den Altarbereich. Kaum zu übersehen ist in der Frauenkirche das Wittelsbacher Denkmal, ein von Bronzefiguren verziertes Prunkgehäuse mit der Kaiserkrone an der Spitze. Mein Enkelsohn wollte natürlich auch auf den Südturm der Frauenkirche. Über eine enge Wendeltreppe kommt man über 86 Stufen zu einem Plateau in ca. 15m Höhe. Der Gegenverkehr wird über ein Ampelsystem geregelt, was evtl. zu Wartezeiten führen kann. Von dort aus geht es mit dem Aufzug weiter in die Turmstube des Südturmes. In den Aufzug passen max. 6 Personen, auch hier kann man mit etwa 2 Minuten Wartezeit rechnen. In der Turmstube hat man einen herrlichen Rundumblick über München. Die Tickets kosten 7,50€ für Erwachsene und 5,50 Euro für Kinder (7-16 Jahren). Wir haben ca. 30 Minuten inkl. Auf- und Abstieg im Südturm verbracht. Nebenbei zu erwähnen ist, dass sich sieben Glocken im Südturm befinden und im Nordturm dagegen nur drei Glocken. Der Münchner Dom und der Südturm gehört zu den Highlights in München.
Münchens Wahrzeichen: die Frauenkirche
Wenn ich an München denke, so habe ich als erstes immer das Bild der beiden Türme der Frauenkirche mit ihren markanten Hauben vor Augen. Diese Türme sind das Wahrzeichen von München, noch vor dem Münchner Kindl, vor dem Alten Peter, vor dem Schäfflertanz-Glockenspiel am Turm vom Neuen Rathaus usw. (überboten wird die Frauenkirche wohl nur vom Münchner Bier und vom FC Bayern München). Ein Besuch der Frauenkirche, dem Dom von München, ist immer interessant – und sei es auch nur, wenn man einmal die Kirche umrundet – oder im Außenbereich einer der Wirtshäuser, die sich hier angesiedelt haben, eine Pause einlegt und den Blick zur Frauenkirche genießt.
Die Münchner Frauenkirche, immer wieder schön
Die Frauenkirche (Liebfrauenkirche), der „Dom zu Unserer Lieben Frau“, ist nicht irgendein Wahrzeichen von München, nein, die Frauenkirche ist DAS Wahrzeichen der Stadt. Mit ihren beiden jeweils etwas über 98 Meter hohen Türmen ist sie weit über München und Bayern hinaus bekannt. Das charakteristische dieser Türme sind ihre „Welschen Hauben“, die der Frauenkirche „ihr Gesicht“ verleihen. Wir waren bereits mehrfach bei und in der Frauenkirche und gehen bei jedem Münchenbesuch gerne hierher – sei es, um mal wieder in die Frauenkirche zu gehen, oder auch, um die Kirche „nur“ von außen anzusehen oder auch einfach nur, um bei einem der Wirtshäuser bei der Kirche ein Pause einzulegen.
Tolle Kirche und Blickfang
Die Frauenkirche ist optisch markant und gefühlt von allen Türmen/ Aussichtspunkten kann man sich an ihr sofort orientieren. Die Hauben auf den Türmen sind das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Der Südturm war bei unserem Besuch wieder geöffnet. Wer allerdings Fotos mit der Kirche haben möchte - vom Rathausturm hat man einen eindrucksvollen Blick.
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