Woran erkennt man Mautstraßen?
In Kroatien sind die meisten Autobahnen mautpflichtig. Diese Autobahnen erkennst Du an den Hinweisschildern mit der Aufschrift "Autocesta" (Autobahn) und dem entsprechenden Autobahnsymbol. Zusätzlich wird häufig das Mautzeichen "Cestarina" angezeigt, welches signalisiert, dass eine Gebühr für die Nutzung der Straße anfällt. Die Nummerierung der Autobahnen beginnt meist mit dem Buchstaben A (z.B. A1, A3).
“Neu 2027: Kroatien schafft Mautstationen ab“
- Ab dem 1. März 2027 funktioniert die Maut in Kroatien vollständig digital, Schluss mit Anhalten, Ticket ziehen und Warteschlangen. Das neue System heißt „Crolibertas" und erkennt Dein Fahrzeug automatisch per Kamera, während Du mit normaler Geschwindigkeit durch die Mautportale fährst.
- Bezahlen kannst Du dann auf zwei Wegen: entweder über eine Kennzeichenregistrierung im Online-Portal (nur für PKW und Motorräder) oder per Mautbox (ENC-Gerät) im Fahrzeug – für Lkw und Busse über 3,5 Tonnen ist die Box Pflicht.
- Den Testbetrieb startet Kroatien bereits ab September 2026, bis Ende Februar 2027 läuft das alte Stationssystem noch parallel weiter. Wer diesen Sommer fährt, zahlt also noch ganz klassisch an der Schranke.
- Achtung: Es kursieren bereits Websites, die „Kroatien-Vignetten" verkaufen, das ist Abzocke. Eine Vignette gibt es in Kroatien nicht und wird es auch mit dem neuen System nicht geben. Nutze ausschließlich das offizielle Portal der kroatischen Autobahngesellschaft HAC.
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Bezahlarten
An den Mautstationen in Kroatien kannst Du auf verschiedene Arten bezahlen:
- Barzahlung: Neben der kroatischen Kuna (HRK) kannst Du jetzt auch problemlos in Euro bezahlen.
- Kreditkarte: Die gängigen Kreditkarten wie Visa, MasterCard und American Express werden meist akzeptiert.
- ENC-Gerät: Ein elektronisches Gerät, das Dir ermöglicht, die Mautstationen ohne Anhalten zu passieren. Das ENC-Gerät (Elektronička Naplata Cestarine) kann vor Ort gemietet oder gekauft werden und bietet oft Rabatte auf die Mautgebühren.
Im Durchschnitt solltest Du auf kroatischen Autobahnen mit etwa 5 bis 7 Euro pro 100 Kilometer rechnen. Die genauen Kosten können je nach Strecke und Fahrzeugtyp variieren, aber dieser Richtwert hilft Dir, die Ausgaben besser einzuplanen.
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Maut und Mietwagen: Darauf solltest Du achten
Als MietwagenfahrerIn ist es wichtig zu wissen, dass die Mautkosten nicht im Mietpreis enthalten sind und direkt an den Mautstationen zu entrichten sind. Informiere Dich bei Deiner Autovermietung, ob Dein Mietwagen mit einem ENC-Gerät (Elektronička Naplata Cestarine) ausgestattet ist. Dieses elektronische Gerät ermöglicht es, die Mautstationen schneller zu passieren, da die Gebühren automatisch erfasst werden. Frag auch nach, wie die Abrechnung funktioniert: Manche Vermietungen berechnen die Mautgebühren nachträglich über die Kreditkarte, andere erwarten, dass Du das ENC-Gerät selbst auflädst.
“Wenn Du Mautgebühren sparen möchtest, kannst Du mit Navigations-Apps wie Google Maps oder Waze alternative Routen ohne Mautstraßen wählen. Bedenke jedoch, dass diese Routen meist länger dauern und Du mehr Zeit für Deine Reise einplanen musst. “
Tunnel- und Brückenmaut
Gute Nachrichten für Reisende: Brücken in Kroatien sind nicht mehr mautpflichtig. Dies gilt auch für bekannte Brücken wie die Krk-Brücke. Es fallen jedoch weiterhin Sondergebühren für bestimmte Tunnel an, insbesondere für den Učka-Tunnel, der Istrien mit dem Rest Kroatiens verbindet. Diese Gebühren sind zusätzlich zur Autobahnmaut zu entrichten.